Beiträge von gigi

    Also ich sehe hier im Licht der kürzlichen Attacken keine Rechtfertigung mehr wegen "nur leicht getroffen" überhaupt noch über eine Spielfortsetzung nachzudenken. Mit wieviel Newton muss denn getroffen werden, damit ein Spielabbruch gerechtfertigt ist?


    Es war ein tätlicher Angriff auf einen Spieloffiziellen, damit muss eigentlich das Spiel sofort zu Ende sein.

    Da bin ich voll auf der Seite von KozKalanndok. Mag ja sein, dass die "offizielle" Meinung ist, dass wegen dieses "leichten" Vergehens ein Abbruch nicht gerechtfertigt ist. Aber genau das ist die ins Regelwerk hineingebrachte Grauzone die zu mehr tätlichen Angriffen führt, weil nur minimale Konsequenzen erfolgen. Ich bleibe dabei. Wer die Hand an einen Spieloffiziellen anlegt bekommt ROT und das Spiel ist aus. Der Rest ist Sache des Sportgerichts. Wenn die meinen, dass sie das Spiel neu ansetzen müssen, dann sollen sie es tun. Und wenn ich bei gleichem Sachverhalt das nächste Spiel wieder abbreche, dann ist das mein Ding. :anbeten:

    Altschiri schrieb:

    Ich meine, vor über 30 Jahren gelernt zu haben, dass man tatsächlich jeden spielen lassen "muss" - mit entsprechendem Vermerk im Spielberichtsbogen,


    Sollte das auch gelten, wenn eine offensichtlich nicht spielberechtigte Person am Spiel teilnehmen will und der Verein dies verlangt? Zum Beispiel ein C-Junior bei einem Herrenspiel?

    Eigentlich hat Manfred schon alles gesagt. Es ist gut, wenn junge Schiedsrichter das Ziel haben aufzusteigen. Bei vielen Schiedsrichtergruppen gibt es Fördergruppen. Wenn so eine vorhanden ist, dann einfach mal den Obmann bitten in diese aufgenommen zu werden. Die Schiedsrichter der Fördergruppe werden gezielt beobachtet und auch als 15-jähriger kannst du sehr schnell im Herrenbereich zum Einsatz kommen, wenn alles passt. Also einfach alle Rahmenbedingungen einhalten und dann kommunizieren. Junge Hoffnungsträger braucht das Land!


    Und um mit Manfred aufzuhören: Die Berge in Oberbayern sind höher als die Hürden, die ein junger Schiedsrichter der vorwärtskommen will, vor sich hat. ;):thumbup:

    Folgende Szene aus meinem heutigen Spiel:


    Freistoß mehr oder weniger an der Strafraumecke. Ich frage den Schützen, ob er die Mauer gestellt haben will (und stehe dabei extra mit dem Rücken zur ggf. zu stellenden Mauer, um jegliches Missverständnis zu vermeiden). Der Schütze verneint, ich sage ihm, dass der Ball frei sei und laufe klar erkennbar in die "Abseitsposition". Die Mauer steht, ist aber ziemlich eindeutig nicht ausreichend entfernt. Der Schütze will eine Flanke schlagen, die kommt aber nicht hoch genug (auch eine Folge des zu kurzen Abstands), ein Spieler in der Mauer wird voll im Gesicht getroffen und geht zu Boden. Natürlich unterbreche ich das Spiel, da ich mich hier vergewissern will, dass der Spieler nicht ernsthaft verletzt ist. Aber wie geht es weiter?


    Pragmatisch kann ich mich auf den Standpunkt stellen, dass die Mauer noch dabei war, sich zu sortieren, also SR-Ball. Aber rein formal: Hätte ich nicht eigentlich den Freistoß wiederholen lassen und einen Spieler aus der Mauer - streng genommen sogar den Abgeschossenen - verwarnen müssen?

    Es kann ja eigentlich nur mit Schiedsrichterball weitergehen. Ein Regelverstoß lag nicht vor. Der Ball wurde explizit nicht durch den Schiedsrichter gesperrt. Also war die sofortige Ausführung des Freistoßes ohne Rücksicht auf den Mauerabstand zulässig. Wenn dabei ein Spieler getroffen wird obwohl der Abstand nicht eingehalten wurde, ist das unerheblich. Und wenn der Schiedsrichter unterbricht um zu prüfen ob eine schwerwiegende Verletzung vorliegt, dann kann es nur mit Schiedsrichterball weitergehen.

