Beiträge von jambala

    Na, da werden mal wieder Äpfel mit Birnen vermischt, um über Bananen zu reden.


    Was ich als SR wissen muss sind die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs, in dem ich als SR eingesetzt bin: Also Spielzeit, Anzahl Spieler, welches Spielfeld, Anzahl Wechsel, möglicherweise Vorgehen zur Spielentscheidung mit Verlängerung bzw. Strafstoßschießen. Habe ich hier Defizite und fälle eine falsche Entscheidung ist es ein Regelverstoß mit allen Konsequenzen. Bringschuld von mir als SR ohne Ausrede. Punkt.


    Die Einhaltung der Spielberechtigung ist Sache des Vereins. Also eine Bringschuld des Vereins, keine Holschuld von mir als SR. Daher muss ich nicht zwangsläufig wissen, ob ein Spieler, der zuvor in einer höherklassig spielenden Mannschaft eingesetzt war, auch für mein Spiel einsatzberechtigt ist. Hier stellt sich mir nur die Frage, ob er als spielberechtigt auf dem SB und in der Liste für mein Spiel steht, ansonsten mache ich Meldung und stelle ggf. die Identität fest. Sind hier Abweichungen da, ist es der Fehler des Vereins, nicht von mir als SR, denn ich kann eine potentielle Verletzung der Spielberechtigung nur am Fehlen auf dem SB oder dem fehlenden Pass festmachen. Daher kann ich in dem Fall eine ansonsten regelkonforme Teilnahme (Einhaltung Anzahl Spieler und maximale Anzahl Wechsel) nicht verweigern, da hierfür keine offensichtlichen Gründe sprechen.


    Wenn ich mir als SR aber sicher bin, dass ein klarer Verstoß gegen für den Wettbewerb bindend gültige Bestimmungen gegeben ist, habe ich hier die ganz klare Verpflichtung zur Geltendmachung der Regeln. Und dies bedeutet im berechtigten Zweifel bei unberechtigter Teilnahme die Verweigerung eines Tores sowie die Unterbindung der weiteren Teilnahme, im Extremfall bis hin zum Abbruch.

    Und genau das ist das Problem. Es gibt genug Beispiele, in denen Betreuer in der Jugend mit unterirdischen Verhaltensweisen auffallen, es werden regelmäßig Meldungen gemacht, es hagelt Strafen - und der Verein macht nichts. Da hilft dann nur noch eine Reihe von Abbrüchen bzw. Ausfällen, um genau diese Kameraden zu maßregeln. Denn dann werden die Strafen so hoch, dass es von den Vereinen gespürt wird. 20 Euro für Paßvergehen oder Unregelmässigkeiten beim SBo jucken manche Spezis eben nicht. 150 Euro wegen wiederholt mutwillig herbeigeführtem Ausfall bzw. Abbruch dann schon eher. Denn genau solche Leute vergraulen mit dem Verhalten Jungschiedsrichter.


    Solche Sprüche mit Ball holen, genau wie Diskussionen um schwarze Trikots, fehlende Pässe und andere "Kleinigkeiten", kenne ich nur von Leuten, die wiederholt durchgekommen sind und sich zu sicher fühlen. Und die bekommt man nur mit Abbruch und Ausfall in den Griff, wenn sie merken, dass man als SR es ernst meint und sich nicht einschüchtern lässt.

    Hallo.


    Zu 1) hier sollte man auf die Wortwahl achten. Als "alter Hase" kann man etwas direkter sein, als Jungspund würde ich mich auf die Aussage " In dem Ton bitte nicht, sonst muss ich Sie aus dem Innenraum verweisen" beschränken.

    Zu 4) Grade den Doppelpfiff soll man eigentlich nicht machen, um eine Verwechslung mit dem regulären Abpfiff zu vermeiden. Spielführer hernehmen, klar sagen, dass das Spiel hiermit abgebrochen ist und klare Geste machen, so zumindest kenne ich die gewünschte Vorgehensweise beim Abbruch.

    Es wird ja kein Wechsel unterbunden - der über das Kontingent hinaus gehende Wechsel hätte ja beim SR angemeldet werden müssen und explizit durch die wechselwillige Mannschaft nach Hinweis auf das erschöpfte Kontingent bestätigt werden müssen. Das was vorliegt ist eine unerlaubte Teilnahme am Spiel, deren Wirkung vom SR revidiert wird nach Kenntnisnahme. Zwei Paar Schuhe. Daher würde hier, da bin ich mir sicher, die benachteiligte Mannschaft nicht protestieren, da ja das Tor aberkannt wird und die Wertung so oder so auch bei weiterer Teilnahme des Spielers an sie gehen wird. Und die den Verstoß begehende Mannschaft wird höchstwahrscheinlich keinen Einspruch zugelassenen bekommen, da ein eindeutiger Verstoß gegen die Spielordnung vorliegt.

