Aufgrund der aktuellen Ereignisse beim letzten Champions League Spiel der Bayern und den gelben Karten für Kimmich und Olise, die zu „unglücklichen“ Sperren im alles entscheidenden Rückspiel führen, entfachen wieder die Diskussionen, ob das clever oder unsportlich ist.
Abgesehen davon, dass man ohne Geständnisse wohl ohnehin kaum Vorsatz nachweisen kann, stelle ich das Konzept der Gelbsperren grundsätzlich in Frage.
Natürlich möchte man, dass die Spieler fairer agieren, aber hilft die Sperre als Abschreckung wirklich? Sollten nicht besser auch persönliche Strafen sofort da wirksam sein, wo sie passieren, nämlich dem aktuellen Spiel?
Durch die Sperre wird der nächste Gegner bevorteilt und nicht der, der durch ein rücksichtsloses Foulspiel einen verletzten Spieler bekommen hat oder durch ein taktisches Foulspiel um eine mögliche Torchance beraubt wurde.
Dann haben wir den Faktor Schiedsrichter. Team A hat Glück, einen großzügigen Spieloffiziellen zu bekommen, während Team B einen „Kartenspieler“ bekommt. Manchmal entscheidet auch der Spielcharakter, wie Vergehen geahndet werden.
Wie auch immer, verzerren die Gelbsperren den Wettbewerb gerade bei Turnieren, bei denen schon die zweite zur Sperre führt.
Ich weiß zwar nicht wie, aber Unsportlichkeiten sollten unmittelbar im selben Spieler härter bestraft werden, aber eben keine Auswirkung auf das nächste haben.