Beiträge von amfa

    Somit wird aus dem "massivem protestieren" de jure eine Körperverletzung bzw (bei nichtansteckung) eine versuchte Körperverletzung mit allen konsequenzen der Regel 12.


    Soweit ich weis ist sowohl für die die körperverletzung als auch die versuchte Körperverletzung die gleiche Disziplinarstrafe vorgesehen..... naja, da ist bei einer Rudelbildung um den Schiri gleich die halbe Mannschaft wech.......

    Bestenfalls wird das eine fahrlässige Körperverletzung, und da ist der Versuch nicht strafbar.
    Also wird da nicht "de jure" eine versuchte Körperverletzung draus.

    Ich gehe davon aus dass in den Spielerverträgen fest der 30.6 als Enddatum eingetragen ist.
    Und ja natürlich kann man so einen Vertrag noch verlängern. Das bezweifle ich ja gar nicht.

    Anscheinend sehe ich das nicht als einziger so:

    Eine Verlängerung der Saison 2019/2020 über den 30. Juni hinaus ist für den Präsidenten des SV Bergisch Gladbach ebenfalls nicht denkbar: „Auch dazu ein Nein! Beispielsweise laufen viele Spielerverträge Ende Juni aus, das bringt rechtliche Probleme mit sich.

    (Wobei: Wenn der Ball als absichtlicher Rückpass kommt und der TW ihn absichtlich dem Gegner ins Gesicht faustet, spricht dieser Teil der Regeln weiterhin für "keine Disziplinarmaßnahme" und indirekter Freistoß...)

    Jein, könnte man auch "Vorteil" geben. Und dann dass ins Gesicht fausten mit direktem Freistoß und rot ahnden.
    Ich sehe da kein Problem.

    Zumindest die rote Karte kann man doch prima verargumentieren. Das Handspiel selbst wird zwar nicht mit einer Karte bestraft, das ins Gesicht boxen aber schon.

    Wenn ich als Feldspieler den Ball fange und dem Gegner ins Gesicht werfe, werde bekomme ich ja auch nicht nur gelb (oder gar nichts) für das Handspiel.

    Na ja, das wäre kein unüberwindliches Hindernis. Die UEFA könnte die Regularien vorgeben, die DFB und DFL zu übernehmen hätten und schon wäre der 30.9. der 30.6., d.h. alle Spielerverträge verlängern sich um 3 Monate - als Problemfälle blieben nur die Spieler, die aus Europa weg wollen, das dürfte überschaubar sein.

    Das hilft doch alles nichts.
    Ich gehe davon aus dass in den Spielerverträgen fest der 30.6 als Enddatum eingetragen ist.
    Und ja natürlich kann man so einen Vertrag noch verlängern. Das bezweifle ich ja gar nicht.
    Aber weder UEFA noch DFB noch DFL können das so entscheiden, die können nur die sportrechlichen Bedingungen dazu schaffen.

    Das muss dann freiwillig vom Spieler und vom Verein gemacht werden.


    Wenn z.B. Nübel ab 30.6 keinen Bock mehr auf Schalke hat, dann hat Schalke keine rechtliche Handhabe ihn weiter für sich spielen zu lassen.

    Sollte da doch eine Klausel drin sein, die zum "Saisonende" sagt könnte das funktionieren.

    Aber es gibt in so einem Verein ja auch noch viele weitere Angestellte die evtl. nur Verträge bis 30.6 haben.

    Seien es Zeugwarte, Physiotherapeuten Greenkeeper etc (ja viele haben sicher auch unbefristetet Verträge).

    Rummenigge schlägt vor, die Saison 19/20 ggfs. bis in den Herbst zu verlängern und die Saison 20/21 entsprechend später zu beginnen.

    Ich halte das aus einem Grund für sehr schwierig.
    Alle Vertraäge in den Profiliegen gehen bis 30.06.
    Neue Verträge beginnen am 1.7. Da kann der Fußball noch so wollen, das ist Arbeitsrecht.


    Nübel z.B. hat (vermutlich) ab 1.7. einen Arbeitsvertrag mit dem FC Bayern, der kann nicht mehr bei Schalke spielen z.B.

    Theoretisch könnte man das natürlich noch über eine Leihe lösen, aber den Spieler kann man nicht dazu zwingen.


    Das Gleiche Problem hast du ganz einfach mit auslaufenden Verträgen. Der Spieler muss ab 30.6 nicht mehr für den Verein spielen, wenn der Vertrag ausläuft.

