Regeländerungen für 2026

  • Hallo zusammen,

    https://www.sportschau.de/fuss…derungen-wm-2026-100.html


    Ein paar Themen find ich persönlich nicht so gut.

    Gelb-Rote Karten zum Beispiel, wenn nur die zweite geprüft wird.

    8 Sekunden für den Abstoß oder Einwurf wird witzig in der Kreisliga wenn es schon 30 Sekunden dauert den Ball aus dem Teich hinterm Tor zu fischen.


    Das ein Spieler bei Behandlung auf dem Feld eine Mindestzeit draußen bleiben muss gefällt mir auch nicht. Da wird der Spieler gefoult und das andere Team wird auch noch bevorteilt weil sie kurzzeitig dann ein Mann mehr sind.


    Da hätte man lieber gelbe Karten durch den VAR einführen sollen, wenn eindeutig ein Spieler übermäßig simuliert. So Dinge wie Treffer am Arm aber das Gesicht halten als wäre man da getroffen worden.


    Aber wie in den letzten Jahren immer im Prinzip fast nur Regeln für den Top Profibereich.


    Wie seht ihr das?

    PS:

    Wer die Orignalmeldung vom IFAB lesen möchte:
    https://www.theifab.com/news/i…to-improve-match-flow-and

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer (wieder) Spieler  Irgendjemand Alt-Herren Spieler der sich für die Regeln seines Sports interessiert

  • Gut, mich betrifft es ja nicht mehr, aber da wird der der VAR schon zum "Überschiedsrichter".

    Beim Handball entscheiden die SR selber, was sie sich anschauen wollen.

    Es scheint ja niemand zu interessieren was VAR bedeutet: ASSISTANT!

  • Die Illusion des Fortschritts am Reißbrett (Abseitsdiskussion hört nicht auf)


    Man muss den Optimismus der Regelhüter beinahe bewundern. Da wird uns nun also die Revolution des Abseits als der Weisheit letzter Schluss verkauft – eine Idee, die am grünen Tisch der Funktionäre zweifellos von bestechender Eleganz wirkt.


    In der Praxis dürfte sich diese Diskussion jedoch als das erweisen, was derartige Neuerungen meistens sind:

    Kosmetik für ein Problem, das gar keines ist. Denn machen wir uns nichts vor: Ob wir uns künftig, wie bisher, darüber echauffieren, dass der legendäre Hoeneß-Zeh hauchzart im Abseits steht, oder ob wir nächtelang darüber philosophieren, ob zwischen ebendiesem Zeh und dem Verteidiger noch ein Sauerstoffmolekül Platz findet, ist für die deutsche Debattenkultur herzlich egal.


    Der Streitgegenstand verschiebt sich lediglich um wenige Zentimeter, die Leidenschaft der Erbsenzählerei bleibt uns glücklicherweise erhalten. Es ist eben wie so oft in der Politik: Man ändert die Vorschriften und hofft, damit die Realität zu überlisten. Das klappt selten, aber es beschäftigt immerhin die Experten.

    Zum Glück wird offenbar nur darüber diskutiret und eine mögliche Regeländerung ist noch lange nicht spruchreif.

  • amfa Das sehe ich anders.


    Die zweite Gelbe zu checken ist besser, als keine zu checken. Wenn die erste unberechtigt ist, ist das ärgerlich, aber man hat eben das Wissen, dass man vorsichtiger agieren muss, sich ggf. auswechseln lassen kann und eine potenziell falsche zweite überprüft wird.


    Die 8-Sekunden auch auf andere Spielfortsetzungen anzuwenden - möglichst alle - ist ebenfalls positiv. Die 8 Sekunden beginnen dann eben, sobald der Ball spielbar ist. Das lässt sich noch konkretisieren.


    Und wenn ein Spieler tatsächlich so sehr verletzt ist, dass er auf dem Spielfeld behandelt werden muss, der bekommt dort auch keine Spontanheilung und kann auch draußen einige Zeit weiter behandelt bzw. medizinisch beobachtet werden. Bei Gelb oder Rot wird es sicherlich auch Ausnahmen geben.

