Beiträge von SixthSCTF

    Im Vorgriff auf seinen außerordentlichen Verbandstag am 22.06.2020, hat der HamburgerFV in seiner Verbandszeitschrift mal eine Übersicht über den Status in allen Landesverbänden aufgelistet.


    Schöner Flickenteppich-----


    Ich hab Euch die Aktuelle Ausgabe der HFV-Info mal im Dateianhang zur Verfügung gestellt. (Nachzulesen ab Seite 5)

    Die "Causa Cantona" sowie einige andere Übergriffe von Speilern gegenmüber zuschauern haben haben das IFAB (mKn) dazu bewegt, das Disziplinarrecht mit der seinerzeit sehr umfassenden Änderung auch hier anzupassen.


    Zu Zeiten von Catona gab es tatsächlich NUR Gelb für das verlassen des Spielfeldes, weil Unsportlichkeiten gegen Zuschauer nicht im Regelwerk "vorgesehen" waren.


    Heute kennt man für diesen nur "Vergehen von Spielern " und bestraft diese generell gleich. So lange also jemand Spieler oder AW Spieler istunterliegt er der Disziplinargewalt des Schiries. Der Ort der Tat ist dabei uninteressant, einzig die Wahrnehmung der Tat ist entscheiodend.

    ABER: Sollte der Speiler des Feldes verwiesen worden sein ist er kein Speiler mehr sondern zuschauer. In diesem Fall bleibt nur die zusätzlich "lobende Erwähnung" im Bericht

    Hab grad nicht das regelwerk zur Verfgung ich weis das da was von "Ballkontrolle" steht erinnere mich jetzt gerad aber nicht ob das da nur

    • Ballkontrolle oder
    • Ballkontrolle mit der Hand

    heist.


    Obwohl es nach dem Geist der Regel Ballkontrolle mit der Hand gemeint sein muss, denn Ballkontzrolle liegt per Definition dann vor wenn der Ball in spielbarer Distanz ist und kein Gegenspieler in diese spielbare Distanz auch hat (dann ist es ein umkämpfter Ball oder eben ein Zweikampf).

    Meine Frau war nicht wirklich enttäuscht. Eher das Gegenteil

    Da hast Du Deiner Frau auch bestimmt nicht die ganze Wahrheit erzählt. :)


    Für uns Schiries kommt es nämlich nicht darauf an ob die Saison abgebrochen wird, sondern wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. (Bin mal gespannt wer dieses Haar jetzt wieder spaltet)


    Für die meisten ist es nämlich völlig Wumpe ab das Spiel Rückwärts 68 gegen SpVgg Brechstange jetzt der 23. Spieltag der Saison 2019/20 oder der erste Spieltag der Saison 2020/2012 ist.

    Wenn man bis zum 30.6.2020 sowieso nicht spielen kann, dann kann mandie Saison aus Schiriesicht auch absagen.

    Aktionen, die in einem Spiel nichts verloren haben -, muss einfach härter sanktioniert werden,

    Das Regelgeber geht -gerade im Disziplinarbereich- offenbar noch von der romantischen Vorstellung aus, das sich alle am Spiel beteiligten professionell und sportlich verhalten. Das trifft ja auch auf die meisten Akteure zu.


    Aber leider eben nur auf die Meisten.

    Der (verbleibende kleine) Rest muss -und hier gehe ich den Weg von Manfred mit- konsequent aussortiert werden.


    Dazu gehört es auch mal den berühmten "Arsch in der Hose" zu haben.

    Was ich immer wieder höre ist aber ein "Uiijujuihhhh das deckt aber das Regelwerk nicht ab" , "das haut die aber der xy um die Ohren", "sowas macht aber das Sportgericht nicht mit"


    Mir hat noch nie irgend jemand einen Feld- oder Innenraumverweis oder einen Sonderbericht "um die Ohren gehauen". Und ich rede hier von etwa 45 Feldverweisen (:gelbe_karte: und :gelbe_karte::rote_karte: zusammen) pro Saison und noch etwa nochmal so vielen Innenraumverweisen für Mannschafts-offizielle. Darüber hinaus bearbeite ich mit meinen Schiries zusammen etwa 200 bis 300 Sonderberichte pro Saison wegen Feld- und Innenraumverweisen.


    Klingt viel, ist es aber gar nicht. Liegt alles noch deutlich unter Bundesschnitt aber bei knapp 200 Spielleitungen pro Saison die ich selber habe und etwa 1.000 Spielleitungen meiner Schiries kommt da schon einiges zusammen. Und wem das auch als zuviel vorkommt. Meine Schiries und ich leiten nur etwa 9% aller Spiele unsere SR-Kreises und hier wir liegen in dieser Disziplinarstatistik auch nur am Ende des vorderen Drittels.