    Wenn du dann als Verein ein Großteil deiner Spieler am 30.6 "verlierst" kannst du evtl gar nicht mehr spielen weil du auch keine neuen Spieler bekommst.

    Dass ist doch das größte Problem im Profifußball und der Grund warum das Saison Ende wenn es irgendwie möglich ist vor diesem Datum liegen sollte.


    Das man die Fußballgesetze kurzfristiger anpassen kann (also Wechselfristen, Abmeldefriste etc) ist ja gar nicht das Problem.

    Wenn man also in den Amateurligen bis August spielt ist das in viel weniger Fällen ein Problem, weil es weniger Verträge gibt die am 30.6 Enden.


    Ich hab gerade mal bei Fortuna Düsseldof geguckt da sind 16 Spieler deren Verträge am 30.6 auslaufen.
    18 Spieler haben längere Verträge, da ist quasi die halbe Mannschaft weg zu dem Zeitpunkt.

    Davon sind viele Spieler auch ausgeliehen... wenn deren Heimtvereine das gleiche Problem haben, werden die die Leihe auch nicht verlängern (können).



    PS:


    Ich hatte mich übrigens für den SR-Kurs beim FVN angemeldet, das wäre nächste Woche Mo-Mi gewesen.

    So muss ich aller Wahrscheinlichkeit nach noch ein Jahr auf meinen SR-Schein warten. :(

    War es früher nicht so, dass der Ball sich sogar weiter bewegen musste?
    Ich erinniere mich an irgendwas mit einer vollen Umdrehung oder so ähnlich.
    Oder war das auch eine der "gefühlten" Regeln die es mal gab?

    Klingt gut.. nur das Deeskalationstraining für SR...
    Bei vielen Angriffen auf den SR gibt es halt nichts zu deeskalieren.

    SR zeigt Karte -> Spieler schlägt SR. Die einzige Deeskalation wäre ja wohl keine Karte zu zeigen.

    Und wenn da halt ein paar Asoziale über den Platz rennen und sowieso meinen sie hätten Recht und der SR pfeift sowieso nur gegen sie hilft glaube ich auch keine Deeskalation.

    Es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass sich nicht jede denkbare Konstellation in den Regeln finden kann, ergo ist man darauf angewiesen, in all diesen Fällen so zu entscheiden, wie der vermutliche Wille des Regelgebers in der Sache wäre.


    Naja hier ist eindeutig nur von Zaun die Rede. Also war der Wille des Regelgebers auch nur das beklettern von Zäunen zu verbieten.


    Ähnliche Konstrukte sind in der Rechtswissenschaft übrigens keineswegs unüblich, da ist eher das Strafrecht die Ausnahme - und im Zivilrecht gibt es dazu noch die Geschäftsführung ohne Auftrag (§ 677 BGB), nach der man sich Handlungen zurechnen lassen muss, von denen bei würdiger Betrachtung angenommen werden darf, dass sie dem mutmaßlichen Willen entsprechen.


    Damit hätten wir zunächst einmal klargestellt, dass es sehr wohl im Fußball zulässig ist, auch in Analogien zu denken.

    Das überzeugt mich nicht.
    Die "Strafgewalt" des SR ist für mich wenn wir bei den Vergleichen bleiben eindeutig mit dem Strafrecht zu vergleichen.
    In wessen (nicht-) Auftrag soll denn hier eine Geschäftsführung ohne Auftrag stattfinden?

    Ich sehe nicht wie das hier überhaupt angewendet werden sollte.


    Das Verlassen des Innenraumes ist nicht verboten - aber sehr wohl das des Spielfeldes, letzteres bedeutet auch eine Pflichtverwarnung.

    Hier soll jetzt keine Analogie erlaubt sein?
    Wenn das verlassen des Innenraums explizit erlaubt ist, dann ist damit auch implizit verlassen des Feldes erlaubt.


    Aber da du ja scheinbar das meiste sowieso nicht diskutieren willst (auch über die die für deine Frage halt wichtig sind) könnte man den thread hier auch schließen.


    [...] und das möchte ich hier auch nicht diskutieren. [...] auch das möchte ich nicht diskutieren.

    gilt der Ball als Verlängerung der Hand und es gilt als Handspiel. Gleich verhält es sich mit Schuhen, Schienbeinschonern, Trinkflaschen, etc

    Eben nicht mehr.
    Weil das Regelwerkt nun solche Wurfvergehen gesondert auflistet.
    Deshalb braucht das nicht mehr "hilfsweise" als Handspiel geahndet werden.


    Ein direkter Freistoß wird gegeben, wenn ein Spieler eines der folgenden Vergehen begeht: [...]