    Hallo.


    In den LOTG steht aber auch nichts darüber, welche Werbung in welcher Größe auf den Trikots sein darf, ob ubd in welcher Form eine Spielgenehmigunf für den Spieler vorliegt, usw.


    Das regeln die Ausführungsbestimmungen in Form der jeweiligen Spielordnung. Diese sagt zu den Wechseln, dass nur eine bestimmte Anzahl in dem Wettbewerb zulässig sind. Werden mehr vorgenommen liegt ein Verstoß vor, der eine nachträgliche Korrektur zugunsten der das Kontingent einhaltenden Mannschaft in der Regel nach sich zieht.


    Die Frage ist aber doch, ob der Torschütze zum Spieler gewordenen ist und somit ein reguläres Tor erzielen konnte. Und das ist eben nicht der Fall. Ein regulärer Wechsel war nicht mehr möglich. Also hätte er nur mit expliziter Zustimmung durch den SR am Spiel teilnehmen dürfen. Da diese nicht vorlag, kann er im Moment der Torerzielung auch kein Spieler sein. Ergo ist er unerlaubt auf dem Feld und ist genau so zu behandeln als hätte er als Ersatzspieler unerlaubt den Platz betreten. Und daher kein Tor, Verwarnung und direkter Freistoß.

    amfa : Nicht ganz richtig. Für jeden Wettbewerb gibt es Vorgaben mit dem zulässigen Wechselkontingent. Die Verantwortung für die Einhaltung ist zwar Sache der Vereine. Die des SR ist aber, den Regeln Geltung zu verschaffen und ihre Einhaltung zu gewährleisten. Hierzu zählen auch die Vorgaben der Spielordnung. Daher interessiert es mich schon, ob die maximale Anzahl Wechsel eingehalten wird und greife bei Bedarf ein - wenn auch nur mit dem Hinweis auf die ausgeschöpfte Anzahl Wechsel.


    Was die ursprüngliche Frage anbelangt sehe ich es auch so, dass hier kein Wechsel vorliegt, da das Kontingent erschöpft war. Damit kann es nur die unerlaubte Teilnahme am Spiel sein, so wie Mark sie argumentiert. Hinsichtlich der Aussage des Lehrwartes aus HH schließe ich mich Stefan an. Das mag in Hamburg als Argument ausreichen, ansonsten sehe ich hier einen Regelverstoß durch das Zulsssen einer unerlaubten Teilnahme.


    Der Fall der zusätzlichen Einwechslung ist hier für mich anders gelagert, da die Teilnahme auf Wunsch der Mannschaft und nach Zustimmung zum Betreten des Feldes durch den SR gegeben ist. Das ist aber im geschilderten Fall nicht gegeben. Das Ergebnis für die Spielwertung ist am Ende das gleiche, im Falle der Hinnahme durch den SR wie gesagt ein Regelverstoß, da ich die Teilnahme eines nicht Berechtigten zulasse.

    Hallo.


    Meldung machen, dass durch diese Aktion zwei Minuten Nachspielzeit zusammen gekommen sind, dann lernt er vielleicht, dass er solche Spirenzien zu lassen hat. Die muss nicht zwingend offiziell über den SB laufen, da reicht schon ein dezenter Hinweis an den Klassenleiter. Beim nächsten Mal geht er dann bei mir hinter die Barriere, wenn er nur ansatzweise dumm kommt.


    Der Heimverein hat für ausreichend Ersatzbälle zu sorgen und diese müssen auf Anforderung des SR auch kurzfristig ins Spiel gebracht werden können.

    Noch einmal, Sixth: Du fragst nach der buchstabengetreuen Umsetzung. Und die gibt die Möglichkeit der Verweigerung der Teilnahme schlicht nicht her.


    Wir hatten vor ein paar Jahren mal kurz eine Phase, wo wir bei fehlender oder falscher Identifikation auf dem Spielbericht die Teilnahme verweigern sollten (sogar mussten). Diese Anweisung wurde recht schnell wieder kassiert, weil eben die praktische Umsetzung wider Erwarten so konsequent war, dass der Spielbetrieb nicht mehr reibungslos funktioniert hatte, weil der Verband mit der Bearbeitung der Meldungen nicht mehr nachkam und massenhaft Beschwerden durch die Vereine kamen.

    Was sind die Vorgaben, die meine Entscheidungen als SR begründen bzw. rechtssicher machen?


    Zunächst und primär für alles rund um das laufende Spiel die Fußballregeln. Diese regeln aber den Bereich Spielberechtigung nicht.


