Naja, die einen gehen von Grundwissen aus und pfeifen eine Spielfortsetzung 5- oder 6-mal zurück, bis die Spieler mit der Spielfortsetzung warten, die anderen gehen davon aus, dass nicht jeder Spieler Ahnung von den Regeln hat und geben präventiv mal einen Hinweis mehr. Da ich in meinen Spielen nicht beobachtet werde und dementsprechend keine Bonuspunkte für "korrekte Anwendung von persönlichen Strafen in einem schwierig zu leitenden Spiel" brauche, gehöre ich zur 2.Sorte von SRn.
Beiträge von Ente
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Das kann man doch auf gleich 2 Arten vermeiden. Entweder ich starte keinen Countdown, sondern spreche den Spieler, der ausgewechselt werden soll, mündlich an á la "Beweg dich mal etwas schneller, sonst ist dein Team gleich 'ne Minute lang zu zehnt." Oder ich rufe kurz vor dem Augenblick, wo ich anfange runterzuzählen, mal kurz Richtung Spieler mit Ball "Nach der Auswechslung pfeife ich an, bevor es weitergeht".
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Zwischenzeitlich gab es nochmal eine Meldung des FC Pesch, in dem schwerste Anschuldigungen gegen den SR erhoben wurden. Unter anderem soll er zum Spiel einen Begleiter gehabt haben, der ganz zufällig bis vor kurzer Zeit in Pesch Jugendtrainer gewesen ist und mittlerweile zu Köln-West wechselte. Und der SR soll den Spieler, der später den FaD kassierte, schon vor dem Spiel beleidigt und den Platzverweis quasi angekündigt haben. Mittlerweile scheint es aber wenigstens eine Person mit ein bisschen Hirn in diesem Verein gegeben zu haben, denn
dieser Unfallder Beitrag ist nicht mehr auffindbar. Ich hoffe aber, das Sportgericht hat ihn rechtzeitig gesehen, gesichert und wertet ihn noch aus... -
Du hast den Punkt immer noch nicht verstanden? Es geht hier nicht darum, dem Herrn Schmuck die Ausübung irgendwelcher Ämter zu verbieten. Es geht darum, dass Sportrichter für sich die Entscheidung getroffen haben, mit diesem Herrn nicht zusammenarbeiten zu wollen und daher IHRE Ämter niedergelegt haben. Und dazu haben sie jedes Recht.
Ich übertrage das mal auf die Schiedsrichterei: Dein Ansetzer informiert dich, dass in der neuen Saison feste Gespanne gebildet werden, bei denen jeder mal SR und SRA ist. Und du wirst mit 2 SRn eingeteilt, die du nicht ausstehen kannst, weil ihr ganz grundsätzlich unterschiedliche Ansichten zum Auslegen der Regeln habt. Du sollst also mindestens ein Jahr lang jedes Wochenende 3-4 Stunden mit Leuten verbringen, die du überhaupt nicht leiden kannst. Du sagst Nö, darauf hast du keinen Bock, dann pfeife ich lieber in den unteren Klassen alleine oder mache ein Jahr ganz Pause. Und jetzt kommt Herr Ente und sagt: "Das kannst du doch nicht machen! Du musst doch wenigstens mal ausprobieren, ob ihr eure Ansichten unter einen Hut bringen könnt. Du kannst den anderen beiden doch nicht verbieten in dieser Spielklasse zu amtieren. Ja, wenn du erstmal ein halbes Jahr lang festgestellt hast, dass die beiden dir als SRA in jedem Spiel 3 FaD wegen Nichtigkeiten reinwinken, und du dir deinerseits selbst bei Faustschlägen ins Gesicht den Arm lahmwinken kannst, weil dich der SR einfach ignoriert, dann kannst du über so schwerwiegende Schritte nachdenken." Wäre jetzt nicht so geil, oder?
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In aller Kürze:
- Wenn ich das richtig verstanden habe, üben Sportrichter in Euskirchen ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Das beinhaltet selbstverständlich das Recht, ihr Amt jederzeit niederzulegen. Sogar ganz ohne Begründung, oder weil sie nicht mit einer anderen Person zusammenarbeiten wollen.
