Beiträge von jambala

    Das ist doch der Knackpunkt. Außer explizit 3 und 5, die unauslegbar Beleidigungen sind. Alles andere sind Unsportlichkeiten, die Beleidigung kann man herein interpretieren, es sind aber objektiv betrachtet keine eindeutigen Beleidigungen, die zwingend einen Feldverweis bedingen. Gehe ich mit dem Maßstab heran, müsste bei allen 8 mit FaD geantwortet werden. Genau das meinte einer der von mir angesprochenen Sportrichter, die Beleidigung muss eindeutig sein bzw. eindeutig eine Parteilichkeit oder Bestechlichkeit herauszulesen sein aus dem konkreten Wortlaut, ohne Interpretation.

    Ne, Sixth, ich weiss schon sehr gut, wie man formulieren muss, auch damit das Sportgericht eine der Tat angemessene Strafe verhängt. Dadurch musste ich bisher auch noch kein einziges Mal vors Sportgericht, weil meine Meldung immer vollständig und aussagekräftig war.


    Nur von den acht angesprochenen Aussagen, das sagt mir meine Erfahrung mit eigenen solchen Meldungen, sowie aufgrund der Tatsache, dass ich einige der saarländischen Sportrichter persönlich kenne und mich mit denen schon mal diesbezüglich unterhalten hatte, fehlt denen in weiten Teilen der ausreichend unsportliche Aspekt, um einen Feldverweis zu rechtfertigen. Und das sind zum Großteil Leute, die selbst pfeifen bzw. im Beruf Juristen sind, also durchaus ein gesundes Verständnis für das Thema haben und da recht ausgewogene Urteile fällen.

    Im Mustervertrag Vertragsspieler des DFB wird zwar der 30. Juni genannt, aber mit explizitem Bezug auf das Saisonende. Also gilt die Zweckerfüllung, sofern diese früher eintritt (was die Regel ist), ansonsten läuft der Vertrag zum Datum automatisch aus, sofern er nicht verlängert wird. Aktuell ist aber eben die Besonderheit, das das Spielrecht an das Saisonende geknüpft ist, also könnte theoretisch ein Spieler gar nicht spielberechtigt für den neuen Verein auflaufen, da er aufgrund des fehlenden Saisonende hinsichtlich der Spielerlaubnis noch an den alten Verein gebunden ist nach aktuellen Regularien.

    Gerecht ist immer relativ. Wenn aber jeder, der sein Soll schon hat, voll angerechnet wird inklusive eventueller Ausschüttung, wer sie nicht hat zwar nicht bestraft wird, aber auch keine Gelder fließen, wäre der Einsatz zumindest anerkannt. Ich habe mit einem Spiel am WE trotz mehrerer Freistellungen mein komplettes Soll an Spielen bequem erreicht und wäre auch noch weiter gegangen - hätte ja auch Freistellungen bis Saisonende eintragen können, finde das dann aber unfair der Gruppe gegenüber.

    smirk_mirkin, das ist jetzt wirklich Dummfug. Ich kann dagegen halten, dass es sowohl in meiner alten Gruppe als auch in der neuen die unter 20 jährigen sind, die permanent am Handy sind und auch nicht stumm geschaltet haben, obwohl nicht gewünscht.


    Dann stell Dir doch einfach mal die Frage, warum die meisten Verbände eine Mindestzahl Spiele definieren mussten. Die Auffassung, dass es allein die Sache von Ansetzer und SR ist konnte ich lange genug in der Nachbargruppe sehen, da wurde die Zahl aus verschiedenen Gründen künstlich hoch gehalten, bei uns wurde konsequent abgemeldet. Da waren Leute als SR gemeldet, spielten aber primär als Stammspieler Verbandsliga und schafften das Soll nicht, wurden aber mitgeschleift. Am Ende mussten dort mehrere Nachbargruppen regelmäßig überdurchschnittlich hoch aushelfen, damit der Spielbetrieb nicht leiden musste.


    Es geht eben auch darum, Karteileichen zu verhindern, die keine Spiele leiten. In dem Punkt mit der Ernsthaftigkeit hat Manfred diesbezüglich recht, dass man mit dem Hobby Schiedsrichter Verantwortung übernimmt, auch gegenüber der Gruppe. Dazu zählt dann auch die pflichtbewusste Wahrnehmung von Spielaufträgen über die gesamte Saison, mindestens entsprechend der Sollspiele. Ich denke hier auch an die Ansetzer, die sollen bis 12 Spieltage vor Saisonende auf jemanden verzichten, dann aber auf die Schnelle noch dafür sorgen, dass das Soll erreicht wird? Und stellen dann teilweise sogar noch Ansprüche, welche Spiele angenommen werden und welche nicht. Das ist für mich in hohem Maße unkollegial.

