Beiträge von jambala

    Ich bin jetzt böse: Die Gruppenprüfung im Saarland, mit der man dann bis Bezirksliga pfeifen darf, schafft man mit einem Mindestmaß an körperlicher Fitness, den Regeltest mit Lesen der Regelfragen der letzten 6 SR Zeitungen. Der regelmäßige Spitzenreiter meiner alten Gruppe mit jeweils um die 100 Spiele, Spitzenwert waren fast 150!!!, hat trotz fast 65 Jahren JEDES Jahr die Gruppenprüfung erfolgreich abgelegt.


    Wenn ich mir anschaue wie viele Kameraden einfach so durchgewunken wurden in Nachbargruppen und dann doch nicht einsetzbar waren bzw. eingestzt wurden, dann kann mir keiner erzählen, dass durch Überprüfung der Leistung mit den im Saarland geforderten Werten und konsequentem Aussortieren sich die Situation wirklich verschlechtern würde. Denn ich durfte oft genug in die Nachbargruppen pfeifen gehen, weil die trotz nominell mehr SR als in unserer Gruppe die Spiele nicht besetzt bekamen. Aber Hauptsache, beim SR Turnier vier Spieler dabei haben, die wenn überhaupt ihr Soll an Spielen hatten aber dafür in der höchsten Spielklasse im Saarland spielten, um das Turnier gewinnen zu können.

    Hallo.

    Ich habe lange genug selbst im Saarland gepfiffen. In meiner alten Gruppe, der ich rund 29 Jahre angehört habe, musste die Zeit eingehalten werden. Was ist denn die einzige Konsequenz, wenn die Gruppenprüfung nicht geschafft wird? Man darf keine aufstiegsberechtigen Mannschaften pfeifen. Den Rest spare ich mir jetzt, wird sonst zu verbandspolitisch.

    Sobald nur ein Tropfen mit mir in Berührung gekommen ist, ist Schicht im Schacht, egal wo getroffen. Wenn nicht getroffen wurde finde ich einen Abbruch nicht ganz verhältnismässig. Bei einem einzelnen Spucken würde ich erst mal unterbrechen, die PS ist zu entfernen und wenn ich mich dann erst mal fünf Minuten erholt habe geht es weiter. Natürlich mit entsprechender anschließender Meldung. Laufe ich Gefahr einer Wiederholung oder es wurde mehrfach gespuckt ohne Treffer, da gebe ich dir recht, das ist inakzeptabel.

    Hallo.

    Genau so, wie von Dir vermutet, zumindest nach dem, was ich auf einer kanadischen und englischen Seite von SR Vereinigungen gefunden habe. Die aktive Bewegung zum Ball bedingt eine Einstufung als absichtliches Handspiel. Da auf beiden Seiten auf die nationalen Verbände verwiesen wird, sollte das so passen. Ich habe aber am Freitag Lehrabend, da frage ich noch mal nach.

    Manfred, da kenne ich neben dem, was Kollegen bis zum Niveau Regionalliga auf dem Sprung in die ersten zwei Ligen genau so wie Handball 2. Liga, Basketball 2. Liga und Leichtathletik Olympia Kader.


    Da kommen neben bis vier Trainings die Woche plus individueller Einheiten vor der Arbeit noch bis zu zwei oder drei Wettkämpfe die Woche und das über einen Zeitraum von bis zu sieben Monaten im Jahr, darüber hinaus noch regelmäßig Lehrgänge überregiinal, wenn man Auswahl spielt. Der Rest dient als Vor- und Nachbereitung auf die Saison, wo nur die Wettkämpfe wegfallen. Das Pensum ist nicht geringer bei deutlich weniger Gehalt aus dem Sport.

    Mir ging es um die Aussage von Der Pfeifer, dass Talente an der LP scheitern.


