Unterstellung der Voreingenommenheit = SR-Beleidigung = rot --> wieso?

  • Hallo allerseits,


    bei meinem heutigen Spiel hat mich ein Spieler nach einer Entscheidung als parteiisch bezeichnet, was ich als Protestieren/Reklamieren auffasste und daher :gelbe_karte: zog.
    Nach dem Spiel traf ich dann zufällig unsren Lehrwart, weil er das Spiel direkt nach meinem gepfiffen hat, und wir haben uns kurz unterhalten. Der hat mir dann erzählt, dass ich mit :gelbe_karte: eine Fehlentscheidung getroffen bzw. sogar einen Regelverstoß begangen habe, weil es fürs Unterstellen von Voreingenommenheit (also für das, was der Spieler durch seinen Spruch "immer schön parteiisch sein!" getan hat) eigentlich :rote_karte: hätte geben müssen, weil das als SR-Beleidigung zu werten ist oder sowas.


    So ganz klar ist mir das immernoch nicht. Wieso muss ich den Spieler dafür vom Platz schicken? Ich persönlich würde das eigentlich nicht als SR-Beleidigung auffassen. Oder liegt das eher daran, dass der Spieler mich und meine Entscheidungen und somit meine Autorität durch seine Äußerung infrage stellt?

    MfG Flo!


    Also hier fehlt ganz eindeutig ein VfL Bochum-Fansmiley!! :blauweis:

  • Grundsätzlich würd ich hier genau wie bei allen anderen "leichten" Sachen sagen → Lautstärke und Ort machen die Farbe der Karte (wenn überhaupt) aus.

  • Wer einem SR unterstellt, er würde vorsätzlich bzw. planmäßig eine Mannschaft benachteiligen, begeht m.E. eine der schwersten SR-Beleidigungen überhaupt. Ich war kürzlich bei einem Spiel, da hat ein Vereinsfunktionär während des Spiels lautstark gegen das SR-Gespann u.a. Sätze mit den Worten "abgekartet", "abgesprochen", "verpfiffen" usw. geäußert. Ich bin mal gepannt, was aufgrund des diesbezüglichen SR-Sonderberichts passiert.

    "Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."
    (Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin, *1830 +1916)


    "Mancher ist für die Wahrheit, solang die Wahrheit für ihn ist."
    (Charles Tschopp, schweizer Schriftsteller, *1899 +1982)

  • Erstmal: Ein Regelverstoß war es garantiert nicht, du hast es als unsportliches Reklamieren gesehen (->Tatsachenentscheidung) und dafür die korrekte Gelbe Karte gegeben.


    Ich sehe es sonst genauso wie CFP. Er kann damit sagen dass du das Spiel verkauft hast, wofür Rot korrekt wäre, oder damit sagen dass du bei deinen Entscheidungen zu sehr für ein Team pfeifst ohne aber dir einen unsportlichen Hintergedanken unterzustellen, was für mich gelbwürdiges Protestieren wäre.

  • Einen Regelverstoß bei einer persönlichen Äußerung zu unterstellen, ist sehr, sehr hart und darf eigentlich nur bei eindeutigen Sachen geschehen. Betitelt er dich als "Arschloch" und du zeigst dafür gelb, dann hast du Regelverstoß begangen.


    Bei solchen Äußerungen geht es letztendlich immer um den Wortlaut - was hat er denn gesagt? "Das pfeifen Sie doch bloß weil's der FC Hinterswalde ist", ist zwar streng genommen auch ein Vorwurf der Parteilichkeit, aber wäre mir auch nur eine gelbe Karte + entsprechende Gegenworte wert.
    Genau so die Aussage: "Krieg ich jetzt die Gelbe, weil's halt ich bin?!?" - auch das führt wohl zu Gelb-Rot, aber nicht zu glatt Rot.
    Ganz anders dagegen: "Ach Schiri, Sie sind doch das ganze Spiel über nur für die anderen - was haben die dafür bezahlt?" - das wäre eine rote Karte!