    Werfen eines Gegenstandes in Richtung des Balls, eines Gegners oder eines Spieloffiziellen oder Berühren des Balls mit einem in der Hand gehaltenen Gegenstand

    In den Regeln steht nicht, dass am Zaun hochklettern unsportlich ist.
    Da steht nur es ist verboten.. warum wird nicht näher definiert.

    Da dort eindeutig Zaun steht, kann und sollte man das nicht auf irgendwas anderes übertragen.
    Innenraum verlassen ist auch nicht verboten und wird nicht mit Gelb bestraft.

    Auf die Bierbank klettern ist also nicht verwarnungswürdig. Warum sollte es.
    Im Strafgesetz nennt man sowas Analogieverbot.
    Davon scheint man zwar im Fußball nicht so zu viel halten in diesem Fall aber ist da doch recht eindeutig.

    Oder gibt es einen sachlichen Grund, warum bestimmte Verhaltensweisen beim Bejubeln eines Tores sanktioniert werden sollten, beim Bejubeln eines Sieges aber nicht?! Ich denke nicht.

    Naja der Grund ist einfach: Es ist nur nach Toren verboten laut Regelwerk.


    Eigentlich ist es ganz einfach und hängt nur von einer Sache ab:
    Wenn wir davon ausgehen, dass mit dem letzten Tor das Elfmeterschießen (automatisch) beendet ist, gibt es keine gelbe Karte für den Schützen. Da wir dann von Siegjubel ausgehen müssen.
    Wenn wir allerdings davon ausgehen, dass erst der Pfiff für die anerkennung des Tores und somit für das Ende des Spiels sorgt, dann kann es noch kein Siegjubel sein und deswegen nur Torjubel und damit Gelb (oder wie hier halt gelb-rot).


    Zumindest ist das meine Auffassung aus dem Regeltext. Ich tendiere übrigens zum ersten (automatisches Ende) und damit zu keiner gelben Karten.

    Klar, wir diskutieren dann nicht mehr über die "Zehnagelspitze", weil sich die je nach Schrittlänge bis zu einem Meter vor dem Verteidiger befinden kann. Dafür diskutieren wir dann aber über die "Fersenhornhaut"

    Wobei ich schon glaube, dass sich dadurch weniger Diskussionen ergeben.
    Wenn man davon ausgeht, dass sich das Spiel dadurch nicht ändert.

    Ich glaube wir haben mehr knappe Abseits wie es aktuell ist, heißt der Stürmer is sehr knapp im Abseits.
    Die Situation das nur noch ein kleiner Teil auf gleicher Höhe ist kommt heute schon kaum vor.
    ich werde mal verstärkt darauf achten am nächsten Spieltag

    Ich rede nicht von der Werbung neben den Toren.
    Ich rede von https://www.schaumstoffbanden.…images/cache_75864985.jpg da wo peak98.de drauf steht.
    Stell ich statt Hütchen halt Werbung auf und sage meinen Spielern an welcher Werbung sie sich genau ortientieren sollen.

    Wie viele davon erlaubt sind? Anscheinend so viel wie Platz ist, immerhin ist zumindest die Seite ohne Bank in der Bundesliga von einer Grundlinie zur anderen voll mit diesen banden.

    Ja.. und im Regelwerk sind auch keine VIP Lounges eingezeichnet, trotzdem gibt es die.
    Spätestens wenn das Hütchen also mindestens so weit außerhalb steht die wie diese Banden gehört es nicht zum Spielfeld und unterliegt damit auch nicht dem Regelwerk dazu.

    In er Bundesliga ist das ganze Spielfeld von kleinen mini Werbebanden umgeben.
    Und du willst in einem Hütchen eine Unsportlichkeit sehen?

    Ich kann das halt absolut nicht nachvollziehen wie man daraus was unsportliches machen will.

    Ich sehe weiterhin nicht wo Markierungen außerhalb des Spielfeldes verboten sind.
    Als wir noch ein Asche Platz hatten gab es außen Markierungen WO man den 16er abkreiden muss.

    Kann ja sein, trotzdem kann dafür laut Regelwerk niemand verwarnt werden.
    Und wo steht, dass diese entfernt werden müssen?

    Dazu reden wir hier im Ursprungspost noch über Markierungen NEBEN dem Spielfeld.
    Ich sehe da im Regelwerk einfach keinerlei Grundlage die entfernen zu lassen, solange sie niemanden gefährden.

    Per se nicht, es sei denn - ich kenne das nicht genau genug - im dortigen Regelwerk wäre es verboten.