- Und der Herr Schmuck ist nicht Wähler oder einfaches Parteimitglied einer mindestens in Teilen rechtsextremen Partei mit mindestens einem Landesvorsitzenden, der gerichtlich abgesichert öffentlich als Faschist bezeichnet werden darf. Der Herr Schmuck kandidiert für die AfD, er möchte sie also öffentlich repräasentieren.
Ganz ehrlich - ich möchte mit solchen Leuten auch nicht zusammenarbeiten. Und wenn mir gesagt wird, ich muss, dann bin ich der, der geht. Das ist mit einem Arbeitsvertrag nicht ganz so einfach wie man dahersagt, aber als Trainer oder Schiedsrichter geht an dem Tag meine Kündigung ein, wo ein Kandidat der AfD in meinem Verein maßgeblich mit meiner Arbeit in Berührung kommt. Das schließt nicht aus, dass Teile des Vorstandes schon heute Sympathien für oder Mitglied in der AfD sind. Aber solange die das nicht auf den Fußballplatz tragen, ist das ihre Privatsache. Das hört auf privat zu sein, wenn sie das selbst an die Öffentlichkeit tragen.
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Nein, dass Sportler (und da gehören Schiedsrichter selbstverständlich dazu) abgewiesen werden, geht überhaupt nicht. Und natürlich muss das die FIFA vorher mit den Gastgeberländern regeln, aber grundsätzlich müssen alle Teilnehmer auch einreisen dürfen. Schon die Beschränkungen gegen die iranischen Spieler sind ein Skandal. Dazu kommt: Die Spieler und Schiedsrichter sind alles Personen, die vorher einen gewissen Bekanntheitsgrad haben. Hat man Angst, dass ein Land auf die Idee käme, für die Kaderplätze 20-23 irgendwelche Terroristen zu nominieren, könnte man das seitens der FIFA ausschließen, in dem man analog zur Olympianorm Kriterien festlegt, die die Sportler mindestens erfüllen müssen. Man stelle sich mal vor, es wären Dembele, Lamine Yamal und Harry Kane an der Grenze zurückgewiesen worden, weil die in den letzten Jahren nach Geheimdienstinformationen Kontakt mit islamistischen Terroristen gehabt haben sollen. Das ist ausgeschlossen? Ich glaube, das sehen die Schweizer gerade anders...
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Warum sollte des beim Abseits kein Vorteil geben?
Natürlich gilt die Vorteilsregelung auch bei Abseits, weshalb sollte sie da ausgeschlossen sein?
Weil in Regel 11 nichts von Vorteil steht. Dass das in der Praxis oft anders praktiziert wird, ist klar. Aber regeltechnisch sollte eine Berührung des Balles durch einen im Abseits stehenden Stürmer immer den indirekten Freistoß zur Folge haben. So wie jeder Auswechselspieler zu verwarnen ist, der auf der Seitenlinie wartet, bis sein Wechselpartner vom Feld gegangen ist. So wie jeder Einwurf falsch ist, der nicht exakt an der Stelle ausgeführt wird, wo der Ball das Feld verlassen hat. So wie der Schiedsrichter die Nachspielzeit nicht verlängern darf, wenn der Stürmer den Torwart bereits ausgespielt hat und unbedrängt mit Ball am Fuß 2 Meter vor dem leeren Tor steht...
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Seit wann gibt es denn Vorteil bei Abseits? Ich kenne nur aktive und passive Angreifer im Abseits. Dementsprechend komme ich entweder zu dem Ergebnis, dass der anlaufende Stürmer dicht genug am Torwart ist, um ihn zu beeinflussen, oder eben nicht. Je nach Einschätzung gibt es also direkt den Freistoß für die Mannschaft des Torwarts oder ich lasse weiterspielen. Dann steht die Entscheidung aber unabhängig davon, ob der Torwart den Ball aufnimmt, dem Stürmer unbedrängt in die Füße spielt oder mit Ball am Fuß Mittagspause macht.
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Was ein möglicher Wechsel von Schlitterbeck zu Bayern mit meiner sarkastischen Aussage zu tun hat, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.
Da setze ich schon einen Smilie und du kommst trotzdem nicht dahinter? Dabei ist doch schon seit "Flying Olli", dem Halsbeißer gegen Herrlich, dem Karnickelfanggriff gegen den Todesängste ausstehenden Brdaric, dem Nasenpopler gegen Klose und diversen Kneifereien von Ribery ein offenes Geheimnis, dass Bayernspieler in wichtigen Spielen nicht vom Platz gestellt werden dürfen. Das geht doch soweit, dass Loddarmaddeus als Spieler nach einem völlig berechtigten Platzverweis gegen Kuffour in Karlsruhe öffentlich und ungestraft etwas von "Beschiss" in alle Kameras plärren durfte...
