Hausregeltraining

  • Der Einwand von Max zu 2. erscheint mir interessant. Die Frage ist m.E. die, ob ich auf die Wiederholung des Strafstoßes (Abwehr des Strafstoßes bei vorzeitigem Reinlaufen des Verteidigers) als SR zu Gunsten des Vorteils durch den Nachschuß verzichten darf. Praktisch spielt dies bei einem "Umsensen" keine Rolle, da so oder so :rote_karte: (und weiterer Strafstoß), aber wenn der Verteidiger den Nachschuß z.B. durch bloßes Trikotziehen vereitelt, wäre ja :rote_karte: nur mit Verhinderung der Torchance (aufgrund Vorteil) zu rechtfertigen, ansonsten bliebe ja maximal :gelbe_karte: (und weiterer Strafstoß).


    Stefan?

    "Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."
    (Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin, *1830 +1916)


    "Mancher ist für die Wahrheit, solang die Wahrheit für ihn ist."
    (Charles Tschopp, schweizer Schriftsteller, *1899 +1982)

  • Stefan hat schon recht, weil ...


    1. Er ist Stefan


    2. du darfst auch in dieser Situation den Vorteil anwenden.


    Denn die Mannschaft, die den Strafstoß bekommen würde (weil Verteidiger zu früh in Strafraum gelaufen), hat ja noch einen Vorteil dazu bekommen, weil der Gegner auch noch eine Rote Karte bekommt.


    Die angreifende Mannschaft hat durch den "verzögerten Pfiff des SR" einen zusätzlichen Vorteil.


    Wenn der SR allerdings schon gepfiffen hat bevor gezogen wurde, dann kann er für die Situation keinen Platzverweis mehr aussprechen.


    Ich hoffe es gut rübergebracht zu haben.

    "Ich entscheide über die wichtigen Dinge und meine Frau über die unwichtigen.:cool:
    Was aber wichtig bzw. unwichtig ist, entscheidet meine Frau.":p


    Zitat: Uwe Seeler


  • 1. Regel 14 ist nicht Regel 13 und da ist nunmal keine Verwarnung für diesen Fall vorgeschrieben. Der Ball ist beim Strafstoß grundsätzlich durch Pfiff freizugeben und muß nicht extra durch den SR blockiert werden.


    2. Vorteil ist die richtige Erklärung. Wenn der Schütze nun den Nachschuß verwandelt hätte und du würdest wegen des frühzeitigen Betretens des Verteidigers wiederholen lassen, hättest du wohl die Puppen am Tanzen...



    @ Mustafa: :anbeten:

    In einer Aktion prallten Grevelhörster und Gerick zusammen. Der FC-Stürmer blutete aus der Nase, aber Schiedsrichter Stefan Tendyck aus Gelsenkirchen konnte mit einem Taschentuch aushelfen. Gericks Torriecher wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen: Er markierte das 1:3.


    Westfalen-Blatt (29.5.2017) :D

  • Zu 2: Praktisch gesehen hat man als Schiedsrichter das zu frühe Hineinlaufen des Gegenspielers nicht gesehen, man hat das Spiel ja sowieso weiterlaufen lassen und dann kann ist an der roten Karte sowieso nichts zu deuten. Hat der Schiedsrichter das Hineinlaufen erkannt, so heißt es ja sowieso überall immer, man sollte sofort abpfeifen!


    Aber praktisch gesehen zeigt man die rote Karte wegen der Verhinderung einer klaren Torchance, gibt Strafstoß und gut ist und dass der Gegenspieler zuvor zu früh hineingelaufen ist, das war eben einem nicht bewußt. So sieht doch die Praxis aus.

  • Auch, wenn es vielleicht nicht mehr wirklich hier passt:
    Ich habe nach lang andauernder Suche eine Definition des "technischen Fouls/Vergehens" gefunden:
    "Technische Vergehen sind solche, die entstehen, wenn ein Spieler bei der Absicht, den Ball zu spielen, einen unbeabsichtigten Regelverstoß begeht." (Hervorhebung i.O.)
    Quelle: Carl Koppehel; "Schiedsrichter im Fußball", Band 4 der Schriftenreihe des DFB; 8. Auflage 1973; Wilhelm Limpert-Verlag GmbH, Frankfurt/M.

    :ironie: "Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf.":ironie:
    Christian Morgenstern

  • Daraus kann man schliessen, wenn solch ein Foul normalerweise :gelbe_karte: nach sich ziehen würde, wird der unbeabsichtigte Regelverstoß nur mit einen Freistoss geahndet.

  • DieMacke , also Freistoss kannst du nicht geben . Weil der Strafstoss ja nicht freigegeben wurde ,war ja das Spiel unterbrochen . Und ein Freistoss kann niemals für eine Aktion verhängt werden , die in einer Spielunterbrechung stattfand . (Ausnahmen bestätigen die Regeln)

  • Welche Spielfortsetzung würdest du denn vorschlagen anstatt eines Freistoßes, SR-Ball? :ironie:

    "Wenn man aus Fehlern lernt, werden Umwege zu Abkürzungen!"


