Genau das unterscheidet die Ballkontrolle ja vom Abpraller, Parade etc.
Aber ich spreche ja gerade eher von einem Abpraller der nur rein regeltechnisch schon Kontrolle wäre, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde.
Genau das unterscheidet die Ballkontrolle ja vom Abpraller, Parade etc.
Aber ich spreche ja gerade eher von einem Abpraller der nur rein regeltechnisch schon Kontrolle wäre, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde.
Aber ich spreche ja gerade eher von einem Abpraller der nur rein regeltechnisch schon Kontrolle wäre, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde.
Hm, kannst du mal ein konkretes Beispiel beschreiben, bei dem regeltechnisch Kontrolle vorliegt, es sich aber gleichzeitig um einen Abpraller handelt? Irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch, mir das vorstellen zu können, will aber nicht ausschließen, dass es da eine Lücke zwischen dem Begriff in unterschiedlichem Kontext gibt ...
In meinem Kopfkino passiert so was wie:
Der Torwart will seine Hand auf den Ball legen, trifft diesen aber nicht mittig sondern eher am Rand und der Ball springt/flutscht dann zur Seite raus.
Rein regeltechnisch hatte er aber zumindest kurz seine Hand auf dem Ball und damit Ballkontrolle. Zumindest würde ich erwarten, dass wenn ein Angreifer genau in dem Moment den Ball wegspitzeln würde, das als Foul gepfiffen wird.
Aber die meisten werden das allerdings nicht als "echte Kontrolle" ansehen und damit auch eher nicht als "deliberate play"
Ich versuche gerade so eine Szene mal in einem Video zu finden ist aber gar nicht so einfach ![]()
Am ehesten bisher in dem Video bei 14:05, allerdings greift der Keeper hier meine ich komplett neben den Ball. Daher wohl eher keine Ballkontrolle.
https://www.youtube.com/watch?v=yijOC28dLMU
Oder direkt die erste Szene aus dem Video. Ist zwar nicht ganz das was ich im Kopf hatte, aber rein regeltechnisch hat der Keeper Ballkontrolle, da er den Ball mit beiden Händen festhält.
Aber würdest du hier auf deliberate play entscheiden?
Nach den neuen Regeln hat natürlich der SR das letzte Wort darüber, wann der TW Kontrolle hat. Früher war das aber nicht so.
Macht es doch nicht so kompliziert.
„Der Schiedsrichter entscheidet, wann der Torhüter den Ball kontrolliert“
Das heißt:
Wenn der Torwart den Ball berührt und exakt in diesem Moment angegriffen wird, dann entscheidet der Schiedsrichter, dass er den Ball in diesem Moment auch „echt“ kontrolliert. Den Gegenbeweis kann es ja wegen des Angriffs nicht mehr geben und das zählen ist obsolet.
Oder direkt die erste Szene aus dem Video. Ist zwar nicht ganz das was ich im Kopf hatte, aber rein regeltechnisch hat der Keeper Ballkontrolle, da er den Ball mit beiden Händen festhält.
Aber würdest du hier auf deliberate play entscheiden?
Ja, das hebt mMn eindeutig das Abseits auf. Der Ball muss für deliberate play nur kontrollierbar sein und das war er hier doch klar.
Sehe ich anders. Womit wir wieder beim Punkt sind, dass die Regeln halt nicht eindeutig sind ![]()
Aber mit welcher Begründung ist es für dich kein deliberate play?
Der TW könnte den Ball unter Kontrolle bringen und hatte die Möglichkeit in Ballbesitz zu langen. (mit dem Regeltext argumentiert)
Der TW hätte hier durch besseres Verhalten verhindern können, dass der Ball zum Angreifer gelangt. (mit Sinn und Geist der Regel argumentiert).
Bei dieser Szene liegt eindeutig ein absichtliches Spielen vor, da es sich dort definitiv auch um keine Torverhinderungsaktion handelt.
Der TW könnte den Ball unter Kontrolle bringen und hatte die Möglichkeit in Ballbesitz zu langen.
Sehe ich nicht so. Wenn man das zu weit auslegt hat fast jeder Spieler immer die Möglichkeit in Ballbesitz zu gelangen. Die Frage ist welchen Maßstab man dafür ansetzt.
