Beiträge von SixthSCTF

    zumal Heim alles unternommen hat, was möglich und erforderlich war, um eine Wiederholung oder weiter Störung zu unterbinden.


    Unter dem Strich ist zu befürchten, dass beide Vereine eine Strafe bekommen werden - Heim für das Zuschauerverhalten und Gast für den mutwilligen Abbruch.

    Naja, da ich die Rechtssprechung des HFV bereits gut genug kenne, wird genau so entschieden werden, wie Manfred es bereits richtig vermutet.

    • Für´s Zuschauerverhalten wird sich die Strafe (wenn überhaupt) im zweistelligem Bereich bewegen, da Ordnungskräfte unmittelbar eingegriffen haben.
    • Spielwertung wird gegen Gast gehen,
    • die Spieler, die die Trainingseinheit auf der Tribühnentreppe einlegen bekommen ebenfalls ne Strafe
    • Die Verfahrenskosten werden wohl geteilt:

    Was mich dann daran stört ist die zu erwartenden Berichtserstattung und Diskussion nach dem Urteil.


    Die zu erwartend härtere Strafe wird gegen Gast gehen obwohl der Auslöser der Diskriminierung aus dem Zuschauerbereich Heim kommt. Was dann keiner wieder begreift ist, das in diesem Fall gleich mehrere Regelwidrigkeiten begangen wurden.


    Was dann keiner mehr begreift, das der "Nigger-Rufer" vom Sportgericht überhaupt keine Strafe bekommen wird. Das Sportgericjht ist in diesem Falle (Strafsache) nämlich überhaupt nicht zuständig.


    Ein kleiner Nachtrag noch für all diejenigen, die sich wieder einmal als Selbtsernannte Moralprediger Aufspielen:

    Hört Euch einfach mal an, was so aus dem Zuschauerbereich jedes Wochenende unseren Kollegen in Schwarz an den Kopf gebrüllt wird. Wenn es dem dann zu bunt wird und ein Spiel abbricht nennt ihr das dann immer "ist mit der Spielleitung überfordert und hat völlig überreagiert. Emotionen gehören schliesslich dazu!"

    Denkt mal d´rüber nach!

    Mal sehen was dabei herauskommt:


    Am Sonntag wurde das Spiel der Oberliga von Barmbek Uhlenhorst gegen den Meiendorfer SV (quasi unser Nachbar) in der 72. Minute abgebrochen.


    Beide Vereine sind in Hamburg wohlbekannt und gehören nicht zu denen, die durch Ausschreitungen besonders auffallen. Im Gegenteil, man übt einen sehr respektvollen Umgang, beide Vereine habe ich regelmäßig in meiner Ansetzungsliste - OK, zwar nicht die Oberligamannschaften aber ich habe guten kontakt zu beiden Mannschaften und ich leite gerne Spiele dieser Vereine weil man auch mit den Schiries entsprechend respektvoll umgeht.


    Quasi aus erster Hand (von uns haben einige Schiries das Spiel live im BU Stadion miterleben dürfen) hat man mir die Vorgänge berichtet:


    Nach einer Regelwidrigkeit im MIttelfeld entschied der Kollege auf dem Feld auf dF. Soweit so gut, und soweit alles Standard.

    Von der Zuschauertribüne aus wurde der beteiligte Spieler des MSV lautstark mit dem Wort "Nigger" beschimpft. Dies kann einer unserer SR bestätigen, der nach eigenem bekunden keine 10m von besagtem Zuschauer entfernt stand.

    Wer genau hinhört kann das in der Szene auf fupa.net ebenfalls hören. Ehe Ihr alles durchsucht, die Szene ist in der Übersicht mit der 70. und 71. Minute gekennzeichnet.


    fussifreunde.de hat bereits einen ausführlichen Artikel zum Thema. Das interessante daran: Irgendwie passen die Stellungnahmen der Trainer (mal wieder) nicht zum tatsächlichem Geschehen.


    Ich gehe fest davon aus, das der Spielabbruch zu lasten der Gäste gewertet wird.