    Das Thema Privatleben und Ambitionen als SR ist aber ein offenes Geheimnis, und dass ab einem gewissen Level starke Einschränkungen gegeben sein werden sollte hinlänglich bekannt sein. Das gilt generell für jemanden, der professionell Sport betreibt, da gibt es genug Beispiele, auch aus dem Fussball, wo neben einer Tätigkeit im Sport einem Beruf nachgegangen werden muss und das nur als Selbständiger oder mit entsprechendem AG funktioniert. Privatleben lasse ich mal außen vor, da hier noch andere Faktoren mit rein spielen, die jede Beziehung scheitern lassen können, wobei eine fixierte Planung wie durch Leistungssport erschwerend für die Beziehung ist.


    Darüber hinaus ist es ja doch so, dass auch unsere Topleute keine Junggesellen sind, die nur fürs Pfeifen leben.

    Im Gegenteil, ich hatte sogar das Paradebeispiel für Wollen in der Gruppe. Der schaffte trotz massivem Übergewicht jedes Jahr die Leistungsprüfung und hielt sich so über zehn Jahre in der Leistungsklasse. Wenn man will geht das.

    Hallo.


    Hier muss ich Santeco zustimmen. Die meisten vermeintlichen Talente sind nicht am eigentlichen Lauftest gescheitert sondern an der Einstellung, bei denen es in meiner bisherigen aktiven Zeit nicht hingehauen hat:


    Entweder es wurde sich nicht bemüht, die bestmögliche Leistung im Test zu erbringen und es wurde mit angezogener Handbremse gelaufen.

    Es wurde sich nicht auf den Regeltest vorbereitet.

    Man war beratungsresistent aus den Beobachtungen heraus; bei einem Kamerad stimmte einfach das Stellungsspiel nicht, was auch wiederholt angemerkt wurde. Irgendwann kam dann von ihm gegenüber dem Beobachter der Spruch "Ich habe Sportabitur, ich weiß schon, wie ich laufen muss" ; die drei Zehntel Abzug in fast jedem Spiel im Bereich Stellungsspiel und der Vermerk, dass er regelmässig dem Spiel in die Quere kam hat er geflissentlich unterschlagen.

    Außerdem dann die Fälle, wo durch Freundin, Studium, Ausbildung und andere Veränderungen im Privatleben eine Ambition als SR nicht mehr Priorität hatte.


    Aber dass jemand rein durch Nichterfüllung der Laufleistung gescheitert wäre kann ich mich aus unserer Gruppe an niemanden erinnern.

    Muss ich wirklich jedes Detail kennen? Nein. Aber ich muss zumindest die Grundlagen, die abweichen können, kennen: Anzahl Wechsel, Handhabe Coachingzone Kennzeichnung, das war es aber doch schon eigentlich. Und ich rede nicht von gelegentlichem Austausch, sondern vom Alltagsgeschäft im eigenen Verband.

    Und ich hatte den Wechsel diesen Sommer nach 29 Jahren im gleichen Verband...


    Klar steht viel Uninteressantes für die Spielleitung drin, das brauche ich mir aber a) nicht wirklich durchlesen wie das Thema Wechselfristen z. B. Und b) ist auch bei Merkblättern nicht immer der für mich richtige Informationsgehalt sicher gestellt.


    Aber selbst wenn es Zusammenfassungen gibt, sehr wenige nutzen diese, das ist zumindest meine Erfahrung, weil die ja alles können und wissen. Bis zum nächsten Vorfall, dann wird gejammert, woher man es denn wissen soll.

    Ich kann jetzt nur für mich sprechen, bisher bekam ich noch immer von meinem Lehrwart die Infos, die ich nicht direkt finden konnte. Ansonsten sind die jeweilige Spielordnung oder Durchführungsbestimmungen auch nicht so versteckt.


    Das ist für mich in Teilen Jammern auf hohem Niveau, die uneinheitliche Auslegung liegt doch eher in der Bereitschaft, ganz klare Anweisungen nicht zu befolgen.

    Sixth, da überschneiden sich für mich jetzt die Bringschuld des SR im Rahmen seiner Vorbereitung auf das Spiel mit dem, was die Lehrarbeit bzw. der Verband zu leisten hat. Die meisten Sachen kann man im Selbsstudium aus Dokumenten von der HP des Verbandes klären.


