Beiträge von SixthSCTF

    D.h. wir können die Regeln gar nicht konsequent anwenden, denn dafür benötigten wir ebenfalls einen VAR, der sich den Strafstoß Standbild für Standbild genau ansehekann..

    Natürlich können wir es nicht zu 100%


    ABER


    Wenn die Kollegen es mit VAR nicht zu 100% machen wie sollen wir es dann verkaufen! Sucht nicht immer ausreden warum etwas NICHT geht sondern überlegt doch einmal wie etwas gehen könnte.



    "Wenn die Menschheit nur aus Individuen bestehen würde die jedes mal erzählen und diskutieren warum etwas nicht geht, würden wir heute noch in Afrika auf Bäumen schlafen."

    Nun kann man ja geteilter Meinung sein, ob die Kollegen sich Buchstabengetreu an Regeln halten oder sie Grosszügig auslegen sollen.


    In einem Artikel auf n-tv gerade Diskutiert


    Gerade wird bei der Frauen WM-Darüber Diskutiert, das die "Neue Strafstoßregel" dazu führt das es für den TW nun besonders schwierig geworden ist, oder das sie zu besonderen Unfairnissen führt.

    Dabei gibt die "Neue Strafstoßregel" dem TW sogar mehr Freiheiten als vorher also warum beschwert man sich jetzt.


    Was ist passiert: Man hat die Regel gelockert und dabei gesagt: "Ihr dürft jetzt etwas mehr aber wenn ihr diese Linie überschreitet gibts konsequent Gelb."


    Wenn auch mal der VAR die Fusspitzen auf der Strafraumlinie genau so penibel betrachtet, sind wir je genau da wo wir hin wollen: Konsequente Regelanwendung.

    Mir war und ist bloß nicht klar, warum gerade diese beiden Beispiele die Problematik mit der "klaren Fehlentscheidung" bei Ermessensentscheidungen unterlegen.

    Eben deshalb steht da auch "Eindeutige Fehlentscheidung" in Anführungszeichen. Es sind eben faktische Entscheidungen an denen durch die Betroffenen so lange Herumgedeutelt wird bis deren Argumentation passt.


    Für diesen Punkt passen die Beispiele natürlich, aber ich verstehe nicht, was das mit der Änderung in der NFL zu tun hat.

    Die P.I. ist eine Ermessensentscheidung

    Der Schiri entscheidet ob in einer Art Zweikampf um den Ball eine Behinderung vorliegt oder nicht. Dies ist aber genau so wenig schwarz-weis zu entscheiden, wie Handspiel oder Foulspiel im Fussball und liegt im Ermessen des Schiedsrichters.


    Ermessensentscheidungen waren aber bisher in der NFL generell von jeder "Challenge" ausgenommen.


    Wenn aber in Deutschland bereits bei sogenannten faktischen Entscheidungen die Uli´s, Doll´s Heckin´s und Co´s behaupten das es "klare Fehlentscheidungen" sind wenn einer nur mit Micrometerschraube feststellen kann das es Abseits war, dann ist die Diskussion bei Ermessensentscheiudungen um so heftiger.

    @ Nr.23 offenbar hast Du den erklärenden Teil meiner Ausführungen nicht verstanden:


    Es geht um die Diskussion über die sogenannten "Klaren Fehlentscheiduneg, die so "klar" sind, das man sie nur mit sehr empfindlichen und genauen Messinstrumenten feststellen kann (zynismus erkannt?)


    Aber das ist doch gerade eine faktische Entscheidung. Wie lief das denn bisher in der NFL, wenn geklärt werden musste, ob eine Linie übertreten wurde bzw. der Ball sie überschritten hat

    Ja, das sind faktische Entscheidungen, eine PI ist jedoch keine faktische sondern eine Ermessensentscheidung. Vielleicht solltest Du den Beitrag von mir wirklich noch einmal lesen und den Sinn verstehen.

    Mal eine sommerpauslich andere Perspektive einnehmen?


    Bis dato galt die National Football League als Paradebeispiel für einen funktionierenden "Videobeweis".

    Was dabei in der öffentlichen Argumentation über die Einführung des VAR im Fußball gerne vergessen wurde sind folgende Fakten, die bis gestern die "Challenge" (so nennt man im American Football umgangssprachlich den VAR Einsatz) im American Football definierten:

    1. Die Challenge findet immer in einer Spielruhe nach Beendigung eines Spielzuges statt, wobei der Spielzug im AF im Gegensatz zum Fußball im Regelwerk klar -als faktische schwarz weiß Definition -beschrieben ist.
    2. Ein Review einer Schiedsrichter Entscheidung ist ausschließlich sogenannten faktische Entscheidungen vorbehalten bei denen es keine "Grauzonen" gibt.


