Beiträge von Manfred

    Sorry KozKalanndok , aber das gehört zu einem anderen Thema - nur soviel: Das hatte ich schon einmal und die Aussage war klar, dass der Schiedsrichter das nicht zulassen darf, sollte er es versehentlich doch tun - und da gab es auch schon einen ähnlichen Fall in der Bundesliga - "überwiegt" die Verantwortung des Trainers aber die des Schiedsrichters.


    Dennoch macht mich die Zahllösung im beschriebenen Kontext nicht wirklich glücklich ...

    die Anwesenden auch nach Erfahrungen in der Praxis gefragt, die fanden das alle grundsätzlich gut, einziger wirklicher Kritikpunkt waren die vielen Pflichtpfiffe

    Grundsätzlich finde ich das ja auch nicht schlecht, die Pflichtpfiffe hingegen sind Blödsinn, zumal man das auch anders regeln kann (ein lauter Ruf "Fünf" ist mindestens ebenso geeignet), all das ändert aber eben nichts daran, dass es Konfliktsituationen der beschriebenen Art bei Auswechslungen geben kann. Und wenn ich daran denke, dass ich gerade am Sonntag wieder mit einem Trainer einen Disput über die Zahl der zulässigen Auswechslungen (bei uns schon seit letzter Saison im Herrenbereich 5, wobei jeder Wechsel, d.h. auch ein Rückwechsel, mitzählt), dann habe ich schon Zweifel, ob das bis zur Winterpause auch ganz unten "angekommen" sein wird - am Ende muss man dann wohl eher "modifiziert" zählen ...

    Man ist Service orientiert und hat genügend Sekunden, um ihn zur Eile aufzufordern und kann dann direkt die 5 Sekunden herunterzählen.

    Und genau das meine ich mit modifizierter Zählweise, da muss man etwas in der Art "Du hast noch fünf Sekunden" rufen, wobei selbst das schon wieder missverstanden werden könnte, ergo müsste der Satz noch länger (und zeitaufwändiger) werden - so ganz befriedigt mich das nicht.

    Ich behaupte für meine Spiele, dass bei 5 von 100 Auswechslungen das Spiel fortgesetzt wurde, bevor mein Pfiff kam.

    So hoch war meine Quote nicht, ohne das aber exakt erfasst zu haben - aber das ist ja auch nicht das "neue" Problem.

    Mit den Regeländerungen hat der auszuwechselnde Spieler eben die 10 Sekunden Zeit, offen angezählt wird hier nichts.

    Tja, da sind wir wieder bei den Dingen, die wir schon so oft bemängelt haben: Es ist etwas geregelt, was man aber nirgends nachlesen kann ... Offiziell zwar nur als "Service" für die Spieler betitelt, hat uns unser Lehrwart aber sehr eindringlich dazu aufgefordert, auch bei Auswechslungen zu zählen - und da haben wir den Salat.

    Hier habe ich als Schiedsrichter doch einen Ermessensspielraum und kündige den Countdown durch ein weiteren Pfiff und die erhobene Hand an.

    Das garantiert nicht, denn genau der Pfiff könnte als Freigabe der Spielfortsetzung angesehen werden - hier darf man deswegen definitiv nicht pfeifen, genau so wenig wie beim Fall, wenn der TW den Ball wegen drohender Zeitüberschreitung freigeben sollte.


    Es ist eben doch nicht so einfach - und irgendwie nicht bis zu Ende durchdacht ...

    Mit fehlt da die Fantasie ...

    Nein, die Praxis mit der neuen Regel ...


    Wir Schiris wissen das mit dem Pflichtpfiff nach der Auswechslung, bei Spielern und Trainern ist das nicht flächendeckend, die haben nur mitbekommen, dass man das Spiel schleunigst fortsetzen sollte, wenn der Schiri zu zählen anfängt ... und da fängt das Problem an, die unterscheiden nicht, warum der Schiri zählt, die kommen unter Stress und führen schnell aus - und schwupps haben wir den Salat, weil die natürlich ohne unseren Pfiff nicht ausführen dürfen.


    Ich habe es jetzt tatsächlich schon wiederholt gehabt, dass es einen Freistoß bzw. einen Einwurf gab, anlässlich dessen gewechselt werden sollte, sich der Spieler aber Zeit ließ, so dass die Zählung begann - und plötzlich gab es hektische Aufforderungen zur Ausführung des Einwurfes/Freistoßes ...