    Leider ist es jedoch so, das man in der Vorzeigeliga es nicht gerne sieht wenn die Prsse und Publikumslieblinge wegen ihrer Eskapaden vorzeitig in die Kabine dürfen und dann anschließend gesperrt sind. Am anderen Ende der Liga-Nahrungskette stehen da Schiries auf dem Platz die "Uiuiuiuiuiui" Anget davor haben irgendetwas "um die Ohren gehauen zu bekommen" und damit nicht mehr aufsteigen können.


    Vielleicht bin ich bei einigen Dingen inzwischen etwas "Dünnhäutig" geworden, aber wer als Schiri die "Altersschallgrenze" überschritten hat, dem ist die ganze KSA/VSA Politik irgendwann egal.


    Wenn ich jedoch sehe was sich (gerade an Jahren) junge Kollegen sich auf dem Platz gefallen lassen oder gefallen lassen müssen, da bauer ich dann gerne mal den Gegenpart auf der anderen Seite der Disziplinarkette auf.


    Damit schließt sich der Kreis zu Manfreds Beitrag:


    Der ohnehin schon heute verbotene Körperkontakt ohne Kampf um den Ball - oft genug Anlass und Auslöser für weitere Aktionen [...] Und die Sache mit dem "Aufbau" muss auch regeltechnisch klar "Rot" werden


    Ruhig mal etwas mehr Klare Kante zeigen als diese ständige Weichspülerei! Spieler die sich sportlich korrekt benehmen machen so etwas nicht. alle anderen gehören auf Dauer aussortiert, denn ein solches Verhalten hat im Sport nichts zu suchen.

    Hallo?


    Der Versuch einer Tätlichkeit ist ein Rotvergehen. Schon immer gewesen.


    Der Wasserflaschenwurf gegen irgendjemanden ist auch ein Rotvergehen, also ist auch der vVrsuch einer Tätlichkeit ein Rotvergehen.

    In Coronazeiten ist bei mir die Untersacheitung des "Sicherheitsabstandes" der Versuch einer Tätlichkeit (so bewerte ich das jedenfalls) mit einem angriff auf die Gesundheitmeiner Person, die ich mit Rot bestrafen werde. Ist mir auch völlig Wumpe was das Sportgericht dazu sagt.


    Ein Spieler der mir zu nahe kommt geht vom Feld und macht das in diesem Spiel sowie im nächsten (wegen Pflichtspielsperre) erst einmal nicht mehr.

    Bestenfalls wird das eine fahrlässige Körperverletzung, und da ist der Versuch nicht strafbar.

    Das ist richtig, wenn wir das StGB heranziehen. Das ist aber in meinem Beitrag gar nicht gefragt.


    Aber viele lesen hier nicht richtig oder wollen einfach nicht richtig lesen:


    Was sagt denn das Regelwerk über eine versuchte Körperverletzung aus?

    Naja,


    Wir unterscheiden hier die Spiel- und die persönliche Strafe.


    Wenn der Ball vor dem Foulspiel im aus war, dann kann es halt keinen Strafstoß oder Freistoß geben, sondern es gibt Einwurf, Eckstoß oder Abstoß.

    Dennoch wird die Aktion des Spielers bewertet und der SR hat offensichtlich die Aktion als eine Rot würdige Aktion bewertet.


    Es ist in einer solchen Situation durchaus möglich, das es eben bspw. Einwurf gibt und der Spieler dennoch vom Platz geht. Für die Rote Karte ist es (in den meisten Fällen) unerheblich wo der Ball gerade ist.


    Oder, um es mit anderen Worten zu sagen:


    Nur weil der Ball im Aus war, bleibt die Blutgrätsche nicht folgenlos.

    Ich bin hier auch eher bei max_hb

    Ein SR-Kollege von mir ( Manfred die Namensgleichheit ist rein zufällig) sagt, er könne keine Regel finden, dass der Spieler, der freiwillig seine Schuhe tauscht, im laufenden Spiel wieder rein kommen darf.

    Er verweist auf Regel 4 (s. Screenshot) und stützt sich darauf, dass ein Spieloffizieller den Spieler vor Wiedereinstritt zu kontrollieren hätte..

    Es gibt hier keine "explizite Regelanweisung" die während des Spiel gilt.


    DESHALB:


    Muss man an dieser Stelle mal den "Sinn und Geist" der Fußball Regeln bewegen und nach dem WARUM Fragen.


    Eine "Ausrüstungskontrolle" findet VOR dem Spiel statt. Natürlich nicht nur um die Spieler wegen Stutzentapes zu "drangsalieren" oder die Mützen mit Bommeln auszusortieren sondern auch um Verletzungsgefahren auszuschliessen und die Einheitlichkeit innerhalb einer Mannschaft sicherzustellen.