    Mit der Ausdehnung des Reviews auch auf Ermessensentscheidungen bei sogenannten Pass Interferences - "PI" Vergehen - (die waren bisher beim American Football vom Review ausgeschlossen) macht die NFL jetzt ein Fass auf, welches sie so schnell nicht mehr zu bekommt.


    Bei eindeutigen Fehlentscheidungen soll also ein Review einer PI also in der nächsten Football Saison möglich sein.


    Offenbar hat keiner der NFL-Regelbosse mal in Deutschland zugehört was so als "Eindeutige Fehlentscheidung" definiert wird.

    • Die Fussnagelspitze im Abseits die nur mit Standbild, kalibrierter Abseitslinie, Lotlinie und Vergrösserungsglas erkennbar ist, zählt für den einen als "Glöeiche höhge und ist für den anderen eine Krasse und klare Fehlentscheidung.
    • Die Ausballentscheidung am letztem Spieltag der Saison 2018/19, die selbst unter einsatz aller technischer Mittel nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte zählt ebenfalls neuerdings zu den Eindeutigen Fehlentscheidungen.

    Nur um mal - nicht ohne eine gehörige Prise Zynismus - zwei der vielen "Klaren Fehlentscheidungen" aufzuführen


    Liebe National Football League! Ich glaube ihr wisst gar nicht das ihr jetzt eine Bücjse der Pandora aufgemacht habt......

    Gibt es ein getrenntes Jugendsportgericht oder sind die Zahlen da mit drin?

    Wir haben in Hamburg 3 erstinstanzliche Gerichtsbarkeiten

    • Den Jugendrechtsausschuss (für alle Jugendspiele) "JRA"
    • Das Sportgericht (für alle Erwachsenen)
    • Das Ehrengericht für Ehren- und Sonderfälle. (z.B. für Schiedsrichter)

    Die nächste Instanz ist das Verbandsgericht für alle drei Erstinstanzen

    Zur Beantwortung der Frage: Die Zahlen sind eine Zusammenfassung von JRA, Sportgericht und Verbandsgericht, nur das Ehrengericht (je 2 Fälle pro Periode) ist extra ausgeworfen.


    Ansonsten ist "Promillebereich" immer eine Frage der Umstände. Würde man jedes tausendste Mal von einem Auto angefahren, wenn man die Straße überquert, wäre das auch "Promillebereich", und trotzdem viel zuviel.

    Das steht völlig außer Frage. Wie ich bereits in meinem Beitrag erwähnte ist jeder Fall ein Fall zuviel. Dennoch sollte folgedes Berücksichtigt werden.


    Die Ständige Berichterstattung in den Medien über Fälle im Promillebereich [Zitat] Only Bad News are Good News[Zitat Ende] führt dazu, das hier oftmals ein falscher Eindruck entsteht.

    Es ist eben nicht jedes Spiel bei dem es zu Ausschreitungen kommt und es herrscht keine Abnarchie auf Deutschen Fussballplätzen. Die Masse aller Spiele findet in einem durchaus gesittetem Rahmen statt.

    Es ging mir im wesentlichen einmal darum dies Klarzustellen.


    Sind in den Zahlen auch die Verfahren enthalten, in denen ein Einzelrichter oder ein Klassen-/Staffelleiter Strafen ohne Verhandlung ausgesprochen hat?

    Soetwas gibt es im Bereich des HFV nicht. Alle Vorfälle gehen grundsätzlich an den Verband und werden vom zuständigem Rechtsausschuss bearbeitet. Es werden nur nicht alle Fälle mündlich Verhandelt:


    Hinzu kommen

    Im Jahr 2017 wurden 620 Entscheidungen
    Im Jahr 2018 wurden 762 Entscheidungen

    die im schriftlichen Verfahren durchgeführt wurden.