  • Spannendes Essay, aber hat mit dem Thema genau was zu tun? Es geht doch gar nicht ums Abseits, sondern insbesondere um Behandlungen, Zeitspiel, und VAR bei Eckstößen. Oder übersehe ich was?


    Ich finde die Vorschläge an sich übrigens auch alle ganz gut.


    Die 8-Sekunden-Regel hat sich bei den Torhütern geräuscharm sehr gut durchgesetzt, das Zeitspiel beim Abschlag hat sich ziemlich erledigt, ohne großes Tam Tam. Genau so müssen Regeländerungen wirken. Das auch auf andere Spielfortsetzungen auszuweiten, ist einen Versuch zumindest wert.


    Eckstöße per VAR zu checken, meinetwegen, wenn es sich dabei wirklich um schwarz/weiß-Entscheidungen handelt und das ganz ohne Zeitverzug passiert. Ich sehe Vor- und Nachteile, und so sehr ich dem VAR insgesamt kritisch gegenüber eingestellt bin, kann man das mal ausprobieren.


    Verletzungsunterbrechungen: Die aktuelle Regel, dass der Spieler rausgeht und von dort quasi direkt wieder reingewunken werden "muss" und aufs Feld stürmt halte ich für völlig albern und das kann man besser abschaffen oder anpassen. Jetzt eine Mindestzeit einzuführen ergibt Sinn, so kommt eine Behandlung zu einem Preis. Bei einer gelben/roten Karte für den Gegner muss der Spieler nach Behandlung ja gar nicht erst raus und daher kommt die Regel vermutlich gar nicht zur Anwendung. Ist vielleicht immer noch nicht rundum ideal, kann aber ebenfalls recht wirksam werden im Kampf gegen Zeitspiel. Ich tippe, dass wir hiermit deutlich weniger sterbende Schwäne nach Minimalkontakten und Allerweltsfouls sehen werden.


    Zum VAR-Check bei G/R bin ich unentschlossen. Sehe keine wirklichen Nachteile, aber ist für mich jetzt auch nicht der Durchbruch.


    Alles in allem, gab schon schlechtere Vorschläge, meiner Ansicht nach.

  • Da hätte man lieber gelbe Karten durch den VAR einführen sollen, wenn eindeutig ein Spieler übermäßig simuliert. So Dinge wie Treffer am Arm aber das Gesicht halten als wäre man da getroffen worden.

    Da wäre ich auch absolut für, für jede Art von Unsportlichkeit, die den SR täuschen soll. Hat man bisher nicht gemacht, sehe ich aber nicht im Widerspruch zu den aktuellen Vorschlägen. Das eine schließt das andere doch nicht aus.

  • Bei einer gelben/roten Karte für den Gegner muss der Spieler nach Behandlung ja gar nicht erst raus und daher kommt die Regel vermutlich gar nicht zur Anwendung

    Stimmt, irgendwie hatte ich die Ausnahme gar nicht im Kopf.


    Die 8 Sekunden beginnen dann eben, sobald der Ball spielbar ist. Das lässt sich noch konkretisieren.

    Ach und die 8 Sekunden Regel für Abstöße und Einwürfe finde ich prinzipiell auch OK. Aber funktioniert halt nur wirklich in den Profiligen. Das war ja mein Einwand.

    Ich befürchte halt, dass genau diese Konkretisierung fehlen wird.

    Wobei man jetzt die Frage stellen darf warum man das nicht auch für Freistöße macht.. und weiter gedacht wie soll das bei Freistößen am 16er funktionieren die heute schon danke SR sehr sehr lange dauern.

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer (wieder) Spieler  Irgendjemand Alt-Herren Spieler der sich für die Regeln seines Sports interessiert

  • 8 Sekunden? Ganz einfach, funktioniert im Futsal ja auch - ok zumindest fast, dort sind es nur 4 Sekunden ;).

    Ab dann wenn der Spieler mit dem Ball am Ausführungsort bereit ist, läuft die Zeit. Und wenn bei einem Freistoss eine Mauer gestellt wird läuft die Zeit ab Spielfreigabe.

