Beiträge von jambala

    Da steht aber nicht "soll" sondern "hat sich zu unterscheiden". In den Regeln steht "tragen Farben, durch die sie sich[...] klar unterscheiden ". Also definitive Formulierungen. Und das macht daraus eine Pflichtbestimmung und keine Kannbestimmung.


    Gemäß der Aussage meines Lehrwart (bin jetzt im FV Rheinland und nicht mehr im SFV, Auslegung ist aber gleich) hat der TW für die Unterscheidung zu sorgen, notfalls mit Trainingsjacke oder ähnlichem.

    Wer sich umzuziehen hat, ob Heim oder Gast, hat auf die Grundsatzfrage, ob generell bei Farbgleichheit mit einem TW eine Wechselverpflichtung der betroffenen Mannschaft begründet ist, wenig Auswirkungen. smirk_mirkin : Du widersprichst Dir, wenn Su anführst, dass keine Verpflichtung des TW gegeben ist, denn gemäß §54 der von Dir zitieren und von Dir anzuwendenden Spielordnung ist doch explizit die Unterscheidung zur eigenen als auch der gegnerischen Mannschaft durch den TW gefordert. Wie kann das keine Verpflichtung des TW sein, wenn diese Forderung explizit so formuliert ist?


    Ein Ignorieren dieses Passus stellt aus meiner Sicht eine Regelbeugung dar, die im Zweifel eine sich ordnungsgemäß verhaltende Mannschaft benachteiligt und zusätzliche Verpflichtungen mit sich bringt (Probleme mit Unterziehkleidung, Sponsorenzahlungen).

    Manfred, der Farbwechsel bezieht sich immer auf die Mannschaften und es ist immer die explizite Nennung des TW, der sich unterscheiden MUSS, gegeben. Wie soll hieraus eine Verpflichtung abgeleitet werden, dass sich die komplette gegnerische Mannschaft umziehen muss, wenn nur der TW sich nicht unterscheidet?

    Als Trainer würde ich mich bei ansonsten gegebener Unterscheidung weigern und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit recht bekommen im Sportgerichtsverfahren.


    Genau so mit den Farben, hier sind die Vorgaben doch auch recht eindeutig: Gemeldete Farbe hat Vorrang, kommt es zum Konflikt hat sich die in der Spielordnung definierte Mannschaft umzuziehen. Macht sie es nicht, Spielausfall und Meldung. Man kann klare Anweisungen auch unnötig kompliziert auslegen.

    Hallo.


    Stimmt so nicht. Je nach Spielordnung kann es auch der Gast sein, wobei grundsätzlich die Mannschaft wechseln muss, die in nicht gemeldeten Farben spielen will, wenn die andere Mannschaft in gemeldeten Farben spielen will.

    Wenn die Mannschaften sich unterscheiden, aber der TW nicht, greift meiner Ansicht nach der Passus mit dem TW. Zwinge ich jetzt eine komplette Mannschaft sich umzuziehen, nur damit der TW in seinem Trikot spielen kann, ist für mich keine Verhältnismäßigkeit, die auch die Spielordnung vom Wortlaut nicht hergibt, gegeben. Warum ist sonst dieser Passus explizit in den Spielordnungen UND in den Fussballregeln zu finden, wenn es nicht als Pflicht für den TW vorgesehen ist?


    Aus meinem persönlichen Erleben ist es lediglich ein Problem, dass der TW dann nicht sein persönliches Trikot tragen kann sondern auf das aus dem Mannschaftssatz wechseln muss oder eben das vom Ersatz nehmen muss.

    Da interpretierst Du Euren §60 der Spielordnung des HFV aber sehr frei meiner Meinung nach. Da steht, wie übrigens im Saarland und im Rheinland auch, lediglich, dass sich die Torleute zu unterscheiden haben von den restlichen Spielern und den Spieloffiziellen.


    Per definitionem der einzige Fall, in dem sich für einen Einzelnen eine komplette Mannschaft umziehen bzw. Lätzchen tragen muss ist SR in schwarzer Kleidung und eine Mannschaft will schwarz spielen, ohne dass der SR ausweichen kann.

    Manfred : Seit wann muss sich eine komplette Mannschaft umziehen, wenn der gegnerische TW die gleiche Farbe tragen will?