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Das funktioniert mindestens genauso gut wie der Kapitänsdialog.

Oh ja. Guck mal HIER was die Bayern, insbesondere Pavlovic (Nr.45), nach dem Pfiff veranstalten. Abgesehen davon, dass Schlotterbeck wohl schon einen Vorvertrag in München unterschrieben hat. Anders als mit dem berüchtigten Bayernbonus ist nicht zu erklären, warum er mit Gelb davonkommt...

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Anders ist es beim Preußenspiel. Hier hatten weder der Gefoulte noch der Mitspieler eine wirklich aussichtsreiche Situation und der Schiedsrichter dafür ausreichend Zeit zu unterbrechen, bevor der Torschuss ausgeführt wird. Mein Fazit: Vorteil als falsche Tatsachenentscheidung (mit der Pfeife am Mund erst das Ergebnis des Torschusses abzuwarten) und Tendenz Regelverstoß wegen des Nachpfeifens (wobei man immer nich argumentieren könnte, dass er länger brauchte, um die Szene abschließend zu bewerten).
Gibt es da mittlerweile eine Stellungnahme des DFB? Aus meiner Sicht kann der SR nämlich in der Situation sehr wohl warten, denn wenn Petkov(?) nicht direkt schießt, sondern den Ball noch einmal vorlegt, hätte er wohl einen unbedrängten Schuss aus ebenfalls ca. 11 Metern gehabt, allerdings mit der Option nochmals näher an das Tor zu laufen.
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Ich finde man sollte Nachsicht und Verständnis nicht in denselben Topf werfen. Natürlich darf ich für Spieler Verständnis haben und das auch kundtun, so lange ich trotzdem die richtige Entscheidung treffe. Ich kann dadurch sogar mehr Ruhe reinbekommen, in dem ich einem Spieler sage, wenn er im Strafraum beide Arme hochreißt um den Ball nicht ins Gesicht zu bekommen, dann kann ich das verstehen, aber das Regelwerk schreibt dafür einen Strafstoß vor. Oder wenn ein Verteidiger einen frei auf das Tor zulaufenden Stürmer kurz vor der Strafraumgrenze weggräscht. Strafstoß verhindert, aber deswegen ist die Rote Karte zwingend.
Dagegen impliziert Nachsicht für mich, dass ich eigentlich fällige Strafen eigenmächtig abmindere oder gar nicht ausspreche. Das geht natürlich nicht und ist m.E. sogar kontraproduktiv. Schwachsinnige Regeln wird man nämlich am ehesten los, in dem man sie besonders korrekt anwendet. Zuletzt ist uns das gelungen, in dem zur neuen Saison der Blödsinn abgeschafft wurde, dass man Gelb und Strafstoß geben muss, wenn ein übereifriger Auswechselspieler einen 15 Meter vom Tor entfernten, eindeutig Richtung Toraus rollenden Ball auf der Torauslinie stoppt.
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Dazu muss man sich fragen: Was ist die Ursache des SR-Balls. Und dann kommt man üblicher weise nicht zu einer Entscheidung die zu einer Situation die einen Pfiff zur Spielfortsetzung erforderlich macht (Karte, Wechsel z.B.)
Meines Wissens wurde der "Pflichtpfiff" eingeführt, weil in diesen Situationen eben nicht klar ist, wann das Spiel fortgesetzt werden kann. Bei Wechseln oder Kartenvergabe ist der SR mit aufschreiben beschäftigt. Bei einer Verletzung sind Drittpersonen (mit Erlaubnis des SRs) auf dem Feld, die (ebenso wie der behandelte Spieler) erst das Feld verlassen haben müssen, bevor das Spiel fortgesetzt werden kann.
Gerade bei D-Jugend-Spielen (wo zu Saisonbeginn massenhaft Spieler auf dem Platz stehen, die noch nie mit SR gespielt haben) glaubt ihr nicht, wo überall schon das Spielgeschehen hinverlagert wurde, während ich nur die 17.Minute mit 2 Ziffern beim entsprechenden Auswechselspieler auf der Notizkarte eingetragen habe.