    Deswegen, virtuell Hosen runter: Was genau hat er denn gesagt? Dann haben wir hier auch mal eine Diskussionsgrundlage ;)



    EDIT: Sorry, wer lesen kann, ist wie immer klar im Vorteil... der Spruch "immer schön parteiisch sein" ist ein schöner Grenzfall. Da kommt es viel auf die Tonlage und Lautstärke an, evtl. auch auf das Vorstrafenregister des Spielers in dem Spiel und sein Gesamtverhalten. Dabei tendiere ich aber doch eher zum Platzverweis, es gibt aber sicherlich einige Kollegen, die das mit Verwarnung + sehr flottem Spruch lösen.
    Trotzdem, ich bleibe dabei, dir einen Regelverstoß zu unterstellen, halte ich für sehr gewagt!

    Nur noch fünf Sekunden, nur noch die wenigen Stufen zum Spielfeld hinunter, und dann bleibst du allein, inmitten Tausender von Menschen...


    Pierluigi Collina

    Einmal editiert, zuletzt von benny_lu ()

  • Wie gesagt kommt drauf an. Wenn er das über den ganzen Platz brüllt, dann fliegt er mit Rot.


    Und wenn er mir das aus 5 Metern Entfernung sagt und niemand hört das, habe ich eine schöne Einladung zu einem Doppelpfiff erhalten, mit einer anschließenden Ansprache an den Spieler, um dem Sportplatz zu zeigen, wer in den verbleibenden x Minuten lieber seinen Mund hält und wer Chef am Platz ist.


    Gut für die Außenwirkung. Was keiner sieht/hört, versteht keiner.* Nach einer deutlichen Ansprache dürfte allen klar sein, dass da was gewesen sein muss — und wenn er dann irgendwas macht (z.B. gleich abwinkt), bin ich, wenn der einen Karton erhält, aus der Schusslinie, weil jeder sagt: Schon dumm, da ermahnt er ihn und der muss immernoch weitermachen.


    *daher auch: Wenn über den Platz gebrüllt → Rot. Wenn zugerufen und einige hörens → Gelb. Ansonsten reden (und in der nächsten Situtation rausschmeißen)…

  • Wie immer ist das ein Problem, dass im Zweifelsfall eindeutig sein muss, wie ein Spieler etwas gemeint hat. Es gibt ja auch den schönen Spruch, dass man "heute gegen 12 Mann spielt", der natürlich nichts Anderes als Parteilichkeit unterstellt, aber natürlich auch meinen kann, dass ein Spieler der eigenen Mannschaft Murks spielt - so zumindest wird das der Spieler in der Sportgerichtsverhandlung behaupten; das wird ihm zwar nicht viel nutzen, aber etwas hängen bleibt an Dir als SR dabei immer.


    Ich habe daher meine - zugegebenermaßen etwas eigene - Linie: Ich lasse mich doch nicht einfach von jedem Spieler beleidigen, zumindest nicht so, dass er dafür vorzeitig die Dusche aufsuchen darf. Wenn es nicht gar zu laut war, überhöre ich das meist, wobei dies nicht nur mit Absicht geschieht, sondern auch dem Umstand geschuldet ist, dass ich im Ernstfall eine solche Äußerung genau verstehen muss - und wenn das nicht gegeben ist, lasse ich die Finger davon. Habe ich es klar verstanden, so unterscheide ich zwischen Äußerungen, die ein Spieler eher vor sich hin oder zu seiner Mannschaft macht, d.h. sie dürfen einen gewissen Grad von Protest bzw. Beleidigung nicht überschreiten, so gibt es eine Verwarnung bzw. im Jugendbereich eine Zeitstrafe (ich will ja auch nicht der Schiri von letzter Woche sein); ein Musterbeispiel sind Äußerungen wie die von benny_lu genannte "immer für Verein X". Klare Beleidigungen ziehen natürlich auch die Rote Karte nach sich, da gibt es kein Pardon.

  • Wenn ein Spieler zu mir sagt, "immer schön parteiisch sein!" bezichtigt er mich des Betrugs! Leute, da hat er fertig :rote_karte: ! Das sind genau die Fälle, wo es dann heisst, aber der SR von letzter Woche hat.....! Ob der das laut oder leise sagt, ist dabei völlig unerheblich, wenn ich es höre, ist der weg!
    Wenn ich als BEO sowas hören würde und der SR reagiert nicht, bekommt er einen sauberen Abzug!

    Alle sagten das geht nicht.




    Und dann kam einer und hat es gemacht.