    Natürlich sind derartige rassistische Äusserungen nicht zu dulden.ich denke, da sind wir uns alle einig. Aus sicht der Gesamtsituation, waren es dann aber doch die Gäste, die hier einen Spielabbruch provoziert haben.


    Die Einzelperson auf den Zuschauerrängen wurde habhaft gemacht und des Stasions verwiesen, Personaliehn waren festgestellt uns meiner Kenntniss nach wurde auch Strafanzeige gestellt. Damit ist die Ursache der Störung abgestellt und das Spiel kann fortgesetzt werden.

    Der Heimverein hat für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. bei gut 2.000 Zuschauern, die in´s Stadion an der Dieselstraße passen lässt es sich niemals verhindern, das der ein oder andere Zuschauer dinge aufs Spielfeld ruft die keiner hören will (vorsichtig ausgedrückt).


    Dies ist jedoch kein Grund, das gleich mehrere Spieler die Tribüne beklettern um Selbstjustiz zu üben, und dann als Mannschaft komplett das Spielfeld zu verlassen.


    Der Kollege hat das Spiel übrigens abgebrochen nachdem sich der MSV weigerte, das Spiel fortzusetzen und in der Kabine blieb.

    @ Manfred, vielleicht nur etwas zu kompliziert gedacht.


    Sauberster Fall ist natürlich der Ort des Eingriffs, meist also der Ort der Ballberührung. aber um den geht es Dir ja nicht.


    Für alle anderen Fälle ist der Zeitpunkt des Pfiffs (der Wahrnehmung des SR) der Zeitpunkt bei dem der SR entscheidet das JETZT der Eingriff in´s Spiel vorliegt.

    Da nur ein Spieler (und nicht der Ball) in (strafbarer) Abseitsposition sein kann, ergibt sich folgerichtig: Ort des Spielers zum Zeitpunkt des Pfiffs.

    Es wird immer eine subjektive Entscheidung mit Graubereichen bleiben.

    So ist es....


    Der Tatbestand der Beleidigung setzt voraus, das der Beleidigte sich auch beleidigt gefühlt hat. Auch die einschlägige Literatur kennt hier keine "scharfe Abgrenzung" und setzt immer auch die subjektive Wahrnehmung des Beleidigten voraus.


    Im übrigen folge ich da Manfreds Aussage:


    da ich mir nicht vorstellen kann, dass der Reporter auf dem Feld war und gehört hat, was gesagt wurde, erübrigt sich wohl jedes Wort,

    Die Frage taucht auf. Hätte ohne dem Gezerre ein Tor erzielt werden können?

    Diese Frage stellt sich überhaupt nicht. Verbotenes Spiel wird mir einem dF geahndet. Egal wo auf dem Feld. Da Frage ich auch nicht ob aus einem Trikotzupfer im MIttelfeld ein Tor entstehen kann.

    Dumm nur, das ein dF im Strafraum zu einem Strafstoß führt. Egal ob ohne das Vergehen ein Tor erzielt hätte werden können.

    Endlich.....


    ... ist einmal genau die Situation eingetreten, die ich bereits vor Einführung des VAR beschrieben habe:


    Du fieberst mit Deiner Mannschaft im Stadion, es gibt einen Konter mit Torerfolg und während Du auf der Tribüne noch mit wildfremden Menschen in den Armen liegst gibt es plötzlich statt der Führung auf dem Scoreboard einen Elfer gegen Dich.

    Genau das ist es was BestRefinTown beschreibt und auch mich nur den Kopf schütteln lässt.


    Obwohl ich vorher wusste das irgendetwas nicht ganz regel konform im Strafraum abgelaufen ist, musste ich mir die Szene erst mehrfach ansehen um zu erkennen welches der vielen Pärchen denn nun Textil-.Dehnungsübungen macht. Sicherlich sieht das der Kollege auf dem Feld das meist besser weil er dichter dran ist. Und ein VAR sowieso, weil er sich jedes ungewöhnliche Bewegungsmuster noch einmal genau ansehen kann.


    Offenbar ist das Textilvergehen aber weder dem Zuschauer im Stadion aufgefallen, noch haben die betroffenen Spieler auf Strafstoß reklamiert. - Kein Argument, sondern nur eine Feststellung.



