Beiträge von Nemata

    Das Problem ist meiner Meinung nach, dass ein ausgefüllter Spielbericht zwar keine Notwendigkeit ist, um ein Fußballspiel zu beginnen, jedoch absolut notwendig ist um ein Spiel im Ligabetrieb zu beginnen.


    Keine anwesende Person kann trivialerweise als Spieler angesehen werden, nur weil sie theoretisch für eine der beiden Mannschaften spielberechtigt wäre. Ein ausgefüllter und unterschriebener (freigegebener) Spielbericht ist die Grundlage, für ein Ligaspiel. Wenn der Spielbericht, aus welchen Gründen auch immer, nicht ausgefüllt ist, muss eben gewartet werden (oder was immer die entsprechenden Spielordnungen verlangen)

    Selbstverständlich steht der Torwart im Tor, aber er ist eben nicht der vierte der schießt, sondern 4 andere Spieler schießen die Strafstöße.


    Edit: Nach erneutem Lesen des Regelwerks, bin ich mir nicht mehr sicher, ob das so erlaubt wäre.

    Wie ist es denn bei Vergehen, für die ein Auswechselspieler und ein Trainer unterschiedlich bestraft werden?


    Beispielsweise, wenn der Trainer/Auswechselspieler den Ball wegschießt, um einen schnellen Einwurf zu verhindern.


    Hierfür wird ein (Auswechsel-)Spieler lediglich verwarnt, ein Trainer jedoch des Feldes verwiesen.

    Ich denke, dass der Vorteil eingetreten ist, sobald die Spielsituation für die benachteiligte Mannschaft deutlich besser ist, als der zu verhängende Freistoß.


    Die bessere Spielsituation ergibt sich meiner Meinung nach in dem Spezialfall frühestens, wenn der Torwart den Ball freigibt.

    Das ist sicherlich verbandsabhängig.


    Als Faustregel kann ich dir mitgeben, dass häufig der Abstoß durch den Torwart ausgeführt werden muss, wenn ein Abwurf oder Abschlag aus der Hand erlaubt ist.

    Ich denke, dass die Entscheidung falsch war.


    Regel 11 stellt klar:


    "Ein Spieler, der sich [...] in einer Abseitsstellung befindet, wird nur bestraft, wenn er aktiv am Spiel teilnimmt, indem er:
    durch Spielen oder Berühren des Balls, den zuletzt ein Mitspieler gespielt oder berührt hat, ins Spiel eingreift
    "


    "Ein Spieler verschafft sich keinen Vorteil aus seiner Abseitsstellung, wenn er den Ball von einem gegnerischen Spieler erhält, der den Ball absichtlich spielt
    (auch per absichtlichem Handspiel), es sei denn, es handelt sich dabei um eine absichtliche Torverhinderungsaktion eines gegnerischen Spielers."


    "Eine Torverhinderungsaktion liegt dann vor, wenn ein Spieler einen Ball, der ins oder sehr nah ans Tor geht, mit irgendeinem Körperteil außer mit den
    Händen/Armen (ausgenommen der Torhüter im eigenen Strafraum) abwehrt oder abzuwehren versucht"


    Folglich liegt bei einem Handspiel eben keine Torverhinderungsaktion vor, was bedeutet, dass die Abseitsstellung nicht bestraft werden darf, da ein Gegenspieler zuletzt den Ball berührt hat.

    Bezüglich Feldverweis würde ich sagen, dass der Stürmer nicht übermäßig hart agiert, weil er davon ausgehen kann, dass der Auswechselspieler aus dem Weg geht (Da er ja nicht um den Ball kämpfen darf).


    Tatsächlich würde ich sogar dazu tendieren die Aktion als übermäßig hart vom Auswechselspieler zu beurteilen, da er den Zusammenprall erzwingt, indem er sich dorthinstellt und nicht aus dem Weg geht.

