Beiträge von Manfred

    Ganz anderer Aspekt:

    Ich bin mal gespannt, wie groß das Problem "Vergessenes Passwort für das DFBnet" werden wird - wenn man sich monatelang nicht angemeldet hat, kann das leicht passieren ...

    Wobei es in Hessen eine Besonderheit gibt: Die Saison soll annulliert werden, d.h. mit Ausnahme der noch nicht geregelten obersten Ligen gibt es weder Auf- noch Absteiger. Soweit das möglich sein sollte, sollen aber die Pokalrunden noch zu Ende gespielt werden.

    So hypothetisch ist die Frage nicht, auf Kleinfeld (D7, gibt es noch, gelegentlich auch bei Frauen oder im Rahmen der Norweger-Regelung) oder bei D9 ist das sehr real, selbst auf dem Großfeld bei einem aufgerückten Torwart (z.B. kurz vor Schluss) keineswegs ausgeschlossen. Und ich möchte die Frage um einen weiteren, viel wichtigeren, Aspekt ergänzen: Wo wäre die Spielfortsetzung?


    Stellen wir uns also vor, dem TW gelingt es tatsächlich, einen Abschlag - oder um es kleinfeldtauglich zu machen sogar einen Abwurf - direkt im gegnerischen Kasten zu versenken. Gibt es nun direkten Freistoß dort, wo der Handkontakt stattfand, im genannten Extremfall also Strafstoß gegen die Mannschaft, die eigentlich ein Tor erzielt hat? Oder ist der direkte Freistoß auf der Torraumlinie des Tores auszuführen, in welches der Ball versenkt wurde?

    Ganz unter uns:

    Das kann hier demnächst bundesweiter Standard werden. Schon im Herbst war es in einigen Kreisen so, dass zwar gespielt werden durfte, die Kabinen aber verschlossen blieben - wenn man dann mal muss, muss man eine Lösung suchen.


    Übrigens:
    Hier handelte es sich laut Artikel wohl um eine krankhafte Inkontinenz und der brasilianische Kollege hatte vergessen, seine Medikamente zu nehmen - ein mehr als menschlicher Fehler.

    Einzige Möglichkeit wäre es, analog zum Fuss beim Hockey jegliches Handspiel zu sanktionieren !?

    Was durchaus einen gewissen Charme hätte, da es dann endlich eindeutig wäre - wobei im Sinne des Fußballs müsste man dann zusätzlich definieren, dass schon der absichtliche Versuch, einem Gegenspieler den Ball an die Hand zu spielen, eine Unsportlichkeit darstellt; Mist, da wäre ja schon wieder dieses verfluchte Attribut "Absicht".


    Alternativ könnte man auch einfach mal den Mut haben die Regel so zu fassen, dass ein Handspiel, welches nach Ansicht des Schiedsrichters absichtlich oder mit Inkaufnahme passiert ist, verboten ist. Damit wird man zwar keine final einheitliche Linie bekommen, aber ich gehe fest davon aus, dass die Schiris in der Praxis ebenso einheitlich agieren werden wie dies unter heutiger Regellage erfolgt; beim Foul benutzt man ja auch die Ansicht des Schiedsrichters.

    Ballorientierung setzt eigentlich eine regelkonforme Spielweise voraus, sprich, das eigentliche Ziel der Aktion ist das regelkonforme Kontrollieren des Balls.

    Vorsicht, genau das wäre ja gegeben, in meinen Beispielen war ja genau die regelkonforme Spielweise das eigentliche Ziel der Aktion - nur ist das eben in einer Art und Weise misslungen, die uns als SR keine andere Wahl lässt als auf Handspiel zu entscheiden; genau das war ja letztlich die Grundüberlegung meiner Frage.

    Wenn man in Regeln, Anweisungen und Gesetzen die Grenzfälle betrachtet, wirkt die Regel oft unsinnig und (wie Du ja selber sagst) "gefühlt ungerecht".

    Und das geht eben sehr wahrscheinlich nicht nur mir so. Und es wird durch den Umstand gefördert, dass man uns Schiris an einigen Stellen doch sehr merkwürdige Regelauslegungen vorgibt, die eher nicht mit dem Wortlaut des Regeltextes vereinbar sind. Ergebnis: Siehe Schlusssatz am Ende des Posts.

