Beiträge von D.R.

    :gelbe_karte: Verwarnung mit der Begründung: Weil er sich dem Spiel gegenüber respektlos verhält. :D - Ich glaub damit könnte man "den Vogel abschießen" und diese Situation noch toppen.^^


    Klarer FaD. Das ist nicht nur eine anstößige Gebärde sondern Erregung öffentlichen Ärgernisses. Es gibt schon schräge Typen ... *kopfschüttel*

    Zitat von Daniel;172999

    ... Dann bist du der Besitzer der Uhr (da du die tatsächliche Gewalt darüber hast)...



    Buaah - Wenn, dann ist er Inhaber. Niemals aber Besitzer, dafür fehlt der "animus habendi" ;) - Der Wille zum Behalten.



    Aber wie schon erwähnt: Meine Fahnen gebe ich ausschließlich geprüften Schiedsrichterassistenten, dh. SR-Kollegen.
    Wenn ich keinen neutralen SR-Assistenten mit habe, dann werden die Fahnen des Heimvereins genommen und diese haben hier zu sein - dazu ist der Verein verpflichtet.

    Hier kann eigentlich nur der Strafstoß im herkömmlichen Sinn gemeint sein. Deshalb falsch. Bei einer Wiederholung darf diesen ein anderer Spieler, sofern identifiziert, ausführen.


    Beim klassischen Elfmeterschießen müssen sowieso alle anderen Mit- bzw. Gegenspieler im Mittelkreis stehen - da wird es schwierig "zu früh in den Strafraum einzudringen".

    Groß im Vordergrund stehen die Referees in der österreichischen höchsten Liga, nach der 11. Runde.


    Vermeintlich viele Fehlentscheidungen sorgten für ordentlichen Gesprächsstoff, sodass sogar ein eigener TV-Beitrag zum scheinbar durch Schiedsrichter verpatzten Wochenende zusammengestellt wurde.


    Da ich selbst aber den Großteil der Entscheidungen nachvollziehen kann, bin ich auf Eure Meinungen gespannt: Zumindest drei der 5 angeprangerten Entscheidungen würde ich Diskussionslos übernehmen.


    Hier aber erstmal der Beitrag zu den besagten "Fehlentscheidungen": Referees sorgen für Gesprächsstoff


    1. angesprochene Szene: Ich sehe hier keinen Grund, warum ich diese Situation nicht zurück pfeifen und auf Freistoß entscheiden kann. Der Angreifer hilft sich klar mit der Hand und drückt den Spieler nach unten. Der Verteidiger fällt möglicherweise etwas leicht, doch die Hand hat dort bestimmt nichts verloren - Ergo Freistoß und kein Tor. Hier sogar der Kommentator: "tendenziell richtige Entscheidung".


    2. Szene: auch diese Strafstoßentscheidung ist für mich nachvollziehbar. Der Spieler geht einfach "zu ungestüm" in den Zweikampf. Meine Meinung: Kann man geben!


    3. Szene: Ich weiß nicht wo ich hier eine Fehlinterpretation erkennen soll?! Dort hat die Hand des Angreifers einfach nichts verloren. Hier ist mE der Freistoß eine klare Sache.


    4. Szene: Haarige Sache. Grundsätzlich finde ich die Aktion des Verteidigers schon unschön. Gefühlsmäßig kann ich mir die Entscheidung dadurch erklären, dass der Ref die Situation folgend interpretiert hat. Der Verteidiger versucht den Ball zu spielen und wird vom Angreifer durch das "In den Fuß laufen" verräumt. Eher schwierig zu vertretender Freistoß, die schlechte Filmqualität tut das ihrige.


    5. Szene: Naja, in der Zeitlupe leider wirklich schön zu sehen, dass hier der Kontakt gesucht wurde. idF. und Verwarnung wären hier bestimmt die richtige Lösung gewesen, wenn auch mMn für den SR äußerst schwierig zu sehen.
    In Normalgeschwindigkeit würden in dieser Situation wahrscheinlich die meisten auf Strafstoß entscheiden.

    Landesverband Tirol.


    Von jedem (einschließlich mir^^) Schiedsrichter hier in unserem Landesverband wird dir empfohlen, beim NW keine Nachspielzeit zu geben, sonst wirst' nicht mehr fertig.


