Beiträge von jambala

    Hier greifen immer die Durchführungsbestimmungen des jeweiligen Verbandes. Im FV Rheinland steht in der Spielordnung Aktive unter §1:

    Alle Fußballspiele von Mannschaften, die dem Fußballverband Rheinland e.V. angehören, werden nach den vom DFB anerkannten Spielregeln der FIFA in Verbindung mit den Bestimmungen dieser Spielordnung ausgetragen.


    Und da sind wir bei dem Punkt : Macke, Du beziehst Dich auf eine Auslegung der Regeln, die so nicht in die vom DFB veröffentlichten Regeln mit übernommen wurden, da sie streng genommen Handlungsempfehlungen sind und nicht integrierter regeltechnischer Bestandteil. Sonst müsste man diese in der aktuellen Ausgabe der deutschen Regeln finden - tut man aber nicht, weshalb sie bezogen auf Regeldiskussionen hier im Forum nicht relevant sind.

    Wobei die Regel von "nach einem Tor" spricht und in der Folge das Trikot ausziehen bzw. über den Kopf ziehen als zu verwarnende Unsportlichkeit benennt. Hier fehlt aus genau dieser Formulierung heraus meiner Ansicht nach der Spielraum, das Ausziehen in dem Moment nicht auf die Torerzielung regeltechnisch zu beziehen, weil eben der Siegjubel nur durch die Verwandlung des letzten Elfmeter zustande kommt, also faktisch auch einen Torjubel darstellt.

    Wobei dieses Ignorieren bei Regeltestfragen mehr als riskant ist. Der Lehrwart, was sein gutes Recht ist, gibt normalerweise die regelkonforme und nicht die pragmatische Lösung vor als das, was er sehen will, um wie von Sixth geschrieben zu prüfen, ob die Grundsätze der Regel verstanden wurden und die Regel angewendet werden kann. Da kommt dann sehr schnell das Argument "er bejubelt ja nicht das Weiterkommen, sondern das er getroffen hat. 0 Punkte".


    Konsens ist offensichtlich als Antwort Gelb-Rot und Schlusspfiff, wie bereits im Eingangspost angeführt.

    Es geht hier um eine konkrete Regelfrage nach aktueller Auslegung. Da sind Aussagen wie von Dir genau solche, die Neulinge verunsichern und Fehler provozieren. Mark, die Frage ist hingehend Torjubel eindeutig definiert (was ist "vor Freude" anderes als "Jubel"?). Bierhoff war 1996, 8!!!Jahre vor der Regeländerung. Ist jetzt nicht Dein Ernst uralte Auslegungen auf eine aktuelle Regelfrage argumentativ anwenden zu wollen? Dann kannst Du ja auch argumentieren, weil sie damals Armbändchen getragen haben dürfen sie das heute immer noch.

    Mach es dich nicht komplizierter als Notwendig. Im Bedarfsfall haben die zusätzlichen Markierungen Priorität, da sie gemäß Regel vorgesehen sind. Ist dann kein zusätzlicher Raum vorhanden, um andere Hütchen aufzustellen oder es soll die gleiche Art aufgestellt werden wie für die Zusatzmarkierung, dann geht das eben nicht - weil diese eben durch die Erfordernisse der Regel 1 dort nicht stehen dürfen. Der Verband freut sich bestimmt über eine Meldung diesbezüglich...

    Manfred, die regeltechnisch einzig fundiert argumentierbare Entfernung ist über das Thema Sicherheit machbar. Der DFB schreibt eine Sicherheitszone neben den Aussenlinien vor, wird die unterschritten, wenn das Hütchen in unter einem Meter von der Linie postiert, entspricht der Platzaufbau nicht mehr der Regel 1. Das ist sauberer als mit Unsportlichkeit und unerlaubte Markierung, da die Regel 1 hier explizit auf dem Platz anführt. Der Bereich außerhalb gehört aber per Definition nicht dazu.


    Gleiches gilt für Hilfsmarkierungen bei Schnee, diese müssen mit 1m Abstand aufgestellt werden, daher ist alles was dann näher steht kein regelkonformer Platzaufbau.

    Da theoretisch der letzte Elfmeter nicht regelkonform verwandelt worden sein könnte, ist die Formulierung mit dem Schlusspfiff so richtig gewählt.


    Bezogen auf den Regeltext zur Regel 12 spielt aber das Spielende keine Rolle, da das Ausziehen des Trikots nicht zeitlich begrenzt definiert worden ist. Ergo sollte die regelkonforme Antwort Gelb-Rot lauten.


    Beim Trikotausziehen ohne Provokation ging es, soweit ich es in Erinnerung habe, dem IFAB um eine Vermeidung religiös bzw. kulturell bedingter Verletzung des Schamgefühls.

    Hallo.


    Aber wegen Unsportlichkeit? Richtig, die Markierung durch die Hütchen ist nicht von Dir angeordnet und daher nicht notwendig. Geichzeitig ist sie aber auch nicht auf dem eigentlichen Spielfeld gegeben, und das ist der eigentliche Kernpunkt bei der Unsportlichkeit, nämlich die Veränderung des Spielfeldes.

