WDFV mit Zentralregelung bei Gewaltausschreitungen

  • Der WDFV hat, wie über fussball.de angekündigt, ab Jahresanfang 2020 eine zentrale Anlaufstelle in Duisburg eingerichtet, die Meldungen bezüglich Gewaltausschreitungen behandelt. Weitergeleitet werden neben sämtlichen Sportgerichtsverhandlungen auch persönliche Anliegen und Vorfälle von SR-Kollegen.


    Der WDFV mit seinen Verbänden Niederrhein, Mittelrhein und Westfalen will damit laut eigener Aussage ein offensichtliches und einheitliches System flächendeckend umsetzen, was die Sperrzeiten und Maßnahmen bei körperlichen und extremen verbalen Ausschreitungen und Angriffen betrifft.



    Ich persönlich begrüße diese Maßnahme nach den Aktionen die bereits in die Wege geleitet wurden sehr. Ich denke, dass es auch die Höchstmaße leichter erreichen kann, wenn es nötig wird, dadurch dass es eine zentrale Stelle gibt, die ein Wort dabei mitredet. So hat man eine Regionalverwaltung und in allen drei Verbänden weiß man, was Sache ist.


    Wie ist eure Meinung dazu? Ist das ein Schritt in die richtige Richtung?

    "Ich habe einmal die Alkoholiker aus der Mannschaft gegen die Antialkoholiker im Training spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1, da habe ich gesagt: 'Mir ist es egal, sauftas weiter!' "

    - Max Merkel:trink:

  • Der WDFV ist wenigstens nicht blind und will was ändern !
    Auch sieht er ein, dass bisherige Bemühungen nicht wie gewünscht gefruchtet haben und weitere Maßnahmen entwickelt werden müssen.
    Diese Anlaufstelle ist also kein direktes Mittel gegen Gewalt, eher eine Art Sammelaktion von Verfahren und der Rechtsprechung, um so einen Überblick im Verband zu bekommen und vor allem Präventive Maßnahmen zu ergreifen.

    Man kann also zweierlei Wege einschlagen, entweder Gewaltprävention oder Abschreckung.
    Als Verband kann man versuchen die Gründe dieser Gewaltauswüchse ausfindig zu machen und diese aus der Welt zu schaffen.
    Da dass sogut wie unmöglich ist, wird es eher auf die Abschreckung hinauslaufen.

    Man sollte oder eher MUSS Gewalt auf dem Sportplatz mit so hohen Strafen belegen, dass jeder Verein, jeder Trainer und jeder einzelne Spieler nicht mal im Traum daran denken würde gewalttätig zu werden.
    Sperre des einzelnen ist dabei einfach zu lasch und auch ich habe so einige Kammersitzungen gehabt in dem ich das Urteil kaum bis gar nicht nachvollziehen konnte - dabei geht es mit nicht darum, dass ich eine höhere Strafe für den Beschuldigten erwartet habe ! Es geht darum, dass solche lahmen Urteile allen anwesenden Vereinsvertretern und Spielern zeigt, dass man sowas machen kann ohne große Strafe zu befürchten.

    Meiner Meinung nach sollte bei körperlicher Gewalt der Spieler für mindestens 2 Jahre und die Mannschaft für die komplette Season gesperrt werden. Ebenso eine passende 4-Stellige Geldstrafe.
    Klingt zwar viel aber damit ist schon fast GARANTIERT dass die Vereine sowas mit ALLEN mitteln verhindern möchten.
    Denn genau das passiert meiner Meinung nicht.
    Statt dass Trainer ihre Spieler beruhigen und deeskalieren, heizen diese weiter auf - egal ob gegen andere Spieler, Trainer oder den SR.
    Da fängt es doch schon an.

    Meiner Mannschaft hab ich von Anfang an beigebracht, dass Schlagen = Rauswurf.
    Gleiches gilt für den SR, wenn der SR entscheidet hält jeder meiner Jungs sein Maul, sonst hole ich ihn vom Feld, so einfach ist das.

    Als Verein und Trainer sollte man einfach seine eigenen Jungs erziehen, kann nicht sein dass der Verband wie die gute Nanny mit dem Finger auf Vereine zeigen und "Du du du" sagen muss.
    Naja, mal gucken was der WDFV mit den ganzen Informationen macht !

  • So wie es Sinnaoi schreibt, wäre es der Idealfall.

    Genau diese Kuschelurteile sind es, die solches verhindern. Dann heisst es von den Sportgerichten, wir sind unabhängig und lassen uns da nichts dreinreden.

    Man sollte gerade SR unterstützen, wenn sie ihren Bericht verfassen. Daran scheitert es doch das eine oder andere mal, weil sich halt nicht jeder so ausdrücken kann, wie es bei solchen Fällen nötig wäre.

    Dann ist es auch die Frage, ob das von Verbandsseite überhaupt gewollt ist? Die argumentieren ja, der Fußball lebt von den Spielern und Mannschaften und nicht von den Schiris. Lebenslange Sperren können nicht ausgesprochen werden, weil die Verbände das Monopol haben und sie keinem Spieler das spielen verbieten dürfen. Mit anderen Worten, man nimmt lieber in Kauf, ein paar SR zu verlieren, als Mannschaften.

  • Meiner Meinung nach sollte bei körperlicher Gewalt der Spieler für mindestens 2 Jahre und die Mannschaft für die komplette Season gesperrt werden.

    Das wäre gut, und das könnte man sportrechtlich auch absichern, in dem man allen Spielern der Mannschaft, die sich nicht an den Auseinandersetzungen beteiligt haben, ein sofortiges Spielrecht in einem anderen Verein erteilt.