Beiträge von amfa

    Genau das wäre noch meine Anschluss Frage... Wann ist es versuchtes Beinstellen und wann eine "Schwalbe"... Das wird doch so gut wie nie gepfiffen. gerade aktuell gucke ich Fortuna Düsseldorf gegen Nürnberg... Mindestens 3 Szenen die meiner Meinung nach Elfmeter sein können aber nie gepfiffen werden.eine davon versuchtes Beinstellen ich mach da vielleicht heute noch eine SSD zu auf.

    Hallo zusammen,


    Laut Regelwerk, gibt es einen direkten Freistoß für "Beinstellen oder versuchtes Beinstellen". (auch für versuchten treten)


    Das ist eigentlich relativ eindeutig und bis dahin gibt es keine Verwirrungen.


    Direkt danach steht da aber:


    Ein Vergehen mit Körperkontakt wird mit einem direkten Freistoß geahndet.


    Jetzt wird es etwas verwirrend, kann versuchten Beinstellen und Treten begehen UND jemanden berühren? Oder kommt es zumindest beim Beinstellen auf die Wirkung an?


    Ohne Berührung müsste es doch dich indirekten Freistoß geben oder ist der sagt mit dem "Körperkontakt" zusätzlich zu sehen.. das heißt jedes Vergehen, was nicht explizit aufgelistet aber mit Körperkontakt stattfindet muss einen direkt Freistoß zur Folge haben.



    Mir geht es z.B. um situationen.. die man evtl als versuchten Beinstellen bewerten könnte, wo der "gefoulte" Spieler aber schon vorher abhebt.. die allseits bekannte Schutzschwalbe wenn man so will.

    Kann/Muss man das laut Regelwerk dann trotzdem pfeifen und einen direkten Freistoß geben?

    Reden wir also bei entsprechendem Spielverlauf nicht auch sehr schnell über die Selbstgefährdung und damit ein gefährliches Spiel?

    Aber erst wenn ein anderer Spieler dadurch gehindert wird den Ball zu spielen. Bis dahin ist gefährliches Spiel nicht strafbar.

    Wenn der Spieler also da liegt und den Ball sogar aufhält, ein Stürmer dann schießen will, aber nicht kann, weil er dadurch den liegenden gefährdet kann man meiner Meinung nach dann indirekten Freistoß geben für gefährliches Spiel.

    Aber halt nur dann, nicht schon auf Grund der Tatsache, dass es ja theoretisch gefährlich werden könnte.


    Ist bei hohem Bein z.B. ja auch nicht so.. das darf ich so hoch machen wie ich möchte solange niemand in der Nähe ist.

    Weil nichts von Absicht oder Fahrlässigkeit erwähnt wird, kann man doch nicht schlussfolgern, dass zwingend Absicht vorliegen muss.

    Vielleicht lese ich zu oft "echte Gesetze", da ist grundsätzlich immer von Vorsatz auszugehen, wenn Fahrlässigkeit nicht extra aufgezählt ist.

    Zu 2): Wenn ein Spieler beim rückwärts Gehen seinem Gegenspieler auf den Fuß tritt, ist das keine Tätlichkeit, weil keine "übermäßige Härte" vorliegt. Da brauchen wir die Absicht als Kriterium doch gar nicht.

    Naja hier ging es insbesondere um das Zitat von SixthSCTF, dass wir dem Spieler nicht hinter die Stirn gucken können.

    Ich hoffe wir sind uns alle einige, dass wenn ein Spieler einem anderen (womöglich sogar wenn er Ball nicht im Spiel ist) absichtlich auf den Fuß tritt, dass es sich um eine Tätlichkeit handelt und der Spieler mit einem FaD vom platz fliegt. Für mich ist das übermäßig hart, weil es in der Situation vollkommen unnötig ist.. nicht übermäßig hart ist rempeln, drücken und schieben vor einem Freistoß z.B.


    Jetzt muss man in dieser Szene aber schon beurteilen, ob es sich um Absicht handelt oder nicht. Wir müssen dem Spieler also hinter die Stirn gucken.

    Für eine Tätlichkeit muss das ganze nämlich absichtlich geschehen, sonst fehlt das "Gegen ein Gegenspieler vorgehen".


    Es kann sich also um die exakt gleiche Szene handelt, einmal mit und einmal ohne Vorsatz, ich als SR muss entscheiden was vorliegt und dementsprechend handeln.

    Vorausgesetzt natürlich ich bekomme das überhaupt mit was in der Praxi wahrscheinlich schon das größere Problem darstellen dürfte.

    "Absicht" ist per Regel kein Kriterium, wobei ja eine gewisse Korrelation zur "übermäßigen Härte" besteht. Völlig unabsichtlich kann eine Aktion vermutlich kaum mit "übermäßiger Härte" ausgeführt werden?