    Schade...


    ... das genau diese Szene sich nicht in der Bundesliga abspielte. Diese VAR-Diskussion hätte ich dann gerne mal verfolgt. Vor allem hätte ich mir gerne mal die Kommentare der Vereinsverantwortlichen angehört, denen das Micro vor die Nase gehalten wird.

    "Herr [Name Beliebig austauschbar], was sagen sie? Erst der Führungstreffer in der 89. MInute und statt dessen dann der Elfer gegen ihre Mannschaft und das Spiel verloren?"

    das Logo verschafft keinen Respekt

    Das siehst Du falsch. In Kanada schon.....

    könnte von Barney S. sein. schrieb:

    Die haben ja auch Angst vor der Dunkelheit, nennen ihr Geld "Loonies" und drucken das Konterfei von Elton John drauf. Kanadier entschuldigen sich wenn sie angerempelt werden. Da braucht man eigentlich gar keine Schiedsrichter, die stehen nur auf dem Feld weil sie vom Reglement vorgeschrieben sind, Sie werden inoffiziell Soccer-Mounties genannt und tragen statt dem traditionellem Schwarz ein Rotes Dress mit gelben Applikationen, einen lustigen Hut und weisse Handsdhuhe.

    KANADA? Ist das überhaupt ein Land?

    Spass beiseite. In einem Land (wie dem unserem), in dem man bereits mit den Gesetzeshütern der staatlichen Executive derartig respektlos umgeht, in dem aggressives Verhalten gegenüber der Polizei quasi zum "gutem Ton" gehört ist irgendein Badge in Sachen "Respekt" überhaupt nix Wert. Kanadier sind da anders und gehen generell respektvoller miteinander um.

    Laß ein Verbandsligaspiel von einem DFB-Schiedsrichter, der das DFB-Logo auf dem Trikot trägt, leiten und du erlebst ein komplett anderes Verhalten der Spieler

    Das liegt aber nicht am Badge, sondern daran das der Kollege nicht umsonst das Badge trägt. Er ist durch hartes Arbeiten an seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten da hin gekommen ist wo er heute ist. Es ist nicht das Badge das da respektiert wird, sondern die Person, die eine Entscheidung verkaufen kann selbst wenn sie noch so falsch ist.

    Die von Manfred erläuterte Problematik, dass Trainer/Betreuer ein Spiel pfeifen

    Vorsicht, hier ist etwas falsch verstanden worden:

    1. Der Trainer hat im besagtem Verein eine Doppelfunktion, ist also auch gleichzeitig SR-Obmann und damit zuständig für SR Ansetzungen der oben erwähnten Spiele.
    2. Hier ist keiner "eingesprungen" der ein Spiel leitet weil kein SR vorhanden ist, sondern ein offizieller (und lizensierter) SR hat das Spiel geleitet, der sogar offiziell angesetzt war.
    3. Ein Innenraumverweis wurde nicht ausgesprochen (steht so auch im Sonderbericht des SR) mit der Begründung weil der Trainer alleine war (was allerdings nicht den Tatsachen entsprach und dem Spielbericht wiederspricht).


    Ich stelle folgende Fragen:


    • Warum wurden die Disziplinarstrafen nicht eingetragen? (Hintergrund SR pfeifft eigenen Verein)
    • Warum wurden die Sonderberichte der Disziplinarstrafen erst Wochen später auf Anfrage des Fussball Verbandes gefertigt?
    • Warum gibt es erst nach Wochen einen Sonderbericht über eine Diskriminierung durch die Gastmannschaft nachdem der Fussball verband auf eine Anfrage der Gastmannschaft in anderer Sache den SR auffordert seinen Job zu machen?
    • Warum gab es nicht sofort einen Sonderbericht über eine Diskriminierung wenn doch der SR-Obmann von [Heim] das ganze als Trainer selber mitverfolgt hat?
    • Warum wird der Trainer erst dann einer Diskriminierung beschuldigt, nachdem der SR einen "zwischen die Hörner" wegen mangelhafter Erfassung des SB bekommen hat?