    A yacht in port is safe, but that's not what yachts are built for.

  • Die 8-Sekunden-Regel hat sich bei den Torhütern geräuscharm sehr gut durchgesetzt, das Zeitspiel beim Abschlag hat sich ziemlich erledigt, ohne großes Tam Tam

    Sehe ich genau so. Lediglich wenn der Ersatz-TW des 2. Ersatz-TW einspringen muss, der sonst nie TW spielt kommt es noch vor das man die 8sec Regel pfieffen muss.

    Ach und die 8 Sekunden Regel für Abstöße und Einwürfe finde ich prinzipiell auch OK. Aber funktioniert halt nur wirklich in den Profiligen. Das war ja mein Einwand.

    Ich befürchte halt, dass genau diese Konkretisierung fehlen wird.

    8 sec Regel für diese Spielfortsetzungen finde ich ebenfalls gut. Konkretisierung muss hier sein, das "sobald Spielfortsetzung Ausführbar". Also sobald Ball bei Eckstoß/ Abstoß liegt und sobald Einwerfer den Ball am Einwurfort Werfen kann. Dann ist das auch in den Nicht-Profi-Ligen umsetzbar. Damit entfallen die "Stutzen-hochzieh- und Ballabwischen-Rituale" die man sooft sieht.


    das ein Spieler bei Behandlung auf dem Feld eine Mindestzeit draußen bleiben muss gefällt mir auch nicht

    Ich finde das gut. Dadurch entfällt die "Wundersame Schnellheilung" oder das "theatralische Bodenwälz-Zeitschinden". Schließlich soll dem Team ja auch die Zeit gegeben werden den verletzten Spieler zu behandeln :ironie: . Wie oft bin ich mir sicher, das die gesehene Situation nicht zum "vorgetäuschtem Schmerzbild" passt. Ich wundere mich oft, warum sich das rechte Knie gehalten wird obwohl für mich klar ersichtlich der linke Knöchel getroffen wurde (Beispiel).

    Oder vielleicht...


    Treffer am Arm aber das Gesicht halten als wäre man da getroffen worden.


    Aber dieses Zitat von amfa trifft es besonders:


    Aber wie in den letzten Jahren immer im Prinzip fast nur Regeln für den Top Profibereich.

    Der Fußball wird getragen durch den Breiten und Amateursport mit hunderttausenden Spielen jedes Wochenende Weltweit. Ich muss zunehmend feststellen das viele Regeln in ihrer geforderten Detzailtreue weder für den Solo-Schiri noch für das Amateur Gespann so umsetzbar sind wie sie der Regelgeber in den Profiligen angewendet haben möchte.

  • Damit entfallen die "Stutzen-hochzieh- und Ballabwischen-Rituale" die man sooft sieht.

    Ersteres vielleicht, aber die Sache mit dem Ball abwischen hat Streitpotenzial, denn der Spieler wird argumentieren, dass er den Ball sonst nicht richtig werfen könne, der Einwurf also noch nicht ausführbar sei ...

    Das ein Spieler bei Behandlung auf dem Feld eine Mindestzeit draußen bleiben muss gefällt mir auch nicht. Da wird der Spieler gefoult und das andere Team wird auch noch bevorteilt weil sie kurzzeitig dann ein Mann mehr sind.

    Die Wahrheit liegt in der Mitte ... Führte das Foul zu einer persönlichen Strafe, muss ein Spieler nach der Behandlung das Feld ja nicht verlassen, ich gehe mal davon aus, dass das so bleiben wird. Mich stört an der Idee eher, dass der Alleinpfeifer schon wieder neue Zeiten überwachen soll, welche Schwierigkeiten das machen kann, hat doch schon der FaZ bewiesen. Allerdings wünsche ich mir eine klare Präzisierung der "Behandlung": Gilt das nur, wenn jemand auf das Feld kommt? Oder reden wir nicht eigentlich auch dann schon über eine Behandlung, wenn ein anderer Spieler Hand anlegt, beispielsweise bei Krämpfen?


