Was ist bloß auf den Sportplätzen los?

  • Wenn ein U-16 Jugenspieler zwei Spieltage vor Saisonende eine Strafe von 3 Spielen bekommt, dann sitzt er das erste Spiel der neuen Saison als U-17 Spieler aus. Ähnlich wird es bei den Unis gehandhabt. Jemand der im 2. Jahr Uni eine Sperre bekommt, muss diese im folgenden Jahr absitzen ... falls er/sie noch in der Manschaft steht. Wenn der Spieler sich jedoch einen Verein anschliesst, gibts keine Sperre.


    Am besten organisiert ist der Frauenfussball. Die Spielerkarte wird eingezogen. Die Betroffene muss die Karte persönlich abholen und wird ausserdem finanziell gefordert. Ohne Bezahlen, keine Karte.

  • Der Schiedsrichter sah es als einen Einzelfall und befand, dass er in der Lage war, die weiteren Spiele zu leiten. Es kommt immer auf den Einzelnen an, wie er das Geschehen beurteilt. Der Schiedsrichter ist der Einzige, der diese Konfrontation beurteilen kann, da er mit der Lage im nahen Umkreis vertraut ist (die anderen teilnehmenden Mannschaften). Seine Entscheidung, das Turnier weiter zu leiten, sollte deshalb akzeptiert werden.

  • DieMacke

    Sry, aber ich seh es genauso wie kanarien3 - lass mich kurz erklären, warum: in dem Moment, wo ein SR ein Spiel abbrechen muss, ist die emotionale Belastung so hoch, dass dies unmittelbar im Anschluss (wenn auch nur unterbewusst) keine vernünftige Spielleitung wie unter normalen Umständen zulässt!

    --> außerdem heißt das auch für Außenstehende: soo schlimm kann es ja im vorherigen Spiel nicht gewesen sein, wenn er schon wieder pfeift!

  • Max ich denke, es kommt auf den Individuellen an. Jeder Mensch reagiert anders. Einige können sich wieder schnell auf auf die nächste Aufgabe konzentrieren, während es bei anderen Leuten langwierige Spuren hinterlässt.
    Nach Berichten wurde der Schiedsrichter von den Spieler mit Händen an die Brust geschubst. Der Schiedsrichter nahm weiterhin am Turnier teil. Das zeigt, dass er der Situation gewachsen war.


    Deutsche Klubs an der Westküste Nordamerikas trugen alle zwei Jahre ein Turnier der verschiedenen Alterststufen aus (nur Erwachsene). Gastgeber war dieses Mal unsere Provinz. Mir passierte etwas ähnliches beim Spiel der 55+ Herren. Es muss gesagt werden, viele der Spieler waren mit den Regeln nicht sehr vertraut (Mittelläufer zu mir: Schiri der Linksaussen ist abseits -- Ball wurde zum Rechtsaussen gespielt).


    Ein Mittelfeldspieler der Gastgeber hatte die Gewohnheit nachzuhaken, nachdem der Ball schon gespielt war. Beim ersten Mal nahm ich an, dass er wegen seines fortgeschrittenen Alters (65 oder mehr) einfach zu spät kam. Beim zweiten Mal erkannte ich Absicht und ermahnte ihn. Beim dritten Mal traf er zwar den Hacken des Stürmers, aber es ergab sich ein aussichtsreicher Angriff. Ich sagte den Mittelfeldspieler, dass er bei der nächsten Spielunterbrechung die gelbe Karte bekäme.


    Diese Unterbrechung kam etwa 30 Sekunden später mit einen Einwurf für den Gegner vor der Spielerbank der Heimmannschaft. Der Mittelfeldspieler war in der Nähe. Ich zeigte ihn gelb. Daraufhin begann er auszurasten, schimpfte (ich kann beim Einwurf keine Karte bekommen, etc) und schubste mich leicht mit einer Hand an die Brust. Ich zeigte ihn rot, liess sein Armband (Zeichen der Spielberechtigung) entfernen und brach das Spiel ab.
    Der Spieler selbst wurde von seinen Mannschaftskollegen sofort ausgeschlossen -- fahr navch Haus, wir brauchen dich nicht (deutsch gesprochen).