  • Viele Meinungen alle richtig!
    Ich glaube hier liegt wie immer die Wahrheit auf dem Platz. Ich denke ich weiss wie es CFP meint und ich gebe ihm Recht, genauso wie Benny_Lu und Manfred.
    Es kommt doch auf das Spiel an, wie es läuft. Wenn es ruhig ist und es vielleicht auch mal im Frust gesagt wird weil dem Spieler nichts gelingt, dann kann man sicher mal nur mit einem lockeren Spruch reagieren. Andere brauchen auch mal die gelbe Karte um sich wieder auf das Spiel zu konzentrieren und den Sr in Ruhe zu lassen.
    Wenn es aber eindeutig gemeint ist, so sieht es ja in deinem Spiel aus, dann muss der rote Karton aus der Tasche gezogen werden.
    Wenn mir Parteilichkeit in grob unsportlichen Sinne vorgeworfen, wird dann erlöse ich, den Spieler von meinen Pfeiffen und schicke ihn duschen!

    Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly)

    2 Mal editiert, zuletzt von tillongi ()

  • Ein altes Thema. Aber mal ein Update meinerseits, da ich die Tage mit dem Vorwurf der Pareiischkeit gleich mehrfach konfrontiert wurde.


    Ich hatte die Tage ein Jugendspiel. Dieses soweit normal durchgelaufen. War von den Spielern ein faires Spiel und gab nicht viel zu pfeiffen. Die Teams waren in der Liga recht weit auseinander. Daher rede ich jetzt mal vom Favouritenteam und vom Underdog. Das Besondere: Der Favourit hat am Ende recht deutlich verloren. Schon im Spiel hatte sich abgezeichnet, dass die beiden Trainer des Favouritenteams nicht ganz happy mit meinen Entscheidungen waren. Ich selbst bin von fast allen Entscheidungen auch jetzt ein paar Tage später noch klar überzeugt. Einzig einen nicht gegebenen Freistoß habe ich in Reflektion für mich nochmal überdacht und mir eingestanden, dass ich hier hätte besser agieren können.


    Anyway. Bereits in der ersten Halbzeit hat mir der Trainer des Favouritenteams angefangen andauernd ins Feld zu schreien. Nachdem ich ihn noch mehrfach beschwichtigt hatte hab ich ihm dann doch zum Ende der Hz. hin verwarnt. In der Hz-Pause bin ich auf ihn zugegangen und habe ihm die Karte sowie seine Frage zu der Situation erklärt. Hat gepasst, wir hatten einen Handshake und die nächsten 20 Minuten in der zweiten Hz. war dann auch Ruhe.


    Dann kamen zwei Situationen im Strafraum in denen die Favouriten jeweils gerne einen Strafstoß gesehen hätten. War für mich jedoch definitiv keiner, da der Spieler nichts anderes getan hatte als auf den minimalsten Kontakt zu warten um sich fallenzulassen. Auch hier habe ich den lautstark protestierenden Trainer beim ersten Mal nochmal beschwichtigt und ihn daran errinert, dass er bereits verwanrt sei und sich doch nun beruihgen möge. Beim zweiten Mal war es mir dann zu viel und ich habe ihn mit Gelb-Rot des Innenraumes verwiesen. Dem wollte er jedoch nicht nachkommen und meinte "brich halt das Spiel ab. Ich bleibe hier". Nachdem sein Team hinten lag habe ich die Zeit zu meinem Vorteil genutzt und solange mit dem Wiederanpfiff gewartet bis er sich doch auf die direkt neben der Trainerbank befindliche Zuschauerbank gesetzt hatte.


    Das Spiel ging weiter und konnte soweit ruihg zuende gebracht werden. Wobei der Trainer in der Nachspielzeit schon wieder ans Feld getreten war und seine Jungs gecoached hat. Da nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, habe ich keinen Aufriss darum gemacht und das Spiel zuende gebracht.


