Was ist bloß auf den Sportplätzen los?

  • Würde ich persönlich sehr stark von der Liga abhängig machen. Wenn mich jemand in der Oberliga mal beleidigt (Zuschauer!) tja, dann ist das so. In der Kreisliga C würde ich da eventuell auch mal eher drüber nachdenken. Kommt immer auf die Situation an.

    "Ich habe einmal die Alkoholiker aus der Mannschaft gegen die Antialkoholiker im Training spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1, da habe ich gesagt: 'Mir ist es egal, sauftas weiter!' "

    - Max Merkel:trink:

  • Bei rassistischen Äußerungen (und Kanake gehört dazu) gibt es in Berlin eine ganz klare Anweisung: Entweder es wird sichergestellt, dass sich der Vorfall nicht wiederholt (in der Regel, in dem der Schuldige der Anlage verwiesen wird), oder das Spiel ist beendet.

  • Dann dürfte in Berlin aber wahrscheinlich kein Bundesliga Spiel zu Ende geführt werden.

    Ab einer gewissen Zuschauerzahl kann man doch den "Schuldigen" gar nicht mehr ausfindig machen.

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer der sich für die Regeln seines Sports interessiert :D

  • Ob das hier so angewiesen ist, weiß ich gar nicht, mir sagt das aber der gesunde Menschenverstand und ich habe das vor ca. 2,5 Jahren mal gehabt. Außenspieler von Gast - nicht deutsch sprechender dunkelhäutiger Flüchtling - wird ständig von den Biertischopas auf der Terrasse des Vereinsheims 5m neben dem Platz aus beleidigt.


    Einmal Spielführer von Heim rangeholt. Der ging hin, sagte 3 Takte, dann war es für 10 Minuten ruhig. Danach ging es wieder los, also nochmal Spielführer von Heim rangeholt und klargemacht, dass das seine letzte Chance ist, vor einem Spielabbruch dafür zu sorgen, dass alle menschenwürdig Fußball spielen können. Hat dann ein paar Minuten Gezeter gebraucht, aber er hat mit seinem Vorstand die Opas dann tatsächlich nach Hause geschickt.

  • Einmal Spielführer von Heim rangeholt. Der ging hin, sagte 3 Takte, dann war es für 10 Minuten ruhig. Danach ging es wieder los, also nochmal Spielführer von Heim rangeholt und klargemacht, dass das seine letzte Chance ist, vor einem Spielabbruch dafür zu sorgen, dass alle menschenwürdig Fußball spielen können. Hat dann ein paar Minuten Gezeter gebraucht, aber er hat mit seinem Vorstand die Opas dann tatsächlich nach Hause geschickt.

    Genau so macht man das

  • Dann dürfte in Berlin aber wahrscheinlich kein Bundesliga Spiel zu Ende geführt werden.

    Ab einer gewissen Zuschauerzahl kann man doch den "Schuldigen" gar nicht mehr ausfindig machen.

    In Berlin - wie auch allen anderen Bundesligastadien - gibt es einen Ordnungsdienst, der ggf. einschreitet. Klar, wenn gerade alles durcheinanderbrüllt und - gröhlt, können auch rassistische "Nettigkeiten" dabei sein. Das geht dann in der Masse unter. Aber solltest du jemals auf die Idee kommen, in einer ruhigen Phase etwas so laut zu brüllen, dass man es auf dem Platz oder über die Mikros hört, nimm die Beine in die Hand und löse schon mal deine Sparkonten auf. Denn die Strafen sind drastisch (Geldstrafen und im Wiederholungsfall Ausschlüsse von Fangruppen), und die Vereine nehmen gnadenlos jeden in Regress, den sie erwischen können. Dass heutzutage z.B. kaum noch Affenlaute zu hören sind, wenn afrikanischstämmige Spieler am Ball sind, liegt nicht daran, dass bundesweit der IQ in der Fankurve um 50 Punkte gestiegen ist...

  • In Berlin - wie auch allen anderen Bundesligastadien - gibt es einen Ordnungsdienst, der ggf. einschreitet.