    Dass sich der Gegner dadurch irritiert finde ich auch eher ausgeschlossen.

    Wenn käme eher noch mit Verweis auf eine potentielle Verletzungsgefahr ein Wegräumen in Frage, um die Entscheidung schlüssig zu begründen.

    Regel 12, Vergehen, die für Teamoffizelle einen Feldverweis zur Folge haben:

    Behinderung der Bewegung eines gegnerischen Spielers (als Spielverzögerung). Da Wagner ja den Ausfallschritt macht, als der Flaschenträger geworfen wurde, wurde das offensichtlich als Behinderung des Spielers eingeschätzt, was ich persönlich tendenziell auch als Behinderung gesehen habe.


    Hier ist das Problem, das zu Beginn der Saison wieder mal eine buchstabengetreue Auslegung gefordert wurde (wonach der Feldverweis streng genommen gemäß geltender Lehrmeinung erfolgte) , das Sportgericht diesen Fall jetzt aber anders gewertet hat. Sind wir mal wieder schlauer und wissen, was gewünscht wird. Dass dann jede Aktion in der Coachingzone plötzlich "wie bei Wagner" gewesen sein soll, ist dann ja klar. Einmal Wagner, immer Wagner.

    Manfred, glaub doch das, was nan schreibt. Die ersten Schuhe ohne Schnürsenkel, die nur über eine elastische Manschette gehalten wurden, gab es von Lotto Anfang der 2000er (Zero Gravity), dann 2007 ein Cover von Adidas für die Tunit Serie und seit etwa 3 Jahren von allen Großen, also Adidas, Nike, Puma und ein paar Kleinen wie Umbro, Joma und wieder Lotto.

    Streng genommen ist es ein nachträglich eingetretener Mangel, so man denn die Gefahr, die vom offenen Schnürsenkel ausgeht, entsprechend wertet, der dem SR erst durch das Fallen nach dem Zweikampf auffallen wird rein nach der Formulierung im Eingangspost (da der Hinweis auf eine Aufforderung zur Abstellung fehlt). Von daher kann aus meiner Sicht in dieser Situation aus einer Verfehlung von Spieler A kein Vergehen von Spieler B werden, wenn diese Verfehlung ursächlich für das Falken ist. Bleiben also weiterspielen und Freistoß gegen A, wobei für mich hier weiterspielen die praktikable Lösung ist, da ich mir mit einer Schuldzuweisung schwer tue.

    Hallo.


    Mit dem Vorliegen eines Ausrüstungsmangels gehe ich hier nicht mit. Der bedingt, dass die Ausrüstung nicht den durch die Regeln genannten Erfordernissen entspricht. Das bedeutet im Fall der Schuhe, dass zum Verschluss derselben eine Definition vorgegeben sein müsste.


    Ich nehme hier mal die Parallele zum Schienbeinschützer. Es gibt keine Vorgaben, dass der Schützer über eine Bandage oder sonst wie am Schienbein fixiert sein muss, er muss lediglich durch die Stutzen bedenkt sein. Auch gibt es keine konkreten Vorgaben, wie lang und breit er mindestens sein muss.


    Wieder zurück zu den Schuhen: Dann dürfte man keine elastischen Schnürsenkel, Schuhe ohne Schnürsenkel, neudeutsch Laceless oder andere Schuhe als Fussballschuhe zulassen. Die könnten ja auch verloren gehen oder man könnte ausrutschen. Die Gefahr liegt hier im Stolpern für beide Seiten. Und da ist ein offener Schnürsenkel für mich eher im geschilderten Fall eine fahrlässige Selbstgefährdung, die ich tendenziell eher weiter laufen lassen würde, sofern der Tritt auf die Bänder nicht vorsätzlich geschieht.

    Sie ist eben nicht da - weil eben noch nicht flächendeckend die Vorgaben umgesetzt sind. Nordsaar ist genau so wie Ostsaar noch der alte Stand, die einzigen, die umgesetzt haben sind Süd- und Westsaar.


    Und bis sie in den Köpfen drin ist dauert es noch so lange, bis die alten Böcke abgedankt haben, die sich aktuell noch quer stellen.

    Dingmader, es wurden mit der Zeit regelmäßig Spiele von 2. Mannschaften von Vereinen ohne Soll nicht mehr besetzt, wenn alle verfügbaren SR für aufstiegsberechtige Mannschaften benötigt werden. Das wurde oft genug kommuniziert, sowohl zu den Vereinen hin als auch innerhalb des Kreises. Das Problem mit der anderen Handhabe ist doch genau der Grund, warum die Gruppenreform im SFV kommen wird und kommen muss: weil anders der Spielbetrieb gar nicht mehr gewährleistet werden kann. Nur dass sich speziell im Nordsaar Gruppen dagegen wehren, die genau dieses Schema seit Jahrzehnten fahren was aber heutzutage nicht mehr funktioniert, weil eben Verluste nicht mehr kompensiert werden können. Wenn ich mir ansehe, dass Gruppen mit weniger als 20 Mann sich das nicht eingestehen können und das noch durchgehen gelassen wird - da fehlt mir einfach das Verständnis für.