Corona und die Folgen

  • Im Vorgriff auf seinen außerordentlichen Verbandstag am 22.06.2020, hat der HamburgerFV in seiner Verbandszeitschrift mal eine Übersicht über den Status in allen Landesverbänden aufgelistet.


    Schöner Flickenteppich-----


    Ich hab Euch die Aktuelle Ausgabe der HFV-Info mal im Dateianhang zur Verfügung gestellt. (Nachzulesen ab Seite 5)

  • Hier in Bayern gibt es auch schon eine Qualifikation.

    Benedikt Jany auf dem nächsten Schritt.


    Unser Landesliga-Schiedsrichter Benedikt Jany (TSV Bernau am Chiemsee) wurde vom Bayerischen Fußball Verband für den DFB-Lehrgang Ende Juli im hessischen Grünberg nominiert. Nach Bestehen des Lehrgangs wird er in der U17-Bundesliga als Schiedsrichter Spiele leiten.


    Die SRG Chiem gratuliert herzlichst und wünscht ihm dabei viel Erfolg und ein glückliches Händchen.

  • kanarien3 wäre das nicht eher was fürs Thema "Aufstiege"?

    Ich bin halt der Meinung wir Schiris gehören auch zum Fu0ball dazu. Da geht es auch um Ab- und Aufstieg. das wird auch geregelt, irgendwie und darum habe ich bewusst es hier rein geschrieben.

  • Wobei bei mir Fragen bleiben:


    Wie sieht das mit Kabinen aus? Die durften bisher ja nicht benutzt werden, ebenso wie Duschen … Ohne Kabine stellt sich nicht nur die Fragen, wie und wo man sich umzieht, auch die Frage nach der Verwahrung stellt sich, ebenso das Thema "wie ein Schwein" nach Hause fahren (wobei die Besitzer von Autos da noch im Vorteil sind, wer Öffis nutzen muss, hat ein echtes Problem).


    Und sollten die Kabinen wieder frei sein, stellt sich prompt die Frage nach der üblichen Doppelbelegung - mit weiteren wildfremden Personen auf engstem Raum für doch eine längere Zeit, ist nicht nur wegen des Risikos ein Problem, daraus ergeben sich auch unklare Infektionsketten; das gilt auch für die Schiedsrichterkabine!

  • Ich kenne nicht jede Verordnung der Länder, aber zumindest in Niedersachen ist die Nutzung der Umkleiden und Duschen Mannschaften bzw. in Fitnessstudios gestattet.



    Und da ein Hygienekonzept aufgestellt werden muss, wie es in der oben stehenden Erläuterung des WFV steht, muss dort dann halt geregelt werden, wie mit Anlagen umgegangen wird, wo es nur einen Duschraum gibt für zwei Kabinen oder nur eine Kabine für zwei Teams etc.


    Lösungen sind hier sehr wohl möglich wie zB erst die Heim- dann die Gastmannschaft darf sich umziehen und duschen.


    nach dem Umziehen muss die Kabine verlassen werden und die Besprechung im Freien durchgeführt werden etc


    Alles sehr ungewohnt, aber nur so scheint es ja vorerst machbar zu sein

    Dem Schiedsrichter zu widersprechen, das ist, wie wenn man in der Kirche aufsteht und eine Diskussion verlangt. (Dieter Hildebrandt)

  • Wobei das die Fragen nicht beantwortet, wie es mit der Doppelbelegung von Kabinen ist - ein Thema, welches übrigens gerade uns Schiedsrichter besonders betrifft, da es dort fast regelmäßig so ist und die Kabinen zu allem Überfluss meist auch eher klein sind.

  • Wichtig ist, dass es weitergeht, insbesondere in den unteren Ligen und im Jugendbereich, damit die jungen Leute sich wieder 3x die Woche im Sport abreagieren können und nicht anderweitig vor Langeweile auf dumme Gedanken kommen. Da die meisten Spiele sowieso ohne Gespanne stattfinden gibt es für SR auch kaum Abstandsprobleme in der Kabine. Und wenn es doch mal Gespanne gibt, zieht man sich einzeln um oder setzt eine Maske auf. Alles halb so wild. Besprechung vor dem Spiel dann draußen. Es ist Sommer.

    Und wer von den Spielern nicht warten will, bis er beim getakteten Duschen dran ist, soll dann halt zuhause duschen. Dann "müffelt" man eben mal ne halbe Stunde. Wo ist das Problem, wenn man nicht gerade der Traumfrau begegnet.


    Was wäre die Alternative? Warten bis es 0-Neuinfektionen gibt...

    Schiri zeigt gelb und sagt: "Ich verwarne Ihnen!"
    Willi: "Ich danke Sie!"
    Schiri zeigt rot.


    Zitat: Willi 'Ente' Lippens am 02.05.65 zu Schiedsrichter Udo Zuchantke im Spiel Rot-Weiss-Essen gegen Westfalia Herne

  • Wie groß ist das Risiko, dass ich ggf. in Zwangsquarantäne muss bzw. zeitweise nicht zur Arbeit darf, weil ich als Schiedsrichter potentiell Kontakt zu einem positiv getesteten Spieler hatte? Man ist bei einem Spiel nachweislich mit mindestens 22 anderen Personen gleichzeitig zusammen.


    Es muss sichergestellt sein, dass ich als Schiedsrichter weder berufliche, noch finanzielle Nachteile erleide, wenn dieser Fall eintreten sollte. Ist das nicht gewährleistet, kann man mich solange sofort aus der Liste streichen.

  • Da die meisten Spiele sowieso ohne Gespanne stattfinden gibt es für SR auch kaum Abstandsprobleme in der Kabine.

