Da rollen sich mir die Fußnägel auf!
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Da rollen sich mir die Fußnägel auf!
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Da rollen sich mir die Fußnägel auf!
Gut dass Du in Deinem Alter noch rollbares Fußnagelmaterial hast. Glückwunsch . ![]()
"Soll". Nicht "muss".
Einspruch!
"The referee allows play to continue when an offence occurs and the non-offending team will benefit from the advantage" ist keine Soll-Regelung sondern mangels Einscränkung eine Muss-Regelung.
Unsere Funktion auf dem Fussballplatz ist es nicht primär, die Spielregeln umzusetzen.
Puh...der allererste Satz in Regel 5 ist da anderer Ansicht:
"The referee enforces the Laws of the Game."
Es ist also sogar die vorrangigste Aufgabe des Schiedsrichters die Regeln durchzusetzen.
Ich lese dort
Each match is controlled by a referee who has full authority to enforce the Laws of the Game in connection with the match.
Eigene Übersetzung: Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die volle Autorität hat, die Spielregeln in Verbindung mit dem Spiel durchzusetzen.
IFAB/DFB-Übersetzung: Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die uneingeschränkte Befugnis hat, die Spielregeln im Zusammenhang mit dem Spiel durchzusetzen
Also eine Darf-Regelung (has full authority = hat volle Befugnis) und keine Muss-Regelung, um bei diesen Formulierungen zu bleiben.
Übrigens sind im nächsten Satz dann die Spielregel und der Geist des Spiels gleichrangig benannt.
Außerdem folgt auch dort eine Darf/Kann-Regelung.
Decisions will be made to the best of the referee’s ability according to the Laws of the Game and the ‘spirit of the game’ and will be based on the opinion of the referee, who has the discretion to take appropriate action within the framework of the Laws of the Game.
Eigene Übersetzung: Entscheidungen werden nach bestem Wissen und Gewissen des Schiedsrichters gemäß den Spielregeln und dem „Geist des Spiels“ getroffen und basieren auf der Meinung des Schiedsrichters, der nach eigenem Ermessen im Rahmen der Spielregeln geeignete Maßnahmen ergreifen kann.
IFAB/DFB-Übersetzung: Der Schiedsrichter entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne der Spielregeln und des Fußballs. Er trifft die Entscheidungen basierend auf seiner Einschätzung und darf angemessene Maßnahmen im Rahmen der Spielregeln durchsetzen.
Schluss mit dem Denglisch-Gekicke
Ach, @KozKalanndok
es ist ja rührend, wie Du uns hier "zum wiederholtem Male" an Deiner globalen Expertise teilhaben lässt. Man spürt förmlich den Hauch der weiten Welt, wenn Du pfeiffst – vermutlich irgendwo, wo das Regelwerk des DFB als hoffnungslos provinziell gilt.
Nur müssen wir uns dieses kosmopolitische Imponiergehabe wirklich ständig anhören? Ich weiß ja, in den Redaktionsstuben von Berlin-Mitte bis Hamburg-Eimsbüttel kommt man ohne fließendes Denglisch kaum noch über die Runden. Es gilt als schick, als weltläufig.
Das Problem ist nur: Es ist nicht "zielführend". Es ist vor allem eines: prätentiös.
Es "verwirrt" all jene, die, man mag es kaum glauben, einfach nur die Regeln lernen wollen. Die Leute, die hier mitlesen, um sich "regelkundlich zu informieren", nicht um in einem Schein-Debattenkurs für angehende Globalisten zu landen.
Tun uns also bitte einen Gefallen und nimm Rücksicht auf das einfache Volk, das dem Ball hierzulande noch auf Deutsch folgt.
Denn – und das mag Dich jetzt vielleicht schockieren, aber so ist die Realität
– in Deutschland gilt tatsächlich "das Fußball Regelwerk des DFB". In der uns vorliegenden Fassung.
Punkt.
@ Nr.23 Vielen Dank für die Richtigstellung
..... und wie das bei "Geistern" so ist .....
sie sind schwer fassbar
und fast jeder sieht einen anderen ....
…
– in Deutschland gilt tatsächlich "das Fußball Regelwerk des DFB". In der uns vorliegenden Fassung.
…
Naja, ganz so einfach ist es dann halt doch wieder nicht…
1) in den DFB-Regeln 25/26 (und ja, das musste ich mir als Schweizer ergoogeln) steht in den Vorbemerkungen (Seite 2):
Offizielle Sprachen
Der IFAB veröffentlicht die Spielregeln in Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch. Unterscheiden sie sich im Wortlaut, ist der englische Text massgebend.