    Auch diese Entscheidungen werden von der entsprechenden Instanz in Vollbesetzung bearbeitet. Da es sich jedoch um die "Einfachen Fälle" handelt wird nur der Fall geprüft und ohne Anhörung entschieden (z.B. Rote Karte nach Notbremse). Das Ergebnis wird nur schriftlich mitgeteilt, der Betroffene kann eine mündliche Verhandlung beantragen. (Übrigens einer der Gründe warum im HFV zu jedem Feldverweis ein Sonderbericht zu verfassen ist)


    Staffelleiter dürfen ausschliesslich (Einfache) Ordnungsgelder verhängen, die in der Finanzordnung festgelegt sind. Staffelleiter bekommen die Sonderberichte auch i.d.R. nicht zu Gesicht, es sei denn sie sind in irgendeiner Form davon betroffen.

    Aus dem Jahresbericht des Hamburger Fussball Verbandes.


    Schnöde Statistik ist immer sehr ernüchternd, vor allen wenn es eine deutliche Differenz zwischen den tatsächlichen Vorgängen und den gefühlten Vorgängen gibt.


    Ich möchte keinen der vielen Fälle hier verharmlosen - jeder Fall ist einer Zuviel. Vor allem für die Betroffenen.

    Dennoch muss man alle Fälle in einem Kontext betrachten und gerade wir sollten mehr über Fakten als über Emotionen reden:


    Im Einzelnen [Zitiert aus dem Jahresbericht 2017/2018 Seite 37]:


    Im Jahr 2017 wurden an 43 Verhandlungstagen 351 Verhandlungen durchgeführt.

    • 18 Sperren von mehr als einem Jahr ausgesprochen
    • 39 Sperren von 3 bis 11 Monaten ausgesprochen
    • 1762 Sperren von 1 bis 9 Wochen / Spielen (inkl automatischer Sperre) ausgesprochen
    • 489 Geldstrafen verhängt
    • 37 Abbrüche verhandelt
    • 72 Proteste / Einsprüche entschieden (47 stattgegeben)
    • 3 Bewährungen widerrufen
    • 23 Auflagen erteilt, einen Coolnesstag zu absolvieren


    Im Jahr 2018 wurden an 40 Verhandlungstagen 308 Verhandlungen durchgeführt.

    • 13 Sperren von mehr als einem Jahr ausgesprochen
    • 55 Sperren von 3 bis 11 Monaten ausgesprochen
    • 1485 Sperren von 1 bis 9 Wochen / Spielen (inkl automatischer Sperre) ausgesprochen
    • 526 Geldstrafen verhängt
    • 45 Abbrüche verhandelt
    • 65 Proteste / Einsprüche entschieden (42 stattgegeben)
    • 3 Bewährungen widerrufen
    • 43 Auflagen erteilt, einen Coolnesstag zu absolvieren


    Hinzu kommen

    • Im Jahr 2017 wurden 620 Entscheidungen
    • Im Jahr 2018 wurden 762 Entscheidungen

    die im schriftlichen Verfahren durchgeführt wurden. Hier geht es i.d.R. um einfache Vergehen mit bis zu 3 Spielen Sperre, einfache Innenraumverweise mit Geldstrafen unter 100,-€ sowie meist um technische Verstöße gegen die Spielordnung oder die Durchführungsbestimmungen (bspw. Einsatz von Spielern ohne Spielberechtigung).


    Fassen wir zusammen:


    Die Anzahl der Spielabbrüche bewegt sich weiterhin im Promillebereich. Wie gesagt: Jeder Fall ist ein Fall zuviel aber bei der Vielzahl an Spielen die Bundesweit stattfinden keine dramatische Zahl. Obwohl jeder Einzelfall natürlich durch die mediale Aufarbeitung dazu beiträgt derartige Vorkommnisses in den besonderen Focus zu rücken.


    Auch die Anzahl der besonders groben Unsportlichkeiten (Mehr als ein Jahr Sperre) bewegt sich ebenfalls im Promillebereich.


    Das Sportgericht hat 500 Euro Strafe verhängt, was für Kreisverhältnisse schon eine ziemliche Hausnummer ist

    Ich musste etwas suchen bis ich den Sonderbericht von mir wieder gefunden habe - Aus einem B-Jugendspiel im Oktober 2017



    In der Verhandlung gab es

    • 1 Jahr Sperre
    • Auflage eine Trainerlizenz zu machen (diese hatte der Trainer offenbar nicht) sonst dürfe er im Bereich des HFV keine Mannschaft mehr trainieren oder betreuen
    • an Coolness Tagen teilzunehmen
    • 1.500,-- € Geldstrafe unter Mithaftung des Vereins (die Höhe der Geldstrafe hat mich dann auch überrascht)
    • zzgl Verfahrenskosten


    Was ich dabei dann traurig finde:

    Sowohl die B-Jugendmannschaft als auch die C-Jugendmannschaft des Vereins wurden daraufhin vom Spielbetrieb abgemeldet weil sich keiner mehr um diese Mannschaften kümmern konnte.