    Da bei uns der Nachwuchs ja sowieso nicht aufsteigen kann und nur die Leistungsgruppen den Landessieger ausspielen ist es prinzipiell für die Trainer eher uninteressant - da geht's eher ums spielen.
    Ich hatte bis jetzt auch noch nie das Problem, dass jemand wie wild rück getauscht hätte. Im Gegenteil die Trainer sind total verdutzt wenn man da Nachspielzeit anzeigt.


    Genauso ist es in den Leistungsgruppen. Die Spieler wollen dort spielen und nicht ständig tauschen.


    Wenn ich das Gefühl habe, ich müsste noch eine Aktion laufen lassen, dann tue ich das - auch wenn ich keine Nachspielzeit angezeigt habe - geht eben meine Uhr etwas langsamer :P.



    Bei überregionalen Jugendspielen (Toto-Jugendliga, BLNW, ...) ist das Ganze dann etwas anders.

    ad 1) Diese Entscheidung trifft der Strafsenat :D.
    Welche Entscheidung soll hier der SR bitte nach dem Spiel noch treffen? Oo Unbedingt nötig allerdings ein Bericht darüber ;).


    ad 2)
    Die regeltechnisch richtige Lösung ist idF, wo der Angreifer in den Strafraum eingedrungen ist, bzw. (wenn Ort nicht bekannt) idF am Strafstoßpunkt.


    Die schlauere Lösung ist auf Abstoß zu entscheiden, und das zu frühe Eindringen zu "übersehen". Das interessiert in diesem Fall so wie so niemanden mehr.


    Die regeltechnisch exakte Lösung ist in diesem Fall nämlich die, welche mehr Fehler erlaubt - Spielfortsetzung, Ort, möglicherweise noch Disziplinarmaßnahme (wenn der selbe Spieler wiederholt eindringt) - deshalb wird im Allgemeinen die Abstoß-Lösung präferiert. Wir wollen es uns ja nicht unnötig schwer machen.

    Ich möchte nochmal anführen, dass sich die Pflichtverwarnung wegen Spielverzögerung auf eine Verzögerung der Spielfortsetzung bezieht. Da das Spiel aber durch das Halten des Balles nicht iS der Regel unterbrochen wird, kann auch dies nicht als Argumentation verwendet werden.
    Ausserdem gibt der Regeltext zum Thema Pflichtverwarnung für Verstoß gegen die 6-Sek-Regel nichts her!


    Im Gegenteil, grundsätzlich ist der Regeltext wie folgt aufgebaut:


    • Vergehen:
    • Diszipinarmaßnahme:
    • Spielfortsetzung:


    Dass bei diesem Vergehen, der 6-Sekunden-Regel, gerade der Text für Disziplinarmaßnahme fehlt, intendiert, dass eben keine notwendig ist.


    Warum auch? Der Torwart darf den Ball ja grundsätzlich in den Händen halten. Tut er dies länger als 6 Sekunden, sieht die FIFA einen idF vor.


    Ebenfalls kann ich das nicht einfach unter Unsportlichkeit subsumieren, wenn es dazu ein lex specialis gibt. Ganz nach dem juristischen Prinzip "lex specialis derogat legi generali". frei übersetzt: "Das speziellere Recht geht dem Allgemeinem vor"


    Wer hier also einen Karton auspackt, packt ihn mMn regelwidrig aus.

    Da gab es vor Kurzem eine Empfehlung der UEFA zum Management von Freistößen.


    Ums auf den Punkt zu bringen:


    Ein "quick free kick" kann gewährt werden wenn:


    • Die angreifende Mannschaft den Ball innerhalb 3-4 Sekunden abspielt
    • der Ball ruhig und am richtigen Ort liegt
    • der Schiedsrichter keine Disziplinarmaßnahme setzen muss.


    Ausserdem kann der SR die schnelle Ausführung unterbinden, um sich in eine strategisch bessere Situation zu bringen und somit bessere Einsicht zu haben.


    Auf jeden Fall sollte aber der SR aktiv werden und sofort klarmachen, wie es aussieht. Gerade bei Disziplinarmaßnahmen sollte man ja schon am Pfiff hören, dass da jetzt noch ein Karton nachgereicht wird.


    Hier übrigens genaueres zum =1158&cHash=a2e15419bfa5bd0eb4ceb42255c3d1f6"]Nachlesen


    Allerdings ist die gelbe Karte in der Situation fraglich - Grundsätzlich ist die "Spielverzögerungs-Gelbe" ja eigentlich eine "Spielfortsetzungsverzögerungs-Gelbe". Da das Spiel ja gerade am laufen und somit mMn idF und gut ist.