    Für mich ist es ein Unding, wenn Kollegen in Pokalspiele gehen ohne die Modalitäten für die Spielentscheidung vorher nochmal nachzulesen. Hier liegt das Problem, und da schließe ich mich mit ein, dass man aus der Routine heraus das nachschlagen vernachlässigt. Da hilft dann aus meinem Erleben auch kein Eingehen im Lehrabend weiter, da muss man sich an die eigene Nase packen und trotz Routine zwischendurch nachlesen.

    Entscheidend sollte hier der Zeitpunkt der Tat sein. Es kann also eine Strafe gegen den Verein selbst verhangen werden. Daneben aber auch gegen die Betroffenen, wobei die Strafe dann theoretisch ausgesetzt bliebe bis sie wieder als Mitglieder eines Vereins in Erscheinung treten. Der FV Rheinland schreibt in den FAQ zum Vereinswechsel in der Winterpause auf seiner HP:

    Der Spieler muss den Rest der Strafe beim neuen Verein verbüßen. Die Sperre für Pflichtspiele läuft erst weiter, wenn der Spieler auch dafür spielberechtigt ist.

    Meine Trauzeugin arbeit mit Menschen die solche Beeinträchtigungen haben und ich habe mich mit ihr mal zu dem Thema unterhalten, da ich eine Kollegin mit der Störung hatte. Die Trigger können individuell sehr verschieden sein, so dass per se eine Situation auslösen kann aber nicht muss. Und es ist ja auch nicht so, dass man in unserer Gesellschaft komplett offen mit dem Thema umgeht, von daher kann es durchaus sein, dass die ursprüngliche Einschätzung des Vereins so war, dass nicht mit Problemen gerechnet wurde. Ist aber alles Spekulation und Bipolare haben teilweise Probleme mit der Selbsteinschätzung.

    Hallo.


    Es gibt Störungen, bei denen die Emotionen nur schwer bis gar nicht kontrolliert werden können, die bekannteste dürfte eine manisch-depressive bipolare Störungen sein. Bei einem entsprechenden Schub können massive Gewaltausbrüche genau so kommen wie tiefste Trauer, deren Intensivität nicht gesteuert werden kann. So kann aus etwas erbost sein rasende Wut werden, ohne dass es der Betroffene Schaden verursachen will. Das könnte hier der Fall sein.


    Mir fällt in letzter Zeit auf, das gehäuft bei Stadtmeisterschaften in der Halle im Ruhrpott Abbrüche, Tätlichkeiten und ähnlich nette Dinge vorkommen. Aber das sind ja die Emotionen die jeder will, der Futsal ablehnt und den alten Hallenfussball hochhalten muss.

    Hier muss ich mal einhaken, das ist stark von den Leuten an der Basis abhängig, die die Lehrarbeit machen. Da gibt es die, die stur das runterspulen, was vorgesehen ist und das war es schon. Andre ergänzen mit Erfahrungen aus dem Alltag als SR, geben Hilfestellung und orientieren sich an dem, was benötigt wird, vertreten aber eindeutig die Lehrmeinung und bestehen hierauf auch grundsätzlich. Die dritte Gruppe ist die, die am Ende nur versuchen, auf dem Papier für ausreichend SR zu sorgen, eine vernünftige Lehrarbeit mit Wissensvermittlung wird aus verschiedenen Gründen nicht vorgenommen.

    Ich habe bei mir bis jetzt die zweite Sorte primär erlebt und bin damit gut durch meinen Werdegang als SR gekommen, was ich aus Schilderungen von Kollegen aus Nachbargruppen anders gehört habe.


    Im Saarland war die Prüfung in der Vergangenheit so, dass man mit Lesen der SR Zeitung des letzten Halbjahres mit Lösung der jeweiligen Regelfragen sowie einem Mindestmaß an körperlicher Fitness für 1200 m und 50 und 100m die Prüfung bequem erfolgreich ablegen konnte ohne Tricksen.