    Schade drum, hier handelt es sich um einen Verein aus einem "Problembezirk Hamburgs". Für die Jungs finde ich das besonders traurig, denn die waren auf dem Feld richtig vernünftig.

    Ich versuche mal zu differenzieren:


    fliegt runter, aber sowas von"


    In dieser Saison lag mein Kartendurchschnitt um die 10 Stück pro Spiel.

    Das mit den Durchschnittswerten ist immer so ein Sache. Bei einen einzigem Spiel reichen 10 Karten um einen rechnerischen Durchschnitt von 10 Karten zu bekommen. Je grösser die Anzahl der Spiele ist desto bemerkenswerter wird Deine Aussage.


    Der Bundes-schnitt (haben wir grad beim Usertreffen drüber Diskutiert) liegt bei etwa 3 Karten pro Spiel und einem Feldverweis alle 3 Spiele.


    Um auf einen Durchschnittswert von 10 Karten pro Spiel zu kommen (also etwa alle 9 Minuten eine) musst Du teilweise aber ganz schön deutllich zuschlagen. Für jedes Spiel das Du ohne Karten auskommst - ich denke mal die wird es auch bei Dir geben- musst Du dann in einem anderem 20 Karten geben.

    Das ist zwar noch nicht ganz so Rekordverdächtig wie diese Meldung aus Argentinien dennoch aber für Deutschland ein Spitzenwert, der in der Presse Erwähnung finden sollte.


    In einen Abstiegsendspiel habe ich den 50 Gästefans gedroht, dass jeder einzeln rausgeschmissen wird vom Sportgelände, sollte er sich mit mir anlegen.


    Du bist offenbar tatsächlich kein General. Seit wann drohst Du Gästefans? Dafür gibt es Ordner? Ein General erteilt aufträge, die andere ausführen müssen. Deswegen ist er nämlich "General"


    Ich gehe mit dieser Einstellung nun in fast jedes Spiel rein.

    Militärischer Drill hat noch niemanden geschadet.

    Ja, das ist richtig, nur Verwechselst Du hier die Begriffe "Drill" und "Dressur" letzteres wird meiner Kenntnis nach bei Pferden angewendet. Beides hat ünbrigens nie etwas mit Strafe zu tun sondern mit Motivation


    Wäre ich General bei der Bundeswehr gewesen, würde ich in der Generalsuniform anreisen, damit jeder weiß, mit wem er es zu tun hat und ich ohne Rücksicht auf Verluste Karten verteile und den Sportplatz räume.

    Nun, offenbar warst Du nie bei diesem Trachtenverein - oder zumindest nicht lange genug. Die Herrschaften mit den Goldenen Sternen haben diese nämlich, weil sie im Kapitel "Innere Führung" bereits in ihren ersten Dienstjahren besonders gut aufgepasst haben und nicht weil sie ihren Führungstil aus kitschigen Militärfilmen der Hollywood Traumfabrik abkupfern.

    Dar reiten die Generale meist mit blank geputzten Stiefeln auf dem Pferd aufs Schlachtfeld - selbst wenn der Gegner mit Panzern angreift..


    Ein geflügeltes Wort auf vielen Militärakademien: Einen General erkannt man auch dann wenn er einem Nackt unter der Dusche begegnet. Deshalb solltest Du Dir folgende Frage stellen: Was oder Wer bist Du auf dem Fussballfeld ohne Schiritrkot und ohne Karten?

    Erstmal verpflichtet mich ein freundliches Winken zu gar nichts.

    Du verwechselst hier die Regelpflicht mit der Sozialkompetenz


    Natürlich verpflichtet Dich das Winken regeltechnisch zu gar nichts. Manfred beschreibt hier eine Situation, die - von seiner Seite -eher eine soziale Interaktion ist aber vom Speiler als Regelpflicht aufgefasst wird.


    Wo sind denn die ganzen Regelprogmatiker? Hier ist der Pragmatismus angebracht

    In Berlin - wie auch allen anderen Bundesligastadien - gibt es einen Ordnungsdienst, der ggf. einschreitet.

