Ganz ehrlich, das 1:0 und nicht gegebene Strafstöße waren vertretbare Entscheidungen, die man aus Sicht der SR (keine Wdh, keine Zeitlupe, nur eine Perspektive) so treffen kann oder sogar auch muss (in dubio pro reo).
Was allerdings gar nicht tragbar ist - und das muss ich diesem scharfen Ton sagen bzw. schreiben - die milde "Bestrafungen" bei groben Foulspielen. Ermahnung wo Gelb erforderlich, Gelb wo Rot erforderlich. Howard Webb gehört weg vom internationalen Fußball. Diese Entscheidungen sind für mich ebenso untragbar wie die Begriffe "Internationale Härte" oder "Englischer Fußball".
Fußball ist ein schöner Sport. Wir wollen ihn selbst spielen und im Stadion oder TV vor allem auch die Stars bzw. schöne Spielzüge bewundern. Selbstverständlich gehört da Kampf bzw. eine gesunde Härte dazu. Die muss allerdings da aufhören, wo die Gesundheit der Spieler anfängt. Wenn offensichtlich Fouls nur der Körperverletzung dienen oder im Kampf um den Ball eine schwere Verletzung des Gegenspielers bewusst in Kauf genommen wird, dann gibt es, auch zur Abschreckung, nur eine Möglichkeit:
. So wie damals bei Ribery gegen Lion.
Ich möchte lieber die Messis, Riberys, Ronaldos, Müllers, Götzes... auf dem Spielfeld bewundern als auf der Tribüne im Gips und keine Marcelos und K-P Boatengs (gestern auch die Robbens) beim "Schlachten"
zusehen.
Wer solche "Echte-Männer-Sportarten" sehen möchte, für den gibt es ja noch Eishockey und diverse Football-Varianten. Da gehören Blut, gebrochene Knochen und Tote zur Unterhaltung anscheinend dazu.
Die Regeln bzw. Bestrafungen müssen auch in jeder Liga gleich sein und von jedem SR möglichst einheitlich ausgelegt werden. Gerade bei Turnieren, wo die 2. oder 3. gelbe Karte zu einer Sperre führt, ist es eine Wettbewerbsverzerrung, wenn die SR unterschiedliche Messlatten anlegen.
Wer Howard Webb ein gutes Zeugnis ausgestellt hat, sollte bitte noch mal genau nachdenken, ob das wirklich so im Sinne des Fußballs war.