Beiträge von Nr.23

    Mittlerweile sind die Regeländerungen beschlossen, also:

    Countdown jetzt auch bei Einwurf und Abstoß

    Der Countdown-Gedanke wird ausgeweitet.

    Wenn ein Einwurf oder Abstoß zu lange dauert, kann der Schiedsrichter einen sichtbaren 5-Sekunden-Countdown starten.

    Wird der Ball danach nicht ins Spiel gebracht:

    • beim Einwurf → Einwurf für den Gegner

    • beim Abstoß → Eckstoß für den Gegner

    • Der Schiedsrichter entscheidet selbst, wann der Countdown beginnt.

    • Es gibt keine Pflicht, sofort zu zählen.

    • Der Countdown soll nur bei Verzögerung oder Zeitspiel eingesetzt werden.

    Zeitlimit bei Auswechslungen

    Neu ist ein festes Zeitfenster für den Wechsel.

    • Der Spieler muss innerhalb von 10 Sekunden nach Anzeige des Wechsels das Feld verlassen.

    • Verstößt er dagegen, muss er trotzdem runter.

    • Der Einwechselspieler darf aber erst nach der nächsten Unterbrechung ins Spiel.

    • Folge: Die Mannschaft spielt kurzzeitig in Unterzahl.

    Pflichtpause nach Behandlung

    Wenn ein Spieler wegen einer Verletzung behandelt wird und deshalb das Spiel unterbrochen wird:

    • Der Spieler muss das Feld verlassen.

    • Nach Wiederaufnahme muss er mindestens eine Minute draußen bleiben.

    Ausnahmen:

    • Foul mit Verwarnung oder Feldverweis

    • Torhüter

    Das soll verhindern, dass Behandlungen zum Zeitspiel genutzt werden.

    VAR-Änderungen – für den Amateurbereich meist ohne Bedeutung

    Der VAR darf künftig eingreifen bei

    • klar falscher zweiter Gelber Karte (→ Gelb-Rot)

    • Spielerverwechslung auch zwischen beiden Teams

    • eindeutig falschem Eckball (optional für Wettbewerbe)

    Schmuck erlaubt – wenn ungefährlich

    In Regel 4 wurde klargestellt:

    Nicht gefährliche Gegenstände dürfen getragen werden, wenn sie

    • sicher befestigt sind

    • keine Verletzungsgefahr darstellen

    Z.B.:

    • abgeklebte Ringe

    • religiöse oder medizinische Gegenstände

    • kleine Ohrstecker mit Schutz

    Klarstellung beim Schiedsrichterball

    Beim Schiedsrichterball wird jetzt ausdrücklich festgelegt:

    Der Ball geht an die Mannschaft, die ihn vermutlich gehabt hätte,

    wenn das Spiel nicht unterbrochen worden wäre.

    Klarstellung beim Vorteil bei Notbremse

    Wenn ein klares Vergehen vorliegt, das eine Notbremse wäre, der Schiedsrichter aber Vorteil gibt und ein Tor fällt:

    • keine Verwarnung mehr erforderlich

    Begründung:

    Das Tor wurde nicht verhindert, also keine Verhinderung einer Torchance.


    Quellen: IFAB, kicker, Sportschau

    Also es ging mit direktem Freistoß für Blau weiter, nicht für Rot. D.h. der SR hat hier beim ersten Foul von Rot nicht auf Vorteil entschieden, sondern nur abgewartet, ob dieser eintritt.

    Halte ich auch für die beste Lösung dort.

    Eine Entscheidung auf Vorteil wäre auch sehr fragwürdig, weil der rote Spieler (ohne gefoult zu werden) eine gute Chance hatte den Ball noch zu klären.


    Aber was mich noch stört: Verhindert das Foul von Rot wirklich ein Tor oder eine klare Torchance? Wenn beide nach dem Foul aufhören würden zu spielen, würde der Ball schließlich ins Tor rollen. D.h. das Tor wird in der Szene eigentlich nur durch das Foulspiel von Blau verhindert - ohne das Foul würde das Tor zählen.

