SSD Augsburg - Bayern - Ribery führt SR-Ball aus

  • Gegen Ende des Spiels platzt der Ball. Drees will SR-Ball geben, aber weder Alaba noch der Augsburger verstehen dies. Da wirds Ribery zu bunt und er führt den SR-Ball selber aus. So weit ich das in "Bundesliga Pur" mitbekommen hat, akzeptiert Drees dies und lässt das Spiel laufen :blues_brother::rolf:

  • Regelconform sieht zwar anders aus,aber da sollte man doch eher den Lachmuskel beschäftigen.
    Viel interessanter fand ich die Szene,die zum Elfer für Bayern führte.Das Handspiel ist ja unstrittig,aber so wie Dr.Drees die Situation gelöst hat,lag er m.M. voll daneben.Entweder er entscheidet auf Vorteil oder auf Elfer.Beides,so wie er es gemacht hat,geht nicht.

  • Er lag also voll daneben, weil er Bayern die Möglichkeit, einen Vorteil zu nutzen, gibt, und als dieser Vorteil nicht zustande kommt, dann nachpfeift. Interessant. Ich würde das als "lehrbuchmäßig" bezeichnen. Kannst Du mal begründen, wieso er hier "voll daneben" gelegen haben soll und worin genau Deiner Meinung nach der eingetretene Vorteil bestand?

  • Er lag also voll daneben, weil er Bayern die Möglichkeit, einen Vorteil zu nutzen, gibt, und als dieser Vorteil nicht zustande kommt, dann nachpfeift.

    Diesen Vorteil hat er Bayern aber durch den Schuss auf's Tor gewährt.Wenn da so ein Kullerball rauskommt kann er doch nicht plötzlich auf Elfer entscheiden.Ich bleib dabei.Entweder gleich Elfer oder dann weiterspielen.

  • Klassischer verzögerter Pfiff, das war so in Ordnung.

    Ok.Wenn's von einem Lehrwart kommt,wird's so stimmen.Lag ich mit meiner Meinung wohl daneben,wobei mir persönlich die Zeit zwischen Handspiel,weiteren Aktionen und Pfiff zu lang erschien.

  • Mach dir nichts draus, dann lag der Bernd Heynemann heute im Doppelpass auch daneben.

    Der Klügere gibt nach.


    Das erklärt, warum die Welt von den Dummen regiert wird.

  • Wir haben gelernt, sofort Strafstoß zu pfeifen und nur dann Vorteil laufen zu lassen, wenn der Torerfolg sicher ist. Der verzögerte Pfiff kam m. E. dadurch zustande, dass er die Situation noch mal vor seinem geistigen Auge abspielen musste. Passiert mir auch manchmal.


    Aber egal, unfassbar ist, dass sich manche Augsburger benachteiligt fühlen, weil der SR nicht sofort gepfiffen hat.


    Unglaublich war natürlich der "Ribéry-Ball" als Spielfortsetzung. Das war für mich ein größerer Aussetzer als Starks Wahrnehmungsfehler.

  • Ich muss mfs klar widersprechen, auch wenn er anscheinend ein Lehrwart ist.


    Ein verzögerter Pfiff liegt dann vor, wenn ein Vorteil innerhalb der kurzen Zeitspanne nach dem Foulspiel ( ca. zwei Sekunden) nicht eingetreten ist und der Schiedsrichter deshalb das ursprüngliche Foulspiel "nach"pfeift.


    Kein verzögerter Pfiff liegt hingegen vor, wenn ein Vorteil hingegen eingetreten und vom Spieler ungenutzt geblieben ist.


    Ein Vorteil ist zum Beispiel dann nicht eingetreten, wenn der Spieler keine Möglichkeit mehr hat den Ball auf das Tor zu schießen, den Ball doch noch zu Flanken oder einen Pass zu spielen.


    Ein Vorteil ist jedoch eingetreten, wenn der Spieler die besagte Möglichkeit hatte, jedoch den Schuss oder die Flanke verzogen hat oder einfach einen Fehlpass spielt. In diesen Fällen liegt lediglich ein individuelles Unvermögen vor, welches ein Nachpfeifen gerade nicht rechtfertigt.


    Der betreffende Bayernspieler hatte die Möglichkeit zum Schuss, hat diesen ja sogar ausgeführt, jedoch hat er schlichtweg den Ball nicht richtig getroffen. Damit lag ein Vorteil vor, der einfach ungenutzt geblieben ist.


    Hier Nachzupfeifen ist eine klare Fehlentscheidung!


    Deshalb gilt auch der Grundsatz: Der größte Vorteil ist der Strafstoß!