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Ja, und nebenbei gibt so ein entspannter Plausch auch Spielern, die gerade auf 180 sind, die Gelegenheit sich wieder abzuregen...
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Da rollen sich mir die Fußnägel auf!
Foto!

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Dazu kommt, dass diese Regelung nach meiner Kenntnis - Sinn und Geist der Regel - den Fall regeln soll, wenn der Schiri den Ball abgelenkt hat, nicht jedoch durch Außeneingriffe, welcher Art auch immer.
Dann machst du den SR-Ball mit der Mannschaft,die den Ball Richtung Seitenlinie gespielt hat?
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Bis zum Beginn der Saison war ja geregelt, dass beim SR-Ball außerhalb des Strafraums die Mannschaft den Ball bekommt, die ihn zuletzt berührt hat. Das wurde geändert, dass er mit einem Spieler der Mannschaft ausgeführt wird, die den Ball ohne Einfluss erhalten hätte. Schließt das Spielfortsetzungen ein?
Beispiel: der Ball wäre über die Seitenlinie gerollt, aber wird noch eindeutig im Feld gestoppt, weil ein Zuschauer von hinter der Barriere aus ein "langes Bein" macht, oder im Kleinfeld der Spielball vom Nachbarfeld entgegenkommt und ihn trifft. Wird der SR-Ball mit der Mannschaft ausgeführt, die den Einwurf erhalten hätte, oder mit der, die den Ball zuletzt gespielt hat, oder ist das abhängig davon, ob in der Nähe der Seitenlinie ein weiterer Spieler gelaufen ist, der zumindest eine Chance hatte, den Ball noch vor der Linie zu bekommen?

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Also erstmal kommt es bei mir in der ersten Halbzeit nur sehr selten vor, dass es überhaupt nennenswerte vergeudete Zeit gibt. Da muss schon ein bemerkenswert großes Ungleichgewicht zwischen den Spielstärken der Mannschaften sein, damit schon dort auf Zeit gespielt wird. Manchmal entdeckt das knapp führende Team die Langsamkeit, wenn die Nachspielzeit angezeigt wird. Aber da ist der freundliche Hinweis "Es heißt übrigens NachSPIELzeit, und wenn ihr jetzt 3 Minuten für einen Abstoß braucht, können wir auch noch nachlegen" immer verstanden worden.
In den wenigen Fällen, wo es eine Mannschaft dermaßen übertrieben hat, frage ich in der Regel einfach den Spielführer der anderen Mannschaft, ob er die Zusatzminuten noch haben will. Dann bin ich wenigstens nicht der einzige Depp, wenn sich seine Mannschaft trotz drückender Überlegenheit bei 45+x noch einen Konter einfängt...

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In Berlin ist das Mindestalter für SR 14, vorher dürfen nur Ausnahmen ausgebildet werden. Aber das ist wohl wieder in jedem Verband anders. Der Vorwurf geht auch gar nicht an die Liga an sich. Es hörte sich nur so an, dass dieser spezielle Trainer schon vorher, in anderen Spielen gegenüber erwachsenen SRn, auffällig war. Und dann steckt bei mir als Einteiler eben bei dieser speziellen Mannschaft eine rote Flagge auf dem Plan, und diese spezielle Mannschaft bekommt keine SR unter 16 und keine Neulinge zugeteilt. Zur Not tausche ich mich dann mal mit einem anderen Einteiler aus, dass der beispielweise einen höherklassigen SR schickt, der das zum Warmlaufen nutzen kann.
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Mit diesem Trainer hatte ich auch schon das „Vergnügen“ und bin heftig mit dem zusammengerasselt.
Wenn der schon einschlägig bekannt ist, wie kann ich da einen Zwölfjährigen hinschicken?

Jetzt muss man da richtig mit dem Hammer draufhauen. Ein D-Jugend-Spieler ist maximal 12 Jahre alt, da wird strafrechtlich nichts zu machen sein, zivilrechtlich weiß ich auch nicht, ob das Sinn macht. Aber der sollte mindestens bis Ende der Saison kein Spiel mehr machen, und wenn der Trainer irgendwie Aktien an der Geschichte hat, sollte der ebenfalls längere Zeit aus dem Verkehr gezogen werden.