    Dabei ist die Auslegung dahingehend geändert worden, dass sehr viel mehr als "Zweikampf um den Ball" angesehen wird, per saldo geht es jetzt tatsächlich nur noch darum, wenn tatsächlich keine Möglichkeit besteht, den Ball zu spielen - kann man jetzt gut finden oder nicht ...

    Genau das ist aber mein Verständnisproblem.

    Einerseits ist es so, wie du sagst, andererseits gibt es immer noch den Satz mit "Halten, Ziehen, Stoßen".

    Insofern für mich nicht klar, wie bei einem Halten im Zweikampf um den Ball zu entscheiden ist.


    Gestern in der Tat nicht das perfekte Beispiel dafür, weil es zumindest fraglich ist, ob die Aktion noch als Zweikampf um den Ball zu werten ist. Deshalb Rot auf keinen Fall falsch (wenn man es als Foul wertet).


    In der zweiten Szene fehlte wohl wirklich die Gelbe Karte. Es ist keine klare Torchance, aber sicherlich ein aussichtsreicher Angriff. Und wenn man bei der ersten Szene nicht reduziert, dann auch bei der zweiten nicht.

    Inspiriert von der Roten Karte bei Bayern-Hoffenheim mache ich das Thema nochmal auf.

    Zitat von Regel 12.4

    wird der Spieler verwarnt, wenn das Vergehen [...] bei einem Zweikampf um den Ball begangen wurde. In allen anderen Situationen (z. B. Halten, Ziehen, Stoßen oder keine Möglichkeit, den Ball zu spielen) ist der Spieler, der das Vergehen begeht, des Feldes zu verweisen.

    Was gilt denn nun bei einem Halten/Ziehen/Stoßen im Zweikampf um den Ball?

    Der erste oder der zweite Satz aus dem Zitat?

    Der VAR dürfte nur eingreifen wenn der SR das Foul halt nicht gesehen hat. Und dann müsste der SR am Bildschirm noch entscheiden ob die Szene danach (ob erfolgreich oder nicht) vorteilhafter war.

    Ich sehe da (in der Theorie) kein Problem.

    Die problematische Konstellation ist: Die Situation ist in den ersten Sekunden nach dem Foul noch nicht vorteilhafter, d.h. der SR hätte bei korrekter Wahrnehmung auf Strafstoß entschieden.

    Wenn das Foul jetzt erst durch einen VAR-Eingriff geahndet wird, kann es in der Zwischenzeit (nach mehr als wenigen Sekunden aber vor dem VAR-Eingriff) noch eine sehr große Torchance für die Angreifer gegeben haben. Dann haben sie in der Tat eine doppelte Chance (Großchance & Strafstoß), die es ohne VAR nicht gegeben hätte.

    Ich bin aber immer noch nicht davon überzeugt, dass das Ergebnis einer Chance nicht auch zur Bewertung des Vorteils gehört. Kann ich weiterhin nicht aus dem Regelwerk lesen.

    Ich auch nicht.


    Ich probiere noch eine Analogie herzustellen: Foulspiel im Mittelfeld, der Ball fliegt zu einem Mitspieler des Gefoulten, der 10 Meter weiter hinten steht. Dieser tritt den Ball volley weit nach vorne ungefähr in Richtung eines weiteren Mitspielers. Da sollte ich meines Erachtens auch kurz abwarten, ob dieser lange Pass ankommt (->nur dann gäbe es einen Vorteil) oder nicht (-> ein unkontrollierter Ball 10 Meter weiter hinten ist sicher noch kein Vorteil).

    Hier hatten weder der Gefoulte noch der Mitspieler eine wirklich aussichtsreiche Situation

    Denkst du, dass die Situation des Gefoulten bei der Bewertung bzgl. Vorteil irgendeine Rolle spielt?

    Vorteil als falsche Tatsachenentscheidung (mit der Pfeife am Mund erst das Ergebnis des Torschusses abzuwarten)

    Ich glaube, hier haben wir tatsächlich die größte Differenz in unserer Einschätzung.
    Stellt das Abwarten des Torschusses schon eine Entscheidung auf Vorteil dar?


