Die Partei ist nunmal nicht verboten, da gibt es nicht daran zu diskutieren. Und wenn sie nicht verboten ist, dann ist sie legal. Und legal halte ich durchaus auch für Normalität.
Genau das ist die Argumentation, bei der wir wohl nicht übereinanderkommen.
Nur weil irgendetwas "legal" ist, heißt es nicht, dass es zivilgesellschaftlich in Ordnung ist.
Ich kann Personen aus einer Machtposition heraus bevor- und benachteilen, ich kann Personen gaslighten, ich kann Personen anpöbeln, respektlos behandeln, ich kann Personen isolieren und ignorieren, und gerade aus einer Machtposition heraus zur Verzweiflung bringen, ich kann Personen manipulieren, ihnen Hinweise und Versprechen geben nur um mich nicht dran zu halten und dies auszunutzen, ich kann Personen verraten, falsche Tatsachen vorspielen zu meinem eigenen Vorteil, ich kann eine größere Masse gegen sie organisieren und Mobbing gegen sie starten und organisieren, ich kann sie fühlen lassen dass sie ungewollt sind, zum Rand gehören und unwillkommen sind, ich kann sie sogar Angst verspüren lassen .... Und die Liste ginge noch endlos weiter.
Und all das ist legal.
Es ist schäbig, es ist verachtenswert, und hoffentlich ließe mich mein Umfeld (Freunde, Geschäftspartner, Ehrenamtliche, Arbeitskollegen) schnell merken, was für miese Charakterzüge das sind, und gingen zu mir auf Distanz.
Aber man könnte natürlich auch sagen - hey, alles was zettelbox da macht ist legal, deswegen ist es normal, lasst uns so tun als wäre nichts und ihn wie eine ganz normale Person behandeln!
So funktioniert Rechtsstaat, aber so funktioniert nicht zivilgesellschaftlicher Zusammenhalt. Und das muss doch irgendwann mal bei denen, die mit dem Argument "legal! legal! legal!" die AfD verteidigen, auch mal ankommen?!