Beiträge von jambala

    Hallo.


    Ein Abstützen, um sich abzufangen, ist keine Unsportlichkeit. berni1 hatte in seinem zweiten Post ja ein klar taktisches Abstützen beschrieben, und da kann nur von Unsportlichkeit ausgegangen werden. Und den Unterschied sieht man zum einen direkt und hat dann auch keine Probleme, dies entsprechend zu bewerten.

    Hallo.


    Ich würde schon sagen, dass in der Situation eine Behinderung des Gegenspielers vorliegt.


    Durch das Festhalten an der Bande wird der Gegenspieler vom Ball abgedrängt, da der Abstand zum Ball erhöht wird. Außerdem wird dem anderen Spieler die Möglichkeit, den Ball regelkonform zu spielen, weitestgehend genommen.


    Also indirekter Freistoß. Da unsportlich gehandelt wird, kann eine Verwarnung in Betracht kommen, je nach Situation und Verhalten des fehlbaren Spielers.

    Hallo.


    Das liest sich für mich aber anders. Der SR unterbricht lediglich nach dem Spucken. Anschliessend nach Fortsetzung kommt es zu dem Vorfall zwischen dem Zuschauer und dem Spieler. Nach dem darauf folgenden Tumult wird durch den Veranstalter nach Befragung der Mannschaften und des SR das Turnier nicht abgebrochen sondern fortgesetzt, weshalb ein Verein vorzeitig abreist, weil die Entscheidung des Veranstalters nicht mitgetragen wird.


    Zu dem Thema sagte Gerhard Theobald, ehemaliger BL-SR immer: Wenn das Klitzje trifft, ist das Spiel rum. Hätte der SR sich hier mal besser dran gehalten.

    Es geht um das generelle Versäumnis. Egal ob jetzt drinnen oder draussen. Ich kenne genau einen Kreisliga Verein in unserem Nachbarkreis, der nicht nur das Minimum an Ordnern sondern angepasst an das Spiel Ordner in wirklich ausreichend hoher Zahl gestellt. Und in der Halle sind in der Regel keine wirklich erkennbar anwesend sondern meist erst, wenn es schon los gegangen ist. Was definitiv zu spät ist.

    Hallo.


    Meine two pence hierzu:

    1) Anhand der Schilderung (2 Minuten Strafe) gehe ich von einem Hallenturnier nach den alten Regeln aus. Was mich wieder mal in meiner Meinung bestärkt, dass dies unnötig Konfliktpotential mit sich bringt hinsichtlich Tätlichkeiten, egal gegen wen.

    2) In den meisten Fällen kann von einer qualifizierten Turnierleitung nicht ausgegangen werden, den diese würde bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen einplanen. Dazu gehören auch ausreichend Ordner während des gesamten Turniers und nicht erst, wenn überhaupt, ab der KO-Runde.

    3) Wenn es zu einer Tätlichkeit gegen den oder die SR kommt, wären aus meiner Sicht deutliche Zeichen angebracht, deren Auswirkungen auf das Turnier überschaubar sind, aber die Grenzen aufweisen: In der Vorrunde: Die Gruppe wird mit sofortiger Wirkung beendet. Die für die Tätlichkeit verantwortliche Mannschaft wird mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen und hat die Halle zu verlassen. Ausstehende Spiele dieser Mannschaft werden zugunsten der anderen Mannschaft gewertet. Sollte die verursachende Mannschaft sich für die weitere Teilnahme sportlich qualifiziert haben, wird sie auf den letzten Tabellenplatz der Gruppe gesetzt und die anderen Mannschaften rücken um einen Platz nach oben. In der Zwischenrunde: sofortiger Ausschluss. Die andere Mannschaft rückt in die nächste Runde ein, auch wenn sie verloren hat. Und vor allem: Die Mannschaft wird für die nächsten Turniere nicht mehr eingeladen bzw. eine Meldung nicht angenommen.

