Beiträge von Nemata

    Meiner Meinung nach wurde die Position sämtlicher beteiligter Spieler von Manfred äußerst klar beschrieben.


    Ob man die Formation als "Mauer" bezeichnen sollte, wenn es sich im wesentlichen um 2 Verteidiger handelt, die nicht nebeneinander stehen ist aber sicherlich fragwürdig.

    "Den Spielern steht [etwas] zu" bedeutet zweifelsfrei, dass sie einen Anspruch haben.


    Die Beschränkung auf "maximal 15 Minuten" stellt meiner Meinung nach nur klar, dass der Anspruch eben nicht 16 Minuten beträgt, man sich aber auf eine kürzere Pause einigen kann.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Spielzug, der einzig und allein darauf abzielt den Schiedsrichter zu täuschen sicherlich irgendwie als "Respektlosigkeit gegenüber dem Spiel" eingeordnet werden könnte, wenn man es denn will, aber sehe ein, dass das schon weit hergeholt ist.

    Meiner Ansicht nach haben wir uns sehr weit vom Ausgangspost entfernt.


    In diesem ging es nämlich zunächst gar nicht darum, ob wiederholte Abseitsvergehen als Regelverstöße eine Verwarnung erfordern oder zulassen, sondern ob ein absichtlicher Regelverstoß, durch den sich der Spieler einen Vorteil verschaffen will, unsportlich ist, wenn es sich um Abseitsstellung handelt.


    Ich halte die Frage zwar für irrelevant, was die Praxis angeht, bin jedoch ein bisschen neugierig, was die Theorie für Ansichten hergibt.

    Tatsächlich würde ich diesen Fall in der Theorie (durch die bekannte Intention) als unsportlich bezeichnen, in der Praxis aber solche Fälle nicht ahnden, da ich bereits die Intention "Ich lauf einfach mal los, vielleicht stehe ich ja doch nicht im Abseits" als nicht mehr unsportlich ansehen.

    Wobei es meiner Meinung nach nicht ganz eindeutig ist.


    Was passiert beispielsweise, wenn der Schiedsrichter das Spielfeld zur Kontrolle betreten hat und feststellt, dass es nicht bespielbar ist.


    Das Spielfeld wird meines Erachtens erst dadurch zum Spielfeld, dass der Schiedsrichter es nach Prüfung gemäß Regel 1 dazu erklärt.


    Der spitze Winkel war der Klassiker eines Ablenkungsmanövers und ist hier vollkommen irrelevant. Entscheidend ist, dass der Ball das Spielfeld, auch wenn er dieses nicht berührt hat, über die Torlinie verlässt.


    Dazu möchte ich anmerken, dass in der Frage NICHT erwähnt war, dass der Ball das Spielfeld über die Torlinie verlässt und auch nicht, dass er in das Spielfeld eindringt, sondern nur, dass der Ball hinter der Torlinie (also nicht im Spielfeld) den Boden berührt.


    Der Sachverhalt gibt strenggenommen nicht her, dass der Ball jemals im Feld war.

    Ich erinnere mich noch, wie ich vor ca 10 Jahren zu Beginn meiner Karriere geübt habe 9,15 abzumessen. Es erschien mir wichtig, dass ich das vernünftig machen kann.


    Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass sich diesbezüglich fast nie Probleme ergeben haben. Wenn da die Entfernungen nicht maßlos falsch sind, wird meiner Erfahrung nach da selten irgendwas kommentiert.

    Wenn du als SR das Opfer der Beleidigung bist, ist es relativ leicht zu entscheiden:


    Wenn du dich beleidigt fühlst, gibt es Rot. Als Assistent entsprechend.


    Schwieriger ist es zu beurteilen, wenn die Spieler sich untereinander schräg anlabern.

    Das Regelwerk selbst führt Ausrüstungsgegenstände auf, die nicht in der Aufzählung enthalten sind, woraus ich schließe, dass die Aufzählung keineswegs abgeschlossen ist.


    Beispielsweise führt es aus, welche Farbe Unterziehhemden, -hosen oder Stutzenbänder haben müssen, ohne dass diese in der erlaubten oder vorgeschriebenen Ausrüstung aufgeführt wären.


    Ebenso wird beschrieben wie getragene Kopfbedeckungen, die explizit keine Torhütermützen sind, beschaffen sein müssen. Diese Ausführungen wären überflüssig, wenn zusätzliche Ausrüstung auf Schutzgegenstände, Brillen und Torhütermützen beschränkt wäre.

    Regel 8 besagt immerhin noch:


    "Wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbricht und gemäß Spielregeln keine

    der obigen Spielfortsetzungen zur Anwendung kommt, wird das Spiel mit

    einem Schiedsrichterball fortgesetzt."


    Aber ich bin mir nicht sicher, ob das angewendet werden kann, denn das Vergehen liegt ja strenggenommen erst vor, als der Ball die Torlinie komplett überschritten hat.


    Andererseits gibt uns die Regel sogar einen gültigen Ort für den SR-Ball:


    "Der Schiedsrichterball erfolgt mit dem Torhüter des verteidigenden Teams in

    dessen Strafraum, wenn zum Zeitpunkt der Unterbrechung:

    der Ball im Strafraum war oder

    die letzte Ballberührung im Strafraum erfolgte"

    Da Frage geklärt: Nehmen wir mal an, dass wir der Klärungsversuch nicht stattgefunden hat,sondern dass der TW warum auch immer vom Ball überrascht wird und in letzter Sekunde mit der Hand vor der Linie rettet. Dann ist doch neuerdings ein FaD fällig oder habe ich es falsch gespeichert?

    Im Falle der Regelfrage ist es hier unerheblich, da der Ball direkt durch einen Einwurf auf das Tor zugeworfen wurde, und daher sowieso keine Torchance besteht (Da es höchstens Eckstoß geben kann).

    Weil Spieler der Gastmannschaft davon abgehalten wurden am Spiel teilzunehmen, ohne dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden die Quarantäne zu umgehen, beispielsweise Coronatests oder Verlegung des Spiels auf einen Ort außerhalb Brasiliens.


    Stell dir vor, nicht nur Großbritannien, sondern auch Argentinien oder Venezuela (der vorige Gegner Argentiniens) wären als Risikogebiet deklariert worden.


    Sicherlich hätte der argentinische Verband 11 (oder regeltechnisch 7) Argentinier zusammensuchen können, die trotzdem das Spiel hätten spielen können, weil sie sich beispielsweise sowieso in Brasilien aufgehalten haben. Nichtsdestotrotz ist es eine meiner Meinung nach (und das ist sicherlich im tatsächlichen Fall umstritten) unzumutbare Schwächung der Gastmannschaft, wenn sie nicht die Spieler einsetzen können, die sie wollen und die nach FIFA-Regularien spielberechtigt sind.