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Montag, 13. März 2017, 17:03

Referees wehren sich gegen Pöbel-Willkür

Lautet der Titel in der Pressemeldung von n-tv

Offenbar platzte den SR eines Kreisverbandes im Niedersächsischem FV der Kragen. Ob das im Einzelfall der Richtige Weg war mag und will ich nicht zu beurteilen.

Aber: Nachdem im Hamburger FV vor einigen Jahren unsere Verbandschiedsrichter mit einem "Brandbrief" an die Presse gewendet hatten wurde im HFV auch umgedacht.
Seitdem wird beim Sportgericht rigoros durchgegriffen und auf jeden Sonderbericht entsprechend reagiert.

PS.: Hat irgendjemand aus diesem Kreis nähere Informationen als nur das was im Pressetext steht?
Ich pfeiffe das Spiel und nicht die Regeln!

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Montag, 13. März 2017, 18:51

Hatte mich gestern schon gewundert, dass in meiner alten Heimat kaum ein Spiel stattgefunden hat. Kenne fast alle Plätze persönlich und habe nicht an so viele unbespielbare Plätze geglaubt. Bin ab morgen dort in der Gegend im Urlaub. Vielleicht kann ich danach weitere Infos mitteilen. Im übrigen besteht der Bezirk Weser-Ems aus 15 Kreisverbänden!
Egal ob :rote_karte: oder :pfiff_rot: , er geht runter :thumbsup:

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3

Dienstag, 14. März 2017, 11:16

"Die stellen im Grunde den Rechtsstaat auf den Kopf."

Als hätte Sportgerichtsbarkeit etwas mit Rechtsstaat zu tun.
Aber so sehr solche Aussagen von Zuschauern auch schlimm sind, sehe ich ehrlich gesagt wirklich nicht, wie der Verein das verhindern soll.
Bei Pyrotechnik und Bannern kann man (zumindest theoretisch) durch Einlasskontrollen ja noch verhindern, dass diese ins Stadion kommen.
Aber wie will man als Verein vorneweg verhindern, dass ein Zuschauer ausfällig wird?
Theoretisch könnte ich dann ja zu jedem Verein den ich nicht mag gehen und dort den SR beleidigen und der Verein bekommt dann eine Geldstrafe.

Ich kann den Streik deshalb nicht nachvollziehen, zumindest nicht aus dem genannten Grund.



etwas offtopic:
"Stattdessen fungierten Betreuer, verletzte Spieler oder sogar der Kassenwart als Unparteiische der Fußball-Partien - wenn diese denn überhaupt stattfanden."
"Leidtragende am Wochenende waren jene Klubs, die keinen Ersatz für die angesetzten Schiedsrichter fanden und deren Spiele deshalb ausfielen."
Wie ist das im NFV denn geregelt?

Bei uns darf ab der Kreisliga A (drittniedrigeste Liga, höchste Liga im Kreis) kein Spiel ohne (geprüften) SR anfangen.
Bin kein Schiedsrichter, nur ein Spieler der sich für die Regeln seines Sports interessiert :D

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4

Dienstag, 14. März 2017, 12:45

"Die stellen im Grunde den Rechtsstaat auf den Kopf."
-> Das ist eine der dümmsten Aussagen, die ich in den letzten Tagen gelesen hab.

Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass der Streik nur auf dem einen Vorfall / Urteil beruht.
Und klar sollte man den Verein nicht für das Fehlverhalten seiner Zuschauer bestrafen, aber man kann ihn für SEIN Fehlverhalten belangen.
Und wenn ein Zuschauer den SR wiederholt beleidigt oder sogar bedroht, dann muss der rausfliegen.

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SixthSCTF (14.03.2017)

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5

Dienstag, 14. März 2017, 13:09

Und klar sollte man den Verein nicht für das Fehlverhalten seiner Zuschauer bestrafen, aber man kann ihn für SEIN Fehlverhalten belangen.
Und wenn ein Zuschauer den SR wiederholt beleidigt oder sogar bedroht, dann muss der rausfliegen.
So sehe ich das auch.
Natürlich kann der Heimverein nicht jeden Zuschauer der Anlage verweisen wenn er dem Schiedsrichter das inzwischen nahezu Salonfähige "Blindfisch" von der Zuschauertribühne aus zuruft.

Wenn man das erwartet ist in jedem Bundesligastadion nach 10 Minuten die komplette Fankurve leer.

Aber ich kann erwarten, das der Heimverein nach einer persönlichen Verbalatacke oder Bedrohung gegen den Schiedsrichter durch einen Zuschaer dieser Verein auch entsprechend handelt.
Ich pfeiffe das Spiel und nicht die Regeln!

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Dienstag, 14. März 2017, 14:29

Der Sinn eines Streiks ist es ja gerade, dass es Leidtragende gibt. Sonst wäre er zwecklos.
35 Jahre Schiri :saufbrüder: ( und immer noch nicht genug davon )
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7

Dienstag, 14. März 2017, 16:29

Aber ich kann erwarten, das der Heimverein nach einer persönlichen Verbalatacke oder Bedrohung gegen den Schiedsrichter durch einen Zuschaer dieser Verein auch entsprechend handelt.


Sicher, nur wie soll das aussehen?
In dem konkreten Fall hier war es wohl so, dass der Zuschauer nach Spielschluß diesen Satz zum SR gesagt hat.
Was noch vorgefallen weiß ich nicht und habe ich bisher auch nichts zu gelesen.

Aber wenn das wirklich alles war, was vom Zuschauer Richtung SR kam, kann ich durchaus verstehen warum der Verein am Ende straffrei davon gekommen ist.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das die ganze Geschichte sein soll, denn nur deswegen einen Streik vom Zaun brechen scheint mir doch etwas wenig zu sein.
Da muss also insgesamt wohl noch mehr passiert sein als dieses eine Gerichtsurteil.
Leider finde ich dazu nichts.

