Manfred In der Holzklasse gibt es sicherlich Spiele, wo alle Beteiligten froh sind, wenn der erlösende Schlusspfiff kommt. Trotzdem darf eine zweitschindendes Team bei knappem Spielstand nicht belohnt werden, weil der Schiedsrichter die Nachspielzeit schätzt oder Angst vor einer Eskalation hat.
Und das Drücken eines einzigen Knopfes kann jetzt wirklich nicht derart kompliziert sein. Zumindest nicht komplizierter als mehrere Unterbrechungen im Kopf zu addieren, während man jedesmal zweimal auf die Uhr schauen und zwei Zeiten subtrahieren muss. ![]()
Dass meistens alle zufrieden sind, liegt oft daran, dass keiner mit stoppt oder dir auch keiner falsche Abseitsentscheidungen beweisen kann.
Und jetzt sind wir wieder im Bereich, dass wir nicht mehr exakt nach dem Regelwerk pfeifen, sondern so, dass alle zufrieden sind.
Und nochmal: Du hast die theoretische Frage hinsichtlich vergeudeter Zeit gestellt. Und wenn du sie sowieso nur nach Gefühl festlegst, dann kannst du sie auch nach Gefühl nachspielen lassen oder auch nicht.
Aber ich glaube, dass es schon ein grundsätzliches Problem darin gibt, dass es keine einheitliche Richtlinie gibt, welche Unterbrechung jetzt zur Spielzeit gehören und welche nicht.
Beispiel Freistoßmanagement: Zwischen Foulspiel, Diskussionen, Freistoßspray und Ausführung vergehen oft mehr als 60 Sekunden. Wieviel davon wird denn wirklich nachgespielt?