    Damit ist also klar: Es gibt bei der Torverhinderung durch Handspiel nur die Möglichkeiten "kein Vergehen" -> weiterspielen und "Vergehen" -> FaD + Strafstoß.

    Danke, manchmal sieht man irgendwie den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Wichtig: Sollte man einmal in eine solche Situation kommen, kann man in der nicht unwahrscheinlichen Diskussion (spätestens nach dem Spiel wird das angesprochen werden) viel besser argumentieren und überzeugen als durch ein Ausweichmanöver oder wachsweiche Begründungen.

    Im ersten Moment mag die Frage abwegig klingen, so abwegig ist sie aber nicht …


    Wir alle wissen, dass es im Strafraum für ballorientierte Regelvergehen den "Nachlass" bei der persönlichen Strafe gibt, wenn gleichzeitig ein Strafstoß verhängt wird. Nun führt ein regelwidriges Handspiel definitiv zu einem Strafstoß, die erste Voraussetzung wäre also erfüllt, bleibt die Frage, ob ein Handspiel auch ein ballorientierter Regelverstoß sein kann. Auf den ersten Blick ist ein Handspiel - zumindest ein regelwidriges, über den Rest reden wir ja nicht - sicher nicht ballorientiert im Sinne der Regel, dennoch gibt es m.E. Fälle, in denen das keineswegs eindeutig ist:

    Stellen wir uns einmal vor, ein Spieler will einen Ball, der auf das leere Tor zufliegt, noch aufhalten - bis hierhin dürfte die Ballorientierung unstrittig sein. Nun aber einfach mal zwei beispielhafte Szenarien:

    1. Der Spieler hechtet Hände voraus nach dem Ball und will mit dem Kopf klären, es reicht aber nicht mehr und der Ball fliegt kurz oberhalb des Kopfes gegen die Arme - das Handspiel dürfte ebenso unstrittig regelwidrig sein wie die ursprüngliche Intention zum Ball, mithin die Ballorientierung - was also tun (sprich Rot oder doch nur Gelb)?

    2. Der Spieler will den auf das leere Tor zukommenden Ball regelkonform mit seinem Körper stoppen und hat dabei, gerade um den Handkontakt zu vermeiden, die Arme weit vom Körper entfernt. Nun ändert der Ball aufgrund einer Unebenheit im Boden die Richtung und springt gegen den Arm des Spielers - die unnatürliche Körperhaltung ist ebenso unstrittig wie der womöglich mehr als offenkundige Versuch, den Ball eigentlich regelkonform zu spielen, so dass sich auch hier die Frage stellt.

    Spielt mir damit also nur mein Gerechtigkeitssinn einen Streich und in diesen Fällen bleibt es trotzdem bei der Roten Karte oder was sonst ist richtig?

    Endlich mal die Antwort auf die Frage ob es eine Torverhinderung im Strafraum geben kann, die keinen Strafstoß nach sich zieht.

    Jetzt bist Du aber kreaflach … Schon der Klassiker der Unsportlichkeit Leo, lass und Co., wenn der Ball gar nicht spielbar ist und dies nur gerufen wird, um den Gegner zu irritieren, reicht, sofern dadurch eine klare Torchance verhindert wird, für eine Rote Karte im Strafraum, obwohl auch dies keinen Strafstoß nach sich zieht (dito übrigens für Beleidigungen).

    Paradoxerweise können beide Tatbestände in derselben Situation auftreten - Spieler A versucht ein Bein zu stellen und Spieler B "hebt ab" (warum auch immer). In diesem Fall - Reihenfolge der Taten - gibt es dennoch direkten Freistoß wegen des Versuches das Bein zu stellen (persönliche Strafe abhängig von den üblichen Umständen), gleichwohl aber auch eine Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens für B.


    Problem: Als SR muss man sich sehr sicher sein, dass hier zusätzlich eine Schwalbe stattfindet und es sich nicht um ein missglücktes Ausweichmanöver handelt, weil kein Spieler gerne getroffen wird.

    Der vorherige Handkontakt ist definitiv kein absichtliches Handspiel, also bleibt das offenkundige und bewusste einklemmen des Balles, wodurch dem Angreifer jegliche Gelegenheit genommen wird, den Ball regelkonform spielen zu können. Die Spielfortsetzung muss also indirekter Freistoß auf der Torraumlinie sein und da eine klare Torchance verhindert wurde, muss es auch die Rote Karte geben. Die Regelungen zur Roten Karte refenzieren eindeutig nur auf dem Umstand, dass eine klare Torchance durch eine Regelübertretung verhindert wurde, welche Spielfortsetzung das Regelwerk dafür vorsieht, ist nicht relevant.


