Beiträge von jambala

    Hallo.
    Solche Aussagen können in einer Verhandlung vor dem Sportgericht sehr krumm genommen werden und zu Ungunsten des SR ausgelegt werden. Man sollte sich generell alle wertenden Kommentare sparen, wenn ein Spieler einem ans Bein pissen will wegen des FaD hat man ihm schon die Munition dazu geliefert.
    Ansonsten wurde es ja schon geschrieben: Nimmt der Spieler neben dem Spielen des Balles wohlwollend einen Körperkontakt in Kauf, ist Gelb (bei Spielen des Balles) bzw. Rot (bei fehlendem Spielen des Balles) vertretbar und teilweise auch angebracht.

    Die Regel 12 sieht unter feldverweiswürdigen Vergehen gewaltsames Spiel vor. In den Zusatzanweisungen des DFB zur Regel 12 heißt es unter Punkt 4:
    Unter gewaltsamem Spiel versteht man den Angriff eines Spielers auf den
    Gegner, ohne dass dabei um den Ball gekämpft wird.

    Da der Angriff nicht auf den Ball, sondern auf den Gegner ging, ist der Feldverweis gerechtfertigt, zumal man in dieser Situation (deJong ist ja in der Luft und kann bei einem Kontakt mit größter Wahrscheinlichkeit die Landung nicht richtig kontrollieren) von einer bewußten Inkaufnahme einer Verletzung des Gegenspielers ausgehen kann, die wiederum unter Punkt vier der Zusatzbestimmungen des International Board als grobes Foul zu bewerten ist und mit dem FaD zu bestrafen ist. Also zwei Begründungen, die :rote_karte: gegen Hitzelsberger untermauern. Die Auslegung mag vielleicht hart sein, aber von einer Fehlentscheidung, wie es in der BamS geschrieben wurde, kann aus meiner Sicht nicht die Rede sein.
    Warten wir die nächste SR-Zeitung und die darin abgedruckte Stellungnahme des DFB-Lehrstabes ab, der Spieltag wird dort garantiert ausführlich behandelt werden.

    Hallo.
    In allen Fällen klare Entscheidungen: Rot bzw. Gelb-Rot.
    Wer sich so dumm wie Simunic verhält braucht sich über den daraus resultierenden Feldverweis nicht zu beschweren.
    Die Feldverweise sind mehr als vertretbar.
    Hitzelsberger legt deJong, der sich schon in der Luft befindet, um einem Körperkontakt aus dem Weg zu gehen in der klaren Absicht ihn zu stoppen, da der Fuß nach oben geht. Also klarer FaD.
    Fahrenhorst ist mit beiden Füßen voran in den Gegner gegangen, also auch klar.
    Dede hätte auch runtergehört.
    Und bei der letzten eingestellten Szene, es ist denke ich die Szene mit van der Vaart, hätte auch rot gezogen werden können, da die Aktion aus meiner Sicht eher auf den Mann gerichtet war, das Spielen des Balles wurde als Bonus mitgenommen.

    Hallo.
    Die Tatsache, daß der SR nicht abgebrochen hat wird in diesem Fall als strafmindernd gewertet, weshalb die Einstufung als minder schwerer Fall erfolgen mußte. Durch die Fortsetzung des Spieles hat der SR eine Tatsachenentscheidung gefällt, die somit auch Auswirkungen auf das Urteil hatte.
    Wie bei jedem anderen Gericht gilt auch vor der Sportgerichtsbarkeit in dubio pro reo, also im Zweifel für den Angeklagten. Dies besagt nicht nur, daß bei berechtigtem Zweifel ein Freispruch zu erfolgen hat, sondern auch eine Strafminderung gemäß den gegebenen Umständen zu erfolgen hat.


    Wobei ich persönlich nach der Lesart der Urteilsbegründung das Spiel abgebrochen hätte, da es eine gezielte Aktion gegen den SR war, und wobei eine Verletzung des SR wohlwollend in Kauf genommen hat.
    Und Ansgar, sich bei so einer Situation fallen zu lassen kann brandgefährlich sein, denn der Spieler könnte dann erst richtig austicken und anfangen zu treten. Würde ich also auf jeden Fall versuchen, zu vermeiden.