    Bei solchen Sperren ist in Bayern meist nach 2 Jahren Schluss, weil keinem das Fußball- Spielen in einem Monopolverband untersagt werden kann.

    Leider ist diese Feststellung richtig. Der Verbandsvorstand begnadigt in der Regel die zunächst auf Dauer ausgeschlossenen Spieler nach zwei bis drei Jahren. Grund dafür soll eine EU-Richtlinie sein, nach der Sport in einem Monopolverband nicht dauerhaft verweigert werden darf. Diese Ansicht kann ich nicht teilen, weil es genügend Möglichkeiten außerhalb des Fußball-Verbandes gibt diesem Sport nachzugehen. Aber dazu müsste der Verband erst einmal Zeichen setzen und keine Begnadigung aussprechen und abwarten, ob Brüssel hier einschreitet.

    Vielleicht wäre es heilsam, wenn nicht nur Spielverlegungen, sondern auch Spielabsetzungen gebührenpflichtig wären. Und vielleicht wäre es gar nicht vermessen, wenn bei kurzfristigen Absetzungen oder Verlegungen der Schiedsrichter eine Art "Ausfallgebühr" erhält. Wäre doch eine Überlegung wert oder? :)

    Jedenfalls ein Klassiker der Regelfragen und - sollte Akinfeev den Ball tatsächlich aufnehmen - für mich eine klare Fehlentscheidung des ansonsten sehr, sehr guten Schiedsrichters.

    Aber gilt da nicht die Regelneuerung:


    Auch wenn der Ball von den Händen/Armen des Torhüters abprallt, darf
    dieser den Ball ein zweites Mal aufnehmen, selbst wenn bereits der erste
    Versuch den Ball zu fangen/festzuhalten absichtlich erfolgt.


    3. Bis zur Fertigstellung einer automatischen Korrektursoftware bekommt Bibiana ein zur Trikotfarbe passendes Sport-Kopftuch zur Verfügung gestellt. Der Vertrag mit Nike als derzeit einzigem Anbieter steht kurz vor dem Abschluss.

    Das ist wohl eher als Scherz aufzufassen oder? Wenn das Realität würde, dann können wir einpacken. Ausser das Kopftuch ist nur auf dem Fernsehbild in arabischen Staaten zu sehen (technisch vermutlich machbar!), dann interessiert mich das nicht.

    Nicht besonders glücklich gewählt ist im Regelwerk der Begriff des "absichtlichen Handspiels". Absicht liegt ein Wille zugrunde, den zweifelsfrei nur der Ausführende kennt. Und weil das für den Betrachter halt nicht zweifelsfrei feststellbar ist haben sich die Regelhüter eine Definition für "absichtliches Handspiel" einfallen lassen. Und dies inzwischen mit allen Tücken und manchesmal auch nicht mehr nachvollziehbar. Ich fände den Begriff "verbotenes Handspiel" für sinnvoller.

    gleiche Strafe, ind. FS auf der Außenlinie


    Und gleich auch die nächste Frage: Wenn er einen anderen Ersatzspieler des Gegners beleidigt, der auf der anderen Auswechselbank sitzt ?

    Und gleich auch die nächste Frage: Wenn er einen anderen Ersatzspieler des Gegners beleidigt, der auf der anderen Auswechselbank sitzt ?

    Müsste dann SR-Ball als Spielfortsetzung sein.

    Ich habe vorgestern einen Vortrag über die Regel 3 gehalten. Wenn Du alles richtig machst, kann es im Innenraum nur Offizielle geben, weil die nämlich namentlich auf dem Spielbericht aufgeführt sind. Und alle anderen sind Zuschauer und gehören schon vor dem Anpfiff hinter die Barriere, dann brennt da auch nichts an.

    Und wie stellt man fest, wer von den um die Coachingbank herumwieselnden Personen Offizieller ist und wer nicht. Auf dem Spielbericht können rund 10 Personen stehen, die ich natürlich nicht kenne. Im Gesicht steht denen nicht geschrieben, ob sie Offizieller sind oder unerlaubt als Zuschauer sich dort aufhalten. Soll man da etwa vor dem Spiel einen Abgleich mit dem Spielbericht machen? Nicht wirklich oder? Vielleicht sollte man ein Armband (analog der Ordnerbinde) für die Teamoffiziellen einführen, dann ist schon mal klar, wer kein Band hat, hat dort nichts verloren.