    Ich unterrichtete die Turnierleitung, wie es dazu kam und das der Spieler ein Einzelfall war in einer ansonsten sehr fairen Truppe.

    Konnte ich weitermachen? Ja.

    Ich glaube, genug Erfahrung und Reife zu haben, um diese Situation beurteilen zu können. Aussenstehende machen sich nur ein Bild von den wenigen Sekunden der Tätlichkeit, während ich als Schiedsrichter die Lage bis zur 50, Minuten beurteilen konnte.

    Die Tätlichkeit des "kleinen" Schubsers konnte ich wegstecken. Bei einen schweren Übergriff hätte ich mit aller Wahrscheinlichkeit eine andere Entscheidung getroffen.

  • Ich glaube, genug Erfahrung und Reife zu haben, um diese Situation beurteilen zu können.

    Genau das ist der Punkt.


    Viele gehen hier in ihren Beiträgen mit dem Schrei nach Spielabbruch sehr fahrlässig um. Vor allem weil das Wort TÄTLICHKEIT offenbar einen "Interpretationsspielraum von Anfassen bis versuchtem Todschlag" umfasst.


    Der Spielabbruch sollte - es ist unser schärfstes Schwert -immer das Letzte Mittel sein. Dabei darf aber die Argumentationskette bei einem Angriff gegen den Schrir nicht sein "Was muss alles erst passieren" sondern "ist ihm die Weiterführung des Spieles zuzumuten". Diese Entscheidung trifft der Kollege immer Subjektiv und wie DieMacke richtig ausführt in Abwägung der Gesamtsituation.


    Dabei kann beim "leichten Schubbser mit Roter Karte" (gibt bei uns übrigens mindestens 6-8 Spiele oder 1/2 Jahr wenn der SR das Ziel ist) ein Spiel genau so durchaus fortgesetzt werden, aber auch genau die Aktion sein, die das Fass zum Überlaufen bringt und zum Spielabbruch führt.


    Wenn allerdings bei einem Turnier ein Spiel abgebrochen werden muss, sollten auch die Begleitumstände eine weitere Fortsetzung des Turniers nicht zulassen. Dann haben nämlich noch deutlich mehr verantwortliche im Umfeld bereits durctlöich früher versagt.

  • abei kann beim "leichten Schubbser mit Roter Karte" (gibt bei uns übrigens mindestens 6-8 Spiele oder 1/2 Jahr wenn der SR das Ziel ist) ein Spiel genau so durchaus fortgesetzt werden, aber auch genau die Aktion sein, die das Fass zum Überlaufen bringt und zum Spielabbruch führt.

    Normalerweise hätte ich das Spiel fortgesetzt, allerdings sprachen sich beide Mannschaften für ein frühes Ende aus. Es war ihr drittes Spiel (Freitagabend erste), Samstag 2 Spiele (jeweils über 2x30 Minuten) bei Temperaturen um 27 Grad. Ausserdem konnten sich beide Teams nicht mehr für die Play-offs qualifizieren, obwohl noch ein Spiel am Sonntag zu absolvieren war (Garantie von 4 Spielen im Turnier). Es gab neben den Plätzen ein Biergarten.


    Wenn allerdings bei einem Turnier ein Spiel abgebrochen werden muss, sollten auch die Begleitumstände eine weitere Fortsetzung des Turniers nicht zulassen. Dann haben nämlich noch deutlich mehr verantwortliche im Umfeld bereits durctlöich früher versagt.

    Ich akzeptiere diese Entscheidung wenn das gesamte Umfeld übersichtlich ist. Dies ist möglich wenn das Turnier auf wenigen nebeneinander liegenden Plätzen oder in der Halle stattfindet.