    Warum potenziell spielentscheidende Szenen wie eine Ampelkarte bisher nicht gecheckt wurden, habe ich nie wirklich verstanden, ähniich beim Eckball, der als "Standard" doch durchaus eine torgefährliche Situation sein kann, wobei es mich interessieren würde, ob das dann gerechterweise aus umgekehrt gilt, sprich wenn der Schiri fälschlicherweise auf Abstoß entscheidet. Meine einzigen Bedenken hierbei sind, dass das Spiel noch zerfahrener wird, weil noch mehr längere und womöglich lange Unterbrechungen entstehen, die Tendenz zum American Football sind überdeutlich.


    Wovon ich allerdings gar nichts halte: Die Ideen zur Änderung beim Abseits. Ob so oder wie bisher, knapp bleibt das irgendwie immer, das ist kein wirklicher Fortschritt - und ich habe schon Zeiten erlebt, da war der reine Aufenthalt auf gleicher Höhe schon strafbares Abseits.

  • Ersteres vielleicht, aber die Sache mit dem Ball abwischen hat Streitpotenzial, denn der Spieler wird argumentieren, dass er den Ball sonst nicht richtig werfen könne, der Einwurf also noch nicht ausführbar sei ...

    8 Sekunden sollten auch dafürn ausreichen:)

    Meine einzigen Bedenken hierbei sind, dass das Spiel noch zerfahrener wird, weil noch mehr längere und womöglich lange Unterbrechungen entstehen, die Tendenz zum American Football sind überdeutlich.

    Für solche Situationen eignet sich eine „Challenge“, die dann eben relativ schnell kommen muss. Ansonsten ist es Unfug, wenn nach jedem Toraus die schnelle Spielfortsetzung unterbunden wird. Aber auch bei Freistößen in Tornähe könnte ich mir das vorstellen.


    Bei der NFL werden die Pausen ja bewusst zu Werbezwecken ausgedehnt, weshalb es dann absichtlich länger dauert. Die Gefahr sehe ich beim Fußball nicht, wenn die Teams maximal zwei Challenges bekommen oder für die dritte Vergebliche eine Auswechslungsmöglichkeit verlieren.

  • Wovon ich allerdings gar nichts halte: Die Ideen zur Änderung beim Abseits. Ob so oder wie bisher, knapp bleibt das irgendwie immer, das ist kein wirklicher Fortschritt - und ich habe schon Zeiten erlebt, da war der reine Aufenthalt auf gleicher Höhe schon strafbares Abseits.

    Wo lest ihr in den geplanten Änderungen irgendwas zu Abseits raus? Diese Versuche von gleicher Höhe zu "vollständig vor" dem Verteidiger laufen doch schon eine Weile. Halte davon auch nichts, haben aber mit den diskutierten Regeländerungen überhaupt nichts zu tun.

  • Gerade die Maßnahmen, die das Zeitspiel betreffen finde ich allesamt gut. Wann genau bei Einwürfen/Abstößen zum Zählen begonnen wird, wird sicher noch konkretisiert. Wünschenswert wäre da in meinen Augen noch ein Signal, wenn es losgeht, da die ersten drei Sekunden verdeckt gezählt werden. Im Futsal wird ja auch erst gezählt, wenn der TW vom Ballholen wieder zurück auf dem Spielfeld ist oder der Einkick ausgeführt werden kann. Ausgenommen es interessiert sich demonstrativ niemand die Spielfortsetzung endlich mal auszuführen. Das sollte man hinbekommen. Für die Auswechslungen gilt das gleiche. Da werden es sich die Spieler gut überlegen ob sie sich ewig Zeit lassen das Spielfeld zu verlassen.


    Bei den Verletzungen sehe ich das auch nicht kritisch. Ist jemand verletzt, so dass eine "ernsthafte" Behandlung erforderlich ist dauert die ja auch mal schnell ne Minute. Behandlungen sind eigentlich auch schon jetzt nicht auf dem Spielfeld durchzuführen. Eigentlich ist da nur eine Erstversorgung und Abtransport vorgesehen. Von daher sollte sich bei richtigen Verletzungen nicht viel ändern. Wenn jemans plötzlich in der Nachspielzeit, bei einer 1-Tor-Führung, das Bedürfnis hat sich behandeln zu lassen wird er sich das zweimal überlegen.


