Ich möchte mal den geballten Sachverstand hier im Forum zu meiner Vorgehensweise beim Einwurf (u.a. auch unter Berücksichtigung der neuen Regel) in den unteren Kreisklassen anzapfen:
Vor dem Spiel teile ich beiden Mannschaften mit, dass ich bei Einwürfen erwarte, dass diese auch an der Stelle ausgeführt werden, an der der Ball das Spielfeld verlassen hat. Als "besonderen Service" biete ich an, mich auf Höhe der tatsächlichen Einwurfstelle zu positionieren. Gleichzeitig erhalten die Mannschaften den Hinweis, sollte der Einwurf doch einige Meter davon entfernt in Richtung gegnerisches Tor ausgeführt werden, dass ich dann das Spiel mit einem Pfiff unterbreche und mit dem 5-sekündigen Countdown beginne. Begründung: Nicht regelkonforme Spielfortsetzung mit daraus resultierender Spielverzögerung.
Natürlich testen mich die Mannschaften, ob ich diese Vorgehensweise auch konsequent befolge, vielleicht bewusst oder einfach nur in der Hektik des Spiels.
Manchmal gelingt es dem Spieler, den Einwurf noch an der richtigen Stelle und innerhalb der 5 Sekunden auszuführen, manchmal hat der Ball aber schon die Hände verlassen und ist weit weg. Dann wechselt halt die einwerfende Mannschaft.
Wenn die Spieler aber feststellen, dass ich konsequent bleibe, setzt ein Lernprozess ein. Die einwerfenden Spieler passen auf und wenn nicht, rufen die Mitspieler und auch die Trainer "Schau, wo der Schiri steht".
Seit Beginn der Saison habe ich dadurch deutlich mehr Ruhe an der Seitenlinie, die Spieler wissen auf einmal von selbst, wo der Ball ins Spielaus gegangen ist und auch die generellen Verzögerungen beim Einwurf sind weniger geworden. Das Feedback der Mannschaften und Trainer ist bislang durchweg positiv.
Aber: Ist meine Vorgehensweise regeltechnisch korrekt, sinnvoll oder falsch? Danke für eure Rückmeldungen.