    Nunja, als ich vor ein paar Wochen das A-Landesligaspiel in Berlin leiten durfte habe ich keinen Ordnungsdienst gesehen


    Gut! Ging alles extrrem gesittet zu und alle hatten sich lieb - er wurde also auch nicht gebraucht.


    Deshalb möchte ich mich hier @amfa anschliessen

    Den gibt es (auf dem Papier) zumindest auch bei uns in der Kreisliga.

    Bei uns (HFV) ist der prinzipiell sogar für jedes Spiel vorgeschrieben. Gesehen habe ich sowas bisher nur ganz wenige Male.

    Im Zweifel gilt jedoch das, was die DFB-Webseiten von sich geben. Und da widerspreche ich SixthSCTF in aller Deutlichkeit: Die der FIFA angeschlossenen Verbände dürfen eben nicht nach eigenen Regeln Fußball spielen.

    Um es hier mal richtig zu stellen.

    De Jure dürfen die Nationalverbände nach den Regeln spielen die sie selber beschließen - in der Übertreibung liegt die Veranschaulichung (Wenn der DFB beschließt 3 Ecken´n 11er zu spielen dann ist das erst einmal so).

    Das Regelwerk des IFAB gibt sogar Hinweise dazu welche "Eigenen Regelanweisungen" in den Nationalverbänden zulässig wären - Also ist meine Aussage sogar prinzipiell schonmal richtig.

    • So war es im Indischem Nationalverband sogar über einen langem Zeitraum erlaubt ohne Schuhe zu spielen. (Nicht zu verwechseln mit der Zeitungsente der LA-Times die behauptet das dies - spielen ohne Schuhe- der Grund war warum 1950 Indien nicht an der Fussball WM Teilnahm)
    • Die 5m Raum Regel "Schutz des TW in der Luft" war eine ur-eigene Regel des deutschen Nationalverbandes.

    Nur um mal zwei konkrete Beispiele der Vergangenheit zu nennen.


    Juristisch kann die FIFA einem Nationalverband keine Vorschriften machen. Jedoch darf sie einen Nationalverband aus der FIFA ausschließen wenn bestimmte Regularien nicht eingehalten werden. Das das De Facto dazu führt, das ein Nationalverband letzten Endes die Regeln des IFAB übernehmen muss um Mitglied der FIFA zu bleiben ändert De Jure nichts daran das der Nationalverband dazu nicht verpflichtet ist.

    Das sind keine Abläufe die ich Schaffe, dem TW sag ich davon nichts, trotzdem ist es eine Chance die man genau dann nutzen kann

    Dennoch muss man mit diesen "Ritualen" sehr vorsichtig sein.


    Wie sowohl max_hb als auch im besonderem BestRefinTown richtig anmerken, leiten ein Großteil der Akteure ihr Regelwissen aus dem Verhalten der (aller) Schiedsrichter ab.


    Damit schleichen sich im kollektivem Regelgedächtnis Dinge ein, die es SO gar nicht gibt. Aus der regelgelmässig wiederkehrenden Beobachtung wird dann ein RegelMUSS abgeleitet, weil es halt alle Schiries so machen.

    Also heißt es doch quasi ab sofort oder nicht ?
    Die Saison zieht sich ja dieses Jahr enorm, finden jetzt diese Regeln Anwendung ?

    NEIN - und vor allem Vorsicht.


    Das IFAB legt die Regeln für das Fussballspiel als internationmaler "Regelwart" fest.


    Jeder Fussball Verband:

    • Der Fussball Weltverband (FIFA)
    • Die Kontinentalverbände (UEFA etc.)
    • Die Nationalverbände (DFB etc.)
    • Die Regionalverbände
    • Die Landesverbände
    • ggf. auch die Kreis und Bezirksverbände

    sind jedoch eigenständig und dürfen nach eigenen Regeln Fußball spielen.


    Jeder eigenständige Verband muss die vom IFAB vorgegebenen Regeln für sich auch als Gültig definieren. Im Bereich des DFB geschieht das Regelmäßig mit der Herausgabe eines neuen Regelhefts.

    Selbst die Regional- und Landesverbände müssen "de jure" dann die vom DFB vorgegebenen Regeln für ihren Bereich in Kraft setzen. Dies ist "de facto" ein Selbstgänger und wird auch gemacht, geht aber meist kommunikativ im Saisonstart irgendwie unter.


    Resumee:


    Das das IFAB hier neue Regeln herausgibt und so schön kommentiert ist für uns nur für die Galerie. Die Diskussion in diesem Thread dient daher auch eher der Befriedigung der Neugier.


