Steilpass, der Angreifer, der zum Zeitpunkt des Abspiels im Abseits stand, sprintet in Richtung des Balles. Bevor er den Ball aber erreicht - er ist der einzige Spieler, der den hätte bekommen können -, nimmt der Torwart den Ball, der sich unterdessen in seinem Strafraum befindet, in die Hand. Der Schiedsrichter erwartet daher einen Vorteil und verzichtet auf den Abseitspfiff, um das Spiel zudem flüssig zu halten. Nun gibt der TW den Ball aber nicht frei und lässt die 8 Sekunden verstreichen ...
Wäre es hier jetzt richtig, davon auszugehen, dass der Vorteil eingetreten ist, was gleichbedeutend mit dem Umstand wäre, dass es eine Pflicht gäbe, einen Vorteil zu nutzen, die sich aus dem Regelwerk aber nicht ableiten lässt? Nachdem die 8 Sekunden abgelaufen sind, ist es regeltechnisch zu spät für den Nachpfiff, der die Situation eigentlich retten könnte ... Oder muss der Schiri in einem solchen Fall bevor er das sichtbare Zählmanöver beginnt (da haben wir genau 3 Sekunden) gewissermaßen präventiv abpfeifen, weil nur bis dann ein Nachpfiff möglich ist?