Extremfall für den VAR bei Arnhem - Heerenveen

  • Absolut vorbildlich und für jeden nachvollziehbar. So macht der VAR wirklich Sinn.

    Ob in Deutschland deshalb aber die Diskussionen aufhören würden, wage ich zu bezweifeln.

    Die Benachteiligten werden immer meckern und diskutieren und wenn die Fakten noch so eindeutig sind.

    Was sich in vierzig Jahren -nämlich die permanente Kritik an den Entscheidungen der Schiris- in den Köpfen eingebrannt hat und zur Gewohnheit geworden ist, läßt sich nicht in zwei Jahren wieder beheben und ist die Technik noch so ausgereift. Selbst beim digitalen Signal ob der Ball im Tor war oder nicht, wird ja bisweilen gezweifelt.

  • Zwar kein Tor, jedoch anstatt Foul für Japan gab es Elfmeter gegen Japan im Asien Cup Endspiel gegen Katar. Eine hohe Flanke in den japanischen Strafraum. Kopfball aufs Tor trifft die hoch erhobene Hand von Veteidiger. Spiel geht weiter (alles passierteso schnell, dass Handspiel kaum zu erkennen war), und schneller Gegenstoss der Japaner. Dann kan es zum Foul in der Katar Hälfte. Der VAR griff ein und der Rest ist Geschichte.


    Im Halbfinale Japan vs Iran griff der VAR bei einen Handspiel auch ein ... was er nicht hätte tun dürfen. Der Schiedsrichter pfiff nach FIFA Richtlinie, während der VAR das "Handspiel" nach UEFA Auslegung bewertete.

  • Für mich macht der VAR keinen Sinn.

    Hier ein super Beispiel. Klar ist das Gezerre im Strafraum grenzwertig und ein Strafstoß auch klar vertretbar. Aber wollen wir das?


    Ich habe folgendes wahrgenommen:

    Freistoß von Halblinks, rassige Strafraumszene, Konter Schuss, Tor, Jubel. Das ist Fußball- das ist der Grund, warum ich ins Stadion gehe.

    Das wird jetzt kaputt gemacht. Und "gerechter" wird der Fußball dadurch auch nicht.

  • Endlich.....


    ... ist einmal genau die Situation eingetreten, die ich bereits vor Einführung des VAR beschrieben habe:


    Du fieberst mit Deiner Mannschaft im Stadion, es gibt einen Konter mit Torerfolg und während Du auf der Tribüne noch mit wildfremden Menschen in den Armen liegst gibt es plötzlich statt der Führung auf dem Scoreboard einen Elfer gegen Dich.

    Genau das ist es was BestRefinTown beschreibt und auch mich nur den Kopf schütteln lässt.


    Obwohl ich vorher wusste das irgendetwas nicht ganz regel konform im Strafraum abgelaufen ist, musste ich mir die Szene erst mehrfach ansehen um zu erkennen welches der vielen Pärchen denn nun Textil-.Dehnungsübungen macht. Sicherlich sieht das der Kollege auf dem Feld das meist besser weil er dichter dran ist. Und ein VAR sowieso, weil er sich jedes ungewöhnliche Bewegungsmuster noch einmal genau ansehen kann.


    Offenbar ist das Textilvergehen aber weder dem Zuschauer im Stadion aufgefallen, noch haben die betroffenen Spieler auf Strafstoß reklamiert. - Kein Argument, sondern nur eine Feststellung.



    Schade...


    ... das genau diese Szene sich nicht in der Bundesliga abspielte. Diese VAR-Diskussion hätte ich dann gerne mal verfolgt. Vor allem hätte ich mir gerne mal die Kommentare der Vereinsverantwortlichen angehört, denen das Micro vor die Nase gehalten wird.

    "Herr [Name Beliebig austauschbar], was sagen sie? Erst der Führungstreffer in der 89. MInute und statt dessen dann der Elfer gegen ihre Mannschaft und das Spiel verloren?"

  • Halten wir doch einmal zwei Dinge auseinander:


    1. In den Niederlanden geht man wesentlich offener mit den Entscheidungen unter VAR-Mitwirkung um - sicher mehr Aufwand, aber Transparenz entzieht vielen Spekulationen den Boden, das Modell sollte man daher nicht nur, wie Jochen sagt, beobachten, sondern sehr sorgfältig auf eine mögliche Übernahme prüfen.


