Beiträge von SixthSCTF

    Und Ergänzend zu jambala und Manfred

    "Ball gespielt" darf niemals die Ausrede dafür sein, das man seinen Gegenspieler abräumt. Ich höre die Argumentation "Schiri! Ich habe doch Nur den Ball gespielt" oder "Ball, Ball, nur den Ball" (gefühlt) drei bis vier mal bei jedem Spiel während ich nach dem Pfiff mir schon schon gedanklich zusätzlich zu den Betreuern auch noch einen Rettungswagen auf dem Spielfeld vorstelle.


    Vielleicht nicht gerade die Szene wie sie berni1 beschreibt, aber vorstellbar wäre die "klar Ballgespielt" Szene aus dem EM-Spiel Schweden vs. Ukraine" [Hier im Video verfügbar] bei der ich jedes mal Gänsehaut bekomme wenn ich sie sehe.


    Nachtrag:

    Für mich ist klar, das wird für beide eine enge Nummer und hoffe es wird nicht zu schlimm.

    Irgendwie frage ich mich in solchen Situationen ebenfalls sehr oft ob ich eine Glaskugel habe die mir genau das voraussagt. "Warum weis ich denn eigentlich schon im Voraus was da gleich passiert?" [Rhetorische Frage]

    Wenn der SR nicht dazu kommt, den Arm zu heben, weil der Freistoß zu schnell ausgeführt wird, und der Ball direkt ins Tor geht, gibt es Abstoß. (Dies halte ich allerdings für eine sehr theoretische Regelauslegung.

    Nein @Stefan. Regelfrage aus unserem Leistungstest. Es steht explizit im Regelwerk, das in diesem Falle der idF wiederholt wird.

    Hmmmm


    Also

    Eine Torabwehrreaktion kann nur durch regelkonformes Spielen des Balls erfolgen.


    Somit hebt die Abwehrreaktion durch Handspiel die Abseitsstellung auf.


    Ergo Vorteilsanwendung Tor Gelb Anstoß.


    Off Topic: Ich möchte nicht in der Haut des Schiries stecken, wenn der Stürmer das Dingen verbolzt. Dann müsste es nämlich Gelb und Abstoß geben. (Oder ist das für mich heute nach einem arbeitsreichem Tag einfach zu spät für derartige Gehirnakrobatik?)

    @ Kaef


    Du hast recht, so einfach ist es wirklich nicht. Und Dein Zitat aus dem Regeltext hatte ich nicht ganz so im Kopfe


    Aber Es bleibt bei der Strafbaren Abseitsposition, somit kann kein Vorteil entstehen. Wodurch Handspiel Strafstoß FaD

    Ich weiß es nicht, aber ich mach ihm sicher jetzt keinen Vorwurf.

    Ich auch nicht.


    Aus der Perspetive 40cm vor dem Bildschirm sagt sich so etwas immer so einfach. "Ich hätte und sofort ......"



    Wir dürfen dem Kollegen gerne zugestehen, das er anders reagiert hat als viele von uns erwartet hätten. Ich gestehe ihm zu das er vielleicht gar nicht so rational reagiert hat wie es aus der 40cm Perspektive möglich ist.


    Er hat so reagiert und entscheiden wie er reagiert und entschieden hat. Wir sollten nicht darüber Urteilen ob dies falsch oder Richtiog war, sondern darüber diskutieren was da passiert ist.,

    Nein,

    Das Handspiel findet AUF DER TORLINIE STATT


    • Wäre es der TW handelt es sich hierbei um eine Torabwehrreaktion
    • Benutzt der Spieler ein anderes Körperteil ist es ebenfalls eine Torabwehrreaktion
    • Er Benutzt die Hand, es bleibt eine Torabwehrreaktion nur das das Handspiel eben strafbar ist.

    Torabwehrreaktionen heben aber eine Abseitsposition nicht auf.


    Es entsteht somit kein Vorteil für den im Abseits stehendem Angreifer, da der ja (wegen strafbarer Abseitsstellung) gar kein Tor erzielen kann.


    Ergo Torverhinderung durch Handspiel, Strafstoß und FaD.

    bei dem der betroffene Schiedsrichter vom Sportgericht unbedingt vernünftig beraten werden muss

    Mit dem Sportgericht wäre ich hier vorsichtig.


    Jedoch gebe ich dir Recht, das die betroffenen Schiries hier viel zu wenig beraten werden. Hier wäre ein Team aus (von mir aus ehrenamtlichen) Juristen gefordert - und sagt mir nicht das es keine Juristen in einem Fußball Verband gibt.


    Ich würde dieses "Juristenteam" in einem speziell für derartige Vorgänge zuständigem Ausschuss ansiedeln. Im HFV gibt es ein sogenanntes "Gewaltprüventionsteam" welches sich um jede Art von Diskriminierung und Gewalt zu kümmern hat. Jedoch findet eine juristische Beratung und Unterstützung (meiner bisherigen Kenntnis nach) nicht statt.