    Nach dem Apfiff kam es dann leider zu unschönen Szenen. Ich klatschte erst normal mit einigen Spielern beider Teams sowie dem Trainer der Underdogs ab. Als die Trainer der Favouriten an mir vorbeikamen verweigerterten dieser mir den Handchlag (was natürlich sein gutes Recht ist) und fing an über Entscheidungen zu leicht aggressiv zu lamentieren. Ich wies darauf hin, dass er sich jetzt doch nicht noch "ein Upgrade auf Rot einhandeln müsse" wünscht ihm noch alles Gute für die Saison und ging weiter. Er drehte sich um und rief mir auf einige Meter laut und deutlich hinterher "Sowas von parteiischt, hast das gesamte Spiel verpfiffen." Das war mir dann doch zu doof. Auch wenn er bereits Gelb-Rot hatte zog ich noch , zumindest symbolisch, damit er versteht dass das nicht geht, noch Rot nach (im Spielbericht wird es dann Gelb-Rot mit Sonderbericht)


    Daraufhin begannt sein, bis dahin unbeteiligte Co-Trainer, der einige Meter weit wegstand ebenfalls laut und klar zu rufen "boah. da muss jemand mal eindeutig an seiner Unparteiligkeit arbeiten!". Zusätzlich stieg noch einer seiner Spieler in denselben Singsang mit ein indem er über den gesamten Platz richtung Eltern schrie "So parteiisch wie der ist muss der uns jetzt doch allen Rot geben!". Für beide gab ich dann aus Konsequenz auch Rot und schickte mich zugleich an endlich den Platz zu verlassen. Jedoch noch auf dem Platz lief ein Zuschauer erzürnt auf mich zu und stellte mich zu Rede was mir einfiele jetzt noch Rote Karten zu verteilen. Er sei ein Offizieller des Vereins und hätte "nichts derlgleichen gehört" und dass ich Größenwahnsinning sei und er sei Schiedsrichterbeobachter/Obmann usw. und würde mich jetzt definitiv vors Sportgericht bringen.


    Schlussendlich haben dann die übrgen Zuschauer eingegriffen und ihm klargemacht er solle den Schiedsrichter in Ruhe lassen. Einige Zuschauer kamen dann noch bei mir vorbei während ich meinen ESB ausgefüllt habe und haben mir eine gute Leistung attestiert und sich dafür entschuldigt dass das Trainergespann so emotional angefasst war, sie können sich auch nicht erklären warum man bei dem Spiel so ausfällig werden musste.


    Am Ende des Tages bin ich gespannt ob ich jetzt vor Gericht gezerrt werde. Wobei ich mir selbst keinen Vorwurf mache. Oder haltet ihr die drei Roten Karten für überzogen? Ich bin mir sicher, dass einige von euch in einigen Abschnitten anders reagiert hätten. Lasst mir doch gerne Eure meinungen da.


    Liebe Grüße

  • Da kommt nichts, außer die üblichen Drohungen. Alles nur heiße Luft. Ich hätte den allerdings na nach seinen Namen gefragt und in welcher Gruppe der tätig ist. Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der irgendein Obmann ist.

    Aber solche Drohungen sind mittlerweile leider normal.

  • Einzig einen nicht gegebenen Freistoß habe ich in Reflektion für mich nochmal überdacht und mir eingestanden, dass ich hier hätte besser agieren können.

    Wenn das alles war - sch... drauf. Aber gut, dass Du das nachgearbeitet hast.

    Hat gepasst, wir hatten einen Handshake und die nächsten 20 Minuten in der zweiten Hz. war dann auch Ruhe.

    Tipp: Meist ist es sehr hilfreich, einfach präventiv einen Ordner in die Nähe stellen zu lassen - die reine Anwesenheit sorgt meist schon für Ruhe und vermeidet weiteren Ärger.

    Dem wollte er jedoch nicht nachkommen und meinte "brich halt das Spiel ab. Ich bleibe hier". Nachdem sein Team hinten lag habe ich die Zeit zu meinem Vorteil genutzt und solange mit dem Wiederanpfiff gewartet bis er sich doch auf die direkt neben der Trainerbank befindliche Zuschauerbank gesetzt hatte.

    Nicht veräppeln lassen: Klare Frist setzen (2 oder 3 Minuten) - und wenn er dann nicht außerhalb des Innenraums ist, gibt es es eben weniger Spiel fürs Geld und Du kommst früher unter die Dusche; aber auch hier wäre ein Ordnungsdienst sehr nützlich, den kann man auch für die Entfernung sorgen lassen (und kommt der dem nicht nach, wird es für den Verein richtig teuer). Übrigens sollte genau das (Trainer weigert sich zunächst, den Innenraum zu verlassen), auch in Deinem Bericht stehen.

    Wobei der Trainer in der Nachspielzeit schon wieder ans Feld getreten war und seine Jungs gecoached hat. Da nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, habe ich keinen Aufriss darum gemacht und das Spiel zuende gebracht.