    Die neuen Regeln beinhalten einen Konflikt, der sich schwer auflösen lässt:
    Bekanntlich muss das Spiel unterbrochen sein, damit eine Auswechslung ausgeführt werden kann - und in den meisten Fällen ist das mit einer Spielfortsetzung verbunden, die unterdessen "anzuzählen" ist bzw. sein kann.


    Aber jetzt kommt das Problem:
    Geht die Auswechslung nicht zügig über die Bühne, folgt das Zählmanöver - und bisher war damit die Mannschaft, welche das Spiel fortzusetzen hatte, der Auffassung, ich würde deren Spielfortsetzung anzählen; besonders fatal beim Freistoß, bei dem regeltheoretisch sogar bei Ausführung trotz gesperrten Balls eine Verwarnung auszusprechen wäre ... Natürlich, wir als Schiris wissen, dass dies von der reinen Regellage her kein Problem ist, bekanntlich muss nach einer Auswechslung angepfiffen werden, gleichwohl bietet das viel Stoff für Irritationen, die sich auch nicht immer ganz einfach erklären lassen.


    Mal sehen, ob sich das noch einschwingt, aber an dieses potenzielle Problem hat meines Erachtens niemand gedacht.

    Auch das schafft irgendwie keine Klarheit, denn die Darstellung des FC Pesch hat erkennbare Schwächen, vor allem, da man gegen Ende selbst einräumt, dass ein Abstieg massive wirtschaftliche Konsequenzen gehabt hätte.


    Ich befürchte, das war am Ende eines der Spiele, bei der auf demselben Platz zeitgleich drei Spiele stattgefunden haben müssen, eines haben die Spieler und Fans des FC Pesch gesehen, eines die Spieler und Fans von Olympia Köln und eines der Schiedsrichter - ich denke, wir alle kennen solche Spiele, denn wenn man die Spielberichte der Mannschaften als Schiri liest, müssen die ein anderes Spiel gesehen haben. Konsequenz: Der Wahrheit und damit der Klärung der Frage, ob der Abbruch gerechtfertigt war oder nicht, kommen wir nicht näher.


    Allerdings bietet der Bericht des FC Pesch zumindest einige Anhaltspunkte, dass der Schiri sich in bestimmten Dingen zukünftig mehr Zurückhaltung auferlegen sollte, selbst wenn er die "Asozial"-Äußerung nicht gemacht haben sollte, darf man sich nicht einmal anmerken lassen, dass man so etwas denkt, während die Schlüsselgeschichte für mich überzogen wirkt, den bei einer Person meines Vertrauens zu hinterlassen finde ich nicht kritikwürdig, allerdings würde eine Aussage, den Menschen nur flüchtig zu kennen, dazu wiederum nicht passen ...

    Manfred Und jetzt? Bist Du jetzt derjenige, der bestimmt, was moralisch korrektes handeln ist?


    Es ist alles ausgetauscht. Jeder hat seine Meinung, teilweise mehrmals, mitgeteilt. Ich bin hier raus.

    Ich könnte mich hier jetzt wiederholen:
    Sobald die Diskussion unangenehm wird, versucht man die Opferrolle anzunehmen oder das Thema zu wechseln.


    Mark Sorry, aber gerade Dein Vorwurf, die Zurückgetretenen hätten die Werte unserer Verfassung mit den Füßen getreten, hat die Diskussion erst richtig scharf gemacht - und dann hier in einer Art und Weise "auszusteigen", die beleidigt wirkt, nun, das musst Du selbst wissen.


    Ich maße mir nicht an, die Moralinstanz zu sein, allerdings halte ich sehr viel von den Werten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung - und die muss verteildigt werden, im Großen wie im Kleinen.

    Der Rücktritt der Sportrichter wird nicht als rechtswidrig bezeichnet oder ihnen dieses Recht abgesprochen. Selbstverständlich kann jeder ein Ehrenamt niederlegen, wenn er eine Zusammenarbeit für sich nicht mehr verantworten möchte. Das ist Teil der persönlichen Freiheit.