    Gut dann wäre deine Frage auch beantwortet, das Fußballregelwerk verbietet nämlich auch keine zusätzlichen Markierungen neben dem Spielfeld.
    Somit also nicht unsportlich.

    EDIT:
    In den Regeln wird ausserdem nur ein SPIELER dafür verwarnt.

    Jeder andere darf laut Regelwerk dort Markierungen anbringen.


    Zitat


    Ein Spieler, der unerlaubte Markierungen auf dem Spielfeld anbringt, wird wegen unsportlichen Betragens verwarnt.

    Wenn der Team Arzt also auf's Feld gerufen wird und dabei eine Markierung anbringt ist das nicht verboten.


    Grundsätzlich bist Du als SR immer gut beraten, wenn Du am Anfang des Spiels klarstellst, welche Abweichung bei den Einwurforten Du zu tolerieren bereit bist - das spart manchen unnötigen Ärger im weiteren Spiel.

    Also soll ich vor dem Spiel schon sagen welche Regel mir egal ist bzw welchen "Regelfehler" ich begehen werde?

    @ amfa, Du solltest hier ein paar Sachen voneinenader getrennt betrachten:


    Wir gehen mal nach Regelwerk vor:

    [...]

    Das war dann mal die Betrachtung nach Regelwerk.

    Ich hab ja dazu geschrieben, dass es sich bei meiner Aussage um die "pragmatische" Lösung handelt.

    1. Von B geht keine Aktion aus. A verzichtet also quasi wie beim schnell ausgeführten Freistoß auf den Abstand. B muss also entweder erkennbar aktiv werden oder durch erkennbare Passivität zur Nichteinhaltung des Abstandes beitragen. Im von Dir vorgegebenem Fall @ amfa trifft also B i.d.R. kein Verschulden.
    2. A macht den Einwurf am falschem Ort wobei 4 Meter deutlich in der eigenen Hälfte durchaus im Rahmen des vertretbarem sein können.
    3. Wenn der Einwurf ausgeführt wurde kannst Du nach Regelwerk nur noch auf "Falschen Einwurf" entscheiden. "Zurückpfeiffen" musst Du VOR der Ausführung (wird immer wieder verkehrt gemacht und mit FINGERSPITZENGEFÜHL verargumentiert)
    1. Was nach der Einwurfausführung passiert (bspw. Anwrfen des Gegners) hat nmichts mehr mit dem (vorausgesetzt korrekt)ausgeführtem Einwurf zu tun, ist eine Neue Situation und bedarf daher einer neuen Bewertung.

    Mit zurückpfeifen meine ich auch auf falschen Einwurf zu entscheiden und B den Ball zu geben.


    Grundsätzlich würde ich das halt einfach laufen lassen.

    Wenn aber B eigentlich genug Abstand hat, A aber eigenmächtig diesen Abstand verändert obwohl er eigentlich schon "richtig" steht. Würde ich halt eher falscher Einwurf pfeifen. als B dafür zu bestrafen. Auch wenn B dann versucht hochzuspringen.
    Sonst wäre es in einem solchen Fall zu einfach für A eine gelbe Karte zu "erzwingen" weil wenn ich die 4m zulasse und B reagiert MUSS ich diesem zwingend Gelb geben.
    Also pfeife ich halt falschen Einwurf komm um die gelbe Karte rum.
    Es sei denn B steht natürlich wirklich genau da wo der Ball ins Aus gegangen ist und A wirft auch wirklich von da (evtl mit Anlauf) ein.

    Ich würde Grundsätzlich eher den Einwerfer zurück pfeifen, solange der andere Spieler sich nicht aktiv in den Weg stellt.

    Beispiel: Ball rollt ins Aus, Einwurf-Ort für A ist somit (theoretisch) festgelegt.
    B steht jetzt aktuell 5 Meter von diesem ort entfernt.

    Wenn A jetzt mit dem Ball 4 Meter läuft und B dadurch zu nah dran ist, würde ich im Zweifel A zurück pfeifen und keine gelbe Karte geben.
    Denn der erste der hier etwas falsch macht ist halt A nur durch dessen "Regelübertretung" gibt es überhaupt ein Vergehen von B.

    Dafür dann gelb zu geben wiederspricht meiner Meinung nach dem "Sinn und Geist" der Regeln.

    Solange der Einwurf aber normal ausgeführt werden kann würde ich beides einfach laufen lassen.
    Das ist natürlich die pragmatische Seite. Rein regeltheoretisch muss (fast immer) der Einwerfer zurück gepiffen werden.