Regeländerungen für 2026

  • Funktioniert das denn mit den 8 Sekunden für den Torwart jetzt wirklich besser als mit den 6 Sekunden vorher? Oder kontrollieren die Torhüter den Ball immer noch 30 Sekunden?

    Das funktioniert mindestens genauso gut wie der Kapitänsdialog. ;)

  • Also ich behaupte, dass die 8 Sekunden da schon geholfen haben. Dadurch, dass ein visuelles Zeichen gibt, dass auch offen kommuniziert wurde, geht das ganze schneller.

  • Das Problem ist ja nicht das gezählt wird, das Problem ist ab wann gezählt wird. Und da vergehen schon mal 5+ Sekunden.

    Und beim Kapitänsdialog ist’s genauso gekommen, wie ich es erwartet hatte. Den gibt’s eigentlich gar nicht mehr. Ganz schlechte Entwicklung bei unseren „Vorbildern“.

  • So gut die Zeitspielregelungen sind... hat irgendjemand mal an die SR in der Kreisliga gedacht, die Sonntag morgens ganz allein im Zweifel zich verschiedene Zeiten im Auge behalten müssen?

    Ok 8 Sekunden zählen ist einfach..

    Aber die 1 Minuten für den verletzten wird spätestens dann schwierig, wenn es mehrere gibt.

    Und mir fehlt ein bisschen der Hinweis wann genau die Zeit läuft und ob sie evtl auch unterbrochen werden kann.


    Und das der SR selbst entscheiden soll, wann der Countdown beginnt kann doch nur zu Problemen führen.

    Warum darf ich jetzt beim Freistoß weiterhin meinen besten schützen von irgendwo auf dem Platz ran holen.. beim Einwurf im Zweifel nicht mehr weil der SR schon zählt.


    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass viele Änderungen nicht ganz bis zu Ende gedacht werden. Und sehr viel davon hätte auch einfach durch Anweisungen an die SR umgesetzt werden können ohne dafür extra neue komplizierte und vor allem nichteinheitliche Regelungen zu schaffen. Allein, dass der SR entscheidet wann er mit dem zählen anfängt wird doch garantiert zu Diskussionen führen.

    Ich sehe jetzt schon die Sky Zusammenfassung wo die Zeit von verschiedenen Einwürfen mitgestoppt wird ;)

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer (wieder) Spieler  Irgendjemand Alt-Herren Spieler der sich für die Regeln seines Sports interessiert

  • Ich sehe die Änderungen bezüglich des Zeitspiels als durchaus sinnvoll. Jedoch stelle ich mir so langsam ernsthaft die Frage, weshalb man nicht einfach zur Netospielzeit greift. Mit der wäre nicht nur das Zeitspiel endgültig eliminiert, sondern man hätte auch keine Diskussionen mehr, weshalb man denn diesen Konter nicht noch zu Ende spielen lies, obwohl man schon eine halbe Minute über der angezeigten Nachspielzeit ist. Trotzdem werden wir somit ab Sommer sicherlich bessere Zustände, als noch vor einem Jahr haben.