    Dann die Spielordnung. Die gibt den durch den Verband, der für das jeweilige Spiel geltenden verwaltungstechnischen Rahmen vor: Art und Ausführung der aufgebrachten Werbung, Ordnergestellung - und eben die Spielberechtigung.


    Geben beide Vorgaben nichts her, das etwas nicht gemacht werden darf, die gegebene Situation mir aber nicht richtig vorkommt, dann mache ich eine Meldung, sowie informieren der beiden Spielführer hinsichtlich der Bedenken, am besten mit Unterschrift dieser. Aber von mir aus etwas verwehren oder nicht zulassen, was nicht eindeutig negiert wird, ist immer mit dem Risiko eines Regelverstoßes verbunden.

    Steht er nicht auf dem Bogen, ist er nicht spielberechtigt, da hat die Tatsache, ob er mit korrektem Namen oder unter erkannt falschem Namen spielen will keinen moralischen Nährwert. Also kein Unterschied hinsichtlich der Handhabe. Paradebeispiel ist das mit dem Opa in der F-Jugend /Bambinis/E-Jugend/was auch immer, das Manfred bereits angeführt hat.


    Die Spielordnung gibt hier keine Möglichkeit der Verweigerung der Teilnahme her, also muss ich das Spielen als solches zulassen.

    Hallo.


    Die Spielberechtigung bedeutet rein sportrechtlich die Berechtigung, im Namen eines Vereins für bestimmte Mannschaften des Vereins auflaufen zu dürfen und rechtskonform spielen zu dürfen.


    Liegt für den betroffenen Spieler keine Spielberechtigung für den Einsatz vor, liegt der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers vor, der vom Verband gemäß der geltenden Spiel- sowie Strafordnung geahndet wird. Dies ist in den Spiel- und Strafordnungen definiert und nachvollziehbar, unter welchen Voraussetzungen dieser Strafbestand vorliegt. Die Spielordnung jedoch weist in der Regel keinen expliziten Passus auf, der verbindlich die Verweigerung der Teilnahme vorsieht, wenn keine Spielberechtigung für diese Mannschaft, für die er spielen soll, vorliegt.


    Also stellen dann wiederum die Anweisungen des Verbandes zur Umsetzung die Rechtsgrundlage dar und die lautet“ spielen lassen“. Hier ist also die aus Deiner Sicht pragmatische Vorgehensweise diejenige, die den rechtssicheren Rahmen für die Entscheidung zur Zulassung der Teilnahme darstellen wird, weil der Verband eben diese Entscheidung voraussetzt und auch einfordert. Du bekommst im Gegenteil sogar noch eher Probleme mit Einspruch und Neuansetzung, wenn Du die Teilnahme verweigern würdest, weil dies faktisch einen Regelverstoß darstellt, da dies durch die Spielordnung eben NICHT vorgesehen ist. Selbst wenn der Spieler nicht spielberechtigt ist.

    Ich glaube mich zu erinnern, in einem amerikanischen SR Forum mal gelesen zu haben, dass in Kanada je nach Liga Marke und Farben explizit vorgeschrieben sind, daher die Aussage. Wenn das nicht stimmt ist es wohl nicht mehr der aktuelle Stand. In den USA ist es verbindlich vorgegeben, welche Trikots in welchen Farben man als SR kaufen MUSS abhängig von Liga bzw. Wettbewerb .


    Und das gibt es in den Ligen unterhalb der durch den DFB angesetzten Ligen in D so nur dann, wenn explizite Sponsorverträge (Hessen seinerzeit mit den Feuersteintrikots und Baden mit Puma wenn ich mich recht erinnere) geschlossen wurden und die Trikots gestellt bzw. deutlich vergünstigt gekauft werden können. Und betrifft dann nur eine sehr kleine Zahl SR.

    @sixth: Jeder Verein hat seinen individuellen Plan für das Einzeichnen und der MUSS vor Ort ausgehangen sein. Daher gibt es keine Entschuldigung, da dies auch so klar an alle Vereine kommuniziert wurde und bei Meldungen durch die SR hier auch Sanktionen folgen, wenn der Plan nicht vorhanden ist bzw. falsch abgegrenzt wurde. Ich weiß natürlich nicht, ob dies genau so in Hamburg gegeben ist, die Vereine müssen hier aber nicht die Spielordnung durchforsten, es liegt eine eindeutige Anleitung vor. Ich mache am Sonntag mal ein Foto.