    Tor, Anstoß und keine VW

    Regelfrage aus der SR-Zeitung:


    Zitat von Regelfrage 2 aus 'pfiff 03/11'

    Auf nassem Boden versucht je ein Spieler beider Mannschaften im Rutschen einen Ball zu spielen. Beide verfehlen den Ball. Dafür kommt es zu einem Zusammenstoß. Dabei treffen beide zeitgleich mit den gestreckten Beinen und den Stollen voraus im Bauchbereich. Beide Spieler sind verletzt und müssen vom Spielfeld getragen werden. Entscheidungen des SR?


    Zitat von Lösung

    Die hohe Intensität ist ausschlaggebend, dass das Vergehen mit übertriebener Härte erfolgte. Was zur Folge hat, dass beide Spieler ausgeschlossen werden müssen. Die Rote Karte darf den Spielern erst gezeigt werden, wenn sie auf den Tragbaren das Spielfeld verlassen haben (Wenn die Sanitäter die Seiten- oder Toroutlinie überschritten haben). Das Spiel wird mit einem SR-Ball fortgesetzt (Zeitgleiches Vergehen).


    Analog dazu müsste rein theoretisch bei zeitgleichen Vergehen unterbrochen, die Spieler je nach Schwere diszipliniert und mit SR-Ball fortgesetzt werden.


    Den Ruf "Beide" finde ich persönlich auch eher suboptimal, initiiert er doch, dass sich der SR offensichtlich nicht entscheiden will, bzw. dass er sich nicht ganz sicher ist. Außerdem belohnt dieses vermeintliche Nichtentscheiden des SR schlussendlich doch wieder eine Mannschaft.


    Entweder eine schneller klarer Pfiff mit sicherer Körperhaltung, oder eben den SR-Ball geben.
    Solange es in einem noch akzeptablen Rahmen bleibt, könnte man das Spiel auch als sehr harten Zweikampf auslegen und weiterspielen lassen.

    Durch das Regelwerk ließe sich hier eine Rote Karte leider nicht begründen.
    In casu handelt es sich laut Regel um ein Simulieren. Dieses wiederum ist mit einer gelben Karte zu bestrafen.


    Als Extrembeispiel kann man hier das U20 EM Qualifikationsspiel Ecuador gg. Chile anführen. Das Spiel zeigte, bei einem Spielstand von 1:0, in der 76. Minute eine eigenartige Szene:
    Nachdem Ecuador ein Einwurf zugesprochen und dieser ausgeführt wurde, fasste der Chilene Carrasco seinen Gegenspieler Gaibor an der Hand und schlug sich mit dieser selbst ins Gesicht.


    Richtig wäre: gelbe Karte, idF.


    Zur Begründung wurde erklärt: „Die richtige Entscheidung ist eine Verwarnung wegen Unsportlichkeit gegen den Spieler sowie ein indirekter Freistoß wo der Spieler stand. Eine grobe Unsportlichkeit ist im Regelwerk nicht vorhanden und kann somit nicht bestraft werden, daher keine rote Karte. Das Halten der Hand mit dem Schlag stellt in diesem Fall die Unsportlichkeit dar und wird somit nicht mit direktem Freistoß geahndet.“


    Derzeit ist es also nicht möglich dafür :rote_karte: zu geben.

    Also in der Durchführungsbestimmung der Regel 14 unseres Landesverbandes heißt es hierzu klar:


    Regelverstoß: Ausführung mit der Ferse.
    Ergebnis: Egal.
    Spielfortsetzung: iF am Strafstoßpunkt.
    Disziplinarmaßnahme: Keine.


    Gilt in diesem Sinne natürlich nur für den TFV, dort wird uns dies allerdings recht klar dargelegt.

    So: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold...


    Ich möchte nur anmerken, dass diese Regelfrage in wirklich jedem Kurs durchgenommen wird. In Österreich gilt folgende Auslegung:


    Zitat von ÖFB Erläuterungen zu den Spielregeln


    2. Strafgewalt des Schiedsrichters vor, während und nach dem Spiel


    2.1 Wird ein Ersatzspieler vor Spielbeginn (zum Beispiel für einen verletzten Mitspieler) eingesetzt, darf ein weiterer am Spielbericht nachnominiert werden. Der Spielbeginn darf nicht verzögert werden.
    2.2 Vor Betreten des Spielfeldes darf einem Spieler die Teilnahme am Spiel nicht verweigert werden. Bei diversen Unsportlichkeiten oder Vorfällen ist eine Meldung an den Verband zu richten.