    Doch die Regel für eine Tätlichkeit verlangt meiner Meinung nach Absicht, weil nicht von Fahrlässigkeit geredet wird.
    Anderswo, z.B. beim direkt Freistoß wird extra erwähnt das auch fahrlässige Vergehen zum dF führen können.
    Das fehlt bei einer Tätlichkeit, also MUSS ich als SR immer die Absicht bewerten.

    Ich wiederhole nochmal "Wir können dem Spieler nicht hinter die Stirn sehen". Deshalb wissen wir nicht ob etwas Absichtlich oder nicht oder aus Frust oder anderen Gründen getan hat.

    Also willst du einem Spieler, der beim Rückwärtslaufen während der Ball ruht seinem Gegner aus Versehen auf den Fuß tritt mit rot vom Platz werfen, weil du ihm nicht hinter die Stirn gucken kannst?
    Die Tatsache, dass er ihm auf den Fuß tritt wäre dann ja eine Tätlichkeit, weil die Absicht ja nicht zählt.


    Sorry aber das halte ich für Quatsch, natürlich muss der SR bewerten ob irgendwas absichtlich erfolgt oder nicht. Ohne Absicht keine Tätlichkeit.




    Hier übrigens aus dem aktuellen Regelwerk

    Zitat von Regelwerk 20/21

    Handlung, bei der nicht um den Ball gekämpft wird und ein Spieler übermäßig hart oder brutal gegen einen Gegner vorgeht oder vorzugehen versucht oder jemanden absichtlich mit erheblicher Kraft gegen den Kopf oder ins Gesicht schlägt.

    Hier wird ja sogar (beim Schlagen) gefordert, dass der SR erkennen muss ob es Absicht ist oder nicht.

    Und "Gegen einen Gegner vorgehen" bedeutet für mich automatisch absicht. Ich kann nur absichtlich gegen etwas oder jemanden vorgehen.
    Das ist nichts, was man unabsichtlich/fahrlässig machen kann.

    Ich bin ja nicht Mal offizieller SR aber:


    1) müsste das dritte oder vierte Spiel gewesen sein daß ich gepfiffen habe.

    2) meine eigene Mannschaft also Seniore

    3) Tätlichkeit gegen einen meiner Spieler.. hat halt am Boden liegend nachgetreten. ( würde vorher gefoult was ich leider nicht gesehen habe )

    4) jap immer wieder


    War nur ein Freundschaftsspiel.. es könnte sein daß ich vergessen habe die Karte in den Spielbericht einzutragen ;)

    Das Problem, insbesondere bei unseren Kollegen der unteren Klassen, ist ja die Tatsache, dass die Spieler keine Ahnung von den Regeln haben, aber trotzdem jeden Pfiff in Frage stellen und den SR mit Debatten und Kommentaren nerven.

    Es gibt aber in den unteren Klassen auch genug SR die keine Ahnung von den Regeln haben. Oder aber denen die Regeln teilweise egal sind.

    Nur um das (mal wieder) gesagt zu haben... Beispiel: SR verlangt Abstoß von der Seite vom Tor wo der ball ins Aus gegangen ist.

    Naja, daran hat sich mal nix geändert; bis heute darf lt. Regelwerk beim Anstoß kein Mitspieler in der gegnerischen Hälfte stehen!

    Stimmt, es darf jetzt derjenige der den Anstoß ausführt da stehen.. so war's.

    Situation 1:
    Kommt drauf an wie stark geschubst wird.
    Ich würde es dem Gegner halt nicht zu einfach machen nach einem leichten "Stupser" hinzufallen damit es eine rote Karte gibt.
    Auf der anderen Seite will ich jemanden der sehr stark schubst, der Gegner aber einen guten Stand hat nicht damit durchkommen lassen.


    Situation 2:
    Wenn er den Ball so erkennbar absichtlich wirft, dass er damit evtl provozieren will würde ich schon zu rot tendiere, dann eigentlich egal wie stark er wirft.

    Kommt allerdings auch ein wenig drauf an wo genau er hin wirft.. tendenziell.. je höher er trifft desto roter wird es ;)
    Kann man noch argumentieren kann, dass er vielleicht gar nicht treffen wollte, sondern nur den Ball in die Richtung geworfen hat kann man es durchgehen lassen.

    So geschieht es dann auch, der Treffer selbst sieht in der Wiederholung nicht allzu schlimm aus.

    Ich verstehe deine Argumentation, aber ich finde in der Wiederholung sieht's sogar noch schlimmer aus.
    Ich erkenne in dem ganzen Bewegungsablauf, dass der Spieler voll ausholt und einfach stark zutritt.