    Spieler Nr.3 ist gleichtzeitig der Cheftrainer seiner Mannschaft und bereits ausgewechselt.


    Als der Ball in seiner Nähe die Seitenlinie überquert, und ein Gegner einen schnellen Einwurf ausführen will, schießt er den Ball weit weg.


    Das rechtfertigt einen Feldverweis gegen ihn als Teamoffiziellen. Für eine eventuelle Gelbsperre ist es aber relevant, dass er als Spieler verwarnt wurde.

    Meiner Meinung nach wurde die Position sämtlicher beteiligter Spieler von Manfred äußerst klar beschrieben.


    Ob man die Formation als "Mauer" bezeichnen sollte, wenn es sich im wesentlichen um 2 Verteidiger handelt, die nicht nebeneinander stehen ist aber sicherlich fragwürdig.

    "Den Spielern steht [etwas] zu" bedeutet zweifelsfrei, dass sie einen Anspruch haben.


    Die Beschränkung auf "maximal 15 Minuten" stellt meiner Meinung nach nur klar, dass der Anspruch eben nicht 16 Minuten beträgt, man sich aber auf eine kürzere Pause einigen kann.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Spielzug, der einzig und allein darauf abzielt den Schiedsrichter zu täuschen sicherlich irgendwie als "Respektlosigkeit gegenüber dem Spiel" eingeordnet werden könnte, wenn man es denn will, aber sehe ein, dass das schon weit hergeholt ist.

    Meiner Ansicht nach haben wir uns sehr weit vom Ausgangspost entfernt.


    In diesem ging es nämlich zunächst gar nicht darum, ob wiederholte Abseitsvergehen als Regelverstöße eine Verwarnung erfordern oder zulassen, sondern ob ein absichtlicher Regelverstoß, durch den sich der Spieler einen Vorteil verschaffen will, unsportlich ist, wenn es sich um Abseitsstellung handelt.


    Ich halte die Frage zwar für irrelevant, was die Praxis angeht, bin jedoch ein bisschen neugierig, was die Theorie für Ansichten hergibt.

    Tatsächlich würde ich diesen Fall in der Theorie (durch die bekannte Intention) als unsportlich bezeichnen, in der Praxis aber solche Fälle nicht ahnden, da ich bereits die Intention "Ich lauf einfach mal los, vielleicht stehe ich ja doch nicht im Abseits" als nicht mehr unsportlich ansehen.

    Wobei es meiner Meinung nach nicht ganz eindeutig ist.


    Was passiert beispielsweise, wenn der Schiedsrichter das Spielfeld zur Kontrolle betreten hat und feststellt, dass es nicht bespielbar ist.


    Das Spielfeld wird meines Erachtens erst dadurch zum Spielfeld, dass der Schiedsrichter es nach Prüfung gemäß Regel 1 dazu erklärt.


    Der spitze Winkel war der Klassiker eines Ablenkungsmanövers und ist hier vollkommen irrelevant. Entscheidend ist, dass der Ball das Spielfeld, auch wenn er dieses nicht berührt hat, über die Torlinie verlässt.


    Dazu möchte ich anmerken, dass in der Frage NICHT erwähnt war, dass der Ball das Spielfeld über die Torlinie verlässt und auch nicht, dass er in das Spielfeld eindringt, sondern nur, dass der Ball hinter der Torlinie (also nicht im Spielfeld) den Boden berührt.


    Der Sachverhalt gibt strenggenommen nicht her, dass der Ball jemals im Feld war.

    Ich erinnere mich noch, wie ich vor ca 10 Jahren zu Beginn meiner Karriere geübt habe 9,15 abzumessen. Es erschien mir wichtig, dass ich das vernünftig machen kann.


    Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass sich diesbezüglich fast nie Probleme ergeben haben. Wenn da die Entfernungen nicht maßlos falsch sind, wird meiner Erfahrung nach da selten irgendwas kommentiert.