    2.3 Nach dem Betreten des Spielfeldes bis zum korrekt durchgeführten Anstoß muss bei groben Verstößen die Teilnahme am Spiel verweigert werden. Meldung an den Verband. Dieser Spieler kann durch einen nominierten Ersatzspieler ersetzt werden. Unerheblich ist der Zeitpunkt des Eintritts des nominierten Ersatzspielers. Da das Vergehen vor dem Anstoß begangen wurde, wird das Austauschkontingent dadurch nicht belastet. Das Ersatzspielerkontingent darf in diesem Fall nicht mehr verändert werden.


    Hier wird ganz klar definiert, dass bis zum korrekt durchgeführten Anstoß nur die rote Karte + auffüllen auf 11 Spieler möglich ist. (Austauschkontingent bleibt, Ersatzspielerkontingent muss unverändert bleiben)
    Hier steht nichts von Pfiff. Entscheidend ist der korrekt durchgeführte Anstoß und zwar jener, der den Ball zum ersten Mal ins Spiel bringt. Der Anstoß zu Beginn der 1. Spielhälfte.



    Zitat

    Wenn man die Logik einiger SRs hier weiter führt, dann darf ein Spieler -- der Rot bekommt -- auch noch ersetzt werden, wenn ein Einwurf ausgeführt wird. Der Ball ist nicht in Spiel.


    :confused:
    Sry. aber dazu ist wirklich jeder weitere Kommentar überflüssig.

    Das kommt drauf an.
    Die Mindestanzahl zur Spielfortsetzung, soll laut FIFA von den Mitgliedsverbänden selbstständig geregelt werden.
    Doch wird empfohlen, von einer Fortsetzung abzusehen, wenn weniger als 7 Spieler teilnehmen.



    Hier im Übrigen die Quelle hierzu:


    Zitat von FIFA-Regelbuch - Auslegung der<br>Spielregeln und Richtlinien für Schiedsrichter

    Ein Spiel darf nicht mit weniger als sieben Spielern begonnen werden. Die Mindestanzahl Spieler eines Teams, die zur Fortsetzung eines Spiels erforderlich ist, kann jedoch von den Mitglieds verbänden selbständig festgelegt werden.
    Jedoch vertritt der International F. A. Board die Auffassung, dass ein Spiel nicht
    fortgesetzt werden sollte, wenn ein Team weniger als sieben Spieler aufweist.


    In Österreich zb. wird dies auch so gehandhabt. Weniger als 7 Spieler einer Mannschaft, ergibt einen Spielabbruch.

    Zitat von Schiriassi;162875

    "Arme rein"



    in den Bauch?^^


    Die Erfahrung lehrte mich, dass "Hände weg" die beste Wahl ist.


    Sehr schön analysiert :top:.


    Gerade in schwierigen Spielen ist mMn wichtig den Spielern zu vermitteln jederzeit präsent zu sein. Das funktioniert einerseits über die wichtige und richtige Laufarbeit, andererseits aber auch, dass ich als SR aktiv werde.
    Wie schon oben gesagt bei Zweikämpfen ein strenges, lautes und zackiges "Hände weg!" zeigt den Spielern


    "Ui das ist ein gefährlicher SR, da muss ich mir aufpassen, der sieht alles...".



    Ein weiterer Punkt ist die Zügel anzuziehen. Wenn ich merke die Spieler sind aggressiv und heiß, dann pfeife ich sehr kleinlich (Wenn ich das schon von Anfang an merke, kommt natürlich kein Hinweis auf "Hände weg", sondern es wird radikal herausgepfiffen). Die vermehrten Spielunterbrechungen wirken meist beruhigend. Außerdem kannst du dich iSd Stellungsspiels wieder in die Nähe der Brennpunkte begeben.


    Klarerweise gibt es viele Bereiche die man hier anschneiden könnte. Das hier jetzt mal 2 von denen ich glaube, dass sie sehr wichtig und wirkungsvoll sind.

    Zitat von ChrisW;161452


    4.2 Bei Vergehen in Bezug auf den Ball ist die Lage des Balles entscheidend:
    a) Ein verteidigender Feldspieler, der sich außerhalb des Strafraumes befindet, berührt absichtlich den im Strafraum befindlichen Ball mit der Hand, Kontakt war im Strafraum, daher Strafstoß.
    b) Der Tormann liegt im Strafraum und holt sich den außerhalb des Strafraumes liegenden Ball mit der Hand herein. Kontakt war außerhalb des Strafraumes, daher direkter Freistoß, wo der Kontakt mit der Hand erfolgte.