    Die zusätzlichen VAR Kompetenzen kann ich jedoch wirklich gar nicht nachvollziehen. Ich habe überhaupt nichts gegen den VAR, auch wenn die Umsetzung auch in unserer Liga in der Schweiz häufig einige Fragezeichen aufkommen lässt. Auch habe ich kein Problem damit, wenn die Kompetenzen grundsätzlich ausgeweitet werden. Besonders, dass er auch eingreiffen darf, wenn zwei Spieler aus unterschiedlichen Mannschaften miteinander verwechselt wurden, war schon längst überfällig, beziehungsweise war mir gar nicht bekannt, dass dies bisher nicht möglich war. Was ich aber prolematisch sehe, ist, dass er künftig bei Eckbällen und Gelb-Roten Karten eingreiffen soll. Eckbälle brauchen das in meinen Augen schlichtweg nicht, da diese nicht einen derart grossen Einfluss auf das Endergebnis haben, als es einen Videocheck rechtfertigen würden. Im Schnitt resultieren aus einem Corner weniger als 0,05 Tore. Ein Freistoss aus 20 Metern ist da weitaus gefährlicher und liegt richtigerweise nicht im Kompetenzbereich des VARs. Bei zweiten Verwarnungen fand ich die bisherige Handhabung auch deutlich besser, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass sie auch nicht 100% zufriedenstellend ist. Wenn ein Spieler für eine klar falsche Verwarnung vom Platz gehen muss, ist das frustrierend, allerdings haben wir durch die Änderung nun eine klare Differenz im VAR Protokoll, welches Teil des Regelwerks ist, zwischen 1. Verwarnung und 2. Verwarnung. Somit kann nämlich die erste Verwarnung komplett falsch sein, solange die zweite falsch ist, wird der Spieler "gerettet", während sein Gegner mit den genau gleichen Vergehen, einfach in umgekehrter Reihenfolge bereits früher duschen darf. Das kann doch nicht die Idee sein?
    Etwas anderes, was mich bei den Änderungen im VAR Protokoll stört, ist, dass, sofern ich es richtig verstehe, die beiden Neuerungen nur in eine Richtung funktionieren. Sprich, der VAR greift nur ein, wenn ein Eckball anstatt eines Abstosses gegeben wurde, jedoch nicht, wenn ein Abstoss statt einem Eckball gegeben wurde. Das selbe bei der Ampelkarte, eine falsch gegebene Verwarnung, wird korrigiert, eine die aber verpasst wurde, wird so stehen gelassen. Hier ist mir zwar schon bewusst, dass man, wenn man dies in beide Richtungen prüfen würde, ab der 75' quasi jeden Zweikampf überprüfen müsste, aber für mich zumindest, ist das eine sehr unbefriedigende Lösung. Wobei es natürlich auch sein kann, dass ich das einfach falsch verstanden habe. So oder so, sollten Verwarnungen meiner Meinung nach, immer stehen gelassen werden. Egal ob richtig oder falsch, egal ob 1. oder 2. Alles andere ist entweder kompliziert oder schafft noch mehr unfaire Situationen. Wahrscheinlich am ehesten sogar beides.

    Die kleineren Änderungen wirken für mich auf den ersten Blick sinnvoll, abgesehen von der Kacke, die sie von uns nun in Regel 12 verlangen. Verstehe nicht, wieso man da gleich doppelt reduzieren soll. Klar wurde kein Tor verhindert, aber für mich war die Lösung, dass er dann aufgrund des Versuchs die gelbe Karte anschauen darf, sehr zufriedenstellend.

  • Innerhalb einer Minute müssen in der Regel nicht noch mehr Spieler verletzt raus, beziehungsweise, bis diese das Spielfeld verlassen haben, ist diese Minute bereits verstrichen und ich rufe den anderen dann vielleicht 5 Sekunden zu früh auf den Platz. Wenn mir dann tatsächlich jemand blöd kommen sollte wegen diesen 5-10 Sekunden, dann habe ich mich halt auf der Uhr verguckt. Da muss man kein riesen Büro draus machen.

  • Ich kann mir gut vorstellen, dass die jetzt für Sommer 2026 geplanten Änderungen bezüglich des Zeitspiels dahin führen sollen, die Akzeptanz für die Nettospielzeit zu erhöhen. Für die Schiedsrichter wäre das eindeutig eine Erleichterung. Es bräuchte lediglich einen zuverlässigen Zeitnehmer und schon flutscht das Ding. 2x30 Minuten Nettospielzeit; das dürfte so in etwa hinkommen.

  • Das Problem ist ja nicht das gezählt wird, das Problem ist ab wann gezählt wird. Und da vergehen schon mal 5+ Sekunden.

    Und beim Kapitänsdialog ist’s genauso gekommen, wie ich es erwartet hatte. Den gibt’s eigentlich gar nicht mehr. Ganz schlechte Entwicklung bei unseren „Vorbildern“.

    Dass sich der "Käptnsdialog" schon wieder erledigt hat, das war ja zu erwarten. Inzwischen "diskutiert" wieder jeder mit dem Schiri, gerade wie er lustig ist. So manche Regel ist halt nur so gut wie der Schiedsrichter gewillt ist sie umzusetzen. Und da fehlt es ganz gewaltig. Das Problem sind nicht die Regeln. Eigentlich reichen alle bisherigen längst aus, aber die Umsetzung durch die Schiedsrichter bekommt das Prädikat "ungenügend". :thumbdown:

  • Es bräuchte lediglich einen zuverlässigen Zeitnehmer und schon flutscht das Ding. 2x30 Minuten Nettospielzeit; das dürfte so in etwa hinkommen.

    Ich glaube, wir kämen auch mit 2 x 45 Minuten aus, da ja nicht bei jeder Unterbrechung die Uhr gestoppt werden muss, sondern nur wenn es zu lange dauert bzw. der Schiedsrichter das Spiel zwingend mit Pfiff fortsetzen muss. Dann gibt es eben das Timeout-Zeichen wie in der Halle.


