Was ist bloß auf den Sportplätzen los?

  • Dieses Urteil ist ja mal ne Ansage :top: . Ich finde, hier hat's mal richtig eingeschlagen.

    35 Jahre Schiri :saufbrüder: ( und immer noch nicht genug davon )
    1981 bis 2016

  • Ich kann das Urteil nicht nachvollziehen. Zumal eine der beteiligten Mannschaften nach derzeitigem Tabellenstand noch aufsteigen wird- unglaublich. Da werden vor laufender Kamera Straftaten begangen und eines der Teams "darf" noch aufsteigen. Das ist für mich ein komplett falsches Zeichen.


    Da werden Projekte wie ,Fairplay München' aus meiner Sicht mit Füßen getreten.

  • Ich vermute mal, dass der dortige Strafenkatalog nicht sehr viel anders ist, als in meinem Verband. Und an diesen Strafenkatalog hat sich die Spruchkammer zu halten. Wenn dieser Vorfall für beide Vereine der erste war, dann halte ich die Strafen gegen diese für angemessen. Beide erhalten keine Punkte für dieses Spiel -> richtig. Beide müssen Geldstrafe zahlen ->auch richtig. Summa sumarum deutlich über 1000€ für jeden sind für solche Vereine viel Geld. Härtere Strafen sind erst im Wiederholungsfall vorgesehen. Bei uns wird beim zweiten Vorfall dieser Art innerhalb einer Saison die Mannschaft aus dem laufenden Wettbewerb ausgeschlossen und alle bis dahin durchgeführten Spiele als verloren gewertet, was folglich den Abstieg bedeutet. So kürzlich bei uns geschehen.
    Wie gesagt, wenn hier beide Vereine das erste Mal auffällig waren, dann geht das so in Ordnung. Der Strafenkatalog ist schließlich nicht dazu da, die Vereine zu vernichten.
    Auch die Strafen gegen die Spieler sind meiner Meinung nach saftig. Und für die begangenen Straftaten, die BRiT zu Recht anspricht, werden sich die Akteure sicher noch vor einem ordentlichen Strafgericht verantworten müssen. Aber dafür ist die Spruchkammer nicht mehr zuständig.

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  • Zitat

    Was sich aber beim Samstagsspiel in einer Münchner A-Klasse abspielte, war gemeingefährlich: Weil ein Spieler einen Gegner übelst beleidigte, brach eine Massenschlägerei aus. Spielabbruch! Hier geht's zum Artikel samt Video. Beide Vereine haben auch einen Ruf in München, weshalb der Verband das Spiel verdeckt beobachten lies.


    Zu deiner Frage, ob die Vereine bisher unauffällig waren... Wenn ich das richtig deute: nein. ;)

    Jung-SR. Verbesserungen und sachliche Kritik: Immer her damit!


    LG 3-Kammer Hochtonpfeife :thumbup:

  • Den Ruf haben sich die Vereine über Jahre erarbeitet, waren aber in dieser Saison offiziell (Spielbericht) unauffällig. Darum auch verdeckt beobachtet. Das Problem mit dem nicht gegebenen Punktabzug ist für mich ein anderes: In der Vorbereitung in Freundschaftsspielen zur Saison haben Vereine "Gastspieler" - Spieler zum Testen aus einem anderen Verein - im guten Glauben eingesetzt. Dies suggeriert ein Feld im ESB. Hier wurden 4 Punkte für die neue Saison, also für einen anderen Wettbewerb, abgezogen und Funktionssperren bis zu 6 Monaten verhängt. Ich möchte hier nur ein Beispiel herausheben: Beim Freundschaftsspiel stand bei der 2. Mannschaft der Trainer der 1. Mannschaft als Mannschaftsverantwortlicher auf dem ESB. Folge: 4 Punkte Abzug und 6 Monate Sperre für den Trainer. Die 2. Mannschaft steigt dadurch möglicherweise ab. Andere Vereine setzen solche "Gastspieler" unter dalschen Nanen ein. Und für so einen Gewaltakt kein Punktabzug? Ich verstehe es nicht.

  • Tumulte und Polizeieinsatz A-Klasse Zugspitze 8


    Artikel


    Gruß
    Foxi


    Warum wundert man sich nicht mehr, was für ein Verein auftaucht und wieso setzt der Schiedsrichter das Spiel fort?

    Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly)

  • Man muss ja mittlerweile sehr vorsichtig sein, wie man sich zu bestimmen Themen äußert. Aber auffällig ist es schon, dass die an solchen Attacken und Abbrüchen ursächlich beteiligten Mannschaften in den meisten Fällen nicht TuS, Borussia oder VfL heißen, sondern Inter, Hilalspor oder ähnlich. Ist das die Integration von der immer gesprochen wird? Wohin soll das denn führen?

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  • Differenzierung und Analyse der Fakten heißt das Stichwort. Oder anders: Wenn (hypothetisch!) 100 % der Spielabbrüche von solchen "Migrations-Mannschaften" ausgehen, macht das keine Aussage darüber, wieviele der Gesamtheit dieser Mannschaften problematisch sind. Es sind sicher keine 100 % -- aber wieviele? 50 %? 10 %? 1%? 0,01%?