    Wir haben jedoch eine ganz andere Grössenordnung. Selbst eine Stadt wie Kamloops (100.000 Einwohner) zieht fast 400 Teams im Mai zu ihren Jugend-Turnier U-11 bis U-18 an. Gespielt wird über 3 Tage auf 20 oder mehr Plätzen im ganzen Stadtgebiet (Spieldauer je 2x30 Minuten, auch 4 Spiele garantiert). Dann ist die Lage nicht mehr übersichtlich. Wenn eine Tätlichkeit 5 km von den anderen Spielorten stattfand, sollen dann die anderen 399 Teams bestraft werden?

    Die teilnehmenden Teams zahlen 400+ Dollar Startgeld. Die Spieler kommen mit Eltern und anderen Verwandten. Das bringt den Hotels und Restaurants an die Million Dollar Einkünfte.


    Man muss auch verstehen, dass Turniere für Vereine wichtige Einnahmensquellen sind. Da hat der Verband Schwierigkeiten einzuschreiten.

    Generell handeln Turnierleitungen schnell und greifen hart durch wenn es um Disziplinarstrafen geht.

  • Wenn allerdings bei einem Turnier ein Spiel abgebrochen werden muss, sollten auch die Begleitumstände eine weitere Fortsetzung des Turniers nicht zulassen.

    Und bei einem Turnier sind da andere Maßstäbe anzulegen als bei einem "normalen" Spiel. Wie geht es bei einem normalen Spiel weiter, wenn dieses abgebrochen wird? Genau: Alle gehen vom Feld und fahren anschließend nach Hause, ggf. sieht man sich irgendwann vor dem Sportgericht wieder. Bei einem Turnier haben aber viel mehr Leute - Zuschauer und unbeteiligte Mannschaften - gesehen, was passiert ist. Es besteht immer die Gefahr, dass jemand aus den Vorkommnissen ableitet, dies oder jenes tun zu können - und bei einem Hallenturnier ist dies aufgrund der räumlichen Enge noch eher gegeben. Von daher muss sehr sorgfältig abgewogen werden, ob das Turnier fortgesetzt werden kann, weil man nicht nach dem ersten Abbruch wegen eines Schubsers nach der Roten Karte weiter macht, wenn sich das im nächsten Spiel so wiederholt dann aber abbricht, obgleich es ein vergleichbarer Sachverhalt war.


    Ganz wichtig:
    Bei einem Turnier ist man als SR selten allein, alle weiteren Konsequenzen nach einem Abbruch sollten mit den Kollegen besprochen werden - und dafür muss man sich die notwendige Zeit nehmen, selbst wenn eine Turnierleitung ob des Zeitplanes drängeln sollte.

  • Von daher muss sehr sorgfältig abgewogen werden, ob das Turnier fortgesetzt werden kann, weil man nicht nach dem ersten Abbruch wegen eines Schubsers nach der Roten Karte weiter macht, wenn sich das im nächsten Spiel so wiederholt dann aber abbricht, obgleich es ein vergleichbarer Sachverhalt war.

    Das nächste Spiel sollte logischerweise eine Mannschaft sein, die nicht am vorherigen Spiel teilnahm. Nun haben wir Tätlichkeiten von zwei verschiedenen Mannschaften dem Schiedsrichter gegenüber.


    Das kann zwar ein vergleichbarer Sachverhalt sein, aber nun muss man die Wiederholung der Tätlichkeit von einer anderen Mannschaft Betract ziehen.

    Kann dann die Sicherheit des Schiedsrichters noch gewährleistet werden?

    außerdem heißt das auch für Außenstehende: soo schlimm kann es ja im vorherigen Spiel nicht gewesen sein, wenn er schon wieder pfeift!

    Was kümmern mich Außenstehende? Lasst uns positiv denken. Die Trainer sahen, wie der Schiedsrichter mit der Situation umging, nämlich ruhig und sachlich. So verdienen wir uns den Respekt von Trainern und Spielern, was entschieden wichtiger ist als die Meinung Außenstehender.