    Für mich gehören auch ein paar Sekunden Unterbrechung zur Spielzeit, da in dieser Zeit auch taktische Positionswechsel und „Rangeleien“ durchgeführt werden.


    So wie im Eishockey fände ich es nicht gut.

  • Ich sehe keine Möglichkeit, Nettospielzeit im Amateurfussball praktisch umsetzen zu können.

  • Sorry, aber ich finde sämtliche Regeländerungen kompletten Unfug.


    Zunächst stört mich ganz grundsätzlich, dass hier schon wieder zwei neue Dinge ins Spiel gebracht werden, neben den 8 Sekunden bei der Torwart-Ballfreigabe nun 5 Sekunden beim Einwurf und 10 Sekunden bei der Auswechslung - was ist eigentlich so schwer daran, für alle "Vergehen" denselben Zeitrahmen zu nutzen?


    Beim Einwurf sollen es nun 5 Sekunden sein, der Schiri legt aber fest, wann diese starten? Wo bitte ist der Nutzen? Wenn mir das heute zu lange dauert, gibt es eine Aufforderung und wenn die nicht wirkt folgt die Verwarnung - was soll bezüglich der Spielzeit jetzt besser sein, wenn der Einwurf wechselt, da muss dann erst ein gegnerischer Spieler das kapieren und zum Ball gehen. Wenn, dann wäre hier, analog zur Nichteinhaltung des Abstandes, der indirekte Freistoß angezeigt.


    Bei der Auswechslung zehn Sekunden - mag in Profiligen funktionieren, in der Betonliga habe ich doch schon das Problem, das oft genug beide Mannschaften wechseln wollen und ich nicht gleichzeitig zu beiden Seiten schauen kann, die Seite, die dann zunächst warten muss, hat einen taktischen Vorteil. Und auch hier finde ich die heutige Verwarnung, die zudem potenziell eine Auswechslung ganz ausschließt, die bessere Variante. Über zu erwartende Diskussionen, dass der Spieler ob Verletzung, Krampf oder Erschöpfung nicht mehr schneller kann, möchte ich zudem nicht nachdenken, feste Zeitvorgaben binden mich da aber.

    Dazu kommt: Es soll ja auch eine Mindestwartezeit von einer Minute und danach dann die nächste Unterbrechung sein, sorry, ich habe mit der Spielleitung genug zu tun und bekomme den größten Nachteil der Zeitstrafe - die Überwachung von Zeiten während des laufenden Spiels - wieder aufs Auge gedrückt.


    Die Mindestpause nach einer Behandlung, nein, aber sowas von nein ... Vorne streicht der Regelgeber die Verwarnung, wenn ein Vorteil eingetreten ist und das Foul an sich nicht verwarnungswürdig war, hinten bleibt der Spieler aber verletzt und muss jetzt länger raus - das kann es nicht sein. Dazu kommt, dass wir dann erst einmal eine sauber betonligataugliche Definition einer Behandlung brauchen, denn heute muss jemand auf das Feld kommen, der Mitspieler, der den "Krampf drückt", das gilt aber nicht als Behandlung, obgleich das mindestens genau so lange dauert.


    Per saldo nicht wirklich durchdacht und mal wieder nur das Ergebnis inkonsequenter Regelumsetzung durch uns Schiris.


    Schmuck - endlich gab es mal eine klare Regelung, die durch die Duldung von Tapes schon viel zu stark aufgeweicht wurde, jetzt kommen wir wieder zurück an den Punkt, wo es Diskussionen gibt, was gefährlich ist - vielen Dank.


    Schiedsrichterball - nun, manchmal mag das angehen, aber wie bitte soll ich sehen, wie die Situation hinter mir ist, sprich wer dort den Ball bekommen hätte?


    Die VAR-Änderungen interessieren mich naturgemäß weniger, dazu verkneife ich mir den Kommentar.

  • Das funktioniert mindestens genauso gut wie der Kapitänsdialog. ;)

    Oh ja. Guck mal HIER was die Bayern, insbesondere Pavlovic (Nr.45), nach dem Pfiff veranstalten. Abgesehen davon, dass Schlotterbeck wohl schon einen Vorvertrag in München unterschrieben hat. Anders als mit dem berüchtigten Bayernbonus ist nicht zu erklären, warum er mit Gelb davonkommt... ;)

    Der Klügere gibt nach.


    Das erklärt, warum die Welt von den Dummen regiert wird.

  • Ich sag ja, der Kapitänsdialog funktioniert doch reibungslos. 🙈

    Was ein möglicher Wechsel von Schlitterbeck zu Bayern mit meiner sarkastischen Aussage zu tun hat, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.