    Wie bitte? Ich kenne kaum eine Kabine, die so groß ist, dass ich zu einem Kollegen Abstand halten könnte, da braucht es keine Gespanne (und Gespanne haben noch ganz andere Probleme, da stellt sich schon das Gefahrenpotenzial gemeinsame An- und Abreise). Und es ist eben nicht immer leistbar, in solchen Situationen nicht auf einen Kollegen zu treffen, sofern es nicht einen zeitlichen Abstand von mindestens einer halben Stunde (eher mehr) zwischen dem Spielende und dem Anpfiff des folgenden Spiels gibt. Maske ist Unsinn, weil man sich damit nicht umziehen kann und die Maske ohnehin den Abstand nicht ersetzt, von einer eventuellen Aerosol-Problematik mal ganz abgesehen.


    Sorry, da ist noch einiges unklar und der Sport ist es nicht wert, ein Risiko einzugehen. Sicher, bis auf Weiteres wird das nicht ganz risikofrei gehen, aber die Risiken sollte man minimieren, auch wenn das zu einer deutlichen Reduzierung der Platzkapazitäten führt, weil man eben durch zeitliche Abstände weniger Spiele durchführen kann, es sei denn, man hat ausreichende Kabinenkapazitäten für Mannschaften und Schiedsrichter, eine Doppelbelegung ist für mich bis auf Weiteres ein "No Go".

  • Mit ziemlicher Sicherheit wird der Amateurfussball nach dem Sommer weitergehen. Corona wird bis dahin nicht verschwunden sein, aber die Zahl der Neuinfektion wird immer weniger.

    Letztendlich wird jeder selber für sich entscheiden müssen, ob er das Risiko eingehen will oder nicht, wobei sicherlich auch zu betrachten ist, ob man zur Risikogruppe gehört oder nicht.


    Wenn man jedoch der Meinung ist, dass es gut ist, dass es endlich wieder weitergeht, kann für sich selbst einiges tun, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Ein paar Beispiele hatte ich oben schon genannt (ja man schafft es, sich mit Maske ein Trikot über den Kopf zu ziehen).


    Wie schon geschrieben muss jeder individuell für sich entscheiden, ob er bereit ist das geringe Restrisiko einzugehen. Wer ein schlechtes Gefühl dabei hat, sollte halt noch etwas länger warten, was auch absolut in Ordnung ist. Das muss absolut freiwillig sein.


    Ich finde es nur absolut wichtig, dass es im Jugend- und Amateurbereich bald weitergeht, damit die Jungs von der Straße wegkommen (zumindest 3-4 Tage die Woche). Die wissen ja vor Langeweile nichts mit sich anzufangen und bauen dann Mist oder machen "Party" mit allen Begleitumständen. Mir geht es weniger um die oberen Ligen, wo "man im Gespann anreist" und sich vor den Spielen besprechen muss.

    Schiri zeigt gelb und sagt: "Ich verwarne Ihnen!"
    Willi: "Ich danke Sie!"
    Schiri zeigt rot.


    Zitat: Willi 'Ente' Lippens am 02.05.65 zu Schiedsrichter Udo Zuchantke im Spiel Rot-Weiss-Essen gegen Westfalia Herne

  • Dabei bist Du in Deiner Argumentation nicht konsequent!


    Ja, es ist ausgesprochen erstrebenswert, wenn gerade der Jugend- und Amateurbereich den Spielbetrieb baldmöglichst wieder aufnehmen kann und ja, es wird ein Restrisiko geben. Genau deshalb müssen wir aber versuchen, das Restrisiko zu minimieren - und genau dazu gehört, dass es kabinentechnisch keine Doppelbelegungen geben darf, weil so etwas absolut vermeidbare Risiken schafft. Man muss dabei auch mal an die Tage denken, an denen die Witterung dazu zwingt, die Kabine aufzusuchen (Gewitter, Regen, ggf. auch brennende Sonne) - und wenn dann eine andere Mannschaft/ein anderer Schiri in der Kabine sitzt … und nein, die Maske ist und bleibt keine Alternative, die gaukelt nur einen nicht existenten Schutz vor, den gibt es - wenn überhaupt, auch das ist nicht sicher - erst ab FFP2 aufwärts.

  • Also ich persönlich habe in einer SR-Kabine noch nie einen anderen SR getroffen, abgesehen natürlich von Gespann-Spielen. Kann natürlich daran liegen, dass bei uns 1 Verein auch nur 1 Herrenmannschaft und 1 Spielfeld hat. Ich denke, das Problem wird hier größer dargestellt, als es ist. Wenn in einem Gespannspiel eine Kollegin dabei ist und sich alleine umziehen möchte, verlassen die männlichen Kollegen für 2 Minuten die Kabine und warten eben draußen. Da muss man im Einzelfall dann eben schauen, was die beste Lösung ist und sich mit dem Kollegen absprechen.

    Wie IamTheDj geschrieben hat, gibt es bei uns wieder Spiele und die Vorsichtsmaßnahmen für uns SR beschränken sich auf den Verzicht von gemeinsamen Einlaufen und Shakehands, sowie keinen gemeinsamen Jubel. Das sind natürlich eher weniger sinnvolle Maßnahmen wenn sich in der Praxis 15 Spieler in der gleichen Kabine umziehen und dann bei Standards direkt nebeneinander stehen, aber ich denke man wollte es auch nicht zu kompliziert machen. Auch wenn man umfangreiche Maßnahmen beschließt, bestünde immer ein Restrisiko, wie beim Einkaufen, Arbeiten, oder durch die eigene Familie. Wem das Risiko am Fußballplatz zu groß ist, der sollte eben Sportplätze meiden, bis eine vernünftige Lösung gefunden wurde.

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