Beiträge von zettelbox

    und eine unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche kann zu Zeigen einer Anweisung als gerechtfertigt angesehen werden, insbesondere wenn der Spieler mit dem verunglückten Ballkontakt nicht rechnen musste.


    Da würde ich auch mitgehen, aber in der offiziellen Antwort zur Regelfrage steht ja: "Der Abwehrspieler vergrößert mit der Armhaltung unnatürlich seine Körperfläche, da die Bewegung des Arms weder eine Folge der Körperbewegung ist, noch durch diese gerechtfertigt werden kann." -- und eben das lässt sich mit dem Regeltext gerade nicht vereinbaren.

    Sorry, aber meine Zusammenfassung der Regellage entspricht der herrschenden Lehrmeinung


    Du kannst das gerne noch hundert Mal wiederholen, es ist nicht richtig. Der entsprechende Passus bezieht sich auf Vergehen der Regel 12, auch wenn das leider schon seit Ewigkeiten in der deutschen Version der Regeln unglücklich missverständlich formuliert ist und auch durch das große Regel-Update nicht korrigiert wurde. Eine gelbe Karte für wiederholtes Verstoßen gegen die Abseits-Regel ist und bleibt ein Regelverstoß, da kannst Du noch so viel mit "Isso!" und "Basta!" argumentieren.

    Die Moderation in einem solchen Forum ist nicht einfach, die Grenzziehung zwischen zulässiger und gewünschter Auseinandersetzung und den Ansätzen persönlicher Diffamierung ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge, richtig machen kann man es nie, weil verschiedene Menschen das auch noch unterschiedlich empfinden.


    Gleichzeitig an einer Diskussion teilnehmen, fragwürdige (mithin falsche) Meinungsäußerungen zu hinterlassen und die Diskussion durch Threadschließung abzuwürgen, ist Murks.


    Wenn Du selbst an einer Diskussion teilnimmst, wieso bittest Du nicht einen Kollegen, die Diskussion zu moderieren?


    Daraus folgt unter Anderem auch: Protestieren ist beispielsweise kein unsportliches Betragen sondern ein eigener Tatbestand.


    Nein, tut es nicht - dabei machst Du einen klassischen Fehlschluss. Nur weil unter der Überschrift "unsportliches Betragen" eine Reihe von Tatbestände aufgelistet sind, sind die übrigen, in weiteren Abschnitten detaillierter aufgeführten Tatbestände nicht keine Unsportlichkeiten.


    Wenn es so wäre, wie Du schreibst, wäre ja die Lösung "Protestieren gegen die Freistoßentscheidung des Schiedsrichters" eine korrekte Lösung des gestrigen Rätsels, obwohl Unsportlichkeiten explizit ausgeschlossen waren.

    Toll, wenn einem der Thread geschlossen wird, während man eine Antwort in einen Thread schreibt, zumal einerseits mit der Aussage "irgendwie gefällt es mir nicht" und andererseits mit einer offensichtlichen Falschaussage - denn das wiederholte Verstoßen gegen die Spielregeln bezieht sich ausschließlich auf die Bestimmungen der Regel 12!


    Manchmal kann man über die Moderation hier im Forum nur den Kopf schütteln und es wundert mich nicht, dass ein Großteil ehemals aktiver User in andere Foren abgewandert ist.


    Ich erlaube mir daher, die Antwort zum Rätsel des 14.12. hier rein zu kopieren:


    ----


    Die Regeln sind an diesem Punkt ungünstig, aber es ist Konsens, dass sich dieser Punkt nur auf Verstöße gegen die Regel 12 bezieht, in dem ja auch dieser Passus zum wiederholten Verstoß gegen die Spielregeln enthalten ist. Bei anderen Verstößen (absichtlich eine Wiederholung einer Spielfortsetzung provozieren, beispielsweise) bleibt eine Verwarnung wegen Spielverzögerung. Bei Abseits kommt aber auch das nicht in Betracht, da es durch eine Abseitsstellung allein, die zum Ballbesitz für den Gegner führt, nicht zu einer unsportlichen Spielverzögerung kommen kann.


    Bei der Gelegenheit erlaube ich mir noch einen Kommentar zu dieser Frage: Meiner Meinung nach sind alle Antworten in Bezug auf das "Rätsel" nicht korrekt, wenn man diesen strengen Maßstab anlegt. Das wiederholte Verstoßen gegen die Spielregeln ist genauso "unsportliches Betragen" wie das Vereiteln einer aussichtsreichen Spielsituation ("taktisches Foul").