    Hallo.


    Naja, das spricht sich schon rum, aus welchen Gründen die Sperre ausgesprochen wurde, zumal wenn die komplette Mannschaft aufgrund dieses Vorfalls abgemeldet wurde. Nicht jeder Verein nimmt bereitwillig solche Spieler auf, so dass ggf. das Thema Fussball sich erledigt haben könnte für die betroffenen Spieler.

    Hallo.


    Hier bin ich bei Macke. Es ist keine offizielle Stellungnahme des DFB, sondern die geäußerte persönliche Ansicht von Drees - und eben keine Verlautbarung, die durch Wagner bestätigt ist, der hier maßgeblich als Lehrwart wäre. BTW ist Drees noch nicht mal offiziell Mitglied des SR Ausschuß des DFB.


    Und die Wahre Tabelle als ernstzunehmende Quelle für eine Fehlentscheidung anzusehen - sorry, hier ist die Besprechung in der nächsten SR Zeitung für mich die verbindliche Rezension, da hier die offizielle Lehrmeinung mitgeteilt wird.


    Zur Situation: klassischer Zweikampf, in dem der Verteidiger sich dümmlich anstellt und der Stürmer es annimmt, ohne eine echte Schwalbe hinzulegen.

    Ich sehe es eben nicht als zweitrangig an. Weil genau diese Aussagen im Zweifel anschließend die Runde machen und der SR, der die regelkonforme Strafe ausspricht wird zum Depp.


    Was das Lesen anbelangt:

    Das ist sehr wohl ein Ignorieren, was von Dir propagiert wird, weil eben die logische Folge außer Kraft gesetzt wird. Und kein Dehnen des Ermessensspielraumes:

    Wenn ich die Situation eben als Verhinderung einer Torchance wahrnehme, dann bleibt mir kein Spielraum außer eben der Feldverweis. Aber hier wird ja auch von Dir argumentiert, dass dann Spielraum da wäre, abhängig von Parametern, die die Entscheidung nicht beeinflussen dürfen. Und das kann es auch im Sinne des Sports nicht sein, weil eben für eine uneinheitliche Auslegung gesorgt wird.

    Macke, bitte nicht nur einen Teil der Präsentation der Fifa zitieren. Die Regelpassage lautet:


    A direct free kick is awarded if a player commits any of the following offences against an opponent in a manner considered by the referee to be careless, reckless or using excessive force:

    • charges
    • jumps at
    • kicks or attempts to kick
    • pushes
    • strikes or attempts to strike (including head-butt)
    • tackles or challenges
    • trips or attempts to trip


    An indirect free kick is awarded if a player:

    • plays in a dangerous manner
    • impedes the progress of an opponent without any contact being made
    • is guilty of dissent, using offensive, insulting or abusive language and/or gestures or other verbal offences
    • prevents the goalkeeper from releasing the ball from the hands or kicks or attempts to kick the ball when the goalkeeper is in the process of releasing it
    • commits any other offence, not mentioned in the Laws, for which play is stopped to caution or send off a player


    Wenn mich mein Englisch nicht ganz täuscht sind diese Formulierungen die einer bewussten, aktiven Handlung.

    Da A aber spätestens beim Versuch von B, an diesem vorbei zu kommen, den Spieler B registriert, wird er seine Bewegung normalerweise, wenn auch nur minimal, in Richtung von B verändern. Normales Verhalten. Und dann ist es wieder ein Foulspiel, weil er eben den von B eingeleiteten Zweikampf nicht aktiv startet, durch die Veränderung der Bewegung aber annimmt. Dadurch wird das Treffen des Gegenspielers zum fahrlässigen Foul.