    Und ich gehe sogar noch weiter als Nr.23: Warum der VAR hier nicht eingreift ist unverständlich.

    Tja, wie lautete noch damals mein Vorschlag? Die Saison (2019/2020) aussetzen und fortsetzen, wenn das wieder möglich ist. Wäre man dem Vorschlag gefolgt, wäre die Saison unterdessen weitgehend ausgespielt, die wenigen verbliebenen Spieltage wären ab Mitte Mai - das halte ich für eine realistische Option - noch abwickelbar gewesen - hätte, hätte, Fahrradkette.


    Aber anstatt zu lernen wiederholt man seine Fehler: Was spräche denn dagegen, die angekaute Saison 2020/2021 einfach bis Mitte 2022 zu verlängern? Durch den vielfachen Verzicht auf Abstiege sind doch viele Ligen im XXL-Format, mit den beiden Monaten, die man bisher spielen konnte (im August fanden noch fast keine Ligaspiele statt), hat man doch eigentlich nur den Überhang abgearbeitet und könnte gewissermaßen eine normale Saison spielen, zumal ja nicht völlig ausgeschlossen ist, dass es im Spätherbst noch einmal zu einer Unterbrechung kommen kann, da die Impferei nicht zügig genug verläuft.

    Wobei sich aber schon eine Frage stellt: Einerseits gehören Finten zum Fußball, andererseits gehört es aber nicht zu Sinn und Geist des Spieles, dass sich Spieler auf den Boden legen - und schon gar nicht, dass sie billigend in Kauf nehmen, dass sie dort den Ball mit der Hand berühren.


    Denken wir mal einen Schritt weiter:

    Der Ball ist ja nun nicht gerade weit entfernt und der nächste gegnerische Spieler darf sich regelkonform einen Meter von der Mauer entfernt (zählt der liegende Spieler eigentlich dazu?) aufhalten. Reden wir also bei entsprechendem Spielverlauf nicht auch sehr schnell über die Selbstgefährdung und damit ein gefährliches Spiel?


    Mir geht es nicht darum, hier jetzt eine Regelwidrigkeit zu konstruieren, aber ich möchte es im Fall des Falles richtig machen - und aktuell bin ich mir nicht sicher, was denn richtig wäre ...

    Wir hatten diese Frage schon einmal angerissen, aber seitdem haben ich einige Dinge verändert, da die Handspielregel modifiziert wurde und vor allem, dass es selbst in der Bundesliga, wie beispielsweise am letzten Wochenende, unterdessen immer öfter praktiziert wird …


    Ein Spieler legt sich zur Absicherung der Mauer vor oder hinter dieser auf den Boden. Bis hierhin sicher keine verbotene Spielweise. Aber was ist, wenn der Ball dann so über den Spieler streicht, dass der Arm berührt wird. Die 4-Uhr-Regel ist ja nun eher für stehende Spieler gedacht und irgendwie ist der Arm einerseits durchaus körpernah, andererseits vergrößert der Arm, selbst wenn er "flach" auf dem Rumpf liegt, doch die Körperfläche - beide Argumentationsketten wären also vertretbar. Hat irgendjemand hierzu schon etwas aus dem Lehrwesen gehört? Nach dem Motto "Erwarte das Unerwartete" ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Erste von uns genau vor dieser Frage stehen wird.

    Leute, die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte:

    Ich brauche nicht zwingend das Schlüsselwort "brutal", es muss aber auch meiner sonstigen Schilderung klar nachvollziehbar werden, dass es sich um ein brutales Foul handelte - und um ganz sicher zu sein nutzt man das Schlagwort am besten mit dem Zusatz "nach meiner Wahrnehmung" o.ä.


    Was aber nicht geht:

    Medizinische Diagnosen stelle ich nur, wenn ich sie wirklich selbst so treffen kann (etwa offener Bruch), beim Rest schreibe ich dann dazu, wer die Diagnose gestellt oder vermutet hat bzw. mir das mitgeteilt hat (laut Aussage des Trainers Nasenbeinbruch).