    Menschlich verständlich, aber unter dem Strich ein Fehler - hier muss man konsequent sein. Gleichwohl gehört auch das in den Bericht.

    über Entscheidungen zu leicht aggressiv zu lamentieren

    Auf Durchzug schalten, umdrehen und weg gehen - und im Spielbericht vermerken, dass der nach Abpfiff den Innenraum betreten hat (darf er nicht).

    Ich wies darauf hin, dass er sich jetzt doch nicht noch "ein Upgrade auf Rot einhandeln müsse" wünscht ihm noch alles Gute für die Saison und ging weiter.

    Siehe vorher, wäre vermeidbar gewesen - und war übrigens inhaltlich falsch, ein "Upgrade" wäre gar nicht möglich, sondern nur die weitere Meldung; die Rote Karte war also ein dicker Fehler Deinerseits, den Du auch im Bericht erwähnen solltest.

    Jedoch noch auf dem Platz lief ein Zuschauer erzürnt auf mich zu und stellte mich zu Rede was mir einfiele jetzt noch Rote Karten zu verteilen.

    Melden - mangelhafter Ordnungsdienst.

    Er sei ein Offizieller des Vereins und hätte "nichts derlgleichen gehört" und dass ich Größenwahnsinning sei und er sei Schiedsrichterbeobachter/Obmann usw. und würde mich jetzt definitiv vors Sportgericht bringen.

    Soll er doch versuchen, die Bauchlandung ist garantiert. Aber genau diese Äußerung gehört auch in den Bericht, sollte der wirklich Beo oder Obmann sein, ginge seine Karriere danach rasch zu Ende.
    Randnotiz:
    Über meine Spielleitung hat sich ein Trainer auch mal beim Klassenleiter beschwert (war zudem noch der nicht zuständige KL) - und der antwortete, nachdem er sich die Schilderungen angehört hatte, dass er die Beschwere nicht verstehe, nach dem, was erzählt worden sei, habe der Schiri doch alles richtig gemacht.

    Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der irgendein Obmann ist.

    Doch, ich schon - aber nicht KSO sondern Schiedsrichterobmann irgendeines Vereines.

  • Manfred Danke dir für das ausführliche Feedback.


    - Bzgl. Ordnungsdienst. Im Jugendspiel habe ich da leider keinen separaten Ordner bzw. der Heimtrainer war dann der Ordner.

    - Die entsprechenden Punkte habe ich soweit alle im Bericht erwähnt.

    - Ich hatte das jetzt schon paar Mal dass jemand nach Gelb-Rot nochmal negativ auftritt. Bislang habe ich hier immer - rein symbolisch - auf dem Feld noch Rot nachgezogen (dadurch war dann auch immer Ruhe). Im Bericht erwähnte ich das stets. Dann lass ich das in Zukunft. Wobei es als Instrument eigentlich nicht missen möchte.

    - Und ja. Er hatte sich als Vereinsobmann vorgestellt. Habe mir den Namen auch geben lassen, nur blöderweise nicht notiert. Hatte dann im Anschluss auf der Vereinswebseite geschaut. Aber denjenigen nicht gefunden. Habe es jedoch im Bericht zum Feldverweis unter "sonstiges" vermerkt gehabt.

  • Bzgl. Ordnungsdienst. Im Jugendspiel habe ich da leider keinen separaten Ordner bzw. der Heimtrainer war dann der Ordner.

    Nun greift da sicher Tante Verbandsspezifisch, aber es ist schwer vorstellbar, dass es in Bayern keine Vorgabe gibt, dass zu jedem Spiel Ordner in ausreichender Anzahl zu stellen sind; das solltest Du noch einmal checken.


    Wenn also Ordner vorgegeben sind, dann muss nach einem Innenraumverweis für den Trainer definitiv auch ein neuer Ordner gestellt werden. Aber am besten besprichst Du das mit Deinem KSO und/oder Lehrwart, denn das sind potenziell zwingende Abbruchgründe, das muss ganz sicher sein.

    - Ich hatte das jetzt schon paar Mal dass jemand nach Gelb-Rot nochmal negativ auftritt. Bislang habe ich hier immer - rein symbolisch - auf dem Feld noch Rot nachgezogen (dadurch war dann auch immer Ruhe). Im Bericht erwähnte ich das stets. Dann lass ich das in Zukunft. Wobei es als Instrument eigentlich nicht missen möchte.