    Das sind rhetorische Fragen. Antworten werden wohl nur die direkt beteilligten geben können.


    Dennoch bleibt an der Ganzen Sache etwas Geschmäckle.


    @ Altschiri und off Topic

    "Digger" habe ich im Jugendslang auch schon mal gehört[...]

    Demnach ist "Digger" tatsächlich eher nicht negativ belegt - aber wer weiß das schon...?

    Kann man auch als Anrede "Kumpel" o.Ä. bezeichnen. Wenn mich auf dem Feld jemand so anredet geht er Duschen weil ich immer "Dicker" verstehe und das als respektlose Beleidigung auffasse.

    Kommentar in einer Sportgerichtsverhandlung dazu: [Zitat aus einer Urteilsbegründung] Wer derartige Worte so gegenüber einem SR benutzt muss damit rechnen das sie falsch verstanden werden zumal eine derartige Wortwahl respektlos ist[Zitat Ende]

    Bevor wir zur eigentlichen Geschichte kommen, etwas zu den Spielbesetzungsregeln im Hamburger Fussball Verband.


    Jugendspiele von Mannschaften, die "nicht Leistungsorientiert" spielen, sind durch Vereinseigene (Lizensierte) Schiedsrichter durch den SR-Obmann des Vereins zu besetzen.

    Hierbei handelt es sich i.d.R. um die 2. und 3. Mannschaften eines Jahrgangs, die in sogenannten "Staffeln ohne Aufstieg" spielen.

    Kann man drüber diskutieren ob das sinnvoll ist, soll aber nicht Gegenstand dieses Beitrags sein.


    Anfang Dezember letzten Jahres kam es also zu so einer Begegnung einer unserer Jugendmannschaften bei einem Auswärtsspiel. Der SR-Kollege wurde also vom Gegner gestellt und es gibt noch eine Zusatzinfo: Der SR Obmann ist auch gleichzeitig Trainer der gegnerischen Jugendmannschaft.

    Unsere Jungs holten 3 Punkte und gewannen das Spiel mit 3 Toren unterschied aber das ist Nebensache. Viel wichtiger: Es gab 2 FaD und 6 Verwarnungen die sich auf beide Mannschaften gerecht verteilten.


    Bis hierhin nichts weltbewegendes wenn da nicht eine Irritation bezüglich einer Spielsperre gewesen wäre:


    Im Wissen darum, das man nach einem FaD gesperrt wird erkundigte sich unser Trainer beim Verband, wie lange denn unser Spieler wegen des FaD gesperrt ist. Dabei wurde festgestellt, das im DFB-net überhaupt keine Disziplinarstrafen eingetragen worden waren und etwas in Gang gesetzt, was heute in einer Sportgerichtsverhandlung endete.


    Unser Trainer erheilt eine Einladung zu einer Sportgerichtsverhandlung wegen diskriminierendem Verhalten.


    Vorweg erhielten wir die Info das es auf Nachfrage des HFV zu schriftlichen Verhandlungen kam bei der unser Spieler wegen Notbremse 1 Spiel und der des Gastgebers 2 Spiele Sperre wegen Foulspiel erhalten haben.


    Zur heutigen Verhandlung habe ich unseren Trainer dabei unterstützt folgende Stellungnahme zu formulieren.


    Unser Trainer wurde heute von dem Vorwurf der Diskriminierenden Äusserungen freigesprochen.

    Das Sportgericht folgte der Stellungnahme unseres Trainers weil die Angaben der Zeugen (Spieler und Trainer von[Heim]) und des Schiedsrichters in wesentlichen Angaben voneinander abwichen und sich der als Zeuge von [Heim] vorgeladene Spieler in seinem Aussagen mehrfach widersprach. Darüber hinaus wurden Spieler als (beteilligte) Zeugen von[Heim] benannt, die nicht auf dem Spielbericht standen.

