Beiträge von jambala

    Amfa, man merkt nach einigen Spielleitungen aber schon recht gut, bei welchem Verein der wahre Grund Sparen ist. Gibt auch einige Vereine, die das unumwunden zugeben und die darauf bauen, dass genug Kollegen das auf sich beruhen lassen.

    Hallo.

    Zunächst einmal prüfe,ob nicht ggf. doch gelb-rot in dem Wettbewerb statt der Zeitstrafe gilt.


    Zweite wichtige Sache, nach einer Gelben Karte nicht ein zweites Mal die gelbe Karte zeigen. Zeitstrafe soll mit dem erhobenen Arm und den abgespreitzten Fingern angezeigt werden, wie von Tombowasko beschrieben.


    Dritte wichtige Sache, Zeitstrafe kann auch ohne Gelb gegeben werden, nicht jedoch ygelb nach erteilter Zeitstrafe.

    Jein. Die Definition, wann ein Spielertrainer oder entsprechend mit einer TO Funktion betrauter Ersatzspieler wann wie zu handhaben ist, ist schon Bestandteil der Ursprungsfrage. Dass wir uns aber mit abstrusen Konstrukten, ob der Ersatzspieler per se als TO zu behandeln sei, ist etwas ganz anderes.

    Hier wäre dann die Frage, ob der Spielertrainer, der beim Warmmachen "Geh drauf" ruft, schon als taktische Anweisung oder allgemeine Aufforderung an seinen Teamkameraden zu werten ist, interessanter.

    Leitz, also warum versucht ihr das Glossar (was rein definitionsbezogene Erklärungen der Begriffe bietet) und die Einleitung für die Definition von Status und persönlicher Strafe herzunehmen, wenn Regel 12 und 3 das eigentlich eindeutig hergeben?

    Kommen wir auf Nematas ursprüngliche Fragestellung zurück, dem Wegschießen des Balles:

    Beispielsweise, wenn der Trainer/Auswechselspieler den Ball wegschießt, um einen schnellen Einwurf zu verhindern.

    Regel 12 sagt hier klar:

    Ein Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler wird bei folgenden Vergehen verwarnt: - Verzögerung der Spielfortsetzung

    - Protestieren durch Worte oder Handlungen

    - Betreten oder Wiederbetreten des Spielfelds ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters...

    - den Ball wegschießt oder wegträgt oder eine Auseinandersetzung provoziert, indem er den Ball absichtlich berührt, nachdem der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat,


    Des Feldes verwiesen wird ein Teamoffizieller u. a. bei folgenden Vergehen: Verzögerung der Spielfortsetzung durch das gegnerische Team (z. B. durch Nichtfreigabe des Balls, Wegspielen des Balls, Behinderung der Bewegung eines Spielers) ... Betreten des Spielfelds, um: einen Spieloffiziellen zur Rede zu stellen (einschließlich während der Halbzeitpause und nach Spielende) das Spiel, einen Gegner oder einen Spieloffiziellen zu beeinflussen


    Also klar umrissener Personenkreis mit klar vorgegebenen Strafen. Das eigentlich bestehende Problem beim Spielertrainer ist nur ein oberflächliches: Befindet er sich im Bereich der Bank ist er TO, wärmt er sich aus jenseits der TZ, hat er für mich als SR Anweisungen gegeben und daher zuvor gecoacht und ist damit wieder TO.


    Warum versucht ihr eigentlich umständlich was zu rechtfertigen, was bei einer notwendigen Meldung einem auf die Füße fallen wird?

    Die Regel 3 definiert aber in Punkt 7, was Teamoffizielle sind:

    Der Trainer und sonstige Offizielle, die auf der Teamliste aufgeführt sind (mit Ausnahme von Spielern und Auswechselspielern), sind Teamoffizielle.

    Ergo kann ich bei Auswechselspieler ohne weitere Teamfunktion nur diese Anwendung der persönlichen Strafen berücksichtigen. Das Problem sind dann nur solche, die als TO-Funktion gelistet sind. Wobei für mein Verständnis dann die ersichtlich gegebene Wahrnehmung dieser Funktion vor dem Status als Ersatzspieler steht.

    Manfred, sehe ich anders. Ist der Ersatzspieler in beiden Funktionen, kann das gleiche Vergehen u.a. andere Folgen haben, da für den TO direkt Rot vorgesehen ist. Von daher muss ich den Aspekt auch im Auge behalten und u. U. ist dann auch mal schnell die Meldung vergessen, da man den Spieler evtl. nicht als Betreuer auf dem Schirm hat sondern als Ersatzspieler. Was halt auch daran liegt, dass die Regeln selbst eine solche Doppelfunktion gar nicht kennen.

