Die Frage ist, ob dann noch gelb gezeigt werden darf.
Die Abfolge ist: Unsportlichkeit während einer Unterbrechung, Ball im Spiel, nächste Unterbrechung spielbedingt. Kann die gelbe Karte jetzt noch gegeben werden?
Die Frage ist, ob dann noch gelb gezeigt werden darf.
Die Abfolge ist: Unsportlichkeit während einer Unterbrechung, Ball im Spiel, nächste Unterbrechung spielbedingt. Kann die gelbe Karte jetzt noch gegeben werden?
Vor dem Abstoß ist das Spiel unterbrochen und m. M. nach daher gelb noch möglich, es sei denn "Ball im aus" gilt als neue Spielsituation, dann wäre gelb "verjährt". Der idF plus gelb ist trotzdem der größere Vorteil als der Umstand, dass bei Abstoß Abseits aufgehoben ist und direkter Treffer möglich wäre.
Wenn der TW den Ball sicher hält, ist Weiterspielen ohne gelb nur sinnvoll, wenn erkennbar ist, dass ein unmittelbarer Konter a la Neuer eingeleitet wird.
Konkretes Beispiel: Angreifer schlägt Abwehrspieler nach Pfiff und vor dem Strafstoß, TW hält den Schuss bevor der SR unterbricht. Wenn jetzt der SR den Strafstoß wiederholen lässt...
@ Gerald
Deine Grundsatzfrage ist schnell beantwortet: Es ist so, weil es in der Regel 14 explizit so geregelt ist. Und dort ist es so geregelt, weil es so sinnvoll ist.
Wobei sich aus deiner Frage ein weiterer interssanter Fall ableiten lässt: Was ist, wenn zwischen Pfiff und Strafstoß eine Tätlichkeit begangen wird? Wäre das ein Vergehen im Sinne Regel 14 S. 102?
Eben, und gemäß Tabelle/ Matrix auf Seite 102 der Regeln auch immer idF: Vergehen angreifender Spieler, kein Tor.
Regeltheoretisch kann man keine Spielstrafe für ein Vergehen verhängen, das während einer Spielpause stattfindet. Während des Täuschens ist der Ball eben noch nicht im Spiel.
Was ich immer noch nicht verstanden habe ist, wieso es kein gelb geben sollte, wenn der Ball zum Abstoß oder direkt in die Arme des TW gespielt wird. Kennt noch jemand einer andere Quelle als das blauen bayrische Buch?
@ cfp für = gegen ![]()
@ Nummer 4
1. stimme zu
2. stimme zu
3. stimme nicht zu, m. E. ebenfalls gelb und idF
Fall 2 bei 11ms: Das Täuschen an und für sich ist m. E. die Unsportlichkeit und damit ist gelb zwingend.
Man kann den Fall wahrscheinlich nicht mit dem "aus der Mauer herauslaufenden Abwehrspieler, der den Freistoß unglücklich ins Tor abfälscht" vergleichen.
Den Strafstoß nach vollendetem Anlauf nur Vorzutäuschen, ist gemäß FIFA Auslegung zur Regel 14 eine Unsportlichkeit, die mit gelb zu ahnden ist. Ich kann nicht erkennen, dass die gelbe Karte vom Torerfolg abhängen sollte bzw. beim Elfmeterschießen anders zu bewerten ist.
Für eine Unsportlichkeit gibt es gelb.
Ich habe nur folgende Regelfrage in einem aktuellen Lehrbogen gefunden:
"Strafstoß, zu dessen Ausführung die Spielzeit der ersten Hälfte verlängert werden muss. Der Schütze täuscht den Torwart in unerlaubter Weise, doch kann dieser den Ball zur Ecke abwehren. Entscheidungen?"
Antwort: "gelb, Halbzeit"
Wieso sollte es also beim Elfmeterschießen keine Verwarnung geben?
Wo steht, dass es diese Verwarnung nur bei Torerfolg gibt? Während des Spiels gibt es nach einem Fehlschuss idF und gelb.
derMoeller: Ich gehe davon aus, dass das System schon längst in Freundschafts- oder Trainingsspielen auf Herz und Nieren getestet wurde, ohne dass wir es mitbekommen haben. Ich kann mich auch täuschen, dann wäre deine wissenschaftliche Betrachtung sicherlich richtig. Ansonsten bleibe ich bei meiner unqualifizierten Unterstellung (Privat und ironisch: Und was ist denn die Voraussetzung, um sich für "Unterstellungen" zu qualifizieren?:) )
Albern ist auch die Testphase. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade bei den zwei Turnieren strittige Torsituationen auftreten, ist äußerst gering. Es wird so sein, dass klare Tore dem SR durch Piepsen bestätigt werden, toll.
Dass die Technik funktioniert, steht m. E. fest. Um sie zu testen, bedarf es keiner zweier Turnierchen. Man könnte sie schon längst einsetzen, wo die jeweiligen Verbände das notwendige Kleingeld dafür haben. Zudem wäre sie auch keine grundsätzliche Regeländerung.
