Was ist bloß auf den Sportplätzen los?

  • Zitat

    Söflingen gewann mit 3:2, allerdings bedingt durch Entscheidungen des Schiedsrichters, die Andreas Markovic nicht nachvollziehen kann.

    Ich bin mir sicher, der SR hat alle 3 Gegentore selbst geschossen.:ironie:

    Zitat

    Er leide unter psychischen Problemen und habe mit dem Flaschenwurf niemanden verletzen wollen.

    Wenn man eine Flasche mit so einer Wucht wirft, dass das Opfer eine Platzwunde davon trägt, fällt es mir schwer da nicht von Vorsatz auszugehen.

  • Hallo.


    Es gibt Störungen, bei denen die Emotionen nur schwer bis gar nicht kontrolliert werden können, die bekannteste dürfte eine manisch-depressive bipolare Störungen sein. Bei einem entsprechenden Schub können massive Gewaltausbrüche genau so kommen wie tiefste Trauer, deren Intensivität nicht gesteuert werden kann. So kann aus etwas erbost sein rasende Wut werden, ohne dass es der Betroffene Schaden verursachen will. Das könnte hier der Fall sein.


    Mir fällt in letzter Zeit auf, das gehäuft bei Stadtmeisterschaften in der Halle im Ruhrpott Abbrüche, Tätlichkeiten und ähnlich nette Dinge vorkommen. Aber das sind ja die Emotionen die jeder will, der Futsal ablehnt und den alten Hallenfussball hochhalten muss.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • :ironie::ironie:

    @ Moderatoren


    Bitte unbedingt diesen Beitrag von jambala löschen.


    Begründung: Nachdem wir uns endlich offensichtlich auf dem richtigen Weg befinden bei dem die Begründung "Fingerspitzengefühl" und "Erlaubte Emotionen" nicht mehr für die vielen Ausraster herhalten dürfen, die wir in der Fussball Bundesliga soo lieb gewonnen haben, liefert jambala quasi frei Haus eine neue Begründung und Entschuldigung für Ausraster und und Tätlchkeiten.


    Es ist unzumutbar, das diese nun über unsere Plattform verbreitet wird.

  • Wenn der Verein tatsächlich wissen sollte, dass ein Mitglied zu nicht kontrollierbaren Gewaltausbrüchen neigt, ist es für mich absolut unverständlich, wenn man es zu derartigen emotionsgeladenen Veranstaltungen unbetreut als Zuschauer teilnehmen lässt. Gleiches gilt für die Person selbst.

  • Meine Trauzeugin arbeit mit Menschen die solche Beeinträchtigungen haben und ich habe mich mit ihr mal zu dem Thema unterhalten, da ich eine Kollegin mit der Störung hatte. Die Trigger können individuell sehr verschieden sein, so dass per se eine Situation auslösen kann aber nicht muss. Und es ist ja auch nicht so, dass man in unserer Gesellschaft komplett offen mit dem Thema umgeht, von daher kann es durchaus sein, dass die ursprüngliche Einschätzung des Vereins so war, dass nicht mit Problemen gerechnet wurde. Ist aber alles Spekulation und Bipolare haben teilweise Probleme mit der Selbsteinschätzung.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • Ist das eigentlich noch so, dass das Sportgericht nur Vereinsmitglieder sperren kann? Wenn ja, hat der Verein des Täters mal wieder für den berühmten Bärendienst gesorgt...:flop:

  • Entscheidend sollte hier der Zeitpunkt der Tat sein. Es kann also eine Strafe gegen den Verein selbst verhangen werden. Daneben aber auch gegen die Betroffenen, wobei die Strafe dann theoretisch ausgesetzt bliebe bis sie wieder als Mitglieder eines Vereins in Erscheinung treten. Der FV Rheinland schreibt in den FAQ zum Vereinswechsel in der Winterpause auf seiner HP:

    Der Spieler muss den Rest der Strafe beim neuen Verein verbüßen. Die Sperre für Pflichtspiele läuft erst weiter, wenn der Spieler auch dafür spielberechtigt ist.

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    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • Jetzt gab es mal ein SR-freundliches Urteil , der Verein wird sicherlich in die Berufung gehen. Wichtig ist die Außenwirkung, die Jungs (und Mädels) sollen sich einfach respektvoll verhalten :top:

    Das Verbandssportgericht hat in dem Fall die Berufung verhandelt (https://www.fupa.net/berichte/…-beleidigung-2611356.html). Die Sperre wurde auf 4.5 Monate reduziert, da es sich nicht um eine Tätlichkeit, sondern um eine Beleidigung handeln soll.

  • da es sich nicht um eine Tätlichkeit, sondern um eine Beleidigung handeln soll.

    Dem kann ich sogar noch folgen.
    Die Sperre war trotzdem angemessen.
    8 Monate wären für eine Tätlichkeit halt zu wenig.

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer der sich für die Regeln seines Sports interessiert :D

  • Ist das eigentlich noch so, dass das Sportgericht nur Vereinsmitglieder sperren kann? Wenn ja, hat der Verein des Täters mal wieder für den berühmten Bärendienst gesorgt...:flop:

    Bei uns in Berlin ist das nicht so. Da ist ein Austritt, solche Schlaumeier gibt es ja auch, oder Ausschluss sogar eher von Nachtteil, da die Sperre dann erst bei Wiedereintritt beginnt.


    In meinem alten Landesverband ist es aber wie du vermutest.

  • Jetzt gab es mal ein SR-freundliches Urteil , der Verein wird sicherlich in die Berufung gehen. Wichtig ist die Außenwirkung, die Jungs (und Mädels) sollen sich einfach respektvoll verhalten :top:

    So, die Berufungsverhandlung ist durch, die Sperre wurde auf 5 Monate reduziert, was aus meiner Sicht immer noch ein gutes Urteil ist.

  • Hallo.

    Ist zwar ekelhaft, aber einfach zu handeln : Erst Rot für den Spucker sofern noch nicht geschehen, anschließend Abbruch und fertig machen für die Heimreise. Danach ist nämlich Schicht, sofern getroffen wurde.

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    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • Danach ist nämlich Schicht, sofern getroffen wurde.

    Ach, da muss man mich nicht mal treffen. Ich habe vor ein paar Jahren ein Spiel in der Münchner Freizeitliga abgebrochen, weil ein Spieler mich anspucken wollte, aber mich knapp verfehlte. Der Spieler hat ein lebenslanges Spielverbot in der Freizeitliga bekommen.