  • 2x30 Minuten Nettospielzeit; das dürfte so in etwa hinkommen.

    Aber nur in den Profiligen.
    Ich glaube in der Kreisliga wo es nur einen einzigen Spielball gibt, den jemand aus den Brennsesseln holen muss müsste man da noch einige Minuten abziehen.

    Ich sehe keine Möglichkeit, Nettospielzeit im Amateurfussball praktisch umsetzen zu können.

    Ich auch nicht wirklich. Aber dann wird mir immer Handball als Beispiel genannt wo das angeblich auch immer problemlos funktioniert.

    Kann ich mir trotzdem nicht vorstellen wo da ein Zeitnehmer herkommen soll. Wir haben bei uns in der Kreisliga ja nicht mal nicht-neutrale Assistenten oder überhaupt genug Spieler bei jedem Spiel ;)

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer (wieder) Spieler  Irgendjemand Alt-Herren Spieler der sich für die Regeln seines Sports interessiert

  • Die Stoppuhr-Phantasien der Fußball-Bürokratie


    Ich ahne natürlich, woher der Wind weht, wenn wir über den ominösen „Zeitnehmer“ im Fußball sprechen. Und um die Schnappatmung der üblichen Verdächtigen gleich zu unterbinden: Ja,@ Manfred, ich schaue in Deine Richtung. Du bist ja bekanntermaßen der Lord Siegelbewahrer derer, die den Schiedsrichter bloß nicht mit der profanen Aufgabe des Zeitstoppens behelligen wollen. Den Unparteiischen auch noch zum Buchhalter der Nettospielzeit zu degradieren? Ein herrlicher Einfall, wenn man das Spiel unbedingt gegen die Wand fahren will. Und ja @ Manfred ich bin das voll auf Deiner Seite.

    Das Luxusproblem der Eliten

    Hier beginnt das, was man in den klimatisierten VIP-Logen wohl für „Fortschritt“ hält. In den Profiligen, wo sich neben dem Schiedsrichter und seinen zwei Assistenten noch ein vierter Offizieller, zwei Torrichter (die architektonische Meisterleistung der Nutzlosigkeit) sowie ein VAR samt Gehilfen die Klinke in die Hand geben, wäre die Nettospielzeit ein Kinderspiel. Man drückt die Stoppuhr einfach einem der vielen „Unterbeschäftigten“ aufs Auge, die ohnehin nur das Protokoll verzieren.

    Willkommen in der Realität: Die Betonliga

    Doch hier kommt der Haken, den die Herren in den Verbandszentralen gerne übersehen: Ein Regelwerk muss nicht nur im gleißenden Flutlicht der Allianz Arena funktionieren, sondern – wie der geschätzte Kollege @amfa völlig richtig anmerkt – auch am Sonntagmorgen um zehn Uhr in der Kreisklasse C, kurz bevor die Welt überhaupt richtig wach ist.

    Eigentlich müsste man sagen: Vor allem dort. Denn dort, in der sogenannten „Betonliga“, findet das echte Leben statt. Das sind die gefühlten 99,9 Prozent des Weltfußballs, weit weg von Schampus und HD-Kameras.

    Wer soll das bezahlen?

    Die Umsetzung solcher Schnapsideen bleibt natürlich, wie immer im föderalen Deutschland, an den unteren Verbänden hängen. Es ist ja so herrlich einfach, auf dem Papier einen offiziellen Zeitnehmer für jedes Spiel zu fordern. Aber bleiben wir mal kurz bei der Realität:

    • Die Qualifikation: Was muss der Mann können? Reicht es, unfallfrei eine Uhr zu bedienen, oder brauchen wir dafür demnächst ein Zertifikat der UEFA-Akademie? So lächerlich es vielleicht klingt, denkt mal nach so einfach lässt sich diese Frage nämlich gar nicht beantworten. (Anmerkung, im American Football ist der Zeitnehmer ein Ausgebildeter Schiedsrichter -benötigt Ausbildung zum Backjudge- auf dem Feld mit einer Zeitnehmerqualifiketion)
    • Die Verfügbarkeit: Woher nehmen wir diese neutrale Person, wenn wir schon froh sind, wenn überhaupt elf Mann pro Team erscheinen geschweige denn einen Schiedsrichter zu finden?
    • Der schnöde Mammon: Wer bezahlt den Spaß?