    Für die Praxis gilt: Nicht um jedes Geschenk noch eine Schleife binden...(am Ende ist es dann mitunter kein Geschenk mehr, sondern ein schöner Punktabzug.)

  • Klares Handspiel und es gab keine verwertbaren Vorteil, auch wenn ich keine Lehrwart bin, alles richtig gemacht!

    Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly)

  • nap3l: Deine Ausführungen sind vollkommen korrekt und darüber sind wir uns alle einig. Aber jetzt schaue Dir die Situation noch einmal an: Hier davon zu reden, dass ein Vorteil vorlag, der dem Strafstoß ebenbürtig war, ist sehr weit hergeholt. Vielmehr fehlte jegliche Ballkontrolle, sodass der möglicherweise zu erwartende Vorteil nicht eingetreten ist. Von einem "versuchten Torschuss" kann man hier IMO nicht sprechen, eben weil es den Spielern nicht gelungen ist, den von der Hand wegspringenden Ball unter Kontrolle zu bringen. In dem Moment, als dies definitiv erkennbar wird und ein Vorteil nicht mehr eintreten kann, entscheidet der SR auf Strafstoß.


    Ich bleibe dabei, ich halte das für "lehrbuchmäßig". Ein früherer Pfiff wäre in dieser Situation vollkommen okay gewesen, aber wehe, die Ballkontrolle wäre gelungen und der Ball zappelt Bruchteile nach dem Pfiff im Tor... Ich hätte genauso gehandelt wie der SR hier gehandelt hat.

  • Klar kann man hier den verzögerten Pfiff argumentieren.


    Nur so, wie die Situation gelöst wurde, wird ein Eindruck erweckt, die Bayern hätten hier 2 "Entschädigungen" für 1 Vergehen (strafbares Handspiel) bekommen. Erst den Torschussversuch und zusätzlich noch den Strafstoß. Das sieht mehr als blöd aus.


    Da muss man sich meiner Meinung nach festlegen: Entweder ich pfeife vor dem Schuss (weil das Vergehen den Angriff eben doch gestört hat) oder gar nicht. Deshalb gibt es wie hier schon geschrieben auch die Empfehlung, im Strafraum nur in Ausnahmefällen (Ball geht sicher ins Tor) abzupfeifen.


    Für mich sah dieser sehr späte Pfiff so aus, als wollte hier der SR durch einen gegebenen Vorteil mit Torerfolg zusätzliche Bewertungspunkte einheimsen.


    Es kann aber auch anders laufen (wie zettelbox es schon beschrieben hat): Der SR pfeift sofort und Müller haut den Ball zeitgleich zum Tor des Monats in den Giebel- dann ist der SR auch wieder doppelt der Buhmann: Den Vorteil und das Tor des Monats weggepfiffen. Was für ein Blödmann.


    Fazit: Wie man´s macht...... Aber in der KK gilt erst Recht: Pfeife sofort, sonst gibt´s nur Ärger.

  • Für mich alles richtig gemacht. Abgewartet ob ein Vorteil entsteht, es war keiner, dann gepfiffen. BRiT, dein Fazit ist richtig, aber was ist dir lieber: Etwas sieht vielleicht blöd aus oder ich pfeife ein Tor weg?
    Für mich 100 mal lieber wenn ich etwas später pfeife als wenn ich alle an meinem Hals habe weil ich ein Tor abpfiff, daher würde ich es genauso machen.


  • Für mich 100 mal lieber wenn ich etwas später pfeife als wenn ich alle an meinem Hals habe weil ich ein Tor abpfiff, daher würde ich es genauso machen.

    Nur ist das mit den Regeln nicht vereinbar, wenn du ihn schiessen lässt weil vielleicht ein Tor daraus wird, dann hast du den Vorteil zugelassen und musst dabei bleiben, aber was kann schon gegenüber einem Elfmeter gerade in dieser Situation ein Vorteil sein, hier gibt es nur sofort pfeiffen, Müller stolpert den Ball doch erstmal vor sich hin und bei seinem Torabschluss sind schon 3 Sekunden um, hier hat der SR gepennt.

  • Vorteil laufen lassen, wenn er kontrolliert abschließen kann, geht es weiter, andernfalls gibt es eben Strafstoß.
    In meinen Augen war der Schuss von Müller nicht kontrolliert, somit kam der Vorteil nicht zum tragen und der Strafstoß ist vertretbar.
    Wichtig ist, dass der SR keine Anzeige des Vorteils gemacht hat.

    Gott sei Dank habt ihr Schiedsrichter, sonst müsstet ihr eure Fehler ja bei euch suchen !