2) im Futsal gibt es aktuell das Reglement auf Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch. Ergo ist in Deutschland wohl das Englische das „Beste“.
Um das Englische kommt man also ganz einfach nicht herum.
Um es endgültig einmal klar zu stellen:
Folgende Aussage bekomme ich von unserem Fachanwalt für internationales Vertragsrecht zu diesem Thema
Der Absatz nennt sich im Fachjargon Sprachklausel und findet immer dann Anwendung wenn ein juristisch verbindlicher Text in mehreren Sprachregionen zu Anwendung kommen soll.
[Zitat] Der IFAB veröffentlicht die Spielregeln in Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch. Unterscheiden sie sich im Wortlaut, ist der englische Text maßgebend.[Zitat Ende]
Dazu gebe ich dann folgende juristische Informationen weiter:
Zitat von Fachjurist für internationales Vertragsrecht.Alles anzeigen(1) Das gegenständliche Regelwerk entfaltet in der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) autorisierten und verkündeten Fassung verbindliche Geltung für das gesamte Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland. es ist in der vorliegenden Form vom DFB für gültig erklärt worden.
(2) Die bisweilen zur Auslegung herangezogene Sprachklausel, welche die englischsprachige Originalfassung des Regelwerks betrifft, ist restriktiv zu handhaben.
(2) Die Heranziehung der vorgenannten Originalfassung ist ausschließlich auf solche Sachverhalte beschränkt, in denen im Zuge der Regelauslegung nachweislich erhebliche Interpretationsdivergenzen zutage treten.
(3) Eine derartige Divergenz im Sinne von Nr. 2 liegt nur dann vor, wenn
- sie kausal auf voneinander abweichenden nationalen Übersetzungen des Normtextes beruht und
- hierdurch die einheitliche Rechtsanwendung, insbesondere im Geltungsbereich internationaler Wettbewerbe, gefährdet erscheint.
(4) Liegen die Voraussetzungen der Nr. 2 und 3 nicht kumulativ vor oder ist die Heranziehung nach Nr. 5 ausgeschlossen, verbleibt es bei der ausschließlichen Verbindlichkeit der autorisierten deutschen Fassung (siehe Nr 1).
(5) Unanwendbarkeit bei nationalen Streitigkeiten Die Anwendbarkeit von Nr 2 und 3 ist kategorisch ausgeschlossen, sofern die streitgegenständliche Auseinandersetzung ausschließlich Parteien betrifft, die dem Geltungsbereich dieses Regelwerks gemäß Nr. 1 unterfallen (rein nationaler Sachverhalt).
Vereinfacht (nur) für vorliegenden Fall des DFB-Regelwerks erklärt:
1. Grundsatz der Maßgeblichkeit der nationalen Fassung
Für Regelauslegungsstreitigkeiten, deren zugrundeliegender Sachverhalt sich ausschließlich im Geltungsbereich des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ereignet (sog. rein nationaler Sachverhalt), entfaltet die vom DFB autorisierte und verkündete deutsche Fassung des Regelwerks ausschließliche Verbindlichkeit.
Eine Heranziehung anderer Sprachfassungen ist in diesem Fall ausgeschlossen.
2. Maßgeblichkeit der Originalfassung bei transnationalem Bezug
Sofern eine Regelauslegungsstreitigkeit einen Sachverhalt zum Gegenstand hat, der über den Geltungsbereich von Nr 1 hinausgeht (sog. internationaler Sachverhalt), ist für die Auslegung die authentische englischsprachige Originalfassung des International Football Association Board (IFAB) maßgeblich.
Die Geltung der nationalen Fassung (vgl. Nr 1) tritt in diesem Fall insoweit zurück.
Kann sein - kann auch nicht sein (2 Juristen, 3 Meinungen...), ist auf jeden Fall ziemlich "off topic" (oder wenn die deutsche Version maßgeblich ist: "am Thema vorbei"
)
Ich wollte mit meinem vorherigen Post jedenfalls nicht in diese Richtung, sondern habe nur sicherheitshalber beide Sprachen aufgeführt, damit niemand behaupten kann "im englischen bzw. deutschen Text ist das aber anders"...
Die Aussage ist dort in beiden Sprachen die gleiche.
Und auch bei dem ursprünglichen Thema "Vorteil" macht es keinen wesentlichen Unterschied, ob ich den deutschen "lässt weiterlaufen..." oder englischen Text "allows play to continue" anschaue.