    Ich finde die Aussage der ÖFB-Erläuterungen eigentlich geradezu ausdrücklich.


    Zitat

    Bei Vergehen in Bezug auf den Ball ist die Lage des Balles entscheidend.


    Dass der Torwart den Ball jedenfalls spielen darf, sobald der Ball die Strafraumlinie auch nur anreißt und sich damit der Ball innerhalb des Strafraumes befindet, ist doch klar zu subsumieren.


    Ich weiß nicht, wie man es noch klarer ausdrücken und die Anweisung dennoch als eine Generalnorm formulieren kann.


    Da bereiten mir die Auslegungen und zum Teil haarsträubenden Lehrmeinungen über Normen des ABGB und dergleichen Dinge ehrlich gesagt mehr Kopfzerbrechen :D

    Gestern in der 19. Minute:


    Stürmer von Gast und TW von Heim laufen im Strafraum von Heim auf Schnitt zum Ball. Da der TW schneller am Ball ist, kann er ihn sicher fangen.
    Der Stürmer steht noch 1-2 Sekunden vor ihm und bricht plötzlich schreiend zusammen. "Es wäre beim Fang des Balles zum Kontakt gekommen", meinte er drauf. Ich stand direkt nebenan.


    Mein Pfiff blieb trotzdem nicht aus und ich zeigte dem Spieler Gelb, wegen Schwalbe.
    Der Kommentar eigener, gegnerischer Spieler und Zuschauer, noch vor dem Zeigen der :gelbe_karte:, im Gleichklang.


    "Ui, das war jetzt 2 Sekunden zu spät."

    Zum Thema Fingerspitzengefühl möchte ich folgendes Zitat, auf die Frage:Hat der SR die Möglichkeit sein Fingerspitzengefühl in die Spielleitung einfließen zu lassen, aus dem Österreichischen "Pfiff" (Sr-Zeitung) wiedergeben:


    Zitat

    Grundsätzlich kann man diese Frage mit "Nein" beantworten. Alle Entscheidungen, die ein SR zu treffen hat, basieren auf dem Regelwerk. Daher sollte vom SR nicht erwartet oder verlangt werden, dass bei Situationen mit Fingerspitzengefühl entschieden wird, die durch das Regelwerk klar definiert sind.


    weiter heißt es, dass der SR einen gewissen Ermessensspielraum hat, was jedoch nicht mit Fingerspitzengefühl zu verwechseln ist.
    Einen Bereich gibt es in der Spielleitung allerdings, bei dem Fingerspitzengefühl gefragt ist. Das ist der Umgang mit Spielern und Trainern, die auch sehr genau wissen, dass sie sich nach dem Regelwerk richten müssen.


    Man sollte sich also nicht dazu hinreißen lassen, sogenannte Entscheidung mit Fingerspitzengefühl zu treffen. Dadurch macht man sich eigentlich unglaubwürdig.


    Meistens ist als SR in der jeweiligen Situation das erste Gefühl das Richtige und dann braucht man "einfach" Mumm, seine Entscheidung zu präsentieren. Entschlussfreudigkeit macht einen guten SR (unter anderem) ja klarerweise aus.


    Gerade dieses Wissen erarbeitet man sich mit der Zeit.
    Zum Lernen eignen sich erfahrene Spielleiter sehr gut. Entweder bei Ihren Spielen beobachten, oder was ich häufig gemacht habe und immer noch mache, freiwillige Einsätze als Assistent (ich weiß nicht inwieweit das in anderen Verbänden möglich ist)


    Wenn ein Spieler meint ausfällig zu werden, werden wir nicht unsere objektive Haltung ändern. Wir sind nicht Schuld dafür, dass es ihm an Selbstbeherrschung mangelt und er sich nicht an die Regeln halten kann - das ist schon sein "Bier".

    Gerade wurde bekannt gegeben, dass das Spiel mit


    0:3 für Austria Wien strafverifiziert wurde, eine Entscheidung die eigentlich schon klar schien.


    Die etwaigen Strafen wegen Verletzung der Durchführungsbestimmungen und dergleichen werden, nach allen Einvernahmen voraussichtlich am Mittwoch den 04.06.2011 um 17:00 beschlossen.


    Dann wird man endgültig sehen wie die Bundesliga auf diesen dramatischen Vorfall reagiert.