    Hier wird ja sogar erst ein Standbein gesetzt und dann durchgezogen.. quasi wie bei einem Abstoß.
    Und das ist für mich dann "übermäßig hart".

    Dazu kommt das ich persönlich bei so was einfach rot sehen will.

    ..mal ernsthaft; ich behaupte, dass die - alte - Regel bzgl. Anstoßausführung nur nach vorne selbst nicht mal alle Schiris drauf hatten, geschweige denn die Mehrzahl der Spieler :-))

    ok offtopic.
    Dabei durfte früher ja nicht mal ein Mitspieler in der gegnerischen Hälfte stehen.. das heißt man musste den Ball nach vorne spielen und dann musst der Mitspieler "hinterher" laufen.


    Und NEIN Manfred ich als spieler muss noch lange nicht so gut das regelwerk kennen wie "Ihr" SR!

    Oh doch es hilft ungemein die Regeln zu kennen.

    Man regt sich weniger auf wenn man weiß der SR macht das richtig.. oder halt noch mehr wenn man weiß er macht das falsch.

    Jeder sollte sich mit den Regeln befassen wenn er einen Sport ausübt... deswegen bin ich ja auch hier.

    Aber das Gute ist ja, dass wir das auch nicht müssen, da die Absicht bei der Foulbeurteilung keine Rolle spielt.

    Das sehe ich halt anders.
    Wenn Spieler A seinem gegner aus Versehen auf dei Füße tritt ist das ein Foul.
    Tritt er absichtlich drauf durchaus eine Tätlichkeit und damit Rot.


    Wenn ich mir das im Regelheft durchlese (Offtopic warum is das verdammte PDF 160MB groß?!)


    Zitat


    Tätlichkeit

    Eine Tätlichkeit liegt vor, wenn ein Spieler ohne Kampf um den Ball übermäßig hart oder brutal gegen einen Gegner, Mitspieler, Teamoffiziellen, Spieloffiziellen, Zuschauer oder eine sonstige Person vorgeht oder vorzugehen versucht.


    Das ist für mich halt kein Kampf um den Ball hier und es ist übermäßig hart.

    Somit fällt das unter Tätlichkeit und muss sowieso rot geben.


    Wenn man hier einen kampf um den ball annimt, landet man wohl eher bei Rücksichtslos was dann gelb wäre.


    Oder man sagt es ist "übermäßg hart", würde ich auch durchgehen lassen


    Zitat

    „Übermäßig hart“ bedeutet, dass ein Spieler mehr Kraft einsetzt als nötig und/oder die Gesundheit eines Gegners gefährdet. Ein solches Vergehen ist mit einem Feldverweis zu ahnden.

    Hier hätte es halt auch eine "leichte" Berührung getan, es wird aber mehr Kraft als nötig eingesetzt (der Spieler "zieh voll durch" meiner Meinung nach).


    Ingesamt sehe ich daher weiterhin eher rot als gelb.

    Aber "nein" ist ja trotzdem nicht ganz richtig.
    Ob rot oder nicht hängt ja überhaupt nicht davon ob ob der Ball ins Tor geht.


    Wenn der SR also abpfeift und der Ball geht ins Tor muss es trotzdem rot und Freistoß geben.


    In dem konkreten Fall hätte der SR wahrscheinlich keine rote Karte gegeben.
    Aber da der SR hier ja scheinbar nicht ganz regelfest ist, hätte es ja auch sein können dass er trotz Tor nachträglich noch rot gibt.
    Wäre falsch, aber nicht unmöglich.

    EDIT:


    Was bedeutet "verzögerter Pfiff" ?

    Das bedeutet, dass der SR kurz abwartet OB überhaupt ein Vorteil eintritt und erst dann pfeift.

    Weil wenn einmal gepfiffen ist kann es keinen Vorteil mehr geben.

    Für mich geht der Tritt nicht gegen die Wade - und auch nicht gegen das Schienbein, wie der Screenshot suggeriert - sondern gegen den Fuß, wie man bei diesen Zeitlupen-Bildern erkennt.

    Aber doch nur "zufällig".
    Der Spieler holt aus und tritt zu, dass er am Ende nur den Fuß trifft ist doch reiner Zufall.

    Ich finde man sieht ab der Bewegung von blau, dass der überhaupt nicht damit rechnet den Gegner so zu treffen wie er ihn trifft.
    Das ist eine ähnliche Bewegung wie man ein Spieler am Ball vorbei tritt, er erwartet den Kontakt eigentlich früher.


    Das blau dann nur mit seinem Schienbein die Wade von rot trifft ist reiner Zufall.