    Irrelevant

    zusätzlich zu hinterfragen ist, warum gegnerische Spieler sich hinter dem falschem Tor warm machen

    In Norddeutschland sagen wir: "Wie kommt Kuhshiet auf Dach?" Damit ist gemeint, das es für die Lösung der Aufgabe Kuhshiet wegzumachen irrelevant ist, wie Kuhshiet aufs Dach gekommen ist. Anders ausgedrückt: Verkomplizier es nicht unnötig mit Fragen die zur Lösung nicht beitragen.


    Back To Topic


    Keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse daher

    1. Betreten des Feldes
    2. Tätlichkeit

    Durch den Kontakt der Spieler liegt ein Eingriff ins Spiel vor also dF gegen die Mannschaft des AW-Speilers am Ort des Kontakts.

    Disziplinaststrafen sind ja bereits in der Frage vorgegeben.

    welches einen Spielabbruch nach sich zieht - dann ist das Turnier vorbei.

    So schätze ich Dich auch ein.


    Mir fällt aber etwas anderes auf.


    Offensichtlich reden hier einige aneinander Vorbei, wenn von TURNIER geredet wird.


    Das Wort TURNIER wird mit mehreren verschiedenen Bedeutungen benutzt.

    1. Als Grossveranstaltung mit mehreren Einzelwettbewerben wie bspw. das Usertreffen in Mainz Kastell oder das Pfingsttuirnier des RSC
    2. Als Einzelwettberb mit mehreren Mannschaften die über einen bestimmten Zeitraum einen (einzigen) Sieger ausspielen (Bspw die WM oder ein Tageseinladungsturnier mit 4-6 Mannschaften)
    3. Als Turnier im Turnier wie bspw. die Hallenrunde der Jugendmannschaften im Hamburger FV. HIer muss man sich in einem Turnier für das nächste Turnier qualifizieren, bis man dann die Endrunde erreicht.


    Zur Klarstellung.

    Bei einem Spielabbruch, wird natürlich nicht die Gesamtveranstaltung (siehe 1 oder 3) abgebrochen sondern nur die Einzelveranstaltung innerhalb von 1 oder 3 oder halt das Einzelturnier bei 2. Und auch nur die jeweillige Tagesveranstaltung am Spielort (das kann im einzelfall nur ein einziges Spiel sein wie bspw bei der WM)


    Es fahren also nicht alle nach Hause sondern nur einige wenige

    Ich glaube, genug Erfahrung und Reife zu haben, um diese Situation beurteilen zu können.

    Genau das ist der Punkt.


    Viele gehen hier in ihren Beiträgen mit dem Schrei nach Spielabbruch sehr fahrlässig um. Vor allem weil das Wort TÄTLICHKEIT offenbar einen "Interpretationsspielraum von Anfassen bis versuchtem Todschlag" umfasst.


    Der Spielabbruch sollte - es ist unser schärfstes Schwert -immer das Letzte Mittel sein. Dabei darf aber die Argumentationskette bei einem Angriff gegen den Schrir nicht sein "Was muss alles erst passieren" sondern "ist ihm die Weiterführung des Spieles zuzumuten". Diese Entscheidung trifft der Kollege immer Subjektiv und wie DieMacke richtig ausführt in Abwägung der Gesamtsituation.


    Dabei kann beim "leichten Schubbser mit Roter Karte" (gibt bei uns übrigens mindestens 6-8 Spiele oder 1/2 Jahr wenn der SR das Ziel ist) ein Spiel genau so durchaus fortgesetzt werden, aber auch genau die Aktion sein, die das Fass zum Überlaufen bringt und zum Spielabbruch führt.


    Wenn allerdings bei einem Turnier ein Spiel abgebrochen werden muss, sollten auch die Begleitumstände eine weitere Fortsetzung des Turniers nicht zulassen. Dann haben nämlich noch deutlich mehr verantwortliche im Umfeld bereits durctlöich früher versagt.

    Warum die Unschuldigen bestrafen? Ich weiss nicht, ob es bei euch für die teilnehmenden Mannschaften Geld kostet, am Turnier teilzunehmen. Falls ja, und der Spielabbruch passiert im ersten Spiel, wer ersetzt die angefallenen Kosten?