    Den gibt es (auf dem Papier) zumindest auch bei uns in der Kreisliga.
    Und mir ist natürlich klar.. dass das bei einem vollen Stadion nicht möglich ist jeden rauszufischen der so einen Blödsinn brüllt.
    Aber da ist es doch quasi unmöglich zu verhindern, dass sich das auch wiederholt.

    Wie wird das denn gehandhabt, wenn mehrere Personen sowas tun?
    Der Erste wird entfernt, damit hat der Verein erst mal alles getan was er kann.
    Zählt der Zweite der ruft dann schon als Wiederholung und das Spiel wird abgebrochen?

    Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler Trainer der sich für die Regeln seines Sports interessiert :D

  • In Berlin - wie auch allen anderen Bundesligastadien - gibt es einen Ordnungsdienst, der ggf. einschreitet.

    Nunja, als ich vor ein paar Wochen das A-Landesligaspiel in Berlin leiten durfte habe ich keinen Ordnungsdienst gesehen


    Gut! Ging alles extrrem gesittet zu und alle hatten sich lieb - er wurde also auch nicht gebraucht.


    Deshalb möchte ich mich hier @amfa anschliessen

    Den gibt es (auf dem Papier) zumindest auch bei uns in der Kreisliga.

    Bei uns (HFV) ist der prinzipiell sogar für jedes Spiel vorgeschrieben. Gesehen habe ich sowas bisher nur ganz wenige Male.

  • Hier in Berlin habe ich auch noch nie wirklich einen gesehen. Selbst in der Herren Landesliga nicht. Vorgesehen ist es wohl auf dem Papier.


    Ich war ja früher in Bayern tätig, da sah das ein wenig anders aus. Der Leiter des Ordnungsdienstes musste im Spielbericht vermerkt werden und es wurde den Vereinen auch eingetrichtert so viele Leute wie erforderlich entsprechend mit Armbinden/Westen zu kennzeichnen. Meist war das genau einer, der Leiter Ordnungsdienst. Im Jugendbereich brauchte man keinen Leiter Ordnungsdienst, da war der Trainer der Heimmannschaft automatisch der Verantwortliche dafür.

  • ..und es geht munter weiter mit Beleidigungen - diesmal in der Relegation beim FC Nordkirchen :flop::flop::flop:


    „Hurensohn“ und „Kinderschänder“ - pöbelnde Nordkirchener Fans beleidigen Schiedsrichter

    Beim Relegationsspiel macht der FC Nordkirchen keine Werbung für die Gemeinde. Die Schiedsrichterproteste waren unangemessen und beleidigend.

  • Inzwischen sage ich "Ich bin das Gesetz auf dem Platz und wer damit nicht einverstanden ist, fliegt runter, aber sowas von"


    In dieser Saison lag mein Kartendurchschnitt um die 10 Stück pro Spiel.


    Auch bereits bei der C-Jugend gab es rote Karten und massenhaft 5 Minuten Zeitstrafen, dass es dann nur noch 8 gegen 10 hieß. Inzwischen hab ich die Nase voll was da draußen abgeht und will endlich ein Example statuieren.


    Wenn Eltern rufen "Nächstes mal haust ihn früher um und noch härter", wo der Junge mit gestreckten Beinen in seinen Gegner reinspringt und mit rot fliegt. Der Vater ist dann auch hochkant vom Sportplatz geflogen.

    Diese unverschämt misratene Elternteil wollte mich noch angreifen. Wenn selbst die Eltern keinerlei Respekt mehr zeigen, dass überträgt sich auf die Kinder. Wie können da die Eltern noch vorbild funktion sien.


    Die Kinder sind nicht schuld. Schuld sind die Eltern die ihre Brut nicht erziehen können/wollen.


    In einen Abstiegsendspiel habe ich den 50 Gästefans gedroht, dass jeder einzeln rausgeschmissen wird vom Sportgelände, sollte er sich mit mir anlegen.

    Einer hat darauf hin sein Maul aufgemacht und ist auch gleich geflogen. Der Rest war dann im restlichn Spiel ruhig.


    Ich gehe mit dieser Einstellung nun in fast jedes Spiel rein.

    Militärischer Drill hat noch niemanden geschadet.


    Wäre ich General bei der Bundeswehr gewesen, würde ich in der Generalsuniform anreisen, damit jeder weiß, mit wem er es zu tun hat und ich ohne Rücksicht auf Verluste Karten verteile und den Sportplatz räume.