    Interessanterweise hat auch Manfred das vor einigen Wochen so gesehen, als er in einem anderen Thread schrieb:


    Die Regeln für Verwarnungen wurden in den letzten Jahren massiv ausgedünnt - übrig sind nur noch die Unsportlichkeiten aller Art (von den diversen Abstandsvergehen über unerlaubtes "vom Acker machen" bis hin zu verbalen Freundlichkeiten aller Art, sofern dafür nicht sogar die Rote Karte gezeigt werden muss) sowie alles, was zur Verhinderung eines aussrichtsreichen Angriffs führt/zählt; ein gefährliches Spiel kann durchaus einen aussichtsreichen Angriff verhindern (und wenn es dumm läuft sogar eine klare Torchance).


    Sofern man also die "Unsportlichkeit" generell als Lösung ausschließt, fällt mir nichts ein, was noch übrig bliebe.

    Manfred Das sehe ich ganz genauso, ich bewerte nur die Aussage von Bellingham selbst etwas anders, die fand ich nämlich ebenfalls daneben. Auf die Vergangenheit von Hoyzer hinzuweisen, ja berechtigt, aber ihm im aktuellen Spiel implizit ähnliche Manipulationsabsichten unterzuschieben (das klingt zwischen den Zeilen durch), das geht nicht.

    Ein weiterer, den Gesamtkomplex darstellender Artikel ist mal wieder in der Zeit zu finden: DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer: Bellingham spricht nur aus, was alle wissen (Anmkerung: Die Recherche der Zeit hat damals, ich glaube 2016, erst die Beteiligung Zwayers an dem Skandal öffentlich gemacht. Der DFB hatte das Urteil von 2006 ja bewusst unter Verschluss gehalten.)


    Ich sage schon seit den damaligen Veröffentlichungen, dass es ein No Go ist, dass der DFB Zwayer vor diesem Hintergrund so gefördert hat. Hätte man ihn nach der Sperre rehabilitiert und weiter pfeifen lassen, OK (Regionalliga oder 2. Bundesliga war er damals), aber was soll die Beförderung bis zum FIFA-Elite-Schiedsrichter? Da hätte es viele andere Kandidaten ohne so eine Geschichte gegeben. Das für mich völlig losgelöst von dem Spiel am Samstag, bei dem ich als neutraler Zuschauer Zwayer zwar auch etwas einseitig fand, aber ihm keine wirklich klaren Fehler unterstellen kann. (Abschaffung des VAR aus befürworte ich natürlich weiterhin, einfach weil das Fußball-Erlebnis kaputtgeht, aber die Anwendung im konkreten Spiel fand ich OK.)


    Etwas anders als Manfred und auch die Zeit bewerte ich Bellinghams Aussage. Sein Zusatz "Was soll man [von so jemandem] erwarten?" unterstellt implizit eine Möglichkeit der Bestechung oder absichtlichen Spielbeeinflussung (finde ich zumindest), und das ist unabhängig von der Person Felix Zwayer für meine Begriffe nicht akzeptabel. Finde eine sportrechtliche Bestrafung daher richtig und auch der Maßstab erscheint mir relativ passend (40.000 Euro Geldstrafe, aber keine Sperre).

    Ich betrete immer zuerst das Spielfeld. Ich will wissen, ob das Geläuf sich wirklich so anfühlt, wie es aussieht. Ich will zur mentalen Vorbereitung möglichst frühzeitig einmal auf dem Platz stehen. Und mir soll natürlich möglichst frühzeitig die Strafgewalt zukommen lassen.


    Aber da es ja um die reine Theorie geht: Das "Betreten des Platzes" ist doch auch über die Regeln recht klar definiert. Ich wüsste nicht, warum man in Bezug auf die Strafgewalt da eine andere Definition verwenden sollte. Wer also die Platzkontrolle macht, ohne den Platz zu betreten, hat halt auch noch keine Strafgewalt erhalten. Oder übersehe ich etwas?

    Sehe das wie Mark, verstehe die Unterscheidung in richtige und falsche Antworten hier auch null Prozent. Warum soll ein Polizeieinsatz falsch sein, aber Unterschreitung der Mindestspielerzahl korrekt sein?


    Ausgeschlossen waren: Rassistische Vorfälle, Tätlichkeiten, Ausschreitungen, wetterbedingte Gründe, Mängel am Platz und Unpässlichkeit des Schiedsrichters. Mehr nicht.


