Spieler ignoriert Schiedsrichter bzw. kommt Aufforderung nicht nach

  • Ich rufe die Nummer des Spielers und das er zu mir kommen soll um ihn zu verwarnen. Er weiß das die Karte kommt, aber er ignoriert das, geht weiter und guckt mich nicht an um ihn die Karte zu zeigen.


    Ich möchte den Spieler ermahnen, jedoch kommt er auf mein Verlangen nicht zu mir sondern bleibt stehen und tut so als wenn er es nicht hört.


    Wie geht ihr mit diesen Fällen um ? Welche Reaktionen und Entscheidungen macht ihr ?

  • In den typischen Fällen, dass ein Spieler nicht zu mir kommen möchte, weise ich ihn darauf hin, dass ich dann zu ihm komme und das er dann "gehen wird".

    Sollte er zu mir kommen und noch irgendwelchen Blödsinn machen, geht er auch mit Gelb/Rot. Das sage ich ihm aber nicht. Der Spieler sollte hell genug sein und das auch so wissen!

  • Eine Unart, die sich ausbreitet wie eine Seuche. Es fällt mir extrem schwer, da ruhig zu bleiben. Wenn ich ihn ermahnen möchte und er kommt meiner Aufforderung nicht nach, zu mir zu kommen, dann hat sich die Ermahnung bereits erledigt und es gibt sofort gelb und eine sehr deutliche Ansprache dazu.

    Kommt er zu mir, dreht sich aber nach den ersten drei Worten schon rum und lässt mich einfach stehen, drohe ich ihm den Platzverweis an. Das zieht meistens.

    Wenn er es tatsächlich durchzieht und ignoriert mich konsequent ( ist mir bisher einmal passiert ) und ich muss zu ihm kommen, passiert folgendes:

    Für das Vergehen, weshalb ich ihn sprechen wollte, gibt's :gelbe_karte:. Für die Respektlosigkeit und somit für unsportliches Verhalten gibt's nochmal :gelbe_karte: und damit:gelbe_karte::trink::rote_karte: (jetzt ist mir da der Edelfan zwischen gerutscht). Jedenfalls war's das dann für den Spieler. So lasse ich mich nicht behandeln, weder auf dem Spielfeld noch sonst irgendwo.

  • Leute, denkt immer auch an die Möglichkeit, für bestimmte Dinge den Spielführer zu nutzen oder eben das Spiel unterbrochen zu halten. Wenn ich laut genug nach dem Spielführer rufe und dem auch noch gut hörbar mitteile dass a) der Spieler X kommen soll oder b) der Spieler X verwarnt ist, habe ich kein Problem mehr. Alternativ kommt irgendwann Unruhe auf, weil die weiterspielen wollen, so dass sich jemand bemüßigt fühlt, den Spieler X zu veranlassen, sich doch zu mir zu bewegen.

  • Na ja, ich gebe zu, dass ich - wenn auch selten - eine solche Einladung annehme, um einen Unruheherd und Brandstifter vom Feld zu bekommen. Dennoch achte ich in diesen Ausnahmefällen auf ausreichend Zeitabstand und klare Kommunikation - und bis dato hörte ich dann immer auf und um das Feld, dass der Spieler doch selbst schuld sei.

  • Na ja, ich gebe zu, dass ich - wenn auch selten - eine solche Einladung annehme, um einen Unruheherd und Brandstifter vom Feld zu bekommen. Dennoch achte ich in diesen Ausnahmefällen auf ausreichend Zeitabstand und klare Kommunikation - und bis dato hörte ich dann immer auf und um das Feld, dass der Spieler doch selbst schuld sei.

    Wie bei mir. Bei solchen Aktionen sind die Spieler eher auf den Spieler sauer, der diese Aktion provoziert als auf den jeweiligen Schiedsrichter!

  • Sehe ich genau so wie der Rest, der sich schon zu Wort gemeldet hat. Im Zweifel bleibt das Spiel dann auch erstmal unterbrochen, die Zeit nehme ich mir dann, auch wenn es soweit noch nie gekommen ist.

  • Ja, natürlich geht es erstmal nicht weiter und es sind sehr viele Brücken gebaut worden, bis es dann wirklich zum äußersten kommt. In der Regel schaltet sich vorher der Verstand wieder ein und sie können plötzlich wieder hören.

    Was mir aber aufgefallen ist, ist der Umstand, dass dieses Verhalten ( sich wegdrehen, SR ignorieren etc. ) bereits in der Jugend Einzug gehalten hat.

    Kürzlich in einem B-Junioren - Spiel hatte ich diesen Fall. Erst nach der dritten Anrede hat er sich herab gelassen, sich zu mir umzudrehen. Als er dann vor mir stand und ich ihm gerade meine Ansichten klar machen wollte, drehte der sich um und wollte verschwinden. Das war dann der Moment, wo ich ziemlich laut wurde. Ich habe ihn mächtig angezählt und gefragt, was er glaubt, wer er ist. Die Ansage hat einige Zeit in Anspruch genommen aber danach hat sich das keiner mehr gewagt.

    Kein anderes Verhalten bringt mich so in Rage, wie wenn ich einfach stehen gelassen werde oder mir während des Redens der Rücken zugedreht wird. Dann kommt der Feldwebel in mir hoch.

  • Der Pfeifer der Feldwebel im Forum bin ich!:)


    Also immer daran denken was Manfred schon gschrieben hat, im Zweifelsfalle hole ich den Kapitän ran und teile ihm mit wer gerade verwarnt wurde. Das reicht, unser Ansprechpartner ist immer der mit der Binde nicht andersrum!

    Nächste Möglichkeit Spieler Nr. 7 (z.B.) kommen sie zu mir und holen sie sich die gelbe Karte ab oder die Farbe ändert sich.

    Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly)

  • Ich hatte so einen ähnlichen Fall in der C-Jugend.

    Da meinte auch ein künftiger Fussballstar, mich ignorieren zu können. Ich hab ihn dann laut gefragt, ob er unbedingt Farbe im Spiel haben will. Darauf hin drehte er sich um um kam einen Schritt auf mich zu (Entfernung immer noch so 12-15m). Ich forderte ihn deutlich auf, bis zu mir zu kommen. Das tat er dann auch.

    Interssant war dann nach dem Spiel der Kommentar seines Vaters: "Nicht einmal mit meinem Hund gehe ich so um, geschweige denn mit einem Jungen."

  • tillongi : Du darfst auch Feldwebel bleiben. :). Bei mir bricht er nur manchmal noch durch.;)


    gebi

    Zitat: ... geschweige denn mit einem Jungen."

    Ja. Muss man sich dann anhören. Und genauso benehmen sie sich auch und zwar auch später bei den Senioren.

    35 Jahre Schiri :saufbrüder: ( und immer noch nicht genug davon )
    1981 bis 2016

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  • Wobei ich das auch schon von Eltern genau anders herum gehört habe: Endlich mal jemand, der konsequent ist, das sollte ich zu Hause wohl auch öfter sein (war übrigens auch C-Jugend).