    Ich bin das Gesetz am Platz und führe das aus, und wer meine Autorität am Platz nicht achtet, wird keine 90 Minuten überstehen.

  • Ich bin das Gesetz am Platz und führe das aus, und wer meine Autorität am Platz nicht achtet, wird keine 90 Minuten überstehen.

    Das sowieso.
    Unsere Entscheidungen sind und bleiben auch absolut - wenn sich jemand darüber beschwert ist es halt so, doch kein Sportgericht dieser Welt würde eine SR-Entscheidung anzweifeln, denn wenn wir etwas so oder so sehen und entsprechend handeln, dann kann keiner uns das Gegenteil sagen. Stichwort Tatsachenentscheidung.

    Doch muss ich sagen, dass 10 Karten fest pro Spiel schon etwas hoch ist.
    Ich weiß nicht welche Vereine und wie die Spielerschaft bei dir so ist, doch ich komme pro Spiel mit 1-3 Karten aus.
    Meine Autorität bekräftige ich auf dem Feld nicht mit den Karten sondern mit einem soliden Pfiff über die 90 Minuten hinweg.
    Oft reicht auch einfach eine deutliche Ansage und da halten selbst 40 Jährige Kreisliga C Spieler vor mir (22 Jahre) ihren Mund.
    Ich mach schon bei der Begrüßung und der Passkontrolle klar, dass es bei mir absolut keine Diskussionen geben wird und daran halten sich 90% der Spieler auch.

    Bei den Jugenden, da gebe ich dir ABSOLUT recht, bleibt das einzige Problem die Eltern !
    Was da manchmal für Kommentare fliegen ist echt nicht mehr feierlich : "Ja wenn der das nochmal macht dann TRITT IHN DOCH EINFACH WENN DER SR NICHT GUCKT".
    Doch oftmals ist weder ein Platzwart noch ein zuständiger da, dem ich sagen kann, dass diese Person doch wenn möglich aus der Platzanlage entfernt werden soll.
    Denn jemanden vom Gelände zu verweisen liegt wahrlich nicht in meiner Befugnis !

    Ich verstehe also deinen Frust und deine Null-Toleranz-Politik aber sollte es sich bei mir irgendwann so entwickeln dass ich mit so einer Einstellung meine Spiele antrete, so gebe ich doch lieber die Pfeife ab.
    Klar bin ich der Chef aber bei dir wirkt es als ob du schon gar keinen Spaß mehr daran hast.....
    So traurig es auch klingt nervige Zuschauer gehören nunmal zu einem Spiel dazu, damit kann ich aber umgehen....

  • Dazu fällt mir ehrlicherweise nicht mehr viel ein...


    Was ist denn das für eine Einstellung?

    Damit macht man sich von vornehmeren das ganze Spiel kaputt. Und durch diese Kartenflut erregt man den Unmut der Spieler erst recht und verursacht durch sein eigenes Auftreten nur noch mehr Unruhe auf und neben dem Feld.


    Natürlich gibt es solche Fälle, wo es nicht anderes geht und man am Ende ein paar mehr persönliche Strafen aussprechen musste.


    Aber einen Durchschnitt von 10 persönlichen Strafen pro Spiel in einer Saison zu haben, ist meines Erachtens nicht tragbar.


    Hier sollte man sich also wirklich mal hinterfragen, was man für eine Spielleitung an den Tag legt, wie der Umgang mit der Spielern und Trainern ist und wo die Ursachen für diese Kartenflut liegen.


    Denn ganz allein bei Spielern, Trainern und Zuschauern liegt diese bei dieser Umschreibung des Verhaltens nicht.

    Dem Schiedsrichter zu widersprechen, das ist, wie wenn man in der Kirche aufsteht und eine Diskussion verlangt. (Dieter Hildebrandt)

  • Für noch klingt es so als würde er für jedes Meckern nh Karte geben. Man sollte aber auch die Spieler so behandeln wie sie dich Behandeln sollen und das wichtigste ist die Kommunikation. Rede mit den Spielern vor/während/nach dem Spiel auf eine Lockere Art und fang nicht gleich direkt an Karten zugeben. So wie du sie behandelst, so behandeln sie dich!