    Ein Feuerwehr-Einsatz oder Rettungshubschrauber oder Ball im Fluss ist genauso "dazu gedichtet" wie der sich weigernde Spieler oder die Mindestspielerzahl. Erkenne wirklich die Abgrenzung hier nicht.


    Und wie hätte es ablaufen sollen, alle bei Kaef ein +1 drunter setzen?


    Wie dem auch sei, jeder darf ja an Rätseln teilnehmen die er mag oder auch nicht, wünsche allen Teilnehmern viel Spaß :)

    Flutlichtausfall

    Einsatz der örtlichen freiwilligen Feuerwehr, in dem die Spieler alle Mitglieder sind

    Ufo-Landung


    Ist das ein Kreativitäts-Wettbewerb? 8)


    Ernsthaft, irgendwie ist in der Regelfrage die Frage verloren gegangen.

    Wenn das Foul übermäßig hart oder brutal ist, ist es rot. Sonst nicht. Eine Tätlichkeit setzt ebenfalls übermäßige Härte voraus, insofern ist das Ergebnis dasselbe.


    Die Kriterien für übermäßige Härte kennen wir ja, und die wären in diesem Fall meiner Meinung nach genauso anzuwenden wie sonst auch.


    Präventiv können wir hier m.E. auch wenig machen, es bleibt nur, zu warten, bis es "knallt".

    Mark: Das sehe ich auch so. Und auch alle Kollegen, bei denen ich herumgefragt habe. Absolut niemand sieht eine Ballkontrolle des Torwarts, die bei Eingreifen zu einem idF gegen den Angreifer führen, wenn dem Torwart der Ball beim Prellen wegspringt (wegen eigenem Fuß, Stein, Pfütze oder weshalb auch immer) oder gar wenn ihm der nasse Ball aus der Hand glitscht.


    Die folgende Aussage halte ich daher für geradezu grundfalsch, und die Bemerkung der erfreulichen Einheitlichkeit der Regelauslegung ärgert mich einfach.

    Nein. Wenn er sich beim aufdotzen den Ball versehentlich auf den Fuß wirft, liegt eben gerade keine Ballfreigabe vor, gleiches gilt, wenn dem TW der Ball unabsichtlich aus der hand rutscht. Der Regelgeber stellt hierbei auf die Ballkontrolle ab und die herrschende Lehrmeinung ist sich - schon ungewöhnlich genug - sehr einig, was noch zur Ballkontrolle zählt.

    Gegenfrage:

    Würdest Du, wenn dem Torwart ein derartiges Malheur passiert ist, auf indirekten Freistoß wegen verbotenen Handkontaktes entscheiden? Es dürfte unstrittig sein, dass die "Freigabe" des Balles ausdrücklich nicht gewollt war.

    Kommt drauf an, wie viel Zeit dazwischen lag und wie genau die Situation abläuft.

    Unabhängig davon hatte ich klar artikuliert, dass wir uns hier in einer Grauzone befinden, die spätestens dann endet, wenn der TW den Ball(kontroll)verlust hinnimmt.

    Ich finde nicht, dass es sich um eine Grauzone handelt, für meine Begriffe wäre ein idF gegen den Angreifer schlicht und ergreifend falsch. Gerne stelle ich aber nochmals die Frage: Wo finde ich denn diese "Lehrmeinung", dass dieser idF zu verhängen ist, denn Du sagtest ja eingangs, dass sich die herrschende Lehrmeinung hier einig sei. Ich habe nämlich danach intern herumgefragt und nur kräftiges Stirnrunzeln in Bezug auf Deine, vermeintlich der herrschenden Lehrmeinung entsprechenden, Auslegung geerntet.

    Nein. Wenn er sich beim aufdotzen den Ball versehentlich auf den Fuß wirft, liegt eben gerade keine Ballfreigabe vor, gleiches gilt, wenn dem TW der Ball unabsichtlich aus der hand rutscht. Der Regelgeber stellt hierbei auf die Ballkontrolle ab und die herrschende Lehrmeinung ist sich - schon ungewöhnlich genug - sehr einig, was noch zur Ballkontrolle zählt.

    Manfred Ich verstehe gar nicht, warum Du anhand des Regeltexts bei dem Ball, der auf den Fuß geprellt wird und dann wegspringt, überhaupt noch eine Ballkontrolle siehst.


    Ball prellen ist doch ein einfacher Prozess: Ball richtung Boden werfen, Ball springt wieder in die Hände.


    Wenn der Torwart den Ball stattdessen auf seinen Fuß wirft oder auch auf einen Stein und der Ball daher nicht in seine Hände, sondern sonstwo hin springt, hat er in dem Moment keine Ballkontrolle mehr, egal ob er das so wollte oder nicht und auch egal, ob er dem Ball hinterher hechtet oder nicht.