    Die VAR Geschichten betreffen mich zum Glück nicht. Aber was das Zeitspiel angeht bekommen wir hier in meinen Augen wirklich gute Werkzeuge. Wir müssen sie nur anwenden.

  • Konkretisierung muss hier sein, das "sobald Spielfortsetzung Ausführbar". Also sobald Ball bei Eckstoß/ Abstoß liegt und sobald Einwerfer den Ball am Einwurfort Werfen kann. Dann ist das auch in den Nicht-Profi-Ligen umsetzbar. Damit entfallen die "Stutzen-hochzieh- und Ballabwischen-Rituale" die man sooft sieht.

    Ich befürchte halt, dass wir das eben nicht bekommen werden.
    Haben wir beim TW auch nicht wirklich bekommen.

    Da steht nur "Der Schiedsrichter entscheidet, wann der Torhüter den Ball kontrolliert und die acht Sekunden beginnen"


    Also im Prinzip komplett schwammig ohne auch nur Beispiele zu nennen wann keine Kontrolle vorliegen soll. Denn die genannten Kriterien alleine können es nicht sein, sonst fangen alle SR zu spät mit dem zählen an.


    Und wenn man erst warten muss, bis der Ball richtig liegt dann dauert das halt sehr viel länger.


    Aber naja ich weiß schon warum man das nicht auf Freistöße ausgeweitet hat... denn dann müsste ma plötzlich hinterfragen warum SR in den Profiligen jeden Freistoß um den 16er rum quasi grundsätzlich erst mal sperren.

    Ich bin gespannt auf den konkreten Regeltext. Mal sehen was wir bekommen.

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer (wieder) Spieler  Irgendjemand Alt-Herren Spieler der sich für die Regeln seines Sports interessiert

  • Mittlerweile sind die Regeländerungen beschlossen, also:

    Countdown jetzt auch bei Einwurf und Abstoß

    Der Countdown-Gedanke wird ausgeweitet.

    Wenn ein Einwurf oder Abstoß zu lange dauert, kann der Schiedsrichter einen sichtbaren 5-Sekunden-Countdown starten.

    Wird der Ball danach nicht ins Spiel gebracht:

    • beim Einwurf → Einwurf für den Gegner

    • beim Abstoß → Eckstoß für den Gegner

    • Der Schiedsrichter entscheidet selbst, wann der Countdown beginnt.

    • Es gibt keine Pflicht, sofort zu zählen.

    • Der Countdown soll nur bei Verzögerung oder Zeitspiel eingesetzt werden.

    Zeitlimit bei Auswechslungen

    Neu ist ein festes Zeitfenster für den Wechsel.

    • Der Spieler muss innerhalb von 10 Sekunden nach Anzeige des Wechsels das Feld verlassen.

    • Verstößt er dagegen, muss er trotzdem runter.

    • Der Einwechselspieler darf aber erst nach der nächsten Unterbrechung ins Spiel.

    • Folge: Die Mannschaft spielt kurzzeitig in Unterzahl.

    Pflichtpause nach Behandlung

    Wenn ein Spieler wegen einer Verletzung behandelt wird und deshalb das Spiel unterbrochen wird:

    • Der Spieler muss das Feld verlassen.

    • Nach Wiederaufnahme muss er mindestens eine Minute draußen bleiben.

    Ausnahmen:

    • Foul mit Verwarnung oder Feldverweis

    • Torhüter

    Das soll verhindern, dass Behandlungen zum Zeitspiel genutzt werden.