    Du betrachtest hierbei die Sache aus dem völllig falschem Blickwinkel der "Strafe". Der Spielabbruch ist keine Strafe sondern eine Reaktion darauf, das die Umstände einen Spielbetrieb unmöglich machen.

    Falls also für ein Turnier Startgelder entrichtet wurden oder andere Kosten angefallen sind, so sind diese auf dem Zivilwege beim Verursacher einzuklagen sofern dies für den Einzelfall möglich ist.

    kam es nach einem Halbfinale zu Tumulten.

    Nur mal so zur Info, habe ich vor genau einem Jahr bei einem vergleichbarem Fall vom Sportgericht des HFV lernen dürfen:


    Kommt es bei einem Hallenturnier (oder einer vergleichbaren Veranstaltung auf dem Feld) zu einem Spielabbruch eines einzelnen Speiles, ist das gesamte Turnier zu beenden.


    Begründung: Bei einem Spielabbruch hat der Scheidsrichter entscheiden das der Spielbetrieb (aus egal welchen Gründen) nicht mehr sichergestellt oder zumutbar ist. Bei Turnierveranstaltungen ist das gesamte Turnier (Tagesveranstaltung) davon betroffen.

    Bei einer Regelfrage "Verteidiger und Stürmer berühren sich im Strafraum an Hüfte und Oberkörper, der Stürmer fällt danach hin, wie ist zu entscheiden" gibt es meiner Meinung nach aber keine eindeutige Lösung, da genug Situationen denkbar sind, wo diese Konstellation kein Foul darstellt.

    Danke für diese Worte: Genau das beschreibt es. Es ist eine Grauzone bei der wir aber nicht grau entscheiden können sondern schwarz oder weis entscheiden müssen.


    Interessanterweise ist dieses Forum bisher die einzige Stelle, die ich im Internet gefunden habe, wo der Strafstoß überwiegend als vertretbar angesehen wird.

    Ich interpretiere das ein wenig anders. Ich denke jeder hier im Forum ist sich darüber bewusst, das dieser Strafstoß in einem Grenzbereich liegt der eher die Tendenz zum Weiterspielen hat.

    Der Strafstoß wird von vielen hier auch nicht als "Vertretbar" angesehen, sondern es wird damit argumentiert, das bei einer Ermessensentscheidung es im nachhinein kein Richtig oder Falsch gibt.


    Collinas Erben bringt es hierbei auf den Punkt [Zitat] Gegen einen Elfmeter sprach also mehr als für ihn - aber war die Entscheidung so klar und offensichtlich falsch, dass eine Intervention zwingend hätte erfolgen müssen?[Zitat Ende]


    Wenn Indizien sowohl für als auch gegen eine Entscheidung sprechen sind beide Entscheidungen prinzipiell RICHTIG. Das ändert aber nichts daran, das mehr gegen als für den Strafstoß spricht.

    Vertretbar bedeutet in diesem Sinne auch nur, das die Regeln richtig angewendet wurden - Vertretbar bedeutet, das eine Situation durch verscheidene Personen unterschiedlich interpretiert werden kann und es dabei zu einer völlig anderen Entscheidung kommt.


    Vielleicht erklärt es meine Sicht der Dinge ja:


    Die Entscheidung des Schiriteams ist Regeltechnisch korrekt.

    Ich hätte in dieser Situation auf Weiterspielen entschieden.


    Diejenigen, die hier im Forum die Entscheidung als "Vertretbar" kommentieren betrachten dies von der reinen Regelseite her und stören sich an dem Begriff "FALSCH".

    Diejenigen, die der Sicht des Trainers Heldt folgen betrachten die Situation aber aus der Interpretationsperspektive.


    Bei Interpretationen gibt es aber kein RICHTIG oder FALSCH sondern nur ein ANDERS!

    Eine Interpretation ist aber naturgegeben immer subjektiv. Deshalb sind Ableitungen aus subjektiven Interpretationen auch generell RICHTIG. Das führt zu dem Kuriosum das etwas objektiv gleiches zu einem subjektiv anderem wird.

    Ein Umstand, welches das menschliche Hirn noch lange Zeit einem Computer überlegen machen wird.