    Die Regeln sind in Deutschland erst gültig wenn der DFB und die dem DFB angeschlossenen Regional und Landesverbände die Regeln auch für Gültig erklären. Wer diese Regeln vorher anwendet begeht als SR sogar einen Regelverstoß!

    Einmal Spielführer von Heim rangeholt. Der ging hin, sagte 3 Takte, dann war es für 10 Minuten ruhig. Danach ging es wieder los, also nochmal Spielführer von Heim rangeholt und klargemacht, dass das seine letzte Chance ist, vor einem Spielabbruch dafür zu sorgen, dass alle menschenwürdig Fußball spielen können. Hat dann ein paar Minuten Gezeter gebraucht, aber er hat mit seinem Vorstand die Opas dann tatsächlich nach Hause geschickt.

    Genau so macht man das

    Da beschwert sich jemand von dem Verein, nach dem man den Relegationsplatz verpasst hat. Natürlich wegen dem unberechtigten Abbruch und den folgenden Gerichtsurteil. Keine Form von Reue oder Selbstkritik.

    Vor allem hat er eines nicht verstanden:


    Die Kopfnuss gegen den Gegenspieler (Zitat welches er als Beispielgebend anfügt aus Bericht) bibtnur ne Rote Karte und das aus der Hand schlagen der Roten bei einer Schiedsrichterin rechtfertigt daher keinen Abbruich.


    Dieser vergleich hinkt.

    Das eine (Kopfnuss) ist "NUR" eine Tätlichkeit.

    Das andere eine Tätlichkeit (minderschwerer Fall) in TATEINHEIT mit einem Angriff auf eine zu Spielleitung eingteilten Spieleoffizielle, die nach Regelwerk sogar noch unter "besonderem Schutz" steht.


    Wenn die Kollegin meint das Spiel abzubrechen dann ist das völlig in Ordnung. Selbst wenn der Freund der Kollegin (Er wird SR-Beobachter genannt - völlig Wumpe welche Funktion er hat ich nenne ihn einfach mal Coach) dann noch zum Spielabbruch rät (ich gehe mal davon aus das auch der Freund von der "Schwarzen Zunft ist) - dann ist das mit sicherheit kein "Anzetteln" sondern ein kluger Ratschlag.

    Und was machst Du, wenn der auszuwechselnde auf diesen 1-2m Kehrt macht und einem anderen Spieler so aus heiterem Himmel heraus die Fresse poliert?

    In der Übertreibung liegt die Veranschaulichung.......


    Aber ein gutes Beispiel zum Thema: Der Krug geht so lange zu Wasser bis er bricht. Es muss ja nicht doe polierte Fresse sein aber bei aufgeheizten Speilen gib das schin das ein oder andere Mal zwischen den Coachingzonen einen "regen Gedankenaustausch". Wenn dann da bereits vorher der Kessel schonmal unter Danpf gesetzt ist, reicht genau ein Spruch und der Spieler auf dem Feld geht nochmal zurück um [Zuterffendes Eintragen].

    Danke @Stefan


    Ich versuche mal eine Argumentationskette aus der Antwort in der SR-Zeitung (betrifft eigentlich ja nur konkret Antwort zur Frage 4) abzuleiten


    1. Auch wenn der SR hier einen Regelverstoß begeht, ist der Ball in jedem Fall meiner Eingangs gestellten 4 Regelfragen im Spiel. Anstoßwiederholung fällt also definitiv flach.


    2. Der SR hat das Spiel sofort zu unterbrechen, wenn er seinen Regelverstoß feststellt.

    Das ist für Frage 4 eindeutig, für Frage 1 bis 3 muss das dann folgerichtig sein (geht um Ort des Spielfortsetzung)

    ->1 Der Zeitpunkt der "Torerzielung"

    ->2 Der Zeitpunkt an dem der Ball ins Toraus geht

    ->3 Der Zeitpunkt des Handspiels


    3. Es gibt in jedem Fall SR Ball wobei der Ort in meinem Punkt 2 beschrieben ist.


    4. Sollte der SR auf Tor/Anstoß, Eckstoß, oder Notbremse/Rot/Strafstoß entscheiden haben und das Spiel dann mit entsprechender Spielfortsetzung durchgeführt haben bleibt dann wohl dem Kollegen nur noch übrig das Spiel zu ende zu führen und der Gang nach Canossa mit entsprechender Meldung.