  • Ich behaupte von mir, ein erfahrener und "in sich ruhender" Schiedsrichter zu sein. Wenn es bei meiner Beteiligung eine Tätlichkeit (wie auch immer die Aussieht) gegen mich oder meinen mit mir pfeifenden Kameraden gibt, welches einen Spielabbruch nach sich zieht - dann ist das Turnier vorbei. Ich bin bestimmt kein Verfechter von leichtfertigen Spielabbrüchen, es ist immer Situationsbedingt. Bei einem leichten Schubser gegen die Brust muss ich das Spiel nicht abbrechen - entschließe ich mich aber dazu, weil die Gesamtumstände den Abbruch eben erforderlich machen, dann ist das Turnier vorbei und ich fahre nach Hause. Gleiches gilt, wenn mein Kamerad abbricht. Ich finde es sinnvoller, in den Köpfen der Spieler/Zuschauer zu verankern "wird der SR angepackt, ist das Spiel/Turnier vorbei" als "so schlimm, dass man das Turnier abbrechen muss war das aber nicht" - eine Relativierung halte ich für gefährlich, insbesondere für evtl. weniger gefestigte Kameraden, denen wir damit einen Bärendienst erweisen. Guten Rutsch!

  • welches einen Spielabbruch nach sich zieht - dann ist das Turnier vorbei.

    So schätze ich Dich auch ein.


    Mir fällt aber etwas anderes auf.


    Offensichtlich reden hier einige aneinander Vorbei, wenn von TURNIER geredet wird.


    Das Wort TURNIER wird mit mehreren verschiedenen Bedeutungen benutzt.

    1. Als Grossveranstaltung mit mehreren Einzelwettbewerben wie bspw. das Usertreffen in Mainz Kastell oder das Pfingsttuirnier des RSC
    2. Als Einzelwettberb mit mehreren Mannschaften die über einen bestimmten Zeitraum einen (einzigen) Sieger ausspielen (Bspw die WM oder ein Tageseinladungsturnier mit 4-6 Mannschaften)
    3. Als Turnier im Turnier wie bspw. die Hallenrunde der Jugendmannschaften im Hamburger FV. HIer muss man sich in einem Turnier für das nächste Turnier qualifizieren, bis man dann die Endrunde erreicht.


    Zur Klarstellung.

    Bei einem Spielabbruch, wird natürlich nicht die Gesamtveranstaltung (siehe 1 oder 3) abgebrochen sondern nur die Einzelveranstaltung innerhalb von 1 oder 3 oder halt das Einzelturnier bei 2. Und auch nur die jeweillige Tagesveranstaltung am Spielort (das kann im einzelfall nur ein einziges Spiel sein wie bspw bei der WM)


    Es fahren also nicht alle nach Hause sondern nur einige wenige

  • Normalerweise hätte ich das Spiel fortgesetzt, allerdings sprachen sich beide Mannschaften für ein frühes Ende aus.

    Das ist dann aber kein Abbruch, sondern ein vorzeitiges Spielende auf Wunsch einer (oder beider) Mannschaft(en). Das ist kein Problem. Ich pfeife ab, melde den Vorgang der Turnierleitung (wie die das dann wertet ist mir Wurscht), und bereite mich auf das nächste Spiel vor.


    Ein Abbruch ist etwas völlig anderes - wenn ich im Turnier ein Spiel abbreche (und da muss schon mehr passieren als ein leichter Schubser), dann müsste der Veranstalter vor dem nächsten Spiel folgendes erledigen:

    - jeder Aggressor muss die Halle/die Sportanlage verlassen (allein das dauert in der Regel länger als die knappe Spielzeit zulässt)

    - es muss einen Sicherheitsdienst geben, der gewährleistet, dass sich die Aggressoren nicht erneut Zutritt verschaffen (der Opa mit der gelben Weste am Haupteingang reicht da nicht!)

    - bei meiner späteren Abreise muss der Veranstalter meine Sicherheit garantieren können und in der Zwischenzeit meinen eventuell abgestellten fahrbaren Untersatz bewachen.


    In der Regel dürfte eine ehrenamtlich organisierte Turnierleitung das nicht gewährleisten können -> das Turnier an diesem Ort ist zumindest für mich beendet, und es gibt einen Sonderbericht an meinen Ansetzer. Ob der Veranstalter dann die Mannschaften nach Hause schickt, die Trainer und Betreuer pfeifen lässt, whatever, ist wiederum nicht meine Baustelle. Ich vermute nur, wenn Kollegen weitermachen, ob bedrängt oder nicht, dann wird der Ansetzer not amused sein, und künftige Anforderungen von Schiedsrichtern für Veranstaltungen dieses Vereins direkt in der Ablage P versenken.

