Na aber das ist doch des Pudels Kern. Wie sicher muss ich mir sein, um zur Entscheidung "Ja" zu kommen? Darum geht es doch eben.
„Sich sicher sein“ bzw. sicher ist ein Absolutadjektiv, wie tot, schwanger und optimal. Sprachlich kannst du es natürlich steigern, aber worin läge der Unterschied zwischen „ich bin mir sicher“ zu „ich bin mit absolut sicher“?
Entweder du bist dir sicher oder eben nicht. Hast du berechtigte Restzweifel, dann bis du dir eben „nicht sicher“. Dann lautet die Entscheidung eben „kein Tor“. Dafür bedarf es aber keiner expliziten Regelanweisung.
Und wenn du auf Tor entscheidest, weil du der Meinung bist, dass alle Indizien dafür sprechen, dann triffst du eben eine Tatsachenentscheidung gemäß Regel 5.2.
Es gibt keine objektiven Kriterien, mithilfe man mit Gewissheit feststellen kann, ob der Ball tatsächlich im Tor war, wenn er nicht hinter der Linie liegen bleibt und zu diesem Zeitpunkt auch kein Loch im Netz ist. Alles andere könnte einer Täuschung unterliegen.
Du musst deiner Wahrnehmung einfach vertrauen. Wer grundsätzliche Probleme mit seiner Wahrnehmung hat, darf eben nicht pfeifen.