    Dasselbe gilt für mich bei einem rutschigen Ball. Rutscht dem Torwart der Ball weg und er kann ihn nicht mehr erreichen, hat er keine Ballkontrolle mehr.

    Nein. Wenn er sich beim aufdotzen den Ball versehentlich auf den Fuß wirft, liegt eben gerade keine Ballfreigabe vor, gleiches gilt, wenn dem TW der Ball unabsichtlich aus der hand rutscht. Der Regelgeber stellt hierbei auf die Ballkontrolle ab und die herrschende Lehrmeinung ist sich - schon ungewöhnlich genug - sehr einig, was noch zur Ballkontrolle zählt.


    Gibt es dafür irgendeine Quelle? Habe ich ja noch nie gehört, dass der Ball, der dem Torwart beim Prellen auf den Fuß fällt und wegrollt, noch als "kontrolliert" und damit nicht spielbar für andere gilt.

    Schöner Strohmann. Ich habe nirgends geschrieben, dass ich die Regel nicht anwenden werde, und wenn ich nichts überlesen habe, hat das auch sonst niemand hier angekündigt.


    Habe mich doch gar nicht auf Dich bezogen, sondern auf SixthSCTF , der dazu aufruft, nach dem Sinn und Geist der Regel zu entscheiden und dabei auf historische Spiele Bezug nimmt.


    Würde man das tun, würde man entgegen der klipp und klaren Anweisung der Regel entscheiden. Denn dann wäre so ein unabsichtlicher Handkontakt des Torwarts völlig unproblematisch.

    Statt hier jetzt mit "Wallung" Beiträge zu posten, wäre es ausreichend gewesen, sich diesen Meinungen anzuschließen ...


    P.S.

    KozKalanndok hat etwas schneller getippt als ich, der Beitrag bezog sich auf zettelbox und Mark .

    Verstehe ich nicht.

    Ohne den WORTLAUT der Rückpass Regel in Frage zu stellen, betrachtet doch einmal den Sinn dieser Rückpass Regel, und entscheidet nach dem Sinn. Vorher schaut euch aber mal das ein oder andere Länderspiel der Italiener aus den 80er und 90er Jahren an und ihr werdet vestehen warum der Regelgeber diese Rückpassregel eingeführt hat und wie die Strafbarkeit des "Handspiels" des TW im Sinne der Regel zu verstehen ist.


    Nein, nein, nein!!


    Das ist genau das Kernproblem der Amateur-Schiedsrichterei. Jeder hat einen "Sinn und Geist" vor Augen, arbeitet nach "Fingerspitzengefühl" und legt irgendwelche Regeln völlig exotisch aus.


    Natürlich macht es Sinn, sich den "Sinn und Geist" der Regel vor Augen zu halten. Aber das ist nicht die Entscheidungsgrundlage, und das was Du hier schreibst ist ganz entschieden zurückzuweisen.


    Spielt ein Verteidiger den Ball absichtlich zum Torwart, dieser nimmt ihn mit dem Fuß an und der Ball beührt dann die Hand, ist das ein indirekter Freistoß. Punkt, Aus, Ende. Das hat nichts mit der eigentlichen Intention der Regel zu tun, das ist etwas ganz anderes als der Nichtangriffspakt von Gijon und führt auch nicht zu größerem Zeitspiel, aber sie ist klar abgegrenzt, um eine Einheitlichkeit zu erreichen.


    Wir dehnen schon die 6-Sekunden-Regel wie Kaugummi. Fangt das bitte bloß nicht bei der Rückpassregel auch noch an, indem ihr in der Vergangenheit vor 30 Jahren schwelgt und dann vom Sinn und Geist der Regel irgendwas ableitet. Da schwillt mir echt der Kamm. Das ist das Paradebeispiel vom Schiedsrichter von letzter Woche.

    Schönes Beispiel wie der Text einer Regel völlig ihrem Geist widersprechen kann. Also wenn einem Feldspieler der Ball beim Versuch ihn zu stoppen an den normal gehaltenen Arm springt, lassen wir weiterspielen, wenn der Torwart dasselbe tut, MÜSSEN(!) wir indirekten Freistoß geben.


    Wie mein Vorgänger schon schrieb, der Vergleich macht gar keinen Sinn. Das eine ist ein absichtliches Handspiel (oder eben nicht), das andere ist ein technisches Vergehen, das aus Gründen klar definiert wurde.