    Genauso muss es aber möglich sein, die Sinnhaftigkeit und die Folgen eines solchen Schrittes zu diskutieren. Kritik an einer Entscheidung ist keine Täter-Opfer-Umkehr. In einer offenen Gesellschaft müssen auch freiwillige Entscheidungen öffentlich hinterfragt werden dürfen.

    Nun, wenn ich die Beiträge dieses Thema durchlese, sehe ich aber schon einiges, was weit über ein hinterfragen hinausgeht ...


    Schafft Raum für neue Funktionäre, die kein Problem mit der politischen Haltung eines Einzelnen haben. Und dreimal dürft ihr raten, wo die herkommen werden.


    Das, was hier passiert, ist einfach nur "Kopf in Sand stecken, ich hör nichts, ich seh nichts, ich weiss nichts, LaLaLa"


    (Subjektive) Vorbehalte und Bedenken sind das eine, deshalb gleich ein kollektiver Rücktritt eines gesamten Gremiums das andere...


    Die „moralisch“ handelnden „Richter“ treten den Artikel 3 (3) unseres Grundgesetzes mit Füßen.


    Das mag legal sein, allerdings treten sie die grundsätzlichen Werte unserer Verfassung mit Füßen. Sie manipulieren damit die Allgemeinheit, indem sie vorgeben, welche politischen Ansichten korrekt bzw. inkorrekt sind. Das geht für mich zu weit.

    und zum krönenden Abschluss sei der Beitrag #16 empfohlen.


    Das alles geht für meine Begriffe deutlich über zulässige kritische Fragen hinaus, das sind teilweise hammerharte, aber unhaltbare Feststellungen, die am Ende ins Horn "Die sollen sich nicht so anstellen" blasen ...

    Ist die Mitgliedschaft oder Kandidatur für eine bestimmte Partei bereits ein ausreichender Hinweis auf eine Unvereinbarkeit mit einer Funktion, oder braucht es zusätzlich konkrete Äußerungen und Handlungen der Person?

    Die reine Mitgliedschaft ist es (noch) nicht, zumindest in den Parteiteilen, die noch nicht "gesichert rechtsextremistisch" sind, dort wird es übrigens für Menschen im öffentlichen Dienst schwierig - gleichwohl sei auch diesen "reinen Mitgliedern" mal empfohlen, wen und welche Positionen sie durch ihre Mitgliedschaft und ihren Beitrag unterstützen, Partei- und Wahlprogramme sind eindeutig.


    Aber jetzt kommt die Grenze, die man an dieser Stelle sehr scharf ziehen kann:
    Wer für eine solche Partei kandidiert, begeht eine solche "Handlung", um Deinen Begriff aufzugreifen.


    Dennoch komme ich noch einmal auf den Aufhänger zurück, denn eigentlich sind wir auf der falschen Straße unterwegs:
    Auslöser war doch der gesammelte Rücktritt, alleine der Umstand, dass man über dessen Richtigkeit und Rechtfertigung streitet, ist falsch und bedeutet eine Täter-Opfer-Umkehr. Die Zurückgetretenen haben von ihrem guten Recht Gebrauch gemacht, womöglich auch um ein Zeichen zu setzen, sie verletzen damit aber keine Rechte Dritte - und schon alleine deswegen ist es ungehörig, Ihnen diesen Rücktritt zum Vorwurf zu machen, genau das geschieht aber. Und auch der Verband war korrekt, er sah keine Rechtsgrundlage für eine Intervention zu Lasten des AfD-Kandidaten, ergo hat man keine Sanktionen ergriffen, gleichfalls nichts, was man kritisieren darf.


    KozKalanndok

    In Ergänzung zu den Aussagen von zettelbox : Es geht nicht darum, andere Meinungen auszugrenzen, aber sehr wohl darum, bestimmten Meinungen (und mehr) deutlich zu widersprechen. Und noch einmal: Du solltest Dich mal mit der ersten Jahreshälfte 1933 befassen, die belegt sehr schön, wie es funktionieren kann, wenn man Extremisten auch ohne Mehrheit an der Macht beteiligt.

    Ist es wirklich so kompliziert? Ich denke, eigentlich ist es ganz einfach!