    VAR-Änderungen – für den Amateurbereich meist ohne Bedeutung

    Der VAR darf künftig eingreifen bei

    • klar falscher zweiter Gelber Karte (→ Gelb-Rot)

    • Spielerverwechslung auch zwischen beiden Teams

    • eindeutig falschem Eckball (optional für Wettbewerbe)

    Schmuck erlaubt – wenn ungefährlich

    In Regel 4 wurde klargestellt:

    Nicht gefährliche Gegenstände dürfen getragen werden, wenn sie

    • sicher befestigt sind

    • keine Verletzungsgefahr darstellen

    Z.B.:

    • abgeklebte Ringe

    • religiöse oder medizinische Gegenstände

    • kleine Ohrstecker mit Schutz

    Klarstellung beim Schiedsrichterball

    Beim Schiedsrichterball wird jetzt ausdrücklich festgelegt:

    Der Ball geht an die Mannschaft, die ihn vermutlich gehabt hätte,

    wenn das Spiel nicht unterbrochen worden wäre.

    Klarstellung beim Vorteil bei Notbremse

    Wenn ein klares Vergehen vorliegt, das eine Notbremse wäre, der Schiedsrichter aber Vorteil gibt und ein Tor fällt:

    • keine Verwarnung mehr erforderlich

    Begründung:

    Das Tor wurde nicht verhindert, also keine Verhinderung einer Torchance.


    Quellen: IFAB, kicker, Sportschau

  • Vieles sicherlich sinnvoll. Was ich nicht verstehe ist, dass es den Countdown nicht beim Eckstoß gibt. Gefühlt wird hier die meiste Zeit vergeudet. Oft dauert es fast eine Minute, wenn das führende Team einen Eckstoß bekommt.

  • Mit der geänderten Vorteilsregelung:

    Was soll denn der Mist? Genau dafür gibt es doch schon die Reduzierung von Rot auf Gelb...

    Mit der Argumentation darf man ja dann auch keine Karte mehr geben, wenn der Gefoulte nach der Blutgrätsche wieder aufsteht und aus 5m-Tor-Leer und unbedrängt den Ball über die Latte schlenzt...der Vorteil ist ja trotzdem eingetreten und es wurde keine klare Torchance verhindert...

  • Mit der geänderten Vorteilsregelung:

    Was soll denn der Mist? Genau dafür gibt es doch schon die Reduzierung von Rot auf Gelb...

    Das habe ich mir auch gedacht. Das Beispiel mit der Blutgrätsche ist gut, allerdings mit einer anderen Analogie: Wenn der Getroffene nicht verletzt ausgewechselt werden muss, ist die übermäßige Härte ja nicht eingetreten…


    Jetzt haben wir also einen unsportlichen Spieler, der erfolglos versucht absichtlich eine Torchance mit einem Halten zu verhindern, der straflos ausgeht. Der andere verhindert vollkommen unabsichtlich in der ersten Spielminute knapp vor dem eigenen Strafraum durch ein unglückliches Foulspiel eine klare Torchance und dezimiert jetzt nicht nur für fast 90 Minuten seine Mannschaft, nein, er wird dafür auch noch mindestens ein Spiel gesperrt.


    Meines Erachtens läuft die Gerechtigkeit im Fußball so langsam in eine Sackgasse.

  • Die Ansätze zum Zeitspiel finde ich sehr vielversprechend und kann mir gut vorstellen, dass sie funktionieren werden. Warum der Eckstoß rausgelassen wurde, ist eine gute Frage; ich vermute, weil es beim Eckstoß und Freistoß die meisten Eingriffe vom SR geben muss und man da nicht eine überhastete Ausführung provozieren will. Kommt vielleicht, wenn es bei den weniger schwierigen Spielfortsetzungen wie Einwurf und Abstoß gut klappt.


    Dass Behandlung jetzt zu einem Preis kommt und man für die Auswechslung nur 10 Sekunden Zeit hat, finde ich super sinnvoll.


    Den VAR-Murks lasse ich persönlich lieber unkommentiert.


    Und den Doppelrabatt bei fehlgeschlagener Notbremse verstehe ich auch überhaupt nicht. Ich habe gelb hier als ideal empfunden, zumal das ja eh eine recht seltene Situation ist.

  • Das mit den Zeiten finde ich grundsätzlich in Ordnung, aber werden die denn auch eingehalten?

    Funktioniert das denn mit den 8 Sekunden für den Torwart jetzt wirklich besser als mit den 6 Sekunden vorher? Oder kontrollieren die Torhüter den Ball immer noch 30 Sekunden?