    (Natürlich steht ich trotzdem draußen an der Seitenlinie und behaupte, dass das niemals ein Elfmeter war ;))

    Und dafür mag ich Dich. Du beschreibst genau das, was Herr Heldt hier macht. Wider besserem Wissen behaupten das der Schiri schuld ist.

    Das Problem liegt in Köln, wo der Hauptkontrolleur (Herr Drees) scheinbar diese Direktiven entweder nicht versteht oder nicht folgen kann oder. Vielleicht sollte er ein paar Nachhilfestunden bei David Elleray (IFAB) nehmen,

    Etwas polemisch, trifft aber den Kern der Sache (siehe weiter unten in meinem Beitrag)


    Videobilder, insbesondere als Zeitlupe, taugen nicht als Beweis für die Bewertung derartiger Situationen, wenn ein Kontakt nicht auszuschließen ist.

    Genau dafür habe ich hier mal einen Beitrag einer Studie verlinkt. Interessant dabei sind nicht unbedingt die Hard Facts der Studie sondern die Beschreibung warum und wie diese messbaren Hard Facts entstehen.


    Nur wer selber jahrelang Fußball gespielt hat, weiß, dass bei hohem Tempo schon ein kleiner Kontakt ausreicht, um mindestens aus dem Tritt zu kommen.

    Genau das ist der Punkt warum der Angreifer fällt.


    Was mich an der ganzen Diskussion stört, sind zwei Fragen, die hier zusammen geschmissen werden


    1. Hat das SR Team regel-konform gehandelt?

    Eindeutiges Ja! Machen wir uns nichts vor. Es gab einen Kontakt und der Stürmer fällt. Beides sind Tatsachen die wohl keiner bestreitet. Wenn eine Regelfrage in ähnlicher Form gestellt wird überlegt man auch nicht lange und macht das Kreuz bei Strafstoß.


    2. Hätte das SR Team die Situation anders bewerten und zu einer anderen Entscheidung kommen können?

    Ebenfalls Eindeutiges Ja. Die Entscheidung wäre dann aber nicht Schwalbe sondern weiterspielen gewesen.


    Zusatzfrage: Hat der VAR etwas falsch gemacht:

    Eindeutiges Nein. Er soll schließlich nur eingreifen, wenn die Entscheidung eindeutig falsch gewesen ist. Alleine die Diskussion in diesem Thread zeigt das die Entscheidung eben nicht EINDEUTIG falsch gewesen ist.


    Herr Drees hat den Schiedsrichtern und dem Projekt VAR mit seinem Kommentar einen Bärendienst erwiesen. Ich hätte hier mehr Fingerspitzengefühl von ihm erwartet. DieMacke bringt es hier auf den Punkt:

    Der "Videobeweis" oder korrekt Video Assistant Referee (Schiedsrichter Ittich) hat völlig korrekt gehandelt. Er sah Kontakt. In dem Fall darf VAR nicht eingreifen. Er hätte nur eingreifen dürfen, wenn KEIN Kontakt vorlag, in dem Fall eben gelb und indirekter Freistoss für Hannover.

    [...]


    Da hat Herr Drees den Schiedsrichtern in Deutschland keinen guten Dienst erwiesen. Er hätte sich besser ausdrücken können wie z.B.: "Das Schiedsrichtergespann sah ein Foulspiel im Strafraum und entschied auf Elfmeter. Es war eine kann gegeben werden aber braucht nicht gegeben zu werden. Der Videobeweis kann in dieser Situation nicht eingesetzt werden."

    Um es aber dennoch abzuschließen:

    Das bedeutet selbstverständlich nicht, das Weiterspielen vermutlich die bessere Entscheidung gewesen wäre. Besser ist aber nicht das Gegenteil von Falsch!

    Aus reiner Neugier!