    Vom Bewegungsablauf her wollte er eher mit seinem Fuß voll vor das Scheinbein treten.

    Und dann grobes Foulspiel:

    Gefährdet er die Gesundheit des Gegners? Eigentlich nicht. Zumindest nicht mehr als bei jedem anderen Zweikampf im vollen Lauf, bei dem der Gegner zu Fall kommt. Der Tritt selbst geht gegen den Fuß in der Luft, so dass dort wenig Gefahr bzgl. Bruch oder Umknicken besteht.

    Sehe ich anders, der Tritt ist schon ziemlich hart gegen das Bein, allein der tritt kann schon zu einer Verletzung führen hier.

    Ist es übermäßige Härte? Ich würde sagen, es ist genau die Menge an Kraft, die nötig ist, um den Gegner zu Fall zu bringen. Es ist nichts unnötig Gewalttätiges oder Rohes dabei. (Auch ein weiteres Argument gegen Tätlichkeit). "Übermäßig hart" bedeutet für mich aber, dass mehr Härte eingesetzt wurde, als nötig war.

    Und das sehe ich in zusammenhang mit dem Tritt hier schon als gegeben ab.
    Wenn man das mal mit einem "normalen" Gehfehler vergleicht, bei dem nur der Fuß gestriffen wird.. das reicht in der Regel ja schon.


    Der Mainzer hat ja eigentlich nur Glück, dass er nicht noch härter getroffen wird.


    Fall das wirklich keine rote Karte laut Regelwerk sein sollte, dann müsste dringend das Regelwerk angepasst werden.

    Ich will sowas halt gar nicht sehen auf dem Platz.

    Inbesondere weil ich ja auch nich richtig tritt halte ich rot für gerechtfertigt... wäre er näher dran und hätte seinen Gegner nur leicht berührt (was sicher auch zum hinfallen geführt hätte, "Gehfehler" nannten wir das früher) hätte es gelb wahrscheinlich auch noch getan. aber so mit voller Absicht ausgeholt und den Gegner einfach weggetreten.


    Halte ich für die richtige Entscheidung.

    Das ist den Regelgebern auch nicht entgangen und man sieht das durchaus kritisch, aber nicht als Klassiker eines Rückpasses, da der Ball nicht aus dem laufenden Spiel sondern aus einer Spielfortsetzung kommt. Dennoch lautet hier die klare Maßgabe als Interimslösung, dass der SR das Spiel zu unterbrechen hat und der Abstoß zu wiederholen ist; eine finale Regelung dieses Sachverhaltes steht noch aus.

    Also wenn ich einen Freistoß und der TW lupft den Ball zu A damit der ihn zurück köpfen kann.
    Das wäre mich eindeutig ein Trick um die Regel zu umgehen obwohl auch nicht aus dem laufenden Spiel.

    Ich war und bin immer noch der Meinung, dass diese Spielweise auch verboten ist.. genauso wäre es früher verboten gewesen, dass der TW den Abstoß aus dem Strafraum lupft , damit der zurpck gespielt werden kann.
    Ich habe bis heute nicht verstanden was nun so besonders daaran war, dass der Abstoß jetzt im 16 angenommen werden durfte.


    Bei der Rückpassregel wird doch (wenn ich mich nicht irre) sogar explizit erwähnt, dass dies auch beim Freistoß gilt.
    Muss man da jetzt einfach nur noch Abstoß dazu schreiben oder was ist das Problem.
    Dann gibt's eben indirekte Freistoß auf dem 5m Raum, den ich da sowieso gepfiffen hätte.

    Das schwierige dabei ist einfach:
    Der SR muss im Prinzip entscheiden ob es sich um einen Trick handelt, dazu muss er eigentlich in den Kopf vom Spieler schauen.
    Denn natürlich darf der TW seinem mitspieler den Ball auf kopfhöhe zuspielen.

    Es ist z.B. legal, dass der TW, ohne die intention das der Spieler zurück köpft, den Ball auf Kopfhöhe zuspielt.

    Theoretisch darf der Spieler dann sogar zurück köpfen.


    Wir hatten doch das Problem, als die Regel zum Abstop geändert wurde (Ball muss Strafraum nicht mehr verlassen), dass am Anfang einige dazu übergegangen sind den Ball zum Mitspieler zu lupfen damit der zurückköpft.
    Siehe:
    Neue Abstoßregel und Rückpass

    Ich habe bis heute nicht verstanden warum das nicht ganz normal als "Trick" abgepfiffen wurde sondern als legal gewertet wurde.

    Und auch heute wird das ja nur zurück gepfiffen (wiederholung) und nicht als Trick gewertet. Aber das Faß mach ich jetzt nicht wieder auf.