    Der von mir genannte Fall sieht eher so aus: Verteidiger A will nach einem Klären des Balles rausrücken, dreht sich aber noch zu seinem TW um, da dieser ihn angepflaumt hat. Er ruft einen normalen Kommentar ( "Ist gut", "Kümmer Dich um Dein Spiel" ) und läuft dabei zügig rückwärts. Er bekommt dabei nicht mit, das Stürmer B den Ball wenige Meter entfernt bekommen hat in seinem Rücken versucht, nah an A vorbei zu ziehen. Als A sich nun umdreht, stößt er mit B zusammen, wobei durch die Bewegung (keine zusätzliche Körperspannung, offene Schulter) zu erkennen ist, dass A von dem Zusammenprall überrascht wurde.

    Moment. Wir reden hier über verschiedene Sachen. Wenn ich aufgrund meiner Wahrnehmung der Überzeugung bin, dass der Kontakt unbeabsichtigt und ohne Versuch eines Zweikampfes um den Ball zustande kommt, liegt für mich kein Foul vor und es geht weiter. Mag zwar extrem selten vorkommen, aber ist möglich. Bin ich der Meinung, der Kontakt kam aber im Kampf um den Ball zustande, ist es Foulspiel. Nicht mehr und nicht weniger habe ich geschrieben.


    Ich bieg es mir aber nicht zurecht, ahnde das Vergehen abweichend von der Regel und schmiers dann noch dem Spieler aufs Brot, dass es 'eigentlich rot' gewesen wäre, und dass er noch mal davon gekommen ist.

    Der Begriff Zweikampf definiert schon das absichtliche Suchen des Kontaktes im Ringen um den Ball. Im englischen Original ist von 'making a challenge' die Rede, was ein bewusstes Handeln zum Ausdruck bringt.


    Wenn der Spieler nicht abschätzen kann, wo der Gegenspieler ist und es dann zu einem von Dir genannten Kontakt kommt, ist es für mich kein Foulspiel.


    Muss er aufgrund der Wahrnehmung aber damit rechnen, dass er mit einem Gegenspieler in Kontakt kommen kann, dann ist es ein Foulspiel. Hier spielt dann aber der Abstand, die Körperhaltung beider Beteiligter und auch die Art des Kontaktes (großflächig oder nicht) eine Rolle.

    Sorry, das ich das jetzt mal deutlich sagen muss: Wenn die Spieler so strohdumm sind (und oh ja, das sind sie), mich mit der Nase drauf zu stoßen, dann reagiere ich. Weil ich es eben muss, und das sage ich auch genau so. Wenn mir jemand den Ring zeigt, dann verhalte ich mich den Regeln entsprechend. Ich suche aber nicht aktiv danach. Ich sage aber auch nicht, wie sie es umgehen können, das sollte ja ausgiebig bekannt sein. Und wer es noch nicht geschnallt hat - Vöglein friss oder stirb.


    Davon bei versehentlich gegebenem Kontakt eine aktive Verhinderung anzulegen, war nie die Rede von mir. Aber wenn es ein Foul ist, also eine bewusste Aktion gegen den Gegenspieler, dann bleibt es ein Foul. Und ist damit zu ahnden und eben nicht die vorgesehene Sanktion aus irgend welchen nicht durch die Regeln gegebenen Gründen (wie eben dass durch den FaD die Spielerin die Lust am Fussball verlieren KÖNNTE) zu unterlassen. Feiner Unterschied.


    Was Alte Herren anbelangt, die meinen sowieso, dass in vielen Bereichen für sie die Regeln nicht gelten (angefangen beim Spielbericht, der nicht freigegeben ist über fehlende Pässe bis hin zur Ausrüstung), da hast Du keine andere Wahl, als die Regeln zu beugen. Was auch mit ein Grund ist, warum ich keine mehr annehme bei bestimmten Vereinen, da diese auf gut Deutsch gesagt die SR verarschen. Dafür bin ich mir dann zu schade.


    Soviel OT, was die Ausrüstung anbelangt haben wir das Thema in mehreren Fäden ausgiebig besprochen und da habe ich meine Meinung deutlich genug gemacht.