    Das gleiche gilt für mich für Kameraden, die problemlos die Gruppenprüfung ablegen könnten, das aber aus diversen nicht nachvollziehbaren Gründen nicht machen und somit nicht für Spiele aufstiegsberechtigter Mannschaften zur Verfügung stehen.

    Es ist aber auch so, dass das oftmals Kollegen sind, für die der Besuch von BL Spielen, Tätigkeit als Spieler oder Trainer oder andere "Fertz" im Vordergrund stehen und die grade mal so das Soll machen, obwohl etwas mehr möglich wäre. Das sind dann auch meist die Kollegen, die mit Kritik so gar nicht zurückhaltend sind und bei Feierlichkeiten immer präsent sind - zumindest ist das meine Erfahrung. Und genau diese Kollegen, die wirklich ohne Zwang nur das Mindeste machen belasten eine Gruppe.

    Ich selbst schaffe es trotz sehr variabler Arbeitszeiten und drei Kleinkindern, mein Soll schon mit Ende der Hinrunde zu haben und jeden Lehrblock besucht zu haben. Und habe mich auch öfter freistellen müssen wegen der Kids und Umzug. Es geht, wenn man will. Ich wäre aber im Zweifelsfall auch froh, mir jetzt keine Gedanken machen zu müssen, ob ich durch die Ausfälle mein Soll nicht schaffe, da ich ich an dem Hobby hänge.

    Manfred, wenn jemand kurz nach Saisonbeginn mit sagen wir drei Spielen sich die Knochen bricht, ist er ggf. erst im Januar oder Februar so weit, dass er laufen kann. Dann noch mal etwa vier Wochen, um richtig pfeifen gehen zu können. Dann sind wir bei genau der Situation wie von mir beschrieben und derjenige profitiert zurecht.

    Manfred, es gibt auch Langzeitverletzte und Schichtarbeiter, die aufgrund externer Gründe bisher ihr Soll nicht schafften, jetzt ihr Soll aber hätten erfüllen können, das aber aufgrund der Spielausfälle nicht mehr können. Klar werden ein paar Spetzeln profitieren, denjenigen, die unverschuldet das Soll nicht leisten konnten, ist das eine Hilfe.

    Streng genommen erfüllen nur zwei Fälle die Voraussetzungen für den FaD: 3 und 5. Habe bei drei etwas nachgedacht, da ist die Lautstärke eigentlich egal, auch wenn es der Mitspieler ist. Bekomme ich es mit, kann ich es nicht ignorieren. Parallel würde ich es noch an den Trainer weitergeben, der soll sich dann intern noch drum kümmern.


    Alles andere ist Reklamieren, teilweise minder schwer, teilweise schwer. Hier trifft es die Aussage von Manfred ganz gut, im Jugendbereich mit Zeitstrafe genau die Gelegenheit, dem jungen Menschen Zeit zum Nachdenken zu geben.

    Bisher gab es aber auch keine Veranlassung, die Saison für mehrere Wochen zu unterbrechen und das Saisonende über das geplante Saisonende zu verlängern. Vom Grundsatz her ist es nicht anders als bei jeder anderen sachgrundbezogenen Befristung. Wird der Vertrag für die Dauer der Saison abgeschlossen, endet er mit dem letzten Spieltag, unabhängig vom Datum. Hier kommt es dann auf die genaue Formulierung an.

    Kommt auf die Formulierung an. Wenn der Vertrag bis Ende der Saison, wahlweise spätestens zum 30.06. geschlossen wurde, greift das Datum. Wurde er bis zum Ende der Saison 19/20 respektive zum Beginn der Saison 20/21 geschlossen, greift die Entscheidung des Verbands, wann die Saison offiziell beendet ist. Nach den diversen Meldungen läuft Nübels Vertrag bis zum Ende der Saison.

    Stimmt bei Arbeitsverträgen nur bedingt. Fussballer haben streng genommen eine zweckbefristete Beschäftigung, die sich zeitlich an der Saison und der Wechselperiode orientieren. Von daher sehe ich das nicht so problematisch, da meistens bis zum Ende einer Saison bzw. zur neuen Saison angestellt wird und solange die Saison nicht offiziell beendet ist, gilt auch eigentlich der Vertrag noch. Zweckbefristet ist er deshalb, weil der Vertrag auf das Fussballspielen bezogen ist. Werkvertrag bedingt eine konkrete Zielerreichung, eigentlich aber das Herstellen eines Gutes. Hier müsste der Vertrag konkret an die Erreichung eines Titels geknüpft sein, um ein Werkvertrag zu sein.


