Beiträge von Kaef

    Wenn es für den Schiedsrichter den Anschein hat, dass der Spieler aus verzögerungstaktischen Gründen den Strafraum langsam verlässt, gibt's natürlich gelb.

    Die gelbe Karte wollen, zumindest in Bayern, die Verantwortlichen sogar konsequent sehen, wenn das Spiel unsportlich verzögert wird. Da soll es so gut wie keine Toleranz mehr geben.

    Lässt sich der Spieler Zeit und ist nur deshab noch nicht aus dem Strafraum, darf er natürlich nicht eingreifen. Wenn er es aber dennoch tut: Indirekter Freistoß am Ort des Eingriffs oder Wiederholung des Abstoßes? Und eine Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens?

    Dann gibt's Wiederholung ohne persönliche Strafe.

    Ich muss mich revidieren. Die G/R Karte für Teamoffizielle ist tatsächlich nicht im ersten Zirkular der Regeländerungen aufgeführt, sondern nur Gelb und Rot.

    Das wurde aber mittlerweile klargestellt.

    Ich bleibe dabei, dass Gelb/Rot für Offizielle Unfug ist, solange dadurch kein automatisiertes, vereinfachtes Verfahren im ESB ausgelöst wird.

    Was meinst du denn damit? Im ESB kann man die Strafen für Teamoffizielle doch separat eintragen, verbunden mit klaren Anweisungen, zumindest hier in Bayern.

    In der Frage steht aber auch nichts von einem Gegenspieler in der Nähe. So wie die Regelfrage gestellt ist, gibt es Strafstoß und keine pers. Strafe.

    Beim expliziten Hochheben des Balls ist für mich die Intention die Veränderung des Ortes

    Der Ort wird dann auch verändert. Auf den Elfmeterpunkt :flieh:


    der Antrieb : Hier wahrscheinlich, um den Ball zum TW zurück zu bringen um den Abstoß zu wiederholen, da der Verteidiger meint, dass der Ball nicht im Spiel war

    Und das ist pure Interpretation, hat bei der Beantwortung der Frage keine Rolle zu spielen und ist außerdem nichtmal unsportlich, sondern einfach nur Unkenntnis.

    Also Leute, jetzt kommt mal wieder runter!

    Ihr tut ja gerade so, als ob es jedes Wochenende in der Bundesliga Hetzjagden auf Schiedsrichter und massenhaft Rudelbildungen gibt. Der Fußball hat sich verändert, die Typen die Fußball spielen, die haben sich verändert und natürlich muss sich auch der Schiedsrichter den Veränderungen anpassen. Man hat es jetzt ein paar Jahre mit mehr Kommunikation versucht, was teilweise auch sehr gut klappt, aber halt nicht immer angebracht ist. Manchmal ist halt der Dampfhammer immer noch die beste Lösung. Und im übrigen kann ich mich an ein Spiel als Zuschauer erinnern - da hat ein hier sehr aktives Forummitglied gepfiffen - da wurde über den ganzen Platz der Kollege angebrüllt, mit null Reaktion. Jeder ist doch selbst dafür verantwortlich, wie man sich Ruhe auf dem Platz verschafft. Und immer nur auf "die da oben" zu schimpfen; "Die haben uns das alles eingebrockt!" ist doch völliger Unsinn. Die Schiedsrichter in den Profiligen werden kommunikativ ganz anders geschult und haben schon jede Liga durch, wo sie natürlich von Liga zu Liga besser werden. Die haben auch ganz andere Anforderungen, stehen sie doch viel mehr im Licht der Öffentlichkeit.

    Ich finde, der fehlende Respekt gegenüber uns Schiedsrichter ist ein generelles gesellschaftliches Problem. Da geht's nicht nur um fehlenden Respekt gegenüber dem Schiedsrichter, sondern generell gegenüber Entscheidungsträgern und Helfern (Feuerwehr, Rettungskräfte usw.). Jeder ist sich selbst der nächste und die Schuld wird immer zuerst beim anderen gesucht. Da wird sich am Leid von anderen ergötzt, Menschenretter werden als Schlepper kriminalisiert und Polizisten und Rettungskräfte werden angepöbelt.

    Die Probleme bei uns an der Basis sehe ich woanders. Der Respekt geht bei mir schon los, dass man dem Schiedsrichter eine ordentliche Kabine zuweist, dass was zum trinken in der Kabine steht, dass man den Ordnungsdienst anfordern muss (obwohl der sich selbst beim SR zu melden hat), dass, wenn man nicht fordert, keine Vereinsassistenten gestellt werden und hört damit auf, dass man kaum noch von Spielern nach dem Spiel ein Dankeschön bekommt. Dieses überflüssige Shakehands vor dem Spiel geht mir da so richtig auf den Keks. Das pöbeln von Zuschauern, dass gab's früher auch schon.

    Des weiteren sind das die teilweise haarsträubenden Urteile der Sportgerichte. Mal ein Beispiel:

    Eine Mannschaft hatte innerhalb von nichtmal 2 Monaten zwei verschuldete Spielabbrüche. Beim 2. Abbruch wurde einer meiner Schiedsrichter (ein 22 Jahre junger Bursche) als Rassist und Nazi beschimpft und dass wegen absolut korrekter Entscheidungen. Es gab dann bei jeder Entscheidung gegen diese Mannschaft Spielertrauben um den SR und halt die üblichen Beschimpfungen. Der SR hat sich da nicht getraut rote Karten zu geben, hat dann aber nach gut einer Stunde die Schnauze voll gehabt und ist gegangen. Dann der Skandal. Die Strafe wurde gegenüber dem ersten Abbruch halbiert. Der Trainer, der durch seine Äußerungen von draußen wesentlich zum Abbruch mit beigetragen hat, bekam einen Verweis. Das sind die Probleme an der Basis und nicht dass Verhalten der Schiedsrichter im Fernsehen. Das ist eine andere Welt, da geht's um richtig Fett Kohle. Das ist nicht mit uns zu vergleichen.

    Früher gab es bei Rudelbildung doch sofort , gibt es diese Anweisung nicht mehr?

    Gab's das tatsächlich? Wann war das?

    Ob ich nach einem von mir angeordneten Spielabbruch von der Spruchkammer bestraft werde oder nicht, ist mir so was von egal.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Sportgericht einen Schiedsrichter wegen eines Spielabbruch bestrafen kann. Die werden das Spiel neu ansetzen, aber das wäre mir auch völlig schnuppe.

    Wenn derTorhüter den Ball nur fangen kann, wenn er auch den Stürmer mit abräumen muss und auch tut, ist das für mich ein Strafstoß. Ich vergleiche das mit der Aktion von Manuel Neuer im WM Finale 14, als er auch den argentinischen Stürmer abräumte um an den Ball zu kommen. Da waren sich am Ende alle Experten einig, dass das eigentlich ein Strafstoß war. Aber nie und nimmer war das ein Stürmerfoul.

    Ein Stürmer schießt Richtung Tor, trifft aber den Ball nicht richtig, so dass er deutlich am Tor vorbeigeht und ins Toraus gerollt wäre. Bevor der Ball die Linie überquert hat, will ein Zuschauer den Ball Richtung Spielfeld zurück schießen, doch der Ball rutscht über den Spann ins Toraus.

    Spielfortsetzung: Abstoß

    Das wäre für mich eine logische Regelfrage für Abstoß oder Eckball