    Ganz so einfach ist es dann doch nicht, Manfred. Verweis gegen TO bedingt eine Meldung, was beim Ersatzspieler nicht notwendig ist. Von daher ist hier vom Handling her betrachtet der Unterschied schon klar zu machen.

    Es kann kein TO sein, denn dann dürfte er ja auch nicht zum Aufwärmen die TZ verlassen, um sich in dem ausgewiesenen Aufwärmbereich vorzubereiten.


    Konnte es jetzt leider nicht mehr finden, ich habe aber aus der Belehrung zur Einführung der persönlichen Strafen gegen TO in der jetzigen Form im Kopf, dass ein Spielertrainer immer gemäß dem Status, den er grade hat (TO oder Spieler) bestraft werden soll, da er nur eines von beiden gemäß Regel sein kann.

    Hallo.

    Regeltechnisch macht es faktisch keinen Unterschied, da er a) in der jeweiligen Funktion persönliche Strafen erhalten kann und b) diese Auswirkungen auf die zweite Funktion haben. Verweis als Trainer bedeutet Ausschluss als Spieler und umgekehrt.

    Von daher ja, wurde er als Trainer verwarnt und erhält als eingewechselter Spieler die zweite Verwarnung, ist er mit gelb-roter Karte auszuschließen und verwirkt damit auch seine Trainerfunktion im Innenraum.

    Die Aufsichtspflicht wird ja nicht aufgehoben. Der Ausübende der Aufsichtspflicht muss zwingend volljährig sein (vor allem aus Gründen der Haftung), eine Übertragung an einen Minderjährigen geht nicht. Das Mandat der Aufsichtspflicht wird von den Eltern an den Verein (und hier explizit Abteilung und Mannschaftsverantwortliche derselben) erteilt. Ergo kann auch nicht irgend ein Elternteil, das nicht in vertretender Funktion für den Verein auftreten darf, diese ersatzweise übernehmen. Sportrecht mag dies hergeben, zivilrechtlich geht das nur auf Grundlage der Zustimmung der Sorgeberechtigten. Wie geschrieben, der sportrechtliche Aspekt ist so zu handhaben, wie es die Durchführungsbestimmungen vorsehen. Vom zivilrechtlichen Aspekt her ist diese Umsetzung jedoch fraglich.


    Interessant wäre hier dann noch die Frage, ob eine Übernahme durch beispielsweise einen vom gleichen Verein, jedoch für eine andere Mannschaft zuständigen, stammenden Betreuer überhaupt gemäß Durchführungsbestimmungen zulässig ist.

    Nein, war allgemein geschrieben. Zur Aufsichtspflicht gehört auch die Abwehr von Gefahren sowie ein präventives Einschreiten, was durch den Verweis eingeschränkt wird, den Betroffenen aber nicht entbindet. Hier beginnt dann das Spannungsfeld zwischen Zivilrecht und Sportrecht.


    Die Bandbreite an FaD würdigen Vergehen für TO ist ja relativ groß. Daher würde ich ehrlich gesagt nicht darauf bauen, dass im Rahmen eines Prozesses wegen Körperverletzung z. B. diese Haltung Bestand haben wird, wenn hierdurch die Verhinderung durch den Trainer möglich gewesen wäre und der Grund für den FaD minderschwer gewesen ist, wie z. B. heftiges Reklamieren mit Verlassen der technischen Zone oder Nichtbefolgung einer Anweisung. Ob hier dann die Verhältnismäßigkeit gewahrt wird aus Sicht des Gerichts wäre eine interessante Fragestellung.

    Da wurde mir genau gegenteilige Auskunft gegeben.


    Sowohl für die Wahrnehmung der Funktion als medizinisches Personal als auch als Aufsichtsperson als alleinige anwesende Berechtigte darf diese nicht durch Verweis nach außerhalb beeinträchtigt werden.


    In beiden Fällen ist bei einer Notsituation diese Funktion vorrangig der sportrechtlichen Konsequenz aus dem Verhalten der betroffenen Person anzusehen und der unbehinderte unverzügliche Zugang zu betroffenen Spielern zu gewährleisten.


    Eltern haben zwar für ihren Nachwuchs die Berechtigung als Aufsichtsperson, aber nicht für die komplette Mannschaft (sofern diese eben nicht einem Familienclan in Gänze entspringt). Hier ist die Aufsichtspflicht auf den für die Mannschaft verantwortlich benannten Betreuer oder Trainer übertragen und dies können wir als SR nicht übergehen.