    Wir haben eine freiheitlich-demokratische Grundordnung - und das ist auch gut so. Diese gilt es daher zu verteidigen - und da gibt es keine Einschränkungen. Ergo haben die Verbände als auch jeder Einzelne sich gegen Tendenzen zu stellen, welche die FDGO in Frage stellen, ergo sich bei entsprechenden Vorfällen/Äußerungen dazu angemessen zu positionieren.


    Nur: Darum geht es doch gar nicht.
    Was war noch mal der Auslöser für diese Diskussion? Da sind die Mitglieder eines Sportgerichtes gesammelt zurückgetreten, weil sie mit einem Menschen, der für eine Partei kandidiert, ergo ein Aushängeschild (im wahrsten Sinne des Wortes, an jeder Straßenlaterne zu sehen) ist, die rechtsextremistischer Verdachtsfall oder sogar gesichert rechtsextremistisch ist. Die Betroffenen hielten das - und das ist ihr gutes Recht - für die angemessene Reaktion, der Verband verwies auf seine Regeln, nach denen er nicht einschreiten könne. Wo ist also eigentlich das Problem? Oder geht es - mal wieder - um die Täter-Opfer-Umkehr, warum werden hier die, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und ihren Beitrag zum Erhalt des Fußballs als gemeinschaftsstiftenden Sports leisten wollen, gewissermaßen zu den Bösen gemacht?

    Ich lese hier keinen Beitrag, in dem es um die Daseinsberechtigung der AfD ginge, sondern lediglich - und da war der Rücktritt eines Sportgerichtes der Anlass - einiges zum Thema, wie man mit politischen Einflüssen und in diesem Kontext auch der AfD umgehen möge; es passt aber in das Vorgehensmodell genau dieser Partei, dass man, sobald die Diskussion unangenehm wird, wahlweise die Opferrolle sucht oder das Thema wechselt ...

    Trennen wir Politik von der schönsten Nebensache der Welt

    Da bin ich mit TimBalsiger auf einer Linie: Das geht nicht - und es fängt übrigens noch viel kleiner an, nämlich ob und welche Vereine Zuschüsse bekommen, ob und in welcher Höhe Nutzungsentgelte für gemeindeeigene Sportanlagen zu zahlen sind etc. pp., dagegen sind Kabinentrakte und Sportplatzbau schon große Dinge; übrigens gilt das auch für uns Schiris, sobald wir unsere Sitzungen in Räumen abhalten, welche einer öffentlichen Institution gehören.

    außer wenn es darum geht, dass man die WM privatisieren möchte

    Ach, hier dann plötzlich doch? Nach welchen Maßstäben wird also festgelegt, wann die Trennung aufzugeben ist?


    Fußball ist in Deutschland und vielen anderen Ländern auch ein Volkssport - mit enormer politischer Bedeutung, selbst wenn man die Politik gar nicht betrachtet. Vergessen wir nicht, Fußball ist ein Breitensport, mithin trägt der zur Volksgesundheit bei, nennt sich Sport- und Gesundheitspolitik, durch den Umstand, dass im Fußball - zumindest soll das so sein, Abweichungen sind ja gerade das Problem - alle Menschen unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft, sexueller Orientierung, ... mitmachen, hat der auch eine enorme integrierende und gesellschaftspolitische Bedeutung und so weiter und so fort - es ist schlicht nicht möglich, Politik und Fußball zu trennen; und dabei habe ich wirtschaftliche Aspekte verschiedenster Art, Profifußball, Fans und deren (Un)Kultur etc. noch gar nicht einbezogen.


    P.S.
    Mark
    Überlege Dir doch einmal, wie es passieren kann, dass Leute, die sonst eher wie Feuer und Wasser aufeinander reagieren (nimm exemplarisch zettelbox und meine Wenigkeit), hier plötzlich ins gleiche Horn stoßen? Das ist übrigens gelebte Demokratie, nämlich dass man trotz inhaltlicher Unterschiede und mehr gemeinsam die elementaren demokratischen Grundwerte verteidigt!

    - verlieren sie jetzt an Lebensqualität , weil sie ihr Hobby nicht mehr ausüben

    Keineswegs zwingend - ich erinnere mich an die Pandemie, da hatte man plötzlich die Wochenenden frei anstatt sich auf dem Sportplatz herum zu treiben, das hatte durchaus etwas ...