    Bzw. wenn man die Diskussion auf eine Frage runterbrechen möchte, wäre das wohl:
    Darf der SR noch zurückpfeifen (also das ursprüngliche Vergehen ahnden), wenn es inzwischen einen Torschuss gab?

    (Wenn man das bejaht, wäre die Anschlussfrage, ob er es auch soll und/oder muss)


    Bei einer vereinfachten Situation (Angreifer wird im Strafraum gehalten, kann aber trotzdem unter Bedrängnis aus 15 Metern gefährlich aufs Tor schießen), wäre es für mich sehr klar, dass man das Ergebnis des Torschusses abwarten und bei ausbleibendem Torerfolg verzögert auf Strafstoß entscheiden soll.

    Aber das sehen einige hier vermutlich dann auch anders.

    Danke, ich hatte schon befürchtet, dass ich mit meiner Interpretation ganz alleine bin (wobei es ja immerhin ein 2.BL-SR auch so ausgelegt hat)...


    Ansonsten sind wir tatsächlich beim Prinzip der doppelten Torchance.

    Naja, die eine Torchance (der Strafstoß) ist die Strafe für den Regelverstoß - und die andere Torchance erspielt sich die andere Mannschaft auf reguläre Weise - und sogar trotz des gegnerischen Vergehens (oder auch nicht, wenn sie es nicht versucht oder die Verteidiger die restliche Aktion verhindern).

    Wenn man das nicht so machen würde, wäre die Konsequenz ja, dass die angreifende Mannschaft es vermeiden müsste, eine weitere Torchance zu kreieren, um den Strafstoß nicht zu gefährden - das kann doch auch nicht im Sinne des Spiels sein.


    Nur beim VAR bekomme ich das regeldogmatisch immer noch nicht übereinander

    Ist sicherlich nicht ideal, aber was wäre die Alternative?

    Bei jedem Verdachtsfall erstmal unterbrechen, ist ja auch nicht besser.

    Und letztlich gilt mMn auch hier: Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit den Konsequenzen leben, auch wenn das eine doppelte Torchance für den Gegner bedeutet.


    PS: Was meiner Ansicht nach noch ein sinnvoller, gerechter Kompromiss wäre: Auf Vorteil entscheiden, wenn die folgende Torchance größer ist als die Chance, die durch das Foul/Handspiel im Strafraum verhindert wurde. Und sonst den Strafstoß geben.

    Nur entspricht das sicherlich nicht dem Regeltext.

    Nun müssen wir uns darauf einigen, wann eine Situation vorteilhafter als ein Strafstoß ist.


    Also wo ist die Grenze?


    Ist es der Torerfolg, oder ist es die Möglichkeit zum Torabschluss (Torschuss)? oder ist es irgendetwas dazwischen?

    Sicherlich irgendwas dazwischen. Eben alles, was eine Torwahrscheinlichkeit >80% hat. Es dürfte nur wenige Konstellationen geben, die das erfüllen. Z.B. eine sehr nahe Tordistanz und/oder kein Gegenspieler (inkl. TW) mehr zwischen Ball und Tor.

    Die allermeisten Torschüsse hingegen haben eine kleinere Torwahrscheinlichkeit als ein Strafstoß und stellen daher noch keinen Vorteil dar.

    Also gewährt hier der Schiedsrichter einen Vorteil

    Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber ich habe immer noch nicht verstanden, warum das hier der Fall sein soll.

    Wir sind uns ja schonmal einig, dass es die falsche Entscheidung gewesen wäre (oder war).

    Aber was spricht dafür, dass der SR hier auf Vorteil entschieden hat.

    Bzw. was spricht dagegen, dass der SR hier nur ein paar Sekunden abgewartet hat, ob ein Vorteil eintritt oder nicht?