    Obwohl oftmals nur mit "Sichtkontrolle" durchgeführt gilt das auch für das Schuhwerk (Stichwort Stollen und "Stahlkappen" -die gibt`s zwar nicht mehr aber gehört halt zum Stichwort).

    Wenn also jemand das Schuhwerk wechselt (wechseln will) muss er dafür das Spielfeld verlassen. Er benötigt also zunächst einmal die Genehmigung durch den SR das Spielfeld verlassen zu dürfen, ergo braucht er auch die Genehmigung es wieder zu betreten.


    Im Gegensatz zu einer verletzungs-bedingten Unterbrechung, bei der der SR (i.d.R.) nichts zu überprüfen braucht ist das bei Ausrüstungsmängeln oder Änderungen an der Ausrüstung etwas anders. Hier muss (vor Spielteilnahme) eine Überprüfung stattfinden. Im konkretem Fall ist also das Schuhwerk auf Regelkonformität zu überprüfen.


    Das kann ein SRA oder 4.Offi machen und in Abstimmung mit dem SR den Spieler wieder auf das Feld schicken. Als Solist bedarf es dafür aber wohl defintiv einer Spielunterbrechung um die Ausrüstung zu kontrollieren.

    Also eine strafbare Spielverzögerung kann ja von ihrer Natur her eigentlich nur absichtlich sein. Und dafür gibt es meines Wissens immer noch gelb und nicht rot. Mir ist auch keine Qualifizierung bewusst, die "Leuten mit Vorbildfunktion" ein härteres Strafmaß zuschreibt als Leuten ohne Vorbildfunktion. Das kann ich daher weder moralisch noch regeltechnisch gedeckt nachvollziehen (oder wer stellt den z. B. den Spielführer (mit Vorbildfunktion) vom Platz, weil er den Abstoß verzögert?).

    Hätte der Fitnesscoach den Vorbildfunktions-Strafenmultiplikator? Warum? Warum nicht?

    Hätte ein Ersatzspieler den Vorbildfunktions-Strafenmultiplikator? Warum? Warum nicht?

    Mit den Regeländerungen für die Saison 20198/2020 wurde auch ein Strafenkatalog für Teamoffizielle eingeführt, der in Regel 12 aufgeführt ist.


    Hier die Zusammenfassung


    [...] Spieler auf den SR zurennen, um zu reklamieren [...] unter dem Aspekt Ansteckungsgefahr zweifelsfrei in die gefährlichste Gattung gehört

    Somit wird aus dem "massivem protestieren" de jure eine Körperverletzung bzw (bei nichtansteckung) eine versuchte Körperverletzung mit allen konsequenzen der Regel 12.


    Soweit ich weis ist sowohl für die die körperverletzung als auch die versuchte Körperverletzung die gleiche Disziplinarstrafe vorgesehen..... naja, da ist bei einer Rudelbildung um den Schiri gleich die halbe Mannschaft wech.......

    Was muss alles eintreffen, dass ihr wieder auf den Platz geht

    Stellt mir so ein Teil an die Seitenlinie und ich Pfeiffe morgen bereits das erste Spiel wieder


    Allerdings hätt´ich dann auch ganz gerne ne "Abstandslinie" gekreidet, und jeder der die betritt bekommt :rote_karte:

    Damit drehen wir uns jetzt gefühlt das vierte mal im Kreise.


    Ich erlaube mir mal eine Zusammenfassung:


    1. Als die Landes- Regional- National- und Kontinentalverbände sowie die FIFA ihre Satzungen und Wettbewerbsbestimmungen verabschiedet hat, dachte keiner daran, das eine Katastrophe den Spielbetrieb über einen längeren Zeitraum hätte lahmlegen können. Hätte hätte Fahrradkette man doch wissen müssen werden jetzt die Oberschlauen wieder sagen und mit Lösungsvorschlägen kommen.. Denen sage ich nur: Alle zwei HJahre ist (zumindest in Hamburg) Verbandstag, da hätten sie ja einen entsprechenden Antrag zur Satzungsänderung einreichen können wenn sie so schlau sind.
    2. Es hätte in der Vergangenheit auch nicht unbedingt einer Corona-Pandemie bedurft um -zumindest in einigen Landesverbänden Deutschlands - den Spielbetrieb Großflächig lahm zu legen. Anlässe gab es genug und wir konnten bisher von Glück sagen das die betroffenen Landesverbände an einer "Spielbetriebskatastrophe" vorbeigeschrammt sind.
    3. Auf Basis dieser Satzungen und Wettbewerbsbestimmungen wurden in Folge reichlich Verträge geschlossen, die sich übrigens nicht nur an saisonalen Terminen orientieren. Eine Änderung der dieser Satzungen und Wettbewerbsbestimmungen hätte in jedem Fall Auswirkungen auf nachgeordnete Verträge.
    4. Verträge, Wettbewerbsbestimmungen und Satzungen unterliegen der freien Gestaltungsmöglichkeit der beteiligten Partner und können quasi jederzeit geändert werden.
    5. Wer (in Person) oder welches Gremium jetzt welche welche Satzungen, Wettbewerbsbestimmungen oder Verträge in welcher Weise ändern kann, muss tatsächlich im Einzelfall geprüft werden. Das BGB spricht hier im § 313 von einer "Störung der Geschäftsgrundlage". Verträge im Sinne des BGB sind übrigens auch "Vereinssatzungen" oder "Wettbewerbsbestimmungen". Hierfür kann jedoch eine allgemeinverbindliche Aussage jedochnicht getroffen werden. Angefangen von Tante Verbandsspezifisch, Onkel Kreisspezifisch sowie Opa Kontinentalspezifisch und Oma Nationalspezifisch kommt dann noch Grosstante Nationalrecht und Cousin Vertragsspezifisch dazu..