    "Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt!"


    Herbert Fandel hatte den selben Mathelehrer wie ich, ein gutes Omen?!? :D

  • Zitat von schiri-h03;104959


    Julian: wie waers mit weiterhin Strafstoß??!!


    Sorry, hab dich falsch verstanden... Auf welche Frage beziehst du dich jetzt?


    Denn bei der 2. Frage von buehau steht doch, der Strafstoß wurde korrekt getreten, von einem "nicht freigegeben" kann ich nichts erkennen. :confused:


    Wenn wir aneinander vorbeireden sags ruhig. :D

    "Wenn man aus Fehlern lernt, werden Umwege zu Abkürzungen!"


    "Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt!"


    Herbert Fandel hatte den selben Mathelehrer wie ich, ein gutes Omen?!? :D

  • Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich in diesem Thema nicht mehr 100%ig durchblicke, ich glaub, wir reden aneinander vorbei...


    Ich rede von der ersten Frage:


    "Strafstoß in der regulären Spielzeit. Der SR hat den Strafstoß noch nicht freigegeben. Der identivizierte Schütze läuft an und tritt diesen neben das Tor. Entscheidung?"


    Worauf Matze ja richtig sagte:


    " DieMacke , also Freistoss kannst du nicht geben . Weil der Strafstoss ja nicht freigegeben wurde ,war ja das Spiel unterbrochen . Und ein Freistoss kann niemals für eine Aktion verhängt werden , die in einer Spielunterbrechung stattfand ."


    Also diesen Post habe ich auf Frage 1 bezogen...
    Von daher ist (wie schon oft gesagt) Wiederholung richtig.


    Aber wie schon gesagt: Das Thema verwirrt mich total, ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob ich das alles hier bei diesen Fragen richtig verstehe ;)

  • Gut, mein Post bezog sich auf die 2. Frage, sorry...

    "Wenn man aus Fehlern lernt, werden Umwege zu Abkürzungen!"


    "Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt!"


    Herbert Fandel hatte den selben Mathelehrer wie ich, ein gutes Omen?!? :D

  • Sorry, dass ich so ein altes Thema aufrufe....


    Bin gerade beim HRT und stehe irgendwie auf dem Schlauch... (ind. Fs, wo Ball bei der Unterbrechung oder SR-Ball?) - tendiere zu SR-Ball?) Vergehen gegen Drittpersonen...


    Der Schiedsrichter bemerkt, wie ein Spieler sich über die lautstarken taktischen Anweisungen des gegnerischen Trainers ärgert. Dabei verlässt der Spieler das Spielfeld und versetzt dem Trainer in dessen Coaching-Zone einen Faustschlag. Wie entscheidet der SR?

    Danke vorab!

    Stellv. Spielausschuss-Vorsitzender des KV Erzgebirge - 2006 bis 2010 auch Spielleiter beim Bezirksverband Chemnitz (leider aufgelöst) ;(
    Denkmäler für Dirk Schuster, Daniel Meyer, Hannes Drews, Domenico Tedesco und Gerd Schädlich auf dem Markt in Aue!

  • Ich würde sagen 2 Vergehen, schwere Spielstrafe ist der indirekte Freistoß für das Verlassen des Feldes -> FaD für den Schlag, ind. FS wo Ball.

    Der Klügere gibt nach.


    Das erklärt, warum die Welt von den Dummen regiert wird.

  • Das erste Vergehen ist das unerlaubte Verlassen des Spielfeldes, so dass ein ind. FS wo Ball die richtige Spielfortsetzung ist.

    Gott sei Dank habt ihr Schiedsrichter, sonst müsstet ihr eure Fehler ja bei euch suchen !

  • Diese Frage stammt aus der SRZ 6/2016, Situation 9.
    Antwort lautet ind.FS wo sich der Ball bei der Unterbrechung befand und FaD.

  • Das erste Vergehen ist das unerlaubte Verlassen des Spielfeldes,


    Seit wann gilt nicht mehr der Grundsatz 2 Vergehen einer Mannschaft (hier sogar desselben Spielers) -> schwere Spielstrafe? Hier zieht zufällig das 1.Vergehen auch die schwerere Strafe nach sich, aber so wie du das schreibst, wäre ja die Reihenfolge entscheidend...

    Der Klügere gibt nach.


    Das erklärt, warum die Welt von den Dummen regiert wird.

  • Das zweite Vergehen hat aber in diesem Fall keinen Einfluss auf die Spielstrafe. Wenn der Spieler berechtigt draußen wäre, gäbe es ja einen SR-Ball.
    Also verlässt der Spieler mal zuerst das Spielfeld, damit gibt es einen ind. FS und der SR-Ball für das Vergehen außerhalb ist nicht mehr gefragt, da der Freistoß die härtere Spielstrafe ist.

    Gott sei Dank habt ihr Schiedsrichter, sonst müsstet ihr eure Fehler ja bei euch suchen !