Beiträge von Paulelmar

    regeltechnisch korrekt? ja, kann man so begründen, denn im IFAB Protokoll steht dazu:

    "Er kann den Countdown auch starten, wenn der Spieler die Ausführung absichtlich verzögert, indem er: []

    • den Einwurf an einer falschen Stelle ausführen will,"

    Danke für diese Bestätigung und auch allen Anderen für die Kommentare.

    Ich möchte mal den geballten Sachverstand hier im Forum zu meiner Vorgehensweise beim Einwurf (u.a. auch unter Berücksichtigung der neuen Regel) in den unteren Kreisklassen anzapfen:


    Vor dem Spiel teile ich beiden Mannschaften mit, dass ich bei Einwürfen erwarte, dass diese auch an der Stelle ausgeführt werden, an der der Ball das Spielfeld verlassen hat. Als "besonderen Service" biete ich an, mich auf Höhe der tatsächlichen Einwurfstelle zu positionieren. Gleichzeitig erhalten die Mannschaften den Hinweis, sollte der Einwurf doch einige Meter davon entfernt in Richtung gegnerisches Tor ausgeführt werden, dass ich dann das Spiel mit einem Pfiff unterbreche und mit dem 5-sekündigen Countdown beginne. Begründung: Nicht regelkonforme Spielfortsetzung mit daraus resultierender Spielverzögerung.


    Natürlich testen mich die Mannschaften, ob ich diese Vorgehensweise auch konsequent befolge, vielleicht bewusst oder einfach nur in der Hektik des Spiels.


    Manchmal gelingt es dem Spieler, den Einwurf noch an der richtigen Stelle und innerhalb der 5 Sekunden auszuführen, manchmal hat der Ball aber schon die Hände verlassen und ist weit weg. Dann wechselt halt die einwerfende Mannschaft.


    Wenn die Spieler aber feststellen, dass ich konsequent bleibe, setzt ein Lernprozess ein. Die einwerfenden Spieler passen auf und wenn nicht, rufen die Mitspieler und auch die Trainer "Schau, wo der Schiri steht".


    Seit Beginn der Saison habe ich dadurch deutlich mehr Ruhe an der Seitenlinie, die Spieler wissen auf einmal von selbst, wo der Ball ins Spielaus gegangen ist und auch die generellen Verzögerungen beim Einwurf sind weniger geworden. Das Feedback der Mannschaften und Trainer ist bislang durchweg positiv.


    Aber: Ist meine Vorgehensweise regeltechnisch korrekt, sinnvoll oder falsch? Danke für eure Rückmeldungen.

    Hier ist die Definition von Manfred (aus dem Jahr 2008)


    2. Zu glauben, dass ein größerer Personenkreis überhaupt versteht, was ein "verzögerter Piff" ist, ist realitätsfremd.

    Wie wahr.


    Samstag, FS-Spiel Kreisliga A: Co-Trainer Heim (10 Jahre Spieler in 3. Liga und Regionalliga, B-Lizenz-Inhaber und am Anfang seiner Trainerkarriere) moniert vehement (inkl. impulshaften Aufspringen von der Trainerbank und Rennen zur Seitenlinie) einen seiner Meinung nach zu späten Pfiff nach Foulspiel an der Mittellinie. Auf meine Erläuterung hin zum Thema "verzögerter Pfiff" meinte er nur, so einen Unsinn hätte er noch nie gehört. Der Lerneffekt war noch billig, hat ihn nur eine GK gekostet.

    Ich erwarte mir von den Profi-Ligen und den internationalen Wettbewerben auch keinen Rückenwind bei der Umsetzung der neuen Regel.


    Am letzten Sonntag habe ich in einem Vorbereitungsspiel das erste Mal die Hand gehoben und die 5-Sekunden angezeigt. Vor dem Spiel hatte ich den Torhütern erklärt, dass ich darauf achten werde. In der 1. HZ war es soweit. Interessant im weiteren Spielverlauf waren dann die Ansagen der Torhüter. Diese riefen ihren Mitspielern zu: "Lauft euch schneller frei, ihr wisst doch, ich darf den Ball nicht mehr so lange halten". Mal schauen, ob und wie lange es anhält.

    Bei uns im Fußballkreis Berg (FVM) ist auch der Weihnachtsmann gekommen, das ist die zweite Erhöhung innerhalb von zwei Jahren, davor lagen wir bei 19,00 €.


    Im Seniorenbereich sind es jetzt 30,00 € plus Fahrtkosten. Im Jugendbereich erhalten wir 35,00 € (A/B) bzw. 30,00 € (C/D), allerdings ohne Fahrtkosten.

    Ich pfeife jedes Jahr mindestens ein Hallenturnier (Jugend, Frauen, Männer) und das sehr gerne. Bislang hatte ich auch solche Erlebnisse (Rudelbildungen, Schlägereien, verbale Angriffe) noch nicht. Ganz selten auch nur Zeitstrafen, daher vielleicht meine positive Einstellung zu Hallenturnieren, die ich auch als Aktiver "geliebt" habe. :)

    In einem Kreisliga B Spiel in unserem Kreis ist es am Sonntag nach zweimalige Einsatz des Stopp-Konzeptes zu einem Spielabbruch gekommen. Alle Details sind noch nicht bekannt. Laut einem Pressebericht, der auf den Aussagen der beiden Trainer basiert, ist es zu einer Tätlichkeit des Schiedsrichters gegenüber einem Spieler der Heimmannschaft gekommen.

    Einen Unterschied sehe ich schon, auch wenn er bei deinem Text in Klammern steht: "(oder in jeder vergleichbaren Situation, in der sich Spieler dem Schiedsrichter nähern)" . Diese für die Spieler klarstellende Ergänzung hätte ich mir auch bei uns gewünscht. Unser Text schränkt die Kapitänsregel zu stark auf Szenen mit spielendscheidenden Charakter ein.

    Mit den Fussballregeln ist es so wie mit Gesetzen. Auch dort können nicht alle Eventualitäten und Ereignisse im Gesetzestext 1:1 abgebildet werden. Das schriftliche Recht wird daher durch mündliches Recht (der Gerichte) ergänzt bzw. konkretisiert. Übertragen auf unser Thema: Die Verbände und Kreise geben Auslegungen vor, die wir als Schiris umsetzen. Sollte sich dagegen einer beschweren wollen, geht er halt durch die Sportgerichtsdistanzen bis es wieder zu einer allgemein verbindlichen Regel durch das IFAB bzw. DFB kommt.

    Diese Information haben wir soeben von unserem Lehrwart im Fußball Kreis Berg (FVM), zusammen mit den bereits bekannten Infos und FAQs des DFB, erhalten:


    Kapitänsregelung

    • Bitte informiert vor jeder Spielleitung die zum Teil noch unwissenden Mannschaften über diese Regelung! Sollte die Mannschaft den Torwart als Spielführer außerwählt, haben muss ein Feldspieler ernannt werden
    • "Kapitänsregelung" heißt nicht, dass kein Spieler mehr mit dem Schiedsrichter sprechen darf. Sondern vor allem, dass der Schiri in Stress-Situationen nach wichtigen Entscheidungen durch das Ausstrecken des Arms signalisieren kann: Stopp, alle auf Distanz, ich erkläre die Entscheidung nur dem Kapitän. Wer den Schiedsrichter dann bedrängt, wird verwarnt.
    • Der Spielführer hat weiterhin keinen Sonderstatus zum Reklamieren
    • Wird das Reklamieren als unsportlich wahrgenommen, ist jederzeit die Verwarnung auszusprechen!