    Zum Beitrag von SixthSCTF


    Das ist schon mal ein Urteil mit deutlicher Ansage. Da könnten sich andere Sportgerichte eine Scheibe abschneiden. Aber solche Urteile sollten unbedingt (natürlich leider ohne Nennung der betroffenen Personen) veröffentlicht werden. Ein bisschen Abschreckungswirkung könnte ich mir schon vorstellen.

    Wann werden endlich einmal für solche Taten die verantwortlichen Übungsleiter auf Dauer ausgeschlossen? Wann bekommen die Vereine adäquate Strafen für ihr Fehlverhalten im Bereich der Erziehung von jungen Menschen? Warum werden Mannschaften, die sich solche Vergehen leisten, wie oben angeführt, nicht zumindest zeitweise vom Spielbetrieb ausgeschlossen? Die Verbände sind doch schuld daran, dass sich solche Vorfälle immer wieder wiederholen. Sie wollen halt keine Mitglieder verlieren und da nehmen sie alles Mögliche billigend in Kauf. Endlich einmal hart durchgreifen und einiges würde leichter werden. Natürlich kann man auch mit eiserner Faust nicht alles verhindern, dazu ist die Gesellschaft schon zu versaut. Aber das mindeste was man tun muss wäre, sich von diesen sport- und gesellschaftswidrigen Elementen zu trennen.

    Das Grundproblem ist, dass Schiedsrichter zu "billig" sind; denn was "nichts" kostet kann auch nicht viel wert sein. Nur was wirklich teuer ist wird auch geschätzt. Warum genießen denn die teuersten Trainer den besten Ruf? Warum wird schon in unteren Klassen "Kohle" geboten um gute Spieler zu verpflichten. Aber wenn der Schiedsrichter für eine Spielleitung dann 20 € berechnet; dann ist das viel zu teuer. Aber im Amateurbereich gibt es keine Lobby für die Schiedsrichter und Manfred schreibt es in seinem Post sehr zutreffend; dass die Schiedsrichter am Gängelband der Vereine und der Verbände geführt werden. Warum muss eigentlich (in Bayern) der Kreistag (= sind die Vereine) den von den Schiedsrichtergruppen gewählten Obmann bestätigen? Und so weiter und so fort!

    Da brauch ich kein Video von der Szene. Wenn der Arm des Schiedsrichters durch einen Spieler in dieser Situation nach unten gedrückt wird, dann ist das :rote_karte: und zwar nicht als Tätlichkeit, sondern als grobe Unsportlichkeit und Respektlosigkeit. Dass in der gleichen Situation gegen einen Gegenspieler nur :gelbe_karte: gezeigt wird ist okay.

    Und genau das sind die Situationen, die uns andern Schiris das Leben schwer machen!Wenn der Spieler zu mir sagt: mach doch mal die Augen auf, dann muß ich aber schon sehr gut aufgelegt sein, um da nur zu geben! Der geht bei mir mit Sicherheit mit !!! Egal welche Spielminute oder wie das Spiel bis daher gelaufen ist!


    :rote_karte: Und würden alle so handeln, dann wäre schnell wieder mehr Respekt hergestellt. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn sich die Spieler immer mehr herausnehmen, wenn es nicht entsprechend geahndet wird. Früher war der Schiedsrichter unantastbar, auch verbal und wenn nicht, dann hat es harte Strafen gegeben. Aber heute..... Ich bin dafür, dass bei solchen Respektlosigkeiten Arbeitsbedarf für die Sportgerichte geschaffen werden muss.

    Obwohl in Bayern die Geldstrafen für Nichtantreten zu Spielen gegen Saisonende erhöht wurden interessiert das offensichtlich niemanden. Und wie Bayernschiri schon sagt, das kann Auf- bzw. Abstieg ganz erheblich beeinflussen. Es wäre schon zu überlegen, ob bei einem Nichtantritt an einem der letzten drei Saisonspiele der Verein nicht zur Gänze aus der Wertung genommen wird und entweder keiner die Punkte aus den ausgetragenen Spielen bekommt oder jeder drei Punkte, das bleibt sich gleich. Das wäre halt auch im Hinblick auf die Tatsache, dass auch öfters Vereine nicht antreten, die selbst im gesicherten Mittelfeld stehen.