    Hallo.
    Das mag für den Schweizer Verband zutreffen, die Spielordnung des Saarländischen Fußball Verbandes schreibt dagegen im § 7-Spielkleidung- unter Punkt 6 folgendes vor:
    (6) Die Spieler haben auf ihren Sporthemden deutlich
    erkennbare Rückennummern zu tragen. Die Nummerierung muss mit der Eintragung auf dem Spielbericht übereinstimmen. Die das Spiel beginnenden Spieler sollen die Rückennummern 1-11 tragen.
    Bedeutet also für uns hier, daß das Spiel aufgrund nicht vorschriftsgemäßer Ausrüstung nicht stattfinden darf. Und diese Regelung gilt auch für Hobbymannschaften. Die Lätzchen dagegen brauchen meines Wissens nach keine Nummern aufzuweisen.

    Wieso kann ich dagegen nix machen, wenn ich merke, daß die Wechsel allein zum Zwecke des Zeitschindens ausgeführt werden?
    Eine Möglichkeit ist die Erhöhung der Nachspielzeit um eine weitere Minute, wobei man natürlich nicht überzogen verlängern sollte. Aber in einem normalen Spiel sind die Nachspielzeiten selten länger als zwei Minuten. Ich sage die Nachspielzeit normalerweise erst eineinhalb bis zwei Minuten vor dem eigentlichen Spielende an, so daß ich noch genügend Zeit habe, diese festzulegen. Wenn aus meiner Sicht durch das häufige Wechseln das Spiel über Gebühr verzögert wurde, wird eben nachgespielt.
    Und dann das schnelle Ausführen des Spieles, so daß man dem Trainer erst gar nicht die Möglichkeit gibt, auszuwechseln. Denn auch wenn der mehrfache Wechsel im Jugendbereich erlaubt ist, die Zustimmung des SR zum Wechsel ist immer noch nötig. Mit dem Begrenzen der Auswechslungen kann man sich eher einen Einspruch gegen die Wertung des Spiels einfangen als durch das Unterlassen von Unterbrechungen zum Wechsel. So wollte man das Spiel halt nicht noch mehr verzögern und hat deshalb die Wechsel nicht zugelassen, das Argument ist schwer zu wiederlegen und der benachteiligte Trainer wird seinem Kollegen wohl kaum zustimmen, daß das Spiel nicht noch weiter unterbrochen wurde.
    Wenn man das beim gleichen Spieler in ein, zwei Spielen gemacht hat (und in den unteren Jugenden trifft man sich ja zumeist mehrfach in einer Saison) wird der Trainer das Spielchen aufgeben, weil er weiß, daß er damit nicht durchkommt.

    Hallo.
    Wenn eine bauliche Abgrenzung, in der Regel eine Bande oder ein Zaun, vorhanden ist, hat sich der des Innenraum Verwiesene dahinter aufzuhalten. Bei Plätzen, wo so etwas fehlt (was mir bisher aber nur in ein paar Orten passiert ist), wird es schon schwieriger. Ich persönlich würde einen Bereich von mindestens einen Meter um die Seitenauslinien und die Torlinien als Innenraum ansehen sowie den Bereich, der als technische Zone um die Auswechselbänke beschrieben ist. Dort hat sich der Schuldige nicht aufzuhalten und dies würde ich dem Spielführer bzw. einem Verantwortlichen des Platzvereines (da diese für die Platzordnung verantwortlich sind) so expliziet sagen. Bei Nichtbeachten dann entsprechend erst Unterbrechung und wenn es sich nicht abstellen lässt Abbruch.

    Hallo.
    Wenn ich den Eingangsthread richtig verstanden habe, ging es nicht um falsches Wechseln, sondern um die Tatsache, daß der Trainer von A aufgrund genügend Ersatzspieler diese auch eingewechselt hat und der Trainer von B dies wohl als unfair empfand und daher eine Einschränkung der Einwechslungen haben wollte. Was aber in den meisten Verbänden in den unteren Spielklassen nicht begründet ist (bei überregionalen Spielen gibt es sehr wohl Einschränkungen bei der maximalen Anzahl von Einwechslungen), wie ja schon geschrieben wurde.