    - dem Kreis fehlen Ehrenamtliche, die erst einmal ersetzt werden müssen,

    Nennt man Kollateralschaden - man könnte es natürlich auch als Signal verstehen ... Wobei es übrigens ganz normal ist, dass Menschen ihr Ehrenamt auch mal beenden, teils freiwillig, teils gezwungenermaßen, beispielsweise weil die Gesundheit die Wahrnehmung nicht mehr erlaubt, man umzieht, sich persönliche Pflichten ändern, ... bis hin zum Tod. Und wenn wir das als Signal verstehen, wie es wohl auch gedacht ist, überlegt man sich bei der Neubesetzung vielleicht schon mal genauer, wem man welches Ehrenamt überträgt.

    - der AfDler wird angefeindet, möglicherweise auch kriminell,

    Halte ich für unbedeutend, weil das regelmäßig unter der Wahrnehmungsschwelle der Bevölkerung liegt - da ist dessen Kandidatur bei der Wahl schon weit öffentlichkeitswirksamer; von Tante Google ganz abgesehen.

    - es führt zu noch größerer Polarisierung,

    Na ja, wer in einer Partei, die in allen mir bekannten Fällen - mit Ausnahme der Bundespartei, da läuft das Gerichtsverfahren noch - als rechtsextrimistischer Verdachtsfall oder gar als gesichert rechtsrextrmistisch eingestuft ist und die AfD die Klagen dagegen verloren hat ... wir sollten hier keine Täter-Opfer-Umkehr betreiben, wer für eine solche Partei kandidiert ist der, der die Polarisierung forciert.


    KozKalanndok
    Du solltest Dich mal mit der ersten Jahreshälfte 1933 befassen, die belegt sehr schön, wie es funktionieren kann, wenn man Extremisten auch ohne Mehrheit an der Macht beteiligt.

    allerdings treten sie die grundsätzlichen Werte unserer Verfassung mit Füßen.

    Nein, genau das tun sie nicht - eher im Gegenteil ...


    Einerseits nehmen sie genau die verfassungsmäßigen Rechte wahr, denn wenn ich in einem Ehrenamt, warum auch immer, nicht mit einer Person X zusammenarbeiten/in Verbindung gebracht werden möchte, lege ich das Ehrenamt nieder - übrigens habe ich auf diesem Weg gerade meinen Verein gewechselt, da ist mir ein Trainer des Vereins als größter Hetzer gegen Schiris untergekommen, der war zudem dreist genug, das auch noch zu tun, als ich gepfiffen habe (zwei andere Vereine).


    Andererseits leben wir in einer wehrhaften Demokratie, wer angesichts der gerichtlich bestätigten Einstufungen des Verfassungsschutzes leugnet, dass die AfD verfassungsfeindliche Inhalte vertritt, dem ist nicht zu helfen. Und noch einmal: Es geht hier nicht um die reine Mitgliedschaft, aber wenn ich für diese Partei für ein Mandat kandidiere, dann geht das deutlich über eine vielleicht unbedeutende Kleinigkeit hinaus.

    Sorry Mark , aber Du bist da komplett falsch abgebogen!


    Haben die zurückgetretenen Menschen die Amtsenthebung gefordert? Nein. Damit erübrigt sich auch die Frage, ob jemand dieser Forderung nicht gefolgt ist ... Die haben aber ein Problem darin gesehen, dass sie mit einem anderen Menschen zusammenarbeiten sollen, von dem sie ausgehen, dass der ihren Ruf und ihre Integrität beschädigt - und in diesem Moment ist es nicht nur absolut legal, sondern auch vollkommen legitim, wenn jemand qua Rücktritt aus der Schusslinie geht. Das alles hat nichts mit "richtiger" Gesinnung oder "Moral" zu tun - wenn ein Vorstandsmitglied meiner Schiedsrichtervereinigung Dinge täte oder Positionen verträte, die ich für unvereinbar mit meinen eigenen Vorstellungen hielte, würde ich mir auch überlegen, ob ich die Vereinigung wechsle oder das Amt des Schiris ganz aufgäbe; ginge Dir das etwa anders?

    um der Allgemeinheit mitteilen, dass es einen wesentlichen Regelpunkt vergessen hat:


    „Der Wechsel ist vollzogen, sobald der auzuwechselnde Spieler, der das Zeitlimit überschritten hat, das Spielfeld verlassen hat.“

    Wobei es noch schlimmer ist, die "alte" Regelung ist noch im nagelneuen Regelbuch enthalten - es hätte also nicht genügt, die neue Regel aufzunehmen, obgleich die ob der Wirkung alternativlos war, nein, die alte und nunmehr schon rein praktisch gar nicht mehr anwendbare Regel hätte gestrichen werden müssen.