    Für die Vereine der Betonligen ist das ein weiterer Griff in die ohnehin klamme Kriegskasse. Und wenn wir mal ganz groß denken: Wie stellen sich die Reform-Eiferer das eigentlich in den sogenannten "Fußball-Entwicklungsländern" vor? Dort, wo ein ebener Platz mit zwei halbwegs geraden Pfosten schon als infrastrukturelles Weltwunder gilt, wird man auf die Nachricht, dass man nun auch noch einen Zeitnehmer mit geeichter Stoppuhr benötigt, sicher nur mit einem müden Lächeln reagieren.

  • Nettospielzeit, was regt ihr euch so auf…


    Im Futsal stoppt bei uns einer vom Heimteam (nicht selten ist das ein verletzter Spieler) die Zeit. Und zwar bis in die höchste Liga. Nur in Entscheidungsspielen macht das dann ein ofizieller SR. Funktionierts? Tja, mal besser mal weniger… aber bei weitem wird nicht einfach das Auswärtsteam benachteiligt… (oder das Heimteam bevorzugt)


    „Gegenbeispiel“: ich war (ja, ist schon länger her) bei einem Eishockeyspiel in tieferen Ligen zufällig anwesend. Und obwohl in Profiligen über den ST-Pfiff die Zeit gestoppt wird, war da einfach eine Uhr die durchlief. Ich glaube 30 Minuten pro Drittel (statt der 20 Netto im „oberen“ Bereich). Es kann also auch unterschiedliche Modelle für „oben“ und „unten“ geben.


    Mittlerweile ist es doch halt einfach so, dass viele Regeländerungen „VAR-Kompatibel“ sein müssen.

    A yacht in port is safe, but that's not what yachts are built for.

  • Du bist ja bekanntermaßen der Lord Siegelbewahrer derer, die den Schiedsrichter bloß nicht mit der profanen Aufgabe des Zeitstoppens behelligen wollen.

    Nein, aber ich weiß, dass ich primär andere - weit wichtigere - Aufgaben haben. Und ich habe aus den vielen Jahren mit der Zeitstrafe gelernt, dass vielleicht ein, maximal aber zwei zusätzliche Zeiten überwachbar sind, sobald es mehr werden, leidet aber entweder die Spielleitung oder die Zeitkontrolle - und das wird nur bedingt durch den Umstand entschärft, dass es einer Spielunterbrechung bedarf, denn einerseits sollen die schnell über die Bühne gehen, andererseits habe ich aber erst dann die Gelegenheit zur Zeitkontrolle; dummerweise läuft das Spiel dann aber womöglich schon wieder und/oder ich habe den falschen Einwurf/nicht ruhenden Ball/... übersehen.


    Wer wirklich in Richtung Nettospielzeit will, muss dafür praktikable Lösungen erarbeiten, so ist das jedenfalls nicht zielführend.


    Randnotiz:
    Die Nettospielzeit ist der Tod des Amateurfußballs, zumindest in den Städten. Schon heute sind die Platzbelegungen in den meisten Großstädten mehr als eng getaktet, da bringen schon die Nachspielzeiten im Lauf des Tages viel durcheinander, mit einer Nettospielzeit wird das vollkommen unkalkulierbar ...

  • Was ein möglicher Wechsel von Schlitterbeck zu Bayern mit meiner sarkastischen Aussage zu tun hat, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.

    Da setze ich schon einen Smilie und du kommst trotzdem nicht dahinter? Dabei ist doch schon seit "Flying Olli", dem Halsbeißer gegen Herrlich, dem Karnickelfanggriff gegen den Todesängste ausstehenden Brdaric, dem Nasenpopler gegen Klose und diversen Kneifereien von Ribery ein offenes Geheimnis, dass Bayernspieler in wichtigen Spielen nicht vom Platz gestellt werden dürfen. Das geht doch soweit, dass Loddarmaddeus als Spieler nach einem völlig berechtigten Platzverweis gegen Kuffour in Karlsruhe öffentlich und ungestraft etwas von "Beschiss" in alle Kameras plärren durfte...

    ---> ;)

    Der Klügere gibt nach.


    Das erklärt, warum die Welt von den Dummen regiert wird.

  • Mein Alptraum wäre das nicht, immerhin habe ich, da ist der EdeKa-Status manchmal mehr als hilfreich, die Option, die Pfeife ohne jedes Problem an den Nagel hängen zu können ...


    Unter dem Strich bleibe ich aber dabei:
    Wer mehr Zeitkontrollen haben will, muss dafür Infrastruktur schaffen - und da gäbe es diverse Möglichkeiten -, nur ist das am Ende nicht meine Aufgabe und auch eine App o.ä. erachte ich da definitiv nicht als Lösung.