    Außerdem: Hier wurden doch jetzt zig Spielabbrüche und Ausschreitungen gepostet, die von ganz normalen deutschen Mannschaften bzw. deren Spielern, Trainern oder Zuschauern begangen wurden. Das fällt halt nicht auf. Sobald mal wieder eine "Hilalspor"-Mannschaft dabei ist, ist es aber natürlich wieder "eine von solchen". Wenn man sich hier durch die Berichte der letzten Wochen und Monate scrollt, würde ich eher sagen, dass diese Mannschaften verhältnismäßig vielleicht doch gar nicht überdurchschnittlich oft auffallen.

  • Diese These würde ich nicht unterschreiben.
    Wenn man die Zahl der Spielabbrüche oder Tätlichkeiten oder der Sportgerichtsverhandlungen ins Verhältnis zu den am Spielbetrieb gemeldeten Mannschaften mit überwiegend "ausländischem Hintergrund" setzen würde, so könnte ich mit durchaus vorstellen, dass da ein Missverhältnis herauskommen würde.

  • Differenzierung und Analyse der Fakten heißt das Stichwort.

    Ja, und selbst das ist hierbei nicht so einfach wie es immer dargestellt wird. Der Analayse und der Darstellung folgt meist eine Interpretation. Häufig ist die Ableitung einer Interpretation alleine dadurch fehlerhaftr, weil die Darstellung eine derartige Ableitung gar nicht zulässt.

    aber auffällig ist es schon, dass die an solchen Attacken und Abbrüchen ursächlich beteiligten Mannschaften

    Mit einer derartigen Aussage muss man vorsichtig umgehen.
    Das Zauberwort heist Selektive Wahrnehmung, darüber hinaus werden häufig auch sogenannte Bestätigungsfehler gemacht.


    Für Hamburg kann ich sagen, das es einige Vereine gibt, die besonders auffällig sind. Bemerkenswert ist dabei, das dies weniger mit dem Migrationshintergrund als mit dem sozialem Umfeld der Vereinsumgebung zu tun hat.
    Manchmal ist es auch das soziologische Phänomen einer selbsterfüllenden Prophezeihung die zu einem Spielabbruch führen kann.


    Vor etwa sechs Wochen durfte ich ein "sogenanntes" Problemspiel leiten, welches nach einem Spielabbruch neu angesetzt wurde. Es spielte ein "TuS" gegen einen "Zungenbrecher-Name".
    Wie es meiner Philosophie entspricht habe ich mir keine Informationen über die Mannschaften vorher eingeholt, die Information "Problemspiel" erhielt ich telefonisch etwa eine Stunde vor Anpfiff.
    Mittwochabends um 19:00 war Anpfiff. Streichelzoo war angesagt, meine erste und einzige Gelbe gab es etwa in Minute 70 wegen einem taktischem Foulspiel. Die Spieler kannten sich teilweise, einige Spieler arbeiten bei einem stadtbekanntem Jugoslawen als Kellner der sowohl von mir als auch von vielen Spielern der "TuS´ler" gerne besucht wird. Nach dem Spiel haben wir alle gemeinsam vor der Kabine gesessen und das 3. Halbzeitbier gezischt.
    Warum der Kollege das Spiel drei Wochen vorher abgebrochen hat konnten sich beide Mannschaften nicht erklären - ich übrigens auch nicht, nachdem ich den Umgang beider Mannschaften miteinander gesehen habe.


    Viele Spielabbrüche sind häufig auf einige wenige handelnde Einzelpersonen einer/der Mannschaft/en zurückzuführen. Darauf eine generelle Statistik für "auffällige" Vereine aufzubauen ist unseriös.


    Allerdings erhebe ich den Vorwurf, das besonders Auffällige Spieler und Funktionäre viel zu wenig aus dem Verkehr gezogen werden. Sowohl von den Vereinen wegen vereinsschädigendem Verhaltens als auch von den Fussballverbänden.

  • Sag mal, Foxi. Was ist da los, bei Euch in Bayern? Ich dachte, die Bergluft sei so gesund und würde für einen klaren Kopf sorgen :confused: .
    Aber dass der Schiri aufgeräumt hat, finde ich gut :top:

    35 Jahre Schiri :saufbrüder: ( und immer noch nicht genug davon )
    1981 bis 2016

  • Das war ein Spiel aus Brandenburg, was es aber natürlich nicht besser macht.

    In einer Aktion prallten Grevelhörster und Gerick zusammen. Der FC-Stürmer blutete aus der Nase, aber Schiedsrichter Stefan Tendyck aus Gelsenkirchen konnte mit einem Taschentuch aushelfen. Gericks Torriecher wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen: Er markierte das 1:3.


    Westfalen-Blatt (29.5.2017) :D

  • Ooh. :o :flieh: . Ein Blick in die Landkarte erleichtert die Orientierung. Und das passiert mir als Trucker. Wie peinlich :hammer: .

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  • In München wurde ein SR gewürgt und brach "wegen der geringen Restspielzeit nicht ab." Ein Jung-SR wurde nach dem Spiel vom ehemaligen Vereinsvorsitzenden verbal und leicht körperlich attackiert. Dagegen hat ein anderer Kollege eine halbstündige Unterbrechung samt Polizeieinsatz für nicht erwähnenswert gehalten. 3 Schiedsrichter haben den falschen Spieler nach einem F.a.D. gemeldet, einer davon war noch nicht mal von der richtigen Mannschaft...
    Und München hat erst 3 Spieltage hinter sich.