    Du hast oben geschrieben:

    Er nimmt die Pfeife zum Mund, wartet den Torschuss ab und pfeift dann

    Das ist für mich aber gerade kein Indiz für eine Entscheidung auf Vorteil, sondern fürs Abwarten. Ein Torerfolg wäre ein Vorteil, der Torschuss ist es nicht. Deshalb sollte man das Ergebnis abwarten und erst dann entscheiden, ob man Strafstoß oder Tor gibt.

    Ja, die Formulierung passt für mich auch.


    Und ich bleibe dabei, dass es in der vorliegenden Szene eindeutig keine Situation für die angreifende Mannschaft gab, die vorteilhafter als ein Strafstoß war.

    Ein unbedrängter, kontrollierter Torschuss aus 20 Metern ist doch eine schlechtere Situation als ein unbedrängter, kontrollierter Torschuss aus 11 Metern.

    Ich bin nicht ganz sicher, woraus du zitierst, aber bei mir steht ein etwas anderer Text


    lässt das Spiel bei einem Vergehen weiterlaufen, sofern das Team, das das Vergehen nicht begangen hat, dadurch einen Vorteil erhält, und das Vergehen zu ahnden, wenn der mutmaßliche Vorteil nicht sofort oder innerhalb weniger Sekunden eintritt,


    Also der entscheidende Punkt ist doch "dadurch einen Vorteil erhält".

    Wenn das nicht erfüllt ist, müssen wir über den Rest gar nicht reden.


    Und mein Verständnis ist, dass mit "Vorteil erhalten" gemeint ist: Wenn das Spiel weiterläuft, ist es besser für das Team als wenn es die für das Vergehen vorgesehene Spielfortsetzung erhält.


    Sind wir uns so weit einig oder gibt es da schon eine abweichende Interpretation?

    Ja, ich sehe hier weiterhin keinen Vorteil, sondern lediglich ein Abwarten, ob dieser eintritt.

    Vielleicht brauchte der SR auch etwas Zeit um sich auf "Foul" festzulegen - und bis dahin war schon der Torschuss gestartet.

    Und in einen Torschuss hinein sollte man mMn keinesfalls pfeifen - denn ein Tor für einen Strafstoßpfiff zu verhindern, ist das schlechtestmögliche Ergebnis.

    Auch wenn ich mich wiederhole: Hier gibt es in der ganzen Szene keinen Moment, wo eine bessere Torchance als ein Strafstoß vorliegt. Deshalb wäre es für mich ein klarer Fehler, wenn man auf Vorteil entscheidet.

    Ein unbedrängter Abschluss aus ca. 20 Metern ist doch sicherlich nicht besser als ein unbedrängter Abschluss aus 11 Metern (der Strafstoß), insofern darf man meines Erachtens hier nicht auf Vorteil entscheiden.

    Und das Abwarten ist dadurch gerechtfertigt, dass ein Tor fallen könnte - erst das wäre dann ein größerer Vorteil als der Strafstoß.


    Wenn wir hier nur über einen Freistoß reden würden, würde der Torschuss natürlich in vielen Fällen einen Vorteil darstellen. Aber bei einem Strafstoß geben wir doch nur selten Vorteil - eben wenn innerhalb weniger Sekunden ein Tor fällt (oder eine Torchance vorliegt, die größer als ein Strafstoß ist).


    Ich finde das eigentlich ziemlich eindeutig - aber basierend auf euren Kommentaren scheint es wohl nicht so klar zu sein.

    Meiner Meinung nach hätte man das abpfeifen sollen, bevor der Torschuss passiert.

    Das hingegen ist für mich der strittige Punkt.

    Man kann es durchaus so sehen, dass die kleine Chance auf den Torerfolg nicht rechtfertigt, dort den Strafstoß-Pfiff zu verzögern.

    Regeltechnisch falsch ist das Warten aber nicht, das ist dann eher eine Auslegungs- bzw. Stilfrage (wie bei anderen Vorteilssituationen auch).

    Sehe ich anders.

    Es liegt zu keinem Zeitpunkt eine bessere Torchance als ein Strafstoß vor, deshalb tritt der Vorteil nie ein und ist deshalb keine mögliche Entscheidung.

