Wie merkt ihr euch die Spieler (Verwarnung)?

  • Hier dann noch die lange Version : SV Akaff spielt gegen FC Bdorf. A spielt in Rot - Schwarz gestreift mut schwarzen Hosen und Stutzen, B in Weiß. Dumm ist nur, dass die Nummern von A rot auf schwarzem Rücken sind und bei B silberfarben auf weißem Rücken. Bei normalen Lichtverhältnissen noch halbwegs zu erkennen - es ist nur leider ein Flutlichtspiel und dadurch sind die Beflockungen fast nicht zu entziffern, wenn man weiter als ein paar Meter weg ist.


    Es kommt zum Foulspiel, da Du als SR etwa 20 m weg warst, kannst Du die Nummer im ersten Moment nicht richtig erkennen aufgrund der Lichtverhältnisse.


    Dann ist der Spieler 9 mit den gelben Schuhen eben besser zu identifizieren als die Nummer 8, die fast genau so aussieht, nur eben schwarze oder rote Schuhe anhat und bei der Aktion in nächster Nähe dabei war. Vor allem, wenn die Zahlen recht ähnlich sind, was ich schon mehrfach gesehen habe und zwei mal hinschauen musste, um sicher zu sein hinsichtlich der Notiz.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • OK, es ist soweit.... Trikotfarben und Nummern sind völlig Überbewertet.


    Nachdem jambala das nun anhand der Schuhe mekrt, erkennt das


    • der Friseur am Haarschnitt
    • der(die) Nageldesigner(in)anhand der Maniküre
    • der Fitnesstrainer anhand der Definition des Trizeps
    • der Orthopäde an typischen Fehlstellungen der Wirbelsäule
    • der Geistliche am Glanz des Heilligenscheins

    .....


    Mir sind noch andere Berufe eingefallen. Aber wenn ich die hier aufgeführt hätte dann wäre Manfred als Moderator eingeschritten und hätte den Beitrag gelöscht wegen ..... [sag ich lieber nicht sonst wisst ihr welche Berufe mir gerade noch so eingefallen sind]

  • Wo ist jetzt das Problem? Habe ich geschrieben, dass die Nummern nicht primär zu werten sind? Sorry, Sixth, aber Dein Post ist hinsichtlich meiner Aussage inhaltlich Unfug.


    Im Zweifel ist die Farbe der Schuhe als Eselsbrücke eine zusätzliche Möglichkeit in der heutigen Zeit, einen Spieler zu identifizieren, falls die Situation unübersichtlich ist und das Geschehen extrem schnell vonstatten geht. Nicht mehr habe ich gesagt.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • Wenn das für dich klappt, sehe ich kein Problem. Ich wiederum kann man die Schuhe einfach nicht merken. Für mich ist das nix. Ich kann mir auch keine Gesichter merken.

  • Einigen wir uns doch einfach darauf, dass unter Flutlicht die Herausforderung größer ist, einen bestimmten Spieler zu identifizieren. Das tritt übrigens auch dann auf, wenn eine - oder noch schlimmer: mehrere - persönliche Strafe(n) auszusprechen sind und wir vorher einen Spielerklumpen hatten, der dann auseinanderstrebt: Hier habe ich nicht alle Nummern gesehen und kann auch nicht allen Spielern folgen; weder persönlich noch mit den Augen. Wenn ich merke, dass ich nicht alle "bekomme", versuche ich, die "schlimmsten" Spieler zu erwischen, d.h. Rot vor Gelb und Rädelsführer/Anstifter vor Mitläufer.

  • Ich hatte heute einen ähnlichen Fall.

    Spieler A von Gast verursacht in der 8. Minute einen Strafstoß aufgrund eines Textilvergehens, das Ganze mit Gelb geahndet, da es eine sehr aussichtsreiche Angriffssituation war, für eine Verhinderung einer klaren Torchance war es mir zu wenig.

    Rund 20 Minuten später bringt selbiger Spieler einen Gegenspieler verwarnungswürdig zu Fall, aber es entsteht eine dankbare Vorteilssituation.

    Hätt ich die Nummer gleich erkannt, hätte es den dF gegeben in Verbindung mit Gelb-Rot. Leider sah er seinem Mitspieler sehr ähnlich und ich war mir nicht sicher.

    In diesem Fall Glück für ihn und Pech für mich. Hab es dem Spielführer von Heim auch so erklärt und erntete volles Verständnis. Auch von draußen kam nichts weiteres, also nochmal Schwein gehabt.

    Wenn der Mann in Schwarz pfeift, kann der Schiedsrichter auch nichts mehr machen.
    (Andreas Brehme)

  • Ich verstehe das jetzt erstmal so, dass Du den Spieler vor der nächsten Spielfortsetzung wiedererkannt hast. Damit wäre das eigentlich ein Regelverstoß.


    Du hast das Foul als verwarnungswürdig wahrgenommen, jedoch die Situation als Vorteilssituation eingeschätzt und daher weiterspielen lassen.

    Die :gelbe_karte: ist dann aber trotzdem in der nächsten spielunterbrechung fällig und in diesem speziellen Fall dann als Folge der Verwarnung die :rote_karte: dazu.

    Umgekehrt solltest Du aber dem Angreifer auch den Vorteil nicht wegpfeifen, nur damit Du eine Spielunterbrechnung bekommst um den foulenden Spieler zu verwarnen (mehr ist es nämlich nicht...dass er danach gehen muss ist nicht Wirkung des Vergehens sondern Folge der Verwarnung).

  • Ball flach halten. Der "Regelverstoß" ist es genau genommen erst dann, wenn das 2. verwarnungswürdige Vergehen bewiesenermaßen eine zwingende/ eine Pflichtverwarnung ist.
    Und da kann man rücksichtslose Fouls im Nachhinein als "fahrlässig" deklarieren (hilft beim beim BEO nicht- aber man trifft eine Tatsachenentscheidung und damit ist man sportrechtlich in keinem Fall beim "Regelverstoß").

    Sollte das Foul im obigen Fall einen aussichtsreichen Angriff unterbinden kann man hier die Karte auch stecken lassen, da hier auf Vorteil entschieden wurde (und dieser auch eintrat).

    Der SR hat hier einen Fehler eingeräumt; das muss er nicht. Also vielleicht einfach mal etwas weniger sagen beim nächsten Mal.