Nach meiner aktuellen Informationslage halte ich den Streik für übertrieben.
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Dienstag, 14. März 2017, 18:24

Ich finde den Streik richtig.

Wenn dieses Urteil ein Grundsatzurteil wird, kommt demnächst jeder Verein mit so etwas davon.
Der Verein hat zu verhindern, dass solche Leute in die Nähe des SR's kommen. So wie der HSV mit Regenschirmen das Bespucken des SR's (und des Trainers).

Wer solche Urteile fällt ist sich der Tragweite nicht bewusst.

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Dienstag, 14. März 2017, 18:58

Dieser Streik hat ganz schön Staub aufgewirbelt!
http://www.focus.de/sport/fussball/dfb-w…l?fbc=fb-shares
Alle sagten das geht nicht.



Und dann kam einer und hat es gemacht.

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Dienstag, 14. März 2017, 20:12

Es gibt einfach zu wenig Hintergrundinformation, um das genauer zu beurteilen. Ich denke eher, dass dieser Vorfall und das damit verbundene Urteil nur der Tropfen war, der das Fass zum überlaufen brachte. Hier muss im Vorfeld und auch auf anderen Plätzen schon mehr passiert sein. Ich kann die Aufregung von amfa nicht nachvollziehen. Was soll das heißen, dass die Vereine, die keinen Betreuer oder ähnliches gefunden haben und deren Spiele deshalb ausgefallen sind, die Leidtragenden sind. Lieber amfa, genau das war der Sinn der Übung. Die Vereine sollten ja spüren, was passiert, wenn wir mal nicht da sind. Vielleicht werden jetzt ja mal einige Vereinsverantwortliche wach und sorgen künftig von sich aus dafür, dass Zuschauer, die glauben, ein Sportgelände sei ein rechtsfreier Raum, aus eigenem Antrieb diese Leute vom Gelände zu verweisen. Und zwar ohne, dass der Schiri vorher darauf aufmerksam macht. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hing an jedem Sportplatz ein Schild mit folgender Aufschrift:
Wer den Schiedsrichter beleidigt oder beschimpft, muss mit dem Verweis vom Sportgelände rechnen.
Der Vorstand
Und das wurde auch praktiziert. Da haben Vereine von sich aus Hausverbote gegen Leute ausgesprochen, die immer wieder ausfallend wurden.
Wie schon gesagt, es muss mehr vorgefallen sein, als nur diese eine Sache, sonst wären die Kollegen nicht in den Streik getreten. Ich finde dieses Zeichen war mal angebracht.
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Dienstag, 14. März 2017, 21:59

Es gibt einfach zu wenig Hintergrundinformation, um das genauer zu beurteilen. Ich denke eher, dass dieser Vorfall und das damit verbundene Urteil nur der Tropfen war, der das Fass zum überlaufen
Da muss also insgesamt wohl noch mehr passiert sein als dieses eine Gerichtsurteil.
Das denke ich auch. Wegen eines einzigen Vorfalls mach nicht ein ganzer Kreis so einen Aufstand.
Wenn man zwischen den Zeilen liest bemerkt man, das sich die SR offenbar schon länger über derartige Zustände beschweren. Scheinbar hat bisher wohl kaum einer Reagiert und man hat nur noch jemanden gesucht, der eine "Zündschnur legt"
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12

Mittwoch, 15. März 2017, 10:04

Ich kann die Aufregung von amfa nicht nachvollziehen. Was soll das heißen, dass die Vereine, die keinen Betreuer oder ähnliches gefunden haben und deren Spiele deshalb ausgefallen sind, die Leidtragenden sind. Lieber amfa, genau das war der Sinn der Übung.


Wo hab ich mich denn aufgeregt?
Das mit den Betreuern war ein Zitat aus dem Artikel. (im Off-topic teiler meines Kommentars)

Mir ist durchaus klar das ein Streik der niemanden betrifft keinen Sinn macht ;)


Ich hab nur gesagt, dass ich den Streik aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Informationen für übertrieben halte.
Aber ich glaube auch nicht, dass das wirklich alles ist und deswegen gestreikt wird/wurde.
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kanarien3

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Mittwoch, 15. März 2017, 12:24

Hier ein Kommentar aus der FAZ zu der Geschichte den ich richtig finde!

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussbal…n-14923017.html
Alle sagten das geht nicht.



Und dann kam einer und hat es gemacht.

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14

Mittwoch, 15. März 2017, 12:42

Hier ein Kommentar aus der FAZ zu der Geschichte den ich richtig finde!

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussbal…n-14923017.html
Dem ist nichts hinzu zu fügen.
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15

Donnerstag, 16. März 2017, 11:25

Ich kann dem Kommentar zwar durchaus zustimmen, bin ich weiterhin der Meinung dass das Sportgericht hier richtig entschieden hat.
Die Aussage des Zuschauers ist eher ein Fall für die Strafgerichte.

Und ich sehe auch ein, wenn Vereine für wirkliche Versämnisse haften müssen, wenn z.B. Vereinsverwantwortliche sich so äußern würden oder der SR von einem Zuschauer tätlich angegriffen wird.
Aber ich kann hier das Sporgericht verstehen, wenn es argumentiert, dass der Verein sowas einfach nicht verhindern kann.

Inbesondere in den unteren Ligen, wo teilweise ja nicht mal Eintritt erhoben wird und jeder zufällige Spaziergänger (rein theoretisch) kurz dem Spiel beiwohnen könnte und dabei den SR beleidigen kann.
Wenn mir jemand sagt wie man (im Vorhinein) so etwas verhindern kann