    Die Wechselfrist nun orientiert sich an einem regulären Saisonverlauf. Sie kann durch den Verband verschoben werden, also kann mit Verschiebung des Saisonendes auch die Wechselfrist verschoben werden. Der aufnehmende Verein wird wahrscheinlich sogar froh sein, den Spieler erst verspätet zu bekommen, da er dann nicht zahlen muss bis zum ersten Einsatz und der abgebende Verein kann bis zum Ende der Saison noch mit dem Spieler planen. Problematisch wird es nur, wenn der aufnehmende Verein auf zeitlich fristgerechtem Antreten bestehen sollte, der Vertrag von der Form an die neue Saison gebunden ist, die alte Saison aber nicht abgeschlossen wurde. Da wird denke ich für die Zukunft ein Umdenken von sturen Zeitfenstern zu an andere Bedingungen angelehnte Vereinswechsel stattfinden müssen.

    Die Liga hatte nur noch einen regulären Spieltag in der Runde, die Playoffs werden nicht mehr ausgeführt. Pokal Endspiel ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Keine Absteiger, dafür aber 2 Aufsteiger aus Liga 2. Meister ist Brügge, die auch noch das Double holen können.

    In den Spielordnungen ist eine Möglichkeit zur Verlegung aufgrund Krankheit gegeben, daher sehe ich hier unter Vorlage auch nur eines positiven Testes das Problem auf sportrechlicher Ebene nicht, eher eine weitere Verschärfung des Terminplanes. Beim Betreuerstab kann man auch zusammenstreichen, ein bebannter Trainer, maximal ein Physio. Ersatzspieler eben auf separat gestellten Bänken mit 2 m Abstand, maximal so viele wie erlaubte Wechsel. Umsetzen ließe sich das schon, wenn man zwingend wollte, um den Terminplan auf Gedeih und Verderb durchzuziehen.


    Auch mit dem Wettbewerb innerhalb unserer Gilde ließen sich die Platzierungen über den aktuellen Stand definieren, das Problem sind nur die Kameraden, die weniger Spiele unter Beobachtung haben.


    Wir haben eine Ausnahmesituation ohne Regelung, in der es zu Härten kommen wird. Was bleibt ist, eine Entscheidung zu fällen und schnellstmöglich eine verbindliche Regelung für die Zukunft zu fixieren.

    Hallo.

    Der Punkt bei den statistischen Daten zu Covid-19 ist eben auch der Faktor Zeit, und da ist Deutschland in der Ratio Ausbreitung zu Intensivfälle aktuell noch sehr gut dran. Italien ist was die Infektionen anbelangt häufig sehr weit vorne was die totalen Zahlen anbelangt, daher ist mit ähnlichen Zahlen, aktuell sind es etwa 10 % Mortalität zu etwa 4,7% im weltweiten Mittel, in Deutschland eher nicht zu rechnen, da liegen wir nach den Zahlen des RKI aktuell bei unter einem Prozent. Legt man Influenza als Anhalt an, sind Stand heute etwa 30% der potentiellen gemeldeten Ausbrüche erreicht. Daher kann man von einer schnellen Entspannung erst mal nicht ausgehen.


    Vor dem Problem der Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe stehen alle namhaften Ligen, daher wird hier durch die UEFA eine Vorgabe erfolgen müssen, wie die Qualifikationen für UCL und UEL in der Saison 20/21 und wahrscheinlich sogar 21/22 schlussendlich aussehen werden. Somit ist das Thema internationale Wettbewerbe erst mal außen vor und beeinflusst auch die nationalen Meisterschaften. Wen die UEFA einen Cut vorgeben sollte, stellt sich due Frage nach einer zeitlich verschoben abgeschlossenen Meisterschaft erst gar nicht, gibt die UEFA einen verschobenen Abschluss der Saison vor, wird es auszuspielen sein.

    Das gleiche gilt für den DFB Pokal. Hier geht aber eigentlich aufgrund des Charakters des Wettbewerbs kein Weg an einem zeitlich verschobenen Abschluss vorbei, auch bis in die Landespokale.


    Die Teilnehmer aus 19/20 noch mal spielen lassen würde aber auch verzerrte Verhältnisse ergeben, vor allem auch wegen der Qualifikationen. Schalke liegt aktuell bei gleicher Zahl Spiele vor Wolfsburg und wäre für die Europa League qualifiziert, würde dann aber nicht spielen dürfen.