Beiträge von SR Hannes

    Allgemein fällt die Platzbegehung ja weg und man muss im Normalfall nur die Tore nochmal schnell anschauen. Auch mit den Protokollen habe ich im Normalfall nichts zu tun, muss meist nur einen Schiedsrichterbogen ausfüllen, wofür ich während des Turniers aber immernoch genug Zeit habe.


    Bei offiziellen Turnieren sind die Regeln 100% vom Landesverband vorgeschrieben, d.h. ich muss mich darüber nicht erst vor Ort erkundigen. Bei Ladungsturnieren hingegen rechne ich nochmal 5-10 Min für die Absprache der Regeln ein.


    Ich bin deshalb zu Hallenturnieren, wo ich wirklich nur pfeifen muss immer rund 35-40 Minuten vorher da, bei Ladungsturnieren 40-45 Minuten.

    Das ist wirklich eine happige Strafe. Vielleicht kannst du ja mal posten, wie viel du für das Spiel im eigentlichen bekommen hast.
    Das Ein Fehler beim Notieren einer persönlichen Strafe passiert, ist sicherlich ärgerlich, aber sollte aus meiner Sicht in Falle der Fehlermeldung durch den SR nicht mit eine Geldstrafe geahndet werden.
    Solche Geschichten sind für manche Leute vielleicht der Grund das Hobby niederzulegen oder schrecken Interessierte for einer Ausbildung zurück. Ich bin zwar nicht in der Lage so etwas zu entscheiden aber eine unterklassige Ansetzung (z.B.: statt Senioren KOL nur Junioren KL), eine Ansetzung als SRA oder aber ein spielfreies WE sollten im Erstfall aus meiner Sicht als "Strafe" ausreichen.

    Keines Wegs, es kann nicht sein, dass der Verband für einen Verstoß gegen ein sittliches Gesetz, welches in keinem Weg im einklang mit den Fifaregeln steht, ein sportliches Urteil (und 10 Monate sperre sind nunmal ein sportliches Urteil) ausspricht, wie in diesem Fall geschehen.

    Zitat von dennosius;175271

    Der Staat muss sich nicht gegenüber dem Sport neutral verhalten. Es ist jedes Volkes gutes Recht, seine Gesetze selbstverständlich auch für den Sport anzuwenden. Dass der Sport seine eigenen Gesetze machen dürfte, ist auch in Europa spätestens seit dem Bosman-Urteil widerlegt - und das ist auch gut so.


    In den Fifastatuen ist meines Wissens aber klar formuliert, dass staatliche Gewalt über die Verbände nicht gewollt ist und auch bestraft werden kann.

    Auch wenns nicht 100% ins Thema passt:


    Ein Schiedsrichterkollege aus Berlin, der sich mit meinem Onkel ein Büro teilt, hatte mich kurz nach meiner bestandenen Ausbildung zum "Testtag" in seinem Bezirk in BER eingeladen.
    Ein etwas kurpulenter SR meines heutigen Alters fragte, warum er den als SR der bis zu den unteresten Seniorenklassen pfeift u.a. schon 2x150 in rund 24sek schaffen muss.


    Da kam als Antwort meines Bekannten: "150m ist die durchschnittl. Distanz bis zu deiner Kabine und wenn man das in dieser Zeit die Strecke schafft, hängt man 80% der Spieler in der KK B ab, also reiner Selbstschutz.


    Der Ansicht bin ich auch, bevor man mit der Assistensfahnen zurückschlägt, den Ball dem Spieler ins Geschicht stöß o.ä., lass ich selbigen einfach fallen und sprint bis in die Kabine.

    Das man aus Fitnessgründen da raus fällt, ist auch für mich ein echt starkes Stück.


    Wenn ich es bis dahin geschafft hätte, würde ich trainieren was das Zeug hält, um diesen Test zu bestehen :rolleyes:



    Sind das wirklich alle, würde mich schon i-wie wundern, wenn die Liste in Asien bis auf einen SR unangetastet bleibt und auch in Amerika nur der Columbianische FV Schiedsrichter verliert/ "tauscht".

    Zitat von FC Energie;174633

    Mein Spielberichtsbogen vom ersten Spiel wird eingerahmt.


    Das ist eine Erinnerung, die man nicht verlieren möchte. ^^


    Ich habe die Möglichkeit der Verwendung des Durchschlages zum Anheizen des Kamins bevorzugt :D



    Ich hab noch eine kleine Ergänzung: Mein allererster Einsatz war ein Turnier in der Halle, bei dem ich nach dem ersten Spiel von einem Zuschauer als Armleuchter bezeichnet wurde und von ihm empfohlen bekam doch besser gleich wieder nach Hause zu fahren du meine Pfeife an den Nagel zu hängen.
    Der Hallenwart, der auch mein erster Fußballtrainer war, bekam das mit und der besagte Zuschauer hatte nur noch die Wahl zwischen der Heimreise oder 4 Stunden vor der Halle frieren.:rolleyes:

    Mein erstens Spiel, war eins als VereinsSR in der E-Jugend. Es war ein langsames unbedeutetenes Freundschaftsspiel, was unter dem Motto "lasst die kleinen Mal ne Runde maucken" ablief.
    Mein erstes angesetztes Spiel war in der C-Jugend. Eigentlich sehr super gelaufen und von allen Seiten gabs damals Lob, jedoch würde ich dem singemäßen "Zitat" in Lukas betrag nicht zustimmen, denn die meisten fangen in diesen Altersklassen (C-Jugend und tiefer) an. Hier ist Fußball noch was ganz anderes als in der AJugend oder im Männerbereich. Es wird wenig auf die Füße gegangen und auch der Körpereinsatz ist übersichtlich. Deshalb ist es für mich ein Wenig der Vergleich von Äpfel und Birnen.