    Hallo.
    Wobei dann ein Monopol geschaffen wäre, welches nicht zulässig ist. Es gibt so viele Ausrüster, die auch Vereinbarungen mit anderen Landesverbänden haben, daß sich eine solche Vereinheitlichung nicht durchsetzen ließe. Und mir persönlich gefällt das Silverado bis auf die gelbe Ausführung optisch nicht sonderlich, so werde ich mir nicht vorschreiben lassen, dieses zu kaufen und zu tragen. Und weiterhin, wenn ich Erima trage, mein Respect anziehen, das mich bis auf weiteres begleiten wird.
    Und das Verbot von schwarzen Spielertrikots haben wir doch schon über Jahrzehnte gehabt und auf Betreiben der Vereine in den Landesverbänden wurde es dann über den Weg der Mehrheitsentscheidung aufgehoben. Es ist also ein demokratischer Schritt gewesen und keine Aufdoktrinierung.
    Der Schutz der Farbe Schwarz als Zeichen des SR ist ja im Regelwerk verankert und somit haben sich Diskussionen dahingehend erledigt, wer im Zweifelsfall schwarz trägt und wer nicht. Daß einige Vereine partout es auf Streit mit dem SR in dieser Frage anlegen ist ein altes Spiel und wer sich als Spielleiter hierauf einlässt ist selbst schuld. Schwarz ist bei jeder Spielleitung mitzuführen, so wurde es zumindest bei mir in der Gruppe angewiesen und wer dann als SR, egal wie die Spielfarben sonst sein mögen, Schwarz nicht dabei hat, ist es selbst schuld und braucht sich über die damit verbundenen Probleme nicht zu beschweren.
    Und wenn ich nur Schwarz habe, habe ich halt nur die eine Farbe. Punkt. Wer als Verein damit ein Problem hat, soll sich doch beim Verband beschweren, mal schauen, was die dazu zu sagen haben....;)

    Wir haben hier im Saarland ja eher ein Hang zu niedlichen kleinen Sachen - siehe Lafontaine :ironie:
    Spiegelt sich auch in der Sprache wieder (mit der Verniedlichungsform -ja bzw. chin): Klietzja, Lätzja, Knöppchin drehen, Guddsja, mättsja...

    Kappi, das ist ja kein Thema, wenn die ein richtiges Trikot dabeihaben und das auch in einem tragbaren Zustand ist.
    Und bei einem reinen Hobbyturnier ist der Ausrichter doch zumeist froh, wenn er überhaupt ausgebildete SR zur Verfügung hat, ich habs schon erlebt, daß irgendwelche Vereinsvertreter als Refs eingesetzt waren - mit den entsprechenden Regelauslegungen.
    Aber in einem ordnungsgemäß angesetzten Verbandsspiel kann es aus meiner Sicht nicht sein, daß man im Lätzchen pfeift.

    Maurice, die meisten in D gebräuchlichen Lätzchen sind so durchsichtig, daß man die Nummern der darunter befindlichen Trikots sehen kann. Und zumindest bei uns im Saarland ist es mir nicht bekannt, daß die Leibchen mit aufgedruckten Nummern versehen sein müssen.
    Davon ab, meistens hilft dann der Heimverein im Härtefall mit einem Satz Trikots aus.

    Hallo.
    Entweder das oder das Spiel fällt aus. Die Verzögerung würde ich dann auf jeden Fall im SB dokumentieren. Wobei bei rechtzeitiger Anreise (sowohl vom SR als auch der Mannschaften) genügend zeitlicher Spielraum vorhanden ist.
    In der Frage gibt es eine klare Anweisung und somit absolut keine Grundlage für eine Diskussion, auch wenn die Vereine dies gerne anders sehen. Wer als Verein unbedingt mit Schwarz spielen will, muß, wie Manfred geschrieben hat, mit dem Risiko leben, daß bei Fehlen von Ausweichtrikots das Spiel ausfällt. Aus der von mir gemachten Erfahrung sind aber bei Androhung des Spielausfalls sehr schnell andere Trikots oder Lätzchen da, auch wenn zuerst lamentiert und beteuert wird, daß keine da seien.
    Bei uns ist es auf jeden Fall so, daß unser Obmann jeden sperren bzw. streichen lässt, der sich in der Frage auf Kompromisse einlässt und als SR das Spiel im Lätzchen leitet, damit eine der Mannschaften in Schwarz spielen kann.