    •  Die beiden Torhüter tragen Farben, durch die sie sich klar von den anderen Spielern sowie von den Spieloffiziellen unterscheiden.


    Ergo hat der TW für die Unterscheidung zu sorgen nicht die gegnerische Mannschaft und eigentlich muss ich als SR dies nicht einfordern, es ist eine explizite Verpflichtung der Vereinsseite. Der Trikotwechsel zur farblichen Unterscheidung wird in den meisten Spielordnungen nur auf die gegnerische Mannschaft ohne Anführung des TW bezogen genannt.


    Und was der TW trägt ist ein Stutzenband von Saller auf Pumastutzen.

    @ Manfred: wenn oft genug Leibchen getragen werden müssten gäbe es das Problem wahrscheinlich nicht. Wenn ich mir aber auf Youtube anschaue, was da teilweise abläuft, inklusive Leibchen, das der SR trägt, wundert es mich nicht, dass da keine Ordnung rein kommt.

    Hallo.


    Das ist eine Unart, die massiv eingerissen ist, seitdem Adidas und Nike mit den Trikots für TW in Grundtönen angefangen haben: Die wenigsten Torhüter haben mehr als ein Trikot dabei und wenn, dann ist es eines, was schwarz ist oder grundsätzlich mit dem Gegner übereinstimmt. Und dann am besten noch ohne Rückennummer.


    Und wenn wir von mangelnder Spielvorbereitung sprechen: Das ist eine Bringschuld der Vereine.

    Für mich hat sich Deine Antwort auf die direkt davor von Pfeifekopp bezogen, wo es ja explizit um Offizielle ging.


    Da sich hier nichts geändert hat bleibt nur die Meldung, wenn Du nicht zuordnen kannst, wobei ich hier den Spielführer noch ins Boot nehmen würde durch Hinweis auf die Meldung. Manchmal hilft das wider Erwarten, einen Schuldigen genannt zu bekommen.

    Das war aber eher die Ausnahme und das bekam man relativ leicht mit, weil es in der betroffenen Liga die Runde gemacht hat.


    Bei einem Verweis mit Gelb-Rot oder aufgrund von mehreren Verwarnungen, der stillschweigend über den SB online durchgeführt wird, bekommt man als Außenstehender eben nicht mit, dass der Trainer (sofern die Strafordnung eine Sperre vorsieht) die Funktion nicht ausüben darf und der Gegner kann in Unwissenheit einer bestehenden Sperre nicht Einspruch einlegen, wenn durch die Umgehung der Strafe ein Vorteil für den schuldigen Trainer eintritt. Die Klassenleiter werden eher nicht das Thema nachhalten.


    Hier ist aus meiner Sicht eine Lücke aufgemacht, die entsprechend veranlagten Trainern Manipulation ermöglichen wird, sofern nicht regulierend eingegriffen wird.

    Hallo.


    Ein Aspekt, den ich bisher noch nicht rauslesen konnte, beschäftigt mich: Hat schon wer mitbekommen, wie ich als SR feststellen kann, ob ein mit Rot im letzten Spiel bedachter Trainer, gegen den noch kein Verfahren eröffnet wurde oder der ob der generellen Zahl der Karten gesperrt wird, der eigentlich nicht dazu berechtigt ist, am Spiel teilzuhaben, eingetragen wurde. Spielertrainer ist ja relativ einfach durch die Kennzeichnung im eSB, aber bei Trainern oder Betreuern ohne Spielerfunktion ist das ja nicht gegeben. Hat hier jemand Hinweise, wie dies gehen soll, da diese Namen ja nicht vorgegeben sind im eSB, sondern manuell hinterlegt werden und somit auch nicht automatisch vom System gekennzeichnet werden?

    Dann hast Du schon zu Anfang einen Fehler gemacht, indem Du Unbeteiligte in der Coachingzone gelassen hast. Was früher schon galt, gilt jetzt um so mehr, um eben Disziplinarstrafen konkret aussprechen zu können: Es dürfen sich nur die Personen auf den Bänken aufhalten, die als Beteiligte, Spieler oder Stab, gemeldet sind. Alles andere hat die Zone zu verlassen und sollte es dann zu Fehlverhalten kommen, betrifft es Zuschauer. Wenn also nur der Spielertrainer in Personalunion gemeldet ist, kann es also kein weiteres Betreuerpersonal auf der Bank geben. Punkt.