    Man muss für mich hier auch betrachten, das die Spieler in den Kreisspielklassen nicht von angesetzten SR geleitet werden, sondern das die Vereine selbstständig einen Spielleiter stellen müssen. Es ist dann natürlich ganz klar, dass der Kollege, sofern er kein geprüfter SR ist, die regeln nicht genau kennt und vllt die kurzen Ärmel genau so als gesundheitlich gefährdend berachtet, wie Schmuck.
    Für mich ist dieses Verhalten aus erzieherischer Sicht durchaus richtig, fällt nur leider nicht in den Aufgabenbereich der Schiedsrichter.


    PS: Als Betreuer eine E-Jugendmannschaft verstehe ich sowieso nicht, dass man dieses bei fast 0°C die Kinder in kurzen Trinots spielen lässt, denn ich habe schon in bei mehreren Mannschaften beobachtet, dass die Kinder, sobald sie (an den Armen) frieren, sich kaum noch mit dem Spiel sondern mehr mit sich selbst beschäftigen.

    Das wird in jedem Kreis sicherlich etwas unterschiedlich gehandhabt. Das beste ist wirklich, wenn du deinen Obmann beim nächsten Lehrabend mal fragst. Es wird dir sicherlich niemand den Pass wieder wegnehmen, selbst, wenn du da nur einmal im Jahr auftauchst, nur dann muss man sich halt mit den Ansetzungen zufrieden geben, die sonst keiner pfeifen will.

    Für mich ist ein Protest hier total sinnfrei. Zum einen hat das Team ja gewonnen, wenn man unter "nichts mehr angebrannt" verstehen kann, dass kein Tor mehr gefallen ist, und zum anderen ziehen FaZ in der Jugend keine weiteren Spielsperren nach sich und man somit auch keine anderen Folgen dieser zweiten Karte zu erwarten hat.

    Zitat von FC Energie;173643

    Also wenn ihr irgendwo im Verein oder so ein Freundschaftsspiel habt (also zB wärend des Trainings) das du mal fragst, ob du da pfeiffen kannst.


    Das würde ich hier nicht so schrieben. Es gibt Landesverbände bei denen es verboten ist Spiele zu pfeifen, für die man keinen offiziellen Spielauftrag besitzt. Das wird be uns zwar nicht so eng gesehen, aber der Fragensteller pfeift ja für einen ganz anderen Verband, wo man das vielleicht viel schärfer kontrolliert.


    Ich habe mir mal die Arbeit gemacht und eure Satzungen nach i-welchen Altersbegrenzungen für Schiedsrichter überflogen. Ich bin nicht fündig geworden, und demnach der Ansicht, dass dann die 12 Jahre vom DFB gelten.
    Oder kann in diesem Punkt dann jeder Kreis sein eigenes Süppchen kochen?!


    Ich hätte noch zwei Möglichkeiten für dich:
    1. Du fragst einen erfahrenen Schiedsrichter deines Vereines ob er nicht als dein Pate fungieren will, bis du im nächsten Jahr dann das 14. Lebensjahr vollendest. Vllt lässt sich der Schiedsrichterausschuß in diesem Fall umstimmen.
    2. Du fragst in einem Nachbarkreis, wie die das sehen und wechselst zur Not in diesen Kreis.

    1.: Nein, wenn ein Auswechslerspieler ein Wurfvergehen begeht, gibt es immer ind. FS, solange der jenige, der getroffen werden soll sich auf dem Spielfeld befindet. Wichtig dabei ist, dass es den ind. Freistoß an der Stelle gibt, wo der Ball bei Pfiff war und nicht, wo getroffen werden sollte.
    Zudem: Der Ort eines d.FS kann nie der Ort sein, an dem der Ball beim Pfiff war, sondern ist immer der Ort des Vergehens.


    2: Richtig


    3: Auch hier gibt es immer einen ind. Freistoß wo Ball bei Pfiff, da des d.FS nur bei Vergehen von einem aktiven Spieler gegen einen aktiven Gegenspieler geben kann. Die Gelbe Karte ist in jedem Fall richtig, jedoch muss für eine anbindene Ampelkarte ein weiteres verwarnungswürdiges Vergehen begangen werden. Der "faire"/regelkonforme Zweikampf kann keine weitere Karte zur Folge haben.


    Ethid meint, dass man bei Google mit den Suchbegriffen "Wurfvergehen Fußball" an dirtter oder vierter Stelle eine sehr hilfreiche Powerpoint findet

    ich gehe mal von aus, dass er mit Kategorie 2 meint, dass der Spieler schon ausgewechselt war und danach die Karte bekommt, was m.M.n. hier nicht in Frage kommt, da der "Regelverstoß" vor der Auswechslung stattfand.

    Nein, wenn er sie versehentlich liegen lässt, haftet seine Versicherung (müsste unter die Haftpflicht fallen). Kann diese ihm jedoch Vorsatz oder Fahrlässigkeit nachweisen bzw. er kann dies nicht einwandfrei wiederlegen, so wird die Versicherung die Rechung an den Versicherungsnehmer zurücksenden.

    Ich finde diesen Text gut, vor allem weil man dieses Problem im Männerfußball immer hat, und knapp ausformuliert, auch wenn er, durch eine leichte Einkürzung der Beschreibung deiner Situation am vergangenen Spieltag, noch prägnater werden könnte. Je weniger Text, desto höher ist die Anzahl an Leute, die es eigentlich nicht interessiert, "was der Schiedsrichter da will", ihn dann aber trotzdem lesen.
    Ich hoffe er trifft sein Ziel, auch wenn ich davon aus gehe, dass die härteren Fälle, den Text gar nicht erst lesen, oder wenn doch, ihn gleich wieder vergessen :(