    Und dazu, es sein zu lassen, rate ich Dir dringend. Es ist nicht nur eine Frage der Regelkonformität - die Rote Karte hat in dem Moment keine Regelgrundlage mehr -, sondern das Teil hat auch enormes Eskalationspotenzial; also sein lassen und in sich hinein grinsend den Bericht entsprechend verfassen.

  • Für den "königlichen" BFV hat er Recht: wenn kein separater Ordnungsdienst angegeben ist, ist das der Mannschaftverantwortliche des Heimvereins.

    Da mit der roten Karte nachziehen solltest du wirklich leiben lassen, das schadet nur deinem Ruf so mach der Methode: "Von einigen Regeln hat der keine Ahnung" und das wird dann gerne generalisiert.

    Ich hätte ja in dem Moment, als ich den Trainer am Spielfeldrand gesehen hätte, das Spiel tatsächlich abgebrochen, weil das dann vor dem Sportgericht gelandet wäre und da gibt es unter Umständen doch empfindliche Strafen.

    Obs was nutzt?

  • Doch, ich schon - aber nicht KSO sondern Schiedsrichterobmann irgendeines Vereines.

    In Bayern ist das Schiedsrichterwesen etwas anders strukturiert. Da gibt es die Gruppen, meistens in der Stärke so zwischen 200 - 400 Schiedsrichtern. Denen steht der Gruppenobmann vor. Diese Gruppen (3-4) bilden einen Kreis, denen der KSO vorsteht. Die Vereinsobmänner soll es vereinzelt auch noch geben, die haben allerdings so gut wie überhaupt nichts zu melden.

    wenn kein separater Ordnungsdienst angegeben ist, ist das der Mannschaftverantwortliche des Heimvereins.

    Da muss ich doch einwenig klugscheissen. Für die Ordnung ist immer der Heimtrainer verantwortlich und nicht der MV, der seperat im ESB eingetragen werden kann.

    Ich hätte ja in dem Moment, als ich den Trainer am Spielfeldrand gesehen hätte, das Spiel tatsächlich abgebrochen, weil das dann vor dem Sportgericht gelandet wäre und da gibt es unter Umständen doch empfindliche Strafen.

    Und ich glaube, das Sportgericht hätte dem SR den Abbruch um die Ohren gehauen. Einfach das Verhalten im Sonderbericht erwähnen, das erhöht die Strafe ohnehin. Aber einen Abbruchgrund stellt das coachen im Innenraum nach einem Verweis nicht dar.

  • Aber einen Abbruchgrund stellt das coachen im Innenraum nach einem Verweis nicht dar.

    Sicher? Wenn ein des Innenraums Verwiesener diesen wieder betritt, ist das definitiv ein Fall für den Ordnungsdienst. Und wenn es einen solchen nicht (mehr, weil das der Trainer war) mehr gibt, setze ich dem Verein eine kurze Frist, bis der Mensch wieder aus dem Innenraum zu verschwunden sein hat, wird dem nicht gefolgt, ist Ende Gelände. Wobei: Hier könnte man sogar darüber nachdenken, den Verein aufzufordern, wegen Störung den Menschen ganz vom Gelände verweisen zu lassen, allerdings muss gewährleistet sein, dass die Jugendmannschaft noch angemessen beaufsichtigt wird - nur ist beaufsichtigen kein Coaching, dazu gab es schon vor vielen Jahren, damals war Eugen Strigel noch Bundeslehrwart, eindeutige Aussagen in der SR-Zeitung.


    Gleichwohl sollte Windsaker das Thema mit seinem Lehrwart oder Obmann noch einmal besprechen, alleine um die nötige Sicherheit und das Wissen um das richtige Verhalten beim nächsten Fall dieser Art zu haben.

  • Aber einen Abbruchgrund stellt das coachen im Innenraum nach einem Verweis nicht dar.

    Der Trainer musste aber zuvor bereits nachdrücklich unter Androhung von Spielabbruch aufgefordert werden den Innenraum zu verlassen (im Prinzip eine letzte Warnung vorm Spielabbruch). Wenn er danach trotzddem wieder reinkommt und noch dazu wieder eine Funktion ausübt...warum muss man da noch weiter diskutieren? Dann ist meiner Meinung nach der Feierabend durchaus gerechtfertigt.