    1. Wie lange dauert ein Spiel in den verschiedenen Altersklassen?

    2. Welche Grösse haben die Spielfelder?

    Zu 1. Kann Ich dir gar nicht sagen, macht unsere Jugendleitung Spielzeit liegt aber irgendwo zwischen 10 und 12 Minuten


    Zu 2: Nein, die Spielen nicht auf 1/4 Feldern (die Grössen sind etwas kleiner als Halbfeld) . Das liegt aber daran das unser Rasenplatz ein quadratischers Feld ist auf dem Du sowohl Längs als auch Quer ein Grossfeld hast und wir das Individuell Kreiden. Die Feldgrössen stehen immer bei den Turnierbeschreibungen

    Das läuft halt auf die Aussage hinaus: "Sobald ein Kontakt vorliegt, liegt es im Ermessen des Schiedsrichters zu entscheiden, ob ein Foul vorliegt. Seine Entscheidung, ein Foul zu ahnden, kann dann nicht mehr objektiv falsch sein."

    Genau richtig, das Ganze nennt man dann Tatsachenentscheidung. Oder richtiger Entscheidung nach Tatsachenfeststellung.


    Wenn das so wäre, würde ich es zumindest nicht gut finden. Es sollte doch so klare Richtlinien bei der Bestimmung eines Foulspiels geben, dass es Zweikämpfe mit Kontakt gibt, wo sich der Verteidiger sicher sein kann, kein Foul zu begehen.

    Nun, die gibt es doch. In den regelmässigen Konformitätsteste wird die Auslegung des Regelwerkes quasi fixiert und vorgegeben. Die Herausforderung bleibt aber dennoch der Mensch, der Subjektiv eine Bewertung vornimmt und die Aktion in eine Schublade einsortieren muss.


    Wieso kann man nicht mit SR Ball bzw. Eckball/Abstoß weitermachen, wenn "weder Schwalbe noch Foul" die eindeutig richtige Entscheidung sein sollte?

    Versuchen wir es mal mit Schiri Basics:


    Was wäre ohne VAR passiert? Richtig es hätte Strafstoß ohne wenn und aber gegeben und alle hätten gemeckert.


    Da Schwalbe (wegen Kontakt) als Entscheidung ausfällt geht es nur um Foul oder Weiterspielen. Für den Eingriff des VAR muss aber die Entscheidung des SR grundsätzlich Falsch gewesen sein. Hier liegt aber ein Kontakt mit anschließender Gleichgewichtsstörung vor - also prinzipiell ein mögliches Foulspiel welches durch das Ermessen des SR bewertet wird..

    Da sowohl Foulspiel als auch Weiterspielen beides im Ermessensbereich des SR liegen und dieser die Situation bewertet hat ist die (sind beide) Entscheidung(en) -Foulspiel oder Weiterspielen- prinzipiell erst einmal richtig und eben nicht grundsätzlich Falsch. Damit schliesst sich aber der Eingriff des VAR gem. der Vorgaben grundsätzlich aus.


    Es gibt halt bei den Regel 12 Vergehen so gut wie keine Digitalen vorgaben sondern immer Graubereiche.

    Dabei wird es dann immer besonders hellgraue und besonders dunkelgraue Entscheidungen geben (je nach Vereinsbrille) Hier liegt dann mal eine besonders hellgraue vor.


    Die Idee des VAR war doch schließlich, solche Fehler zu eliminieren, wo sich hinterher (fast) alle einig sind, dass die Entscheidung falsch war.

    Ja, das ist von der Idee beim Volk angekommen, aber keiner hat begriffen das das so, wie das Fussballvolk es sich vorstellt eben nicht umsetzbar ist. In diesem Falle war ja die Entscheidung prinzipiell richtig, obwohl vielleicht 99% der Schries keinen Strafstoß gegeben hätten. Im Foulspiel gibt es nun einmal keine klaren linien. selbst die Grenzbereichce werden ebenfalls grau bleiben.


    Abschliessend meine Frage.


    Hätte 96 Manager Horst Heldt genau so einen Auftstand gemacht wenn er genau diesen Elfer bekommen hätte? Das ganz soll doch nur von der derzeit sportlichen katastrophalen Lage sowie den ständigen Vereinsdiskussionen um den Vorstand von Hannover 96 ablenken.


    Der Schiri ist halt schuld das wir so schlecht dastehen. (So interpretiert ein Kommunikationsberater exakt solche Aktionen)