    2. Die alte Frage, wann der VAR eingreifen sollte. Am letzten Spieltag (oder war es der Vorletzte?) erinnere ich mich auch an eine Szene mit einer Schwalbe kurz vor dem Strafraum - keine klare Torchance, ergo kein Eingriff des VAR, aber äußerst ungünstig, wäre daraus das spielentscheidende Tor gefallen. Es bleibt also die Frage, wann eine Szene vorliegt, die erheblichen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen könnte? Ein Strafstoß wie in diesem Fall ist sicher ein solcher Moment, hier eben nur dumm, dass die nächste Spielunterbrechung ein Tor auf der Gegenseite war - sicher nicht optimal, aber schon fraglich, ob und wie man das verbessern könnte.


    Zum strafstoßwürdigen Foul:
    Es wäre generell wünschenswert, wenn "oben" etwas kleinlicher gepfiffen und agiert würde. Ich beispielsweise bin nicht bereit, bestimmte Worte gegen mich "wegzulächeln", wie das schon unter Verweis auf die Bundesliga gefordert wurde. Die Sache mit dem schubsen, ziehen, schieben, halten etc. muss ich auch jede Woche erneut unter Kontrolle bringen, aber meistens geht das und der Spielqualität tut das keinen Abbruch.

  • Sein wir doch ehrlich: Jeder von uns könnte bei Freistößen/Eckstößen immer entweder Strafstoß oder Freistoß für die Verteidiger geben. Das ist praktisch aber nicht möglich. Hier kommt der berühmte Ermessensspielraum ins Spiel. Es betrifft beide Teams. Und wenn der VAR hier eingreift, dann öffnen wir die Büchse der Pandora. Weil entweder gibt es dann dauernd Strafstoß oder viele Tore werden wegen einem vorherigen Foul zurückgepfiffen.

    Mailand oder Madrid
    Hauptsache Italien
    (Andy Möller);)

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  • Hier ein super Beispiel. Klar ist das Gezerre im Strafraum grenzwertig und ein Strafstoß auch klar vertretbar. Aber wollen wir das?

    Die Frage taucht auf. Hätte ohne dem Gezerre ein Tor erzielt werden können? Ich kann zwar kein Holländisch, kann aber ausmachen, dass der VAR den SR fragt, ob er das Halten im Strafraum sah. Antwort: nee nee -- bedeutet wohl nein.

  • Die Frage taucht auf. Hätte ohne dem Gezerre ein Tor erzielt werden können?

    Diese Frage stellt sich überhaupt nicht. Verbotenes Spiel wird mir einem dF geahndet. Egal wo auf dem Feld. Da Frage ich auch nicht ob aus einem Trikotzupfer im MIttelfeld ein Tor entstehen kann.

    Dumm nur, das ein dF im Strafraum zu einem Strafstoß führt. Egal ob ohne das Vergehen ein Tor erzielt hätte werden können.

  • Da Frage ich auch nicht ob aus einem Trikotzupfer

    Ein "Trikotzupfer" wird kaum gepfiffen, wohl aber ein Trikotreissen das zum Fallen führt, dem Gegner Ballgewinn und einen schnellen Konter bringt. Beim Einsatz des VAR stellt sich die Frage, ob ein Tor hätte erzielt werden können.

  • Beim Einsatz des VAR stellt sich die Frage, ob ein Tor hätte erzielt werden können.

    Nochmal, genau diese Frage stellt sich nicht und hat der VAR überhaupt nicht zu bewerten. Er hat zu überprüfen ob in einer solchen Situation verbotenes Spiel vorliegt. Völlig unerheblich ob dieses verbotene Spiel ein Tor verhindert oder eben begünstigt hat.

  • Nochmal, genau diese Frage stellt sich nicht und hat der VAR überhaupt nicht zu bewerten. Er hat zu überprüfen ob in einer solchen Situation verbotenes Spiel vorliegt. Völlig unerheblich ob dieses verbotene Spiel ein Tor verhindert oder eben begünstigt hat.

    Die Frage stellt sich den VAR. Wenn die selbe Situation an der Strafraumecke 16 m von der Torlinie entfernt passiert, das Spielgeschehen und der Ball zur Seitenlinie geht (wenig Chance für Stürmer den Ball zu erreichen), wird der VAR kaum eingreifen – wohl aber 5 m vor dem Tor.

    Kann jedes Wochenende gesehen werden, dass der SR Halten nahe kurzen Pfosten bei Eckbällen nicht pfeift, wenn der Ball zur anderen Seite des Tores kommt.