Ich bleib dabei: Die "Testphase" ist reine Zeitschinderei um das Fußballvolk bzw. einen Teil davon erst einmal ruhig zu stellen.
Für mich ist das nix anderes als "Volksberuhigung". Erstens wird es erst mal Jahre dauern, bis die Technik wirklich flächendeckend im Profifußball eingesetzt wird, zweitens reden wir über Situationen, die vielleicht alle 100 Spiele auftreten, alle 200 Spiele von den SR falsch entschieden werden und noch seltener wirklich spielentscheidend sind.
Bei den ganz knappen Toren reden wir zudem über Zufallsschüsse, die an die Unterkante der Latte prallen oder unfähigen Angreifern, die nicht in der Lage waren den Ball so ins Tor zu fördern, dass das Netz zappelt. Mein Gott, wenn ich ein Tor schießen will, muss ich eben zusehen, dass es klar ist.
Bei dem "glasklaren" Ukrainetor wird ignoriert, dass der Angreifer versagt hat, weil er nicht in der Lage war, den Ball klar am Torwart vorbeizuschießen bzw. der Torhüter eben sehr gut reagiert hat und ein Abwehrspieler entschieden nachgesetzt hat.
Die Tortechnologie wird an Ungerechtigkeiten kaum etwas ändern. Die Anzahl der tor- bzw. spielentscheidenden falschen Abseits-, Foul und Handbeurteilungen wird immer noch bestehen bleiben.
Was ist mit der falschen Abseitsentscheidung, die das ominöse Tor erst ermöglicht hat? Wiegt diese weniger schwer? Was ist mit den nicht und den zu Unrecht gegebenen Handelfmetern?
Tortechnologie: Albern, aber der Mob ist erst mal beruhigt.
Endlich, dann haben wir alle ca. 100 Spiele eine Fehlentscheidung weniger
Das ist natürlich kein Tor. Leider wissen das geschätzt nur 10 % der Fußballfreunde. Daher war das Tor der Ukraine ja " so deutlich".
Für mich immer noch ein Rätsel, wie der Chip genau funktioniert. Weiß jemand, was da genau gemessen wird und wo der Chip sowie die Empfänger platziert sind?
Mal bitte die Spanier nicht in den Himmel loben. Gegen Portugal wären sie fast verdient ausgeschieden, wobei wir wiederum gegen Portugal gewonnen haben. Die vier Halbfinalisten spielen auf ähnlichem Niveau. Die Tagesform und der Zufall entscheiden darüber, ob 1 oder 4 Chancen entstehen bzw. ob der Ball bei den wenigen Chancen rein geht oder nicht. Das 1:0 gestern, Weltklasse, trotzdem mehr als 70 % Glück dabei.
Aber zurück zum Thema. Gute Frage was wäre, wenn ein paar Italiener gestern absichtlich verloren hätten oder was wenn 1 bis 2 Spanier nachweislich gedopt waren?
Genau, bei der aktuellen EM-Quali haben 51 Mannschaften mitgespielt. Wenn man jetzt berücksichtigt, das GB 3 Teams zuviel stellt und man die Zwergstaaten abzieht, würden in der Quali 2016 nur knapp die Hälfte der Mannschaften ausscheiden. Damit wird die Quali ebenfalls zur Quali im Sinne von Qual.
Genau, und 1990 sind wir mit nur 11 Bundesländern WM geworden und 1954 mussten wir uns sogar gegen das Saarland qualifizieren ![]()
Zu deinen Dänen und Griechen: Überaschungsmannschaften wird es immer wieder geben und das Turnier 1992 wäre mit 7 Mannschaften äußerst blöd gewesen. Ich weiß nicht genau, weshalb die Dänen eingesprungen sind, auf jeden Fall gehörten sie mindestens zu den besten 10 bis 16.
Wie gesagt, bei 24 Mannschaften, bei denen zunächst nur ein Drittel ausscheidet, wird die Vorrunde zur Farce. Dann vier KO-Spiele zu gewinnen fordert noch mehr Glück von den Mannschaften um den Titel zu hohen.
Das mit der Kleinstaaterei war natürlich provokant. Nur, Wenn jedes ethnisches Völkchen meint, es müsse autonom sein, kann man nicht so ein Turnier aufblähen. Wobei es natürlich interessant wäre, wie sich so das Baskenland, Katalonien oder Bayern so schlagen würden und wie stark dann Rest-Spanien noch wäre ;))))
Wieder Ernst: Es kann rein sportlich nicht sein, dass ein Gruppendritter im Turnier bleiben darf. Auf die dann nicht mehr gleichzeitig möglichen taktische Spielchen am dritten Spieltag bin ich schon gespannt.
Wenn 1990 der Rudi nicht wie ein Vögelchen "gefallen" wäre, dann hätte sich Argentinien vielleicht als Gruppendritter zum Titel gemauert.