  • Das ist dann aber kein Abbruch, sondern ein vorzeitiges Spielende auf Wunsch einer (oder beider) Mannschaft(en).

    Beides kam zusammen. Offiziell soll die Spielzeit nicht verkürzt werden. In diesen Fall wurde beiden Teams erklärt, dass es ein Spielabbruch war.



    Bei einem Spielabbruch, wird natürlich nicht die Gesamtveranstaltung (siehe 1 oder 3) abgebrochen sondern nur die Einzelveranstaltung innerhalb von 1 oder 3 oder halt das Einzelturnier bei 2.

    Es ist ein Einzelwettbewerb in der bestimmten Altersgruppe, der sich über 2 oder 3 Tage hinzieht (Beispiel: U-15 Boys, 32 Teams, 8 Gruppen). Ich spreche hier über eine Großveranstaltung, wo ein Spiel auf Platz A im Süden der Stadt stattfindet, das andere Spiel der selben Kategorie jedoch 20 km entfernt im nördlichen Teil der Stadt ausgetragen wird. Es stehen für diese unteren Kategorien 14 Kunstrasen- und 15 Rasenplätze zur Verfügung.


    Wie ich früher erwähnte, ist ein Turnier bei euch auf einen oder zwei Plätzen oder in der Halle leicht überschaubar. Trotzdem müssen alle Begleiterscheinigungen in Betracht gezogen werden, bevor es zum Turnierabbruch kommt.

    Das Sprichwort hat auch hier Gültigkeit: "... and the game must go on..."

    Wie mein damals 17-jähriger Sohn sagte: I might as well give up refereeing altogether by going home after a physical confrontation (that involves me) during a tournament.

  • Hallo.


    Meine two pence hierzu:

    1) Anhand der Schilderung (2 Minuten Strafe) gehe ich von einem Hallenturnier nach den alten Regeln aus. Was mich wieder mal in meiner Meinung bestärkt, dass dies unnötig Konfliktpotential mit sich bringt hinsichtlich Tätlichkeiten, egal gegen wen.

    2) In den meisten Fällen kann von einer qualifizierten Turnierleitung nicht ausgegangen werden, den diese würde bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen einplanen. Dazu gehören auch ausreichend Ordner während des gesamten Turniers und nicht erst, wenn überhaupt, ab der KO-Runde.

    3) Wenn es zu einer Tätlichkeit gegen den oder die SR kommt, wären aus meiner Sicht deutliche Zeichen angebracht, deren Auswirkungen auf das Turnier überschaubar sind, aber die Grenzen aufweisen: In der Vorrunde: Die Gruppe wird mit sofortiger Wirkung beendet. Die für die Tätlichkeit verantwortliche Mannschaft wird mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen und hat die Halle zu verlassen. Ausstehende Spiele dieser Mannschaft werden zugunsten der anderen Mannschaft gewertet. Sollte die verursachende Mannschaft sich für die weitere Teilnahme sportlich qualifiziert haben, wird sie auf den letzten Tabellenplatz der Gruppe gesetzt und die anderen Mannschaften rücken um einen Platz nach oben. In der Zwischenrunde: sofortiger Ausschluss. Die andere Mannschaft rückt in die nächste Runde ein, auch wenn sie verloren hat. Und vor allem: Die Mannschaft wird für die nächsten Turniere nicht mehr eingeladen bzw. eine Meldung nicht angenommen.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • 2) In den meisten Fällen kann von einer qualifizierten Turnierleitung nicht ausgegangen werden, denn diese würde bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen einplanen. Dazu gehören auch ausreichend Ordner während des gesamten Turniers und nicht erst, wenn überhaupt, ab der KO-Runde.