    Hallo.
    Der Zusatzpargraph 1 der DFB-Anweisungen zur Regel 5, den Kevin zitiert hat, wurde meines Wissens nach so in allen Landesverbänden in die Spielordnung aufgenommen. Und soweit ich es weiß sind die Vereine, die schwarze Trikots tragen möchten, auch in allen Verbänden gehalten, für Ersatztrikotagen zu sorgen. Nur zumeist wird dann aufgrund von Bequemlichkeit bzw. aufgrund von Sponsorenverpflichtungen versucht, den SR zum Tragen von Lätzchen zu überreden, und leider gingen in der Vergangenheit einige Kollegen hierauf ein. Aber betrachten wir es mal von der offiziellen Auslegung:
    Von den Gelben können wir ein Umziehen nicht verlangen und bei den Schwarzen ist die Sachlage aufgrund der Regel auch klar. Ziehen sie sich nach Fristsetzung nicht um wird nicht gespielt. Punkt.
    Ob der Verein dann nämlich eine Strafe für den verschuldeten Spielausfall sowie die negative Wertung des Spieles in Kauf nehmen möchte, wage ich zu bezweifeln und die Erfahrung zeigt, daß dann sehr schnell andere Trikots da sind oder Lätzchen getragen werden...

    Ein Spieler wird vom Gegespieler an der korrekten Ausführunges eines Schußes gehindert bzw. dabei behindert. Der Fuß wird hierbei mit der Sohle vorraus vor den Schußfuß des anderen Spielers gehalten.
    Hört sich jetzt natürlich komisch an. Schau mal noch in der SR-Zeitung aus den letzten Monaten nach, vielleicht finde ich ein Bild, wo es gezeigt wird.

    Hallo.
    Björn : Damit meint man -zumindest im südwestdeutschen Raum, ob man woanders den Begriff benutzt, weiß ich nicht - den aufgesetzten Fuß.
    Daß es sich um eine unsportliche bzw. verbotene Spielweise handelt hat Ansgar ja schon ausgiebig ausgeführt. Man sollte sich auf jeden Fall angewöhnen, solche Spielweise zu unterbinden, auch und grade bei der Jugend, da man sich dadurch schon eine Menge Streß- und Konfliktsituationen aus dem Spiel nimmt. Und das Argument, daß andere Kollegen es nicht pfeifen, zieht nicht. Leider gibt es immer wieder, vor allem ältere Kollegen, die im Bereich gefährliches Spiel sehr lasch pfeifen, und genau diese Kollegen sind es auch, die dann regelmäßig vor der Spruchkammer erscheinen müssen (kann es nur aus meinem Bereich und aus meiner bisherigen Laufbahn schildern, und da sind es immer wieder die gleichen Kameraden,die im Zusammenhang mit :rote_karte: wegen Revanchefouls in die Verhandlung zitiert werden).

    Spielleiter
    Aktive Verbandsliga 26,- € Landesliga 23,- € Bezirksliga 20,- €
    Kreisligen A & B 15,- € Reserven 13,- €
    Damen Verbandsliga 15,- € Landesliga 14,- € Bezirksliga 13,- €
    Jugend Verbandsliga A-Jugend 15,- € Verbandsliga B-Jugend 13,- €
    Verbandsliga C-Jugend & Bezirksligen 12,- € Kreisligen A und B 10,- €
    Alle Gruppen und Mädchen 8,- €
    Hobby und AH Alle Altersklassen 13,- €
    Assistenten
    Aktive
    Verbandsliga 15,- € Landesliga 14,- € Bezirksligen & Kreisliga A 12,- €
    KL B, Damen VL, AH 10,- € Damen untere, Jugend Alle Klassen 8,- €


    Feldturniere
    Schulspiele WK 1 und WK 2 5,- €
    Aktive 2 x 45 min. 15,- € 2 x 40 min. 14,- € 2 x 35 min. 13,- €
    2 x 30 min. 11,- € 2 x 25 min. 10,- € 2 x 20 min. 8,- €
    Damen 2x 45 min., sonst s.o. 13,- €
    Jugend 5,- €
    Hallenspiele
    Aktive Alle Erwachsenen 6,- €
    Jugend Alle Spielklassen 5,- €
    Alle Turniere Spesen je angefangene Stunde Anwesenheit !

    Und der hat sich erledigt, da a) keine persönliche Strafe ausgesprochen wurde b) der DFB nicht ermittelt hat c) der Verein die Sache (wenn auch mit berechtigtem Bauchgrimmen) ad acta gelegt hat und d) eine Entschuldigung erfolgt ist, die angenommen wurde.
    Positiv finde ich auf jeden Fall die öffentliche Entschuldigung, es gibt genügend andere Spieler, die noch rotzfrech sich selbst als Opfer dargestellt hätten.
    Traurig an der ganzen Sache finde ich nur, daß der scheele Beigeschmack wegen des Verhalten des SR bleiben wird. Und den damit verbundenen Ruf wird der Kamerad noch lange genug mit sich rumtragen...