    @Macke : In der C-Jugend sind echte Anfänger selten und die dürfen dann auch meist nicht einwerfen, da haben die Mannschaften normalerweise einen festen Stamm an Spielern, genau wie bei anderen Standards. Aber wenn ich zwei Einwürfe angepfiffen habe und klar gesagt habe, wieso, funktioniert es in der Regel. 30 Einwürfe, auch bei Test- oder Freundschaftsspielen, hatte ich noch nicht. Maximal insgesamt 5. Das funktioniert auch in der E-Jugend, hier erkläre ich genauer, was falsch war und lasse auch mal den gleichen Spieler wiederholen, um einen Lerneffekt zu haben. Ist aber eher selten.

    In den meisten Fällen ist die Vereinsmitgliedschaft als SR kostenfrei und dient in erster Linie der Versicherung während der Ausübung des Amtes. Und gezwungen wird man in der Regel auch nicht, sich aktiv im Verein einzubringen neben dem Pfeifen. Also von daher eigentlich kein Grund, sich davor zu fürchten.


    Der finanzielle Aspekt bei der Ausrüstung ist je nach Verein unterschiedlich. Von regelmäßiger kompletter Neuausstattung über gelegentliche, bedarfsbedingte Unterstützung bis hin zur Grundausstattung Trikots mit Mappe, aber ohne Schuhe und sonst nichts reicht die Bandbreite. Den größten Teil meiner Trikots habe ich selbst gekauft. Wobei bei uns generell keine offiziellen Vorgaben hinsichtlich der Trikots bestehen im Gegensatz zu Euch oder auch den Staaten oder England.

    Hallo.


    In D ist es ja so, dass man als SR zwingend über einen Verein gemeldet sein muss. Die Vereine haben Vorgaben, wie viele SR zu stellen sind und mit diversen Strafmaßnahmen sollen mehr SR geworben werden. Und trotzdem sind nicht genug da.


    Also, ist ein generelles Problem, das auch durch das Amt begründet ist. Pfeifen ist halt nicht jedermanns Sache.

    Hallo.


    Das ist hier im Saarland seit ein paar Jahren eindeutig geregelt. Der Landesspielleiter Jugend hat für jeden Platz im Verbandsgebiet eine eindeutig Aufmaßung der Jugend mitgeteilt gemäß der gemeldeten Großfeldmaße. Diese Vorgabe wurde an alle Vereine für ihre individuellen Plätze inklusive Ausweichplatz verschickt und muss an der Spielstätte ausgehangen sein. Klar geregelt, also keine Nachfragen notwendig.


    Und mit Verlaub, ab D-Jugend kann man korrekte Einwürfe erwarten. Spätestens ab dem dritten Pfiff funktioniert es, meine eigene Erfahrung.

    Hallo.


    Den ersten Spieler verwarnen wegen Trikot aus, für das Schubsen je nach Intensität Gelb-Rot oder glatt rot, Zeitstrafe würde ich sofern möglich überspringen aufgrund des respektlosen Verhalten. Dann ist derjenige, der als zweiter auszieht dran, der darf 5 Minuten runter oder Verwarnung.


    Der Rest hat bei solch einer Aktion genau drei Minuten Zeit nach Androhung an den Spielführer, komplett Spielbereitschaft herzustellen, sonst sowie im Wiederholungsfall im gleichen Spiel Abbruch. Und natürlich Meldung an den Verband.

    Ist ja auch weniger das Wasser als vielmehr die Mineralien, die durch zusätzliches Trinken zugeführt werden und somit ein gewisser Puffer aufgebaut wird.


    Und zu dem Thema herrschen unterschiedliche Meinungen, meine eigene Erfahrung habe ich oben geschildert und mit der bin ich bisher ohne Krämpfe und andere Probleme auch durch Turniere bei Wetter wie aktuell (und Gefechtsmärschen beim Bund) gekommen.

    Hallo.


    Beim Fall von BestRef wurde aber meiner Erinnerung nach der SR bereits informiert und war einverstanden, es scheiterte am Klasssenleiter, dass das Spiel ausfiel.


    Generell sind es aus meiner Erfahrung immer die gleichen Vereine, bei denen das regelmäßig vorkommt. Und da wäre die rigorose Ablehnung der Ansetzung nach vorheriger Ankündigung der effektivste Weg. Für ein Testspiel oder Freundschaftsspiel müssen sie dann selbst schaun, wo sie jemanden her bekommen, ohne offiziellen Status halt für das Spiel. Da man, auch hier wieder eigene Erfahrung, sich als SR dann meist das Genöhle erspart, wenn man sich an die Regeln hält und normal pfeift, ein positiver Nebeneffekt. Oder im Wiederholungsfall eines vermeidbaren Ausfalls pauschal wie auch schon angesprochen Abführung einer Summe X zugunsten der betroffenen Gruppe wenn weniger als vier Tage, bei Absagen weniger als 48 Stunden vor Anstoß geht Betrag X an den SR.