    Und zum Rest:
    Wir müssen endlich einen Paradigmenwechsel haben, weg von der faktischen Holschuld des Schiris, der am Ende etwas leisten soll, was nicht leistbar ist, egal wie interesiert er ist und wieviel Zeit er interessiert, hin zu einer klar strukturierten und gepflegten Plattform des DFB zu den Regeln als dessen Bringschuld - übrigens nicht nur an die Schiris, sondern auch an Spieler, Trainer und sonstige Beteiligte und Interessierte.


    Allerdings:
    Ich hatte bei einem Freundschaftsspiel gerade letzten Samstag wieder Diskussionen über das Thema "Mauer stellen", weil ich schlicht die Ausführung zugelassen habe, das Extrem war sogar, dass der Kapitän Verteidiger bei mir anmelden wollte, dass seine Mannschaft eine Mauer stellen will ... Solange es bei Spielern und Trainern derart mies mit Regelkenntnissen aussieht, sorry, da befinden wir uns in einer sehr kleinen und exklusiven Blase.

    Kann man so sehen, wenn die Menschen aber proaktiv aus eigenem Antrieb zurücktreten, weil sie "mit so einem" nicht in einen Topf geschmissen werden wollen - und das könnte passieren -, wer will ihnen das übel nehmen?

    Wer glaubt, dass sich Sport und Politik strikt trennen lassen, sollte in die Kirche/Moschee/Synagoge/einen Tempel oder ein anderes Haus, in dem ein oder mehrere Götter angebetet werden, gehen - das war in der Geschichte noch nie so und wird es auch nie sein ...


    Ganz praktisch erlebe ich aber immer wieder, dass sich Vereinsvertreter - vor allem aber Spieler - mir gegenüber direkt oder indirekt offenbaren, beispielsweise in der Form eines Komplimentes über eine gute Spielleitung schon in der Halbzeitpause, deren Zurückweisung, dass ja erst Halbzeit sei, mit der Aussage erwidert wird, dass man merke, dass ich objektiv pfeife und keine Vorbehalte gegen den Verein habe - es gibt also ganz offensichtlich etwas, was es nicht geben sollte, nämlich Vorbehalte seitens einzelner Schiedsrichter gegen Vereine/Spieler, deren Ursache in einem Umfeld zu suchen ist, welches man mit "rassistisch" wohl am besten beschreiben kann. Klar, ich fahre auch zu manchem Verein weniger gern hin, weil dort oft aufgeheizte Stimmung ist, man wenig freundlich zu uns Schiris ist, es des Öfteren Ärger gibt etc. pp., gleichwohl darf das keine Auswirkung auf meine Spielleitung haben - und einzelne dieser Vereine stehen aus meinem Antrieb auf meiner Sperrliste, weil ich mir einfach nicht alles antun muss.


    Dennoch bleibt festzuhalten, dass es tatsächlich offenkundig bewusste Benachteiligungen einzelner Vereine/Spieler gibt. Und vor dem Hintergrund des Parteiprogramms der AfD, der Einschätzungen der Verfassungsschutzämter und der medialen Präsenz und Aussagen kann ich verstehen, dass es gegen Schiedsrichter, die dieser Partei öffentlichkeitswirksam angehören, Vorbehalte und Bedenken gibt, auch wenn die diesbezüglich bisher nicht aufgefallen sind.

    Was ist das denn schon wieder für ein Grundsatz? Ich hoffe, wir haben hier nicht den nächsten Regel-Mythos.

    Wenn Du allgemeine Grundsätze der Rechtslehre in Zweifel ziehst, erübrigt sich jedwede weitere Diskussion.


    Ansonsten verweise ich auf die zitierte Regel, die klar und zweifelsfrei beschreibt, was der Regelgeber will, dass er die vorherige Bestimmung nicht angepasst hat, ist schlicht Schluderei, die ob des Umstandes, dass die Auswechslung nicht rückgängig gemacht werden kann, aber obsolet ist.