    Ob es also im Einzelfall zu einer Klage kommen wird, ist im wesentlichen von den Vertragspartnern und deren Willen sich zu einigen abhängig.

    vielleicht hätte der Vorsitzende des SV Bergisch Gladbach mal besser vorher hier im Forum nachgelesen

    Oder der Vorsitzende fragt einfach mal den Fachanwalt seines Vertrauens. Der hätte ihm nämlich gesagt, das Verträge nicht in alle Ewigkeit in Stein gemeisselt sind sondern das man diese per vergleich oder Änderungskündigung quasi jederzeit Abändern kann, wenn alle Vertragspartner damit einverstanden sind.

    und wenn einer mit den Worten "Alter bist du schwul oder was" um die Ecke kommt,

    dann kann er zur Selbsterkundung unter die Dusche gehen

    Richtig:


    Man kann es nicht oft genug sagen:


    Es gibt keinen "Beleidigungskatalog". Eine Beleidigung ist immer eine individuelle Interpretation der Person, die


    • entweder angesprochen wird
    • oder als Schiri darüber zu entscheiden hat ob hier eine Beleidigung vorliegt.

    Damit ist das Ganze Kontextabhängig (Also hier im Forum Kopfkinoabhängig). Aus diesem Grunde halte ich deshalb nicht viel von Regelfragen zu Verbalvergehen, es sei denn es ist in der Regelfrage mit einem Schlüsselwort klar gestellt.


    Beispiel: Je nach Satzbau und Kontext kann das Wort "Trottel" sowohl beleidigend als auch liebevoll herzend gemeint sein. Ohne diesen Kontext ist eine Diiskussion über den beleidigenden Chjarakter dieses Wortes völlig sinnfrei.


    Die Aussage:

    "Diese Rote Karte wird dir beim Sportgericht aber um die Ohren gehauen" zeugt davon das:

    • derjenige offenbar noch nicht oft genug bei Verhandlungen war
    • oder -sollte es tatsächlich so sein- die Herren Kreissportrichter den Kontext auisblenden
    • oder -sollte es tatsächlich so sein- der Kollege den Sonderbericht so beschissen formuliert hat, daß man ihm zusätzlich auch diesen noch um die Ohren hauen sollte.


    ....


    "Schirie? Wofür bekomme ich Rot? Ich habe doch nur danach GEFRAGT ob Du Blind bist damit ich Dir nicht im Weg stehe wenn Du angelaufen kommst!"

    ....


    Eine Beleidigung in eine Frageform zu kleiden um eventuellen geht nur bei der Boulevard Presse durch.

    Also ich kann mich an keinen einzigen Platz erinnern, wo eckige Pfosten verwendet werden und ich habe mittlerweile sehr viele Plätze gesehen

    Nun, das hat vor allem 2 Gründe:


    1. Du hast noch nicht ALLE Plätze gesehen
    2. Manfred (und einige Andere hier im Forum) gehören zu einer Generation, die deutlich Älter ist als Du und daher aus einer Fussball Epoche stammen in der Aluminiumpfosten mit rundem oder ovalem Profil eher die Ausnahme als die Regel waren.


    Ich habe Dir hier einmal ein Foto aus den Anfängen der Fussball Bundesliga zur Verfügung gestellt. Das Bild stammt vom Spiel der Hertha gegen K'Lautern im Jahr 1963 im Berliner Olympiastadion.


    Beachte vor allem die Vierkant Ausführung der Pfosten sowie die Latte, die her nur ein einfaches Brett war.


    Bis tief in die 90er Jahre waren gerade auf vielen Grantplätzen Tore mit Holzbalken noch Standard. Und auch heute noch findet man vor allem in der Provinz noch auf sogenannten Ausweich oder Trainingsplätzen "Holztore".