    Ich schliesse mich deiner Meinung an. Nur möchte ich etwas zu Punkt 2) sagen und auf den gesamten Fussball ausdehnen, nämlich:

    Welches Stadion auf Erden kann die Sicherheit von Schiedsrichtern oder Spielern garantieren? Das gibt es nicht. Egal ob es Zäune gebaut wurden, oder Hundertschaften von Polizisten/Sicherheitskräften zugegen sind. Es findet sich immer jemand, der diese Sicherheitskette durchbrechen kann, entweder aufs Spielfeld rennen oder gefährliche Gegenstände werfen, die Verletzungen nach sich ziehen können.


    "Wir können den Schiedsrichter in Südamerika nicht nachahmen, der voriges Jahr eine Pistole mit aufs Spielfeld brachte."

  • Es geht um das generelle Versäumnis. Egal ob jetzt drinnen oder draussen. Ich kenne genau einen Kreisliga Verein in unserem Nachbarkreis, der nicht nur das Minimum an Ordnern sondern angepasst an das Spiel Ordner in wirklich ausreichend hoher Zahl gestellt. Und in der Halle sind in der Regel keine wirklich erkennbar anwesend sondern meist erst, wenn es schon los gegangen ist. Was definitiv zu spät ist.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles

  • Und in der Halle sind in der Regel keine wirklich erkennbar anwesend sondern meist erst, wenn es schon los gegangen ist. Was definitiv zu spät ist.

    Futsal Turnier am 22./23. Dezember. 115 Jugend Mannschaften nahmen teil. Im südlichen Teil der Halle wurden 5 Plätze benutzt (letztes Jahr 135 Teams auf 9 Plätzen, Erwachsene nahmen teil). Jeder Platz von einen schweren Vorhang geteilt der bis zum Boden geht. Keine besonderen Vorkommnisse.


    Jedoch letztes Jahr kam es zur Schlägerei zwischen 4 Spielern zweier Teams (15-jährige Jungen, Rassismus) und im Getümmel bekam der Schiedsrichter, wenn auch unabsichtlich, einen Schlag ab. Für beide Teams war das Turnier beendet. Sicherheitsleute kamen, Personalien wurden festgestellt. Raufbolde aus der Halle gewiesen und ausserdem Hallenverbot für ein Jahr. Das Turnier wurde fortgesetzt.


    Sollte deswegen das ganze Turnier abgebrochen werden? Auf Platz 1, 2, 3 wusste keiner, was auf Platz 4 vorging. Sollte nicht jeder Fall einzeln bewertet werden, um zu einen fairen Urteil zu kommen?

  • Bei einem Turnier wird ein Sr bespuckt Nicht nur, dass er das Turnier für sich abbricht, er setzt das Spiel sogar fort. Kurz darauf wird ein Spieler von einem Zuschauer geschlagen.

    Aber lest selbst.


    Übrigens kann kein SR ein Turnier abbrechen, sondern nur entscheiden, dass er und sein(e) Kollegen nicht mehr weiterpfeifen.

    Wie man das bei großen Turnieren mit mehreren Wettbewerben handelt, muss man sehen. Allerdings würde ich bei dem Wettbewerb an diesem Tag keinen SR mehr schicken.

  • Hallo.


    Das liest sich für mich aber anders. Der SR unterbricht lediglich nach dem Spucken. Anschliessend nach Fortsetzung kommt es zu dem Vorfall zwischen dem Zuschauer und dem Spieler. Nach dem darauf folgenden Tumult wird durch den Veranstalter nach Befragung der Mannschaften und des SR das Turnier nicht abgebrochen sondern fortgesetzt, weshalb ein Verein vorzeitig abreist, weil die Entscheidung des Veranstalters nicht mitgetragen wird.


    Zu dem Thema sagte Gerhard Theobald, ehemaliger BL-SR immer: Wenn das Klitzje trifft, ist das Spiel rum. Hätte der SR sich hier mal besser dran gehalten.

    "Kondition ist nicht alles, aber ohne Kondition ist alles nix."
    Gerhard Theobald, ehemaliger Bundesliga-SR, zum Thema Grundlagen des Stellungsspieles