    Naja, es geht ja nicht um Punkte in einer Beobachtung, sondern darum, dass die Kids nach den richtigen Regeln spielen.

    https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&url=http://jugend.fc-weigheim.de/wp-content/uploads/2019/07/Durchfuehrungsbestimmungen_Kinderfussball_2018-19.pdf&ved=2ahUKEwiWj8DA_6f3AhXKhf0HHRldCiQQFnoECCAQAQ&usg=AOvVaw0_hPIFYyN6K0RIE27OM_33

    Das ist eine Zusammenfassung für die Saison 18/19. Danach darf nur der TW, aber sowohl als Abwurf, Abschlag oder Abstoß. Von daher noch mal beim Lehrwart nachfragen, ob das so weiter gilt. Die aktuellen Dokumente sind da nicht aussagekräftig.

    Um auf das eigentliche Thema des Fadens zurück zu kommen: Angeregt durch die letzten Diskussionen und da bei mir nach 32 Jahren eine Zäsur mit wahrscheinlich endgültiger Beendigung der Tätigkeit des SR gegeben ist, habe ich mir mal grundsätzliche Gedanken zu dem Thema gemacht, was vielleicht jungen Kollegen etwas weiter helfen kann. Was ist mir aufgefallen dabei?


    Zunächst einmal, dass mir der Anfang, da ich nie im Verein gespielt habe, schwer gefallen ist und ich mich an dem festgehalten habe, was ich kannte: Die Regeln. Damit habe ich mir dann aber bisweilen keinen Gefallen getan, da eben ein zu enges Auslegen der Regeln dazu führte, dass viele Spiele sich im Nachgang nicht "richtig" anfühlten. Dass ich trotz der Überzeugung, regelkonform gepfiffen zu haben, mit dem Spiel als solchen unzufrieden war, auch wenn alles ruhig geblieben war. Dann nach etwa 10 Jahren und als ich regelmäßig mit an die Linie gegangen bin, stellte sich das von mir beschriebene "Lesen von Spielen" ein. Mein Fazit, da dann die Spiele auch insgesamt ruhiger wurden: in der Ruhe liegt die Kraft, zu übereifrig und stur nach Regel pfeifen bringt aus meiner Erfahrung in bestimmten Situationen unnötige Unruhe ins Spiel, die dann auch schnell eskalieren kann.


    Zweiter Punkt, der mir aufgefallen ist: Es waren genug Spiele mit Konfliktpotential dabei. Zu meiner Anfangszeit gab es noch hitzige Nachbarschaftsduelle. Rein ausländische Mannschaften gab es relativ wenige und Ressentiments wurden Anfang der 90er noch wesentlich direkter geäußert (zum farbigen Spieler äußern, dass er vom Schäferhund lieber Abstand halten solle, da dieser gerne dunkles Fleisch mag), so dass hier auch schnell mal Dampf auf dem Kessel war. Problemmannschaften konnte man am Dorf festmachen. Dörfer, wo es so nette Kosenamen wie Messerstecher gab und mitunter 100 Jahre + an Aufenthalt auf der Lerchesflur (der saarländischen JVA) in der Startaufstellung vertreten waren. Trotzdem hatte ich grade auch bei solchen Begegnungen nie ernsthaft Probleme. Trotz Feldverweisen gegen besagte Mannschaften. Im Nachgang betrachtet war hier meine neutrale Herangehensweise für mich das, was Eskaltionen vermieden hat. Ich war darum bemüht, nie nur auf Grundlage 'die' sind die Unsportlichen, also schaue ich genauer hin, zu entscheiden. Gleiche Bewertung für beide Seiten, konsequent Fouls ahnden, einseitig zu entscheiden nur auf das Verhalten der Spieler zurückzuführen zu können, damit bin ich gut gefahren. In der gesamten Zeit hatte ich kein Spiel, wo ich physisch angegriffen worden bin, weder direkt noch per Spucken. Ebenso hatte ich kein Spiel, in dem ich ernsthaft bedroht worden bin, so dass ich dies auch hätte ernst nehmen müssen. Dass das nur Glück war, davon gehe ich nicht aus.

    So, habe noch Punkte, sofern Interesse bestehen sollte, höre hier jetzt aber mal der Übersicht halber auf

    Rein vom Wortlaut mag es eine Beleidigung sein. Im von Dir geschilderten Kontext, zusammen mit dem erwähnten Lachen und wahrscheinlich sogar noch mit einem Lachen beantwortet vom entsprechend angesprochenen Mitspieler ist es eher keine Beleidigung.


    Und wieder zeigst Du mit solchen Ausführungen, dass Du zwar nach dem Wort der Regel, nicht jedoch im Sinn des Spiels, basierend auf Deinen eigenen Schilderungen, persönliche Strafen in einem Maß verteilst, dass Deine vermeintlichen positiven Reaktionen der Vereine als auch der Spruchkammer auf die FaD für mich nicht stimmig sind.