    Hier Ursache und Wirkung zu ermitteln, um die Ursachen dann sinnvoll bekämpfen zu können, ist ziemlich komplex und eng verwurzelt mit ähnlichen Fragestellungen außerhalb des Fußballs

    So sieht das nämlich aus. Der Fußball (im Amateurbereich) ist ein Spiegelbild der Gesellschaft in der genau so Gewalt und Respektlosigkeiten quasi an der Tagesordnung sind.


    Am meisten ärgert es mich, das wir Schiries zwar der "verlängerte Arm" für die Wettbewerbsdurchführungen des Fußball Verbandes sind (Denkt mal nach was wir außer der Spielleitung noch so alles machen), aber kaum Unterstützung bekommen wenn es um die Umsetzung "Unbequemer Regeln" oder, wie in diesem Fall, sogar Straftaten geht.


    Aber auch wir Schiries müssen uns an die eigene Nase fassen. Viel zu häufig beobachte ich das:


    • Disziplinarstrafen aus den verschiedensten Gründen nicht oder eben falsch eingetragen werden.
    • Sonderberichte nicht geschrieben werden
    • Innenraumverweise nicht durchgesetzt oder/und nicht eingetragen werden. Geschweige denn entsprechende Sonderberichte verfasst werden.
    • Keine Strafanzeige (wie in diesem Fall bestimmt wohl notwendig und hoffentlich erfolgt) gestellt wird. Ich wiederhole mich ungerne, aber das Sportgerichte sind eben keine "Gerichte" im Sinne der StPO, und somit sind diese auch in ihren Strafmaßen und Zuständigkeiten beschränkt.
    • ...

    Die Diskussion haben wir meines Erachtens nach schon geführt, ich meine aber, dass das Regelwerk für diesen Spezialfall keine vernünftige Spielfortsetzung parat hat

    Stimmt, denn die Regel mit dem Handspiel vor Torerzielung sieht einen dF am Ort des Handspiels vor ......... [den Rest überlasse ich jetzt Euch :flieh: ]


    Nachtrag:

    Hmmm,


    Offenbar kann mir keiner die eigentlichen Fragen beantworten, denn es interessiert nicht wie es im Spielbericht steht sondern welchen Status der "Fahnenhalter" nach Regelkwerk (DfgBest) hat und wie hier zu verfahren ist.

    Oder habe ich das nur nicht richtig herauslesen können


    Deshalb nochmal meine Fragen


    1. Welchen Status (nach Regelwerk) hat der nicht neutrale Assi eigentlich?
    2. Bekommt dieser tatsächlich über Signalkarten Disziplinarstrafen?
    3. gibt es dabei auch die Abstufung der Verwarnung und des FaD
    4. Darf der der "nicht neutrale Linienrichter" denn eine Doppelfunktion haben?

    Wie mir scheint, ist das tatsächlich gar nicht so genau geregelt?


    @ KozKalanndok, Du bist gar nicht so weit vom Sinn dieser Regel entfernt. Dreh es einfach mal um


    Die Idee dabei ist, das sich (und das kommt nun mal häufiger vor) ein TW und ein Feldspieler des Gegners bei ein und der selben Aktion verletzen.


    Da ohne TW nicht gespielt werden darf gibt die Ausnahme für den TW. Man will also die andere Mannschaft nicht durch diese (notwendige) TW-Sonderregel BENACHTEILLIGEN.


    Allerdings hat hier der Regelgeber auch etwas Weitblick gezeigt und von vorneherein festgelegt, das sich die beiden Spieler durch die selbe Aktion verletzt haben um tricksereien (wie du sie ja beschreibst) von vorneherein auszuschließen.

    Pragmatismus hin oder her, das was KozKalanndok da schreibt spukt mir auch schon einige Zeit im Kopf herum.


    Immer unter dem Aspekt, wie antworte ich bei einer Regelfrage darauf:


    Vielleicht zieht das Textilbeispiel von Manfred nicht, aber wie ist es mit einer Verletzung bei der der Spieler weiter spielen kann?

    diskutieren hier doch über die Regelgrundlagen, wenn mich nicht alles täuscht:

    [...] Regel 5.3 Unterpunkt Verletzungen beschreibt unmissverständlich, dass der Spieler das Spielfeld erst nach der Spielfortsetzung wieder betreten darf.


    Regel 3.1 wiederum beschreibt genauso unmisverständlich, dass ein Spiel mit sechs Spielern auf dem Platz (und diese Situation haben wir, wenn wir einen der letzten sieben verbliebenen Spieler zur Behandlung rausgeschickt haben) nicht fortgesetzt werden darf (ja, 5.3 hat auch Ausnahmeregelungen, aber gehen wir davon aus die greifen nicht).

    Kurz zusammengefasst:

    1. Der verletze Spieler darf das Feld erst wieder betreten wenn das Spiel fortgesetzt ist (Regel 5.3)
    2. Das Spiel darf nicht fortgesetzt werden wenn es weniger als 7 Spieler sind (Regel 3.1)

    Anmerkung: (Hab die Quelle grad nicht im Kopf) Ein Spieler der auf dem Feld "behandelt" wird muss das Feld (Sonderregeln mal ausgenommen) verlassen bevor das Spiel fortgesetzt wird.

    der "Linienrichter" gleichzeitig in anderer Funktion im ESB steht und sich irgendwas gelbwürdiges zu Schulden kommen ließ.