    Hallo.


    Den Spielertrainer sehen die Regeln so eigentlich nicht vor, daher ist aus meiner Sicht hier in der Funktion zu unterscheiden und die Wettbewerbsbestimmungen spielen auch noch eine Rolle, ob er dies darf oder nicht.


    Sieht der Verband Mehrfacheinwechslungen vor, ist der Fall einfach, Gelb-Rot über die Funktion als Spieler. Hier hat sich aus meiner Sicht nicht wirklich was geändert.



    Tante Edit sagt, dass sich hier eigentlich nichts geändert hat, da er in dem Fall schon früher als Spieler behandelt wurde hinsichtlich der persönlichen Strafen, wenn er als Spieler gelistet ist, egal ob er spielt oder nicht. Sprich, Gelb-Rot und gut ist.

    Wenn es ein bloßes Berühren wäre würde ich Dir zustimmen. Beim expliziten Hochheben des Balls ist für mich die Intention die Veränderung des Ortes, wo der Ball liegt, der Antrieb : Hier wahrscheinlich, um den Ball zum TW zurück zu bringen um den Abstoß zu wiederholen, da der Verteidiger meint, dass der Ball nicht im Spiel war. Damit behindert er aus meiner Sicht die ggf. mögliche schnelle Ausführung, weil der Ball eben nicht frei spielbar ist.


    Von einer nicht gegebenen Möglichkeit des Spielens durch einen Gegenspieler steht in der Frage nichts, daher zieht aus meiner Sicht Dein Argument "ist niemand in der Nähe" nämlich nicht, da dieses nicht explizit ausgeschlossen wird und daher eben doch die Möglichkeit mit in die Bewertung genommen werden muss.

    Hallo.


    Das eine hat mit dem anderen nur bedingt zu tun. Die Entscheidung zur Verhängung eines Verbandsausschlusses oder eines Funktionsverbotes betrifft reines Sportrecht, alles andere wie Kompensation von Schäden muss separat zivilrechtlich abgewickelt werden, von daher hat der Aspekt Straftat oder nicht diesbezüglich erst mal nur bedingte Relevanz.


    Ich interpretiere max_hb's Aussage eher so, dass bei einem solchen Vergehen ein Verbleib als SR nicht mehr möglich ist, da der Verkauf ein Beleg für mangelnde persönliche Eignung zum Amt des SR darstellt. Das kann man auch auf andere Funktionen übertragen. Hier spielt für mich die Höhe des unzulässig erlangten Vorteils keine Rolle, die begangene Tat alleine disqualifiziert den Täter.


    Ein Ausschluss wegen physischer Gewaltanwendung wird für mein Empfinden (teilweise gerechtfertigt) zu oft an eine höhere Messlatte gekoppelt, so dass dieses Instrument nur bedingt greift und die von solch verhängten Strafen leider zu wenig Signalwirkung ausgeht. Was aber genau so sein könnte, wenn mehr Sperren auf Lebenszeit verhängt würden.


    Daher ist das angewandte Strafmaß aus sportrechtlicher Sicht die logische und richtige Konsequenz.

    Hallo.

    Das Knie als Waffe sieht anders aus, da findet man auch diverse Beispiele auf Youtube. Von daher ist in der Aktion das Fordern eines FaD am Sinn des Fussballs vorbei argumentiert. Was für mich auch auf das Stürmerfoul anzuwenden ist bezüglich dieser Szene.


    ABER: wenn der TW so auf den Ball geht, riskiert er nun mal leider, dass er ein Foul begeht. Denn neben der Absprungbewegung ist hier die Motivation der von tillongi zitierte Punkt 2: Sich robust Platz schaffen, damit der Stürmer bei der nächsten Aktion nicht mehr auf den Ball gehen will. Dass die Stürmer im Zweikampf gegen Torhüter nicht besser sind ist das eine Thema. Aber Kaef hat es ganz gut getroffen: Der Kontakt wird wohlwollend in Kauf genommen. Und dann darf ich mich auch nicht über einen Pfiff beschweren. Von daher vertretbare Entscheidung, die eigentlich auch keiner Präzisierung bedarf, da über die Definition gefährliches Spiel wird zu verbotenem Spiel abgehandelt werden kann.