Auch wenn das inhaltlich eigentlich nicht neu ist - Fußball ist eine Sportart, bei der "typische" Verlezungen billigend in Kauf genommen werden und daher nicht zu Schadenersatz führen -, so entfaltet der Umstand, dass der Schiri es hier bei einer Verwarnung beließ, für den Betroffenen eine große und nur schwer zu widerlegende Bindungswirkung; bei einer Roten Karte hätte der Spieler weit bessere Chancen gehabt, weil das Gericht dann ziemlich sicher davon ausgegangen wäre, dass eben ein Foul vorgelegen hätte, welches von der Art her nicht spieltypisch war ... Wir müssen uns als Schiris daher immer auch des Umstandes bewusst sein, dass unsere Entscheidung weit über den Platz hinaus wirken kann.
Aber zur Klarstellung und Vermeidung von Missverständnissen:
Ob die konkrete Entscheidung richtig war, kann ich nicht beurteilen - und passende Aufnahmen scheint es nicht zu geben, die könnten vor dem Zivilgericht durchaus Bedeutung bekommen.