ZitatEin absichtliches Spielen (Deliberate Play) (mit Ausnahme von absichtlichen Handspielen) liegt vor, wenn ein Spieler den Ball unter Kontrolle bringen könnte und die Möglichkeit hat:
- den Ball einem Mitspieler zuzuspielen oder
- in Ballbesitz zu gelangen oder
- den Ball zu klären (z. B. mit dem Fuss oder dem Kopf).
Dann gibt es noch die Hilfskriterien dazu
ZitatOb ein Spieler den Ball unter Kontrolle bringen könnte und folglich absichtlich spielt, ist anhand folgender Kriterien zu beurteilen:
Der Ball legte eine gewisse Distanz zurück, und der Spieler hatte klare Sicht auf den Ball.
Der Ball bewegte sich nicht schnell.
Der Ball ging in eine zu erwartende Richtung.Der Spieler hatte Zeit, seine Körperbewegungen zu koordinieren (d. h., es handelte sich nicht um instinktive Streck-, Sprung- oder sonstige Bewegungen mit begrenzter Ballberührung/-kontrolle).
Ein Ball am Boden ist einfacher zu spielen als ein Ball in der Luft.
Für mich sind 3 Kriterien nicht erfüllt und nur 2 erfüllt. Spricht also eher GEGEN die Möglichkeit der Ballkontrolle.Aber die Kriterien sind auch eher wieder weich (was ist "nicht schnell").Wie dem aber auch sei in meinem Kopfkino und der Aktion wo der TW auf den Ball schlägt und dieser weg springt haben wir trotzdem das Problem.
Wie dem aber auch sei in meinem Kopfkino und der Aktion wo der TW auf den Ball schlägt und dieser weg springt haben wir trotzdem das Problem.
Während er den Ball mit dem Schlag auf den Boden drückt hat er Ballkontrolle (und darf nicht angegriffen werden), wenn der Ball weggesprungen ist, dann hatte er mal Ballkontrolle und jetzt eben nicht mehr (und um den Ball darf wieder gekämpft werden).
Ja aber haben wir dann eine neue Spielsituation und deliberate play und somit kein strafbares Abseits mehr.
Da sind wir doch herkommen mit der Fragestellung oder nicht?
Also bezogen auf die Ursprungsfrage passt das Beispiel doch nicht, weil die kurzzeitige Ballkontrolle aus deinem Beispiel sicherlich keine 8 Sekunden dauert.
Wie dem aber auch sei in meinem Kopfkino und der Aktion wo der TW auf den Ball schlägt und dieser weg springt haben wir trotzdem das Problem.
Ich gebe dir Recht, dass es im Extremfall eine Situation geben kann, wo der TW kurz den Ball kontrolliert, aber dadurch nicht das Abseits aufhebt - nämlich dann, wenn man vom TW nicht erwarten kann, dass er den Ball in der Situation längerfristig kontrollieren kann.
Allerdings bekomme ich aus dem Thread-Verlauf nicht mehr zusammen, wozu wir dieses Beispiel brauchen, oder inwiefern es ein Problem ist...
Ich gebe dir Recht, dass es im Extremfall eine Situation geben kann, wo der TW kurz den Ball kontrolliert, aber dadurch nicht das Abseits aufhebt - nämlich dann, wenn man vom TW nicht erwarten kann, dass er den Ball in der Situation längerfristig kontrollieren kann.
Mir fällt dazu außer einer Torverhinderungsaktion kein Beispiel ein.
TW kommt in einer anspruchsvollen Situation in voller Streckung mit einer Hand so an den Ball, dass er die Finger kurzzeitig auf dem Ball hat (also regeltechnisch Ballkontrolle). Er hat aber keine Chance, den Ball nachhaltig zu kontrollieren, weil er z.B. mit der zweiten Hand nicht rechtzeitig drankommt. Nun rutscht der Ball ihm ohne Gegnereinwirkung (aber ggfs. durch eine unkontrollierte Berührung eines Mitspielers) wieder weg von der Hand, so dass er frei spielbar ist.
Konstruiert, aber mMn nicht komplett unrealistisch.