    Diesen Eindruck hatte ich zunächst auch @Kaef, war mir aber nicht sicher, da ich das ganze drumherum dieses "Fahnenhalters" nicht kenne.


    Dann ergänze ich mal meine Fragen:

    Ja, mir ist bekannt, das der SR einen seiner Assistenten von seiner Aufgabe entbinden darf. Aber...

    erfolgt das tatsächlich über Signalkarten?
    gibt es dabei auch die Abstufung der Verwarnung und des FaD


    Und zuletzt: Welchen Status (nach Regelwerk) hat der nicht neutrale Assi eigentlich?

    Darf der der "nicht neutrale Linienrichter" denn eine Doppelfunktion haben?

    Gerade bei n-tv auf ein "Kuriosum" des Regelwerks gestoßen


    Veremutlich (wie ich n-tv kenne) ist der Link zur Spielszene auch nicht lange auf n-tv verfügbar.

    Weil wir hier im Hamburger FV den "nicht neutrale Schiedsrichterassistent" nicht kennen, ich aber hier aus den Diskussionen und von einigen (inzwischen sehr geschätzen und persönlich bekannten) Kollegen aus dem Forum weis, das die über diese "nicht Neutralen" auch nicht unbedingt glücklich sind, bitte ich mal gerade diese um einen Kommentar.-


    Ja, mir ist bbekannt, das der SR einen seiner Assistenten von seiner Aufgabe entbinden darf. Aber...

    • erfolgt das tatsächlich über Signalkarten?
    • gibt es dabei auch die Abstufung der Verwarnung und des FaD


    Und zuletzt: Welchen Status (nach Regelwerk) hat der nicht neutrale Assi eigentlich?

    Ein hektisches Spiel, in der 89. Minute steht es 2:1 für A, beide Mannschaften haben, warum auch immer (mit weniger angetreten, keine Auswechselspieler und Verletzte, Feldverweise), nur noch 7 Spieler auf dem Platz - da wird definitiv selbst die Frage wichtig, ob es verlorene oder vergeudete Spielzeit ist.

    Ja, @ Manfred

    Aber das ändert doch nichts an meinen Entscheidungen.

    • Entweder es wird nachgespielt oder nicht (Das Regelwerk gibt es vor)
    • Entweder es sind genug Spieler auf dem Feld oder nicht (Das Regelwerk gibt es vor)

    :ironie: Tja, selbst wenn mangels verfügbarem Schuhwerks der Spieler in Socken Spielen wollte und die "Eisspray Fraktion" die Schuhe von einem Spieler "Ab-Operieren" (Operativ entfernt) und an den anderen Spieler "Dran-Tapen" (Schuhtransplantation) muss wird diese Zeit unter Berücksichtigung der Vorteilsanwendung nachgespielt.

    Du kannst ja gerne im Sonderbericht erwähnen wie lange dieser chirurgische Eingriff gedauert hat wenn du begründest warum du das Spiel abgebrochen hats oder (bei Protest) eben nicht abgebrochen hast.




    Wie das Spiel dann (bei Abbruch) vom Spielleitendem Ausschuss gewertet wird ist doch nicht mehr unsere Baustelle.


    Wenn (back to Topic) nicht genug Spieler auf dem Feld sind ist das Spiel abzubrechen. In meinen Bericht zum Spielabbruch (in diesem Falle wohl eher ein 2-5 Zeiler)steht die Ursache für den Spielabbruch und den rest klärt der Verband.


    Ist doch völlig egal ob die zu wenig spieler wegen

    • notorischer Unlust
    • nicht vorhandenen Trikots
    • Verletzungen
    • oder staubedingten Verspätungen
    • etc.

    haben.


    Wenn ich der Meinung bin das irgendetwas an dieser Geschichte Faul ist, dann schildere ich zusätzlich meine Wahrnehmungen im Sonderbericht.

    Sehe ich wie zettelbox.


    Ausrüstungsmängel sind üblicher weise Kleinigkeiten die schnell zu beheben sind.

    Nehmen wir aber mal tatsächlich an der Spieler hat keine Schuhe oder kein Trikot. Ja, solche chaotischen Mannschaften soll es geben - zumindest das zwei Spieler sich ein Paar (Fußball)Schuhe teilen habe ich schon erlebt.


    Die Regel sagt, das ein Spieler die Ausrüstungsmängel zu beheben hat, bevor er mitspielen darf. Sollte sich dieser Ausrüstungsmangel (auch mit viel Pragmatismus) nicht beheben lassen. dann spielt der Spieler eben nicht.

    Sind es dann zu wenige Spieler ist das Spiel zu beenden (mit entsprechendem Sonderbericht).


    Damit ist aber für uns die Sache erledigt. Was das Sportgericht daraus macht sollte uns wirklich egal sein.