    Ob man hier abwarten sollte, kann man diskutieren, aber falsch ist es meines Erachtens auch nicht, weil es nur wenige Sekunden sind und der Angriff weiterläuft.

    Um zum Ursprungsthema zurückzukehren:


    Die erste Frage, die man klären müsste, wäre ja, ob es die Unterscheidung vergeudete vs. verlorene Zeit wirklich noch gibt.


    Wir haben ja schon festgestellt, dass die entsprechende DFB-Anweisung im Regelheft kürzlich verschwunden ist.
    Wenn man nach "vergeudete zeit fußball" googelt, bekommt man zuoberst Einträge aus diesem Forum hier und keine aktuellen Links.


    Gibt es also irgendwelche belastbaren Hinweise darauf, dass man noch unterscheiden soll?
    Vielleicht können unsere Lehrwärte etwas dazu sagen?

    Kann sein - kann auch nicht sein (2 Juristen, 3 Meinungen...), ist auf jeden Fall ziemlich "off topic" (oder wenn die deutsche Version maßgeblich ist: "am Thema vorbei" ;) )


    Ich wollte mit meinem vorherigen Post jedenfalls nicht in diese Richtung, sondern habe nur sicherheitshalber beide Sprachen aufgeführt, damit niemand behaupten kann "im englischen bzw. deutschen Text ist das aber anders"...

    Die Aussage ist dort in beiden Sprachen die gleiche.


    Und auch bei dem ursprünglichen Thema "Vorteil" macht es keinen wesentlichen Unterschied, ob ich den deutschen "lässt weiterlaufen..." oder englischen Text "allows play to continue" anschaue.

    Ich lese dort

    Each match is controlled by a referee who has full authority to enforce the Laws of the Game in connection with the match.

    Eigene Übersetzung: Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die volle Autorität hat, die Spielregeln in Verbindung mit dem Spiel durchzusetzen.

    IFAB/DFB-Übersetzung: Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die uneingeschränkte Befugnis hat, die Spielregeln im Zusammenhang mit dem Spiel durchzusetzen


    Also eine Darf-Regelung (has full authority = hat volle Befugnis) und keine Muss-Regelung, um bei diesen Formulierungen zu bleiben.


    Übrigens sind im nächsten Satz dann die Spielregel und der Geist des Spiels gleichrangig benannt.

    Außerdem folgt auch dort eine Darf/Kann-Regelung.

    Decisions will be made to the best of the referee’s ability according to the Laws of the Game and the ‘spirit of the game’ and will be based on the opinion of the referee, who has the discretion to take appropriate action within the framework of the Laws of the Game.

    Eigene Übersetzung: Entscheidungen werden nach bestem Wissen und Gewissen des Schiedsrichters gemäß den Spielregeln und dem „Geist des Spiels“ getroffen und basieren auf der Meinung des Schiedsrichters, der nach eigenem Ermessen im Rahmen der Spielregeln geeignete Maßnahmen ergreifen kann.

    IFAB/DFB-Übersetzung: Der Schiedsrichter entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne der Spielregeln und des Fußballs. Er trifft die Entscheidungen basierend auf seiner Einschätzung und darf angemessene Maßnahmen im Rahmen der Spielregeln durchsetzen.

    Nach meinem Verständnis geht es bei der Frage nicht um den Ballbesitzwechsel nach einer SR-Berührung.

    Sondern um Regel 5.2 und somit darum, welche Mannschaft den Ball bei einem SR-Ball bekommt.

    Das sind zwei verschiedene Fragestellungen, die man nicht vermischen sollte.


    Ich würde zur Ausgangsfrage sagen: Ja, Spielfortsetzungen sind eingeschlossen, weil sie in der Regel nicht ausgeschlossen sind - und es dem Sinn der Regel entspricht, nämlich den Ballbesitz für die Mannschaft wiederherzustellen, die ihn ohne die Unterbrechung gehabt hätte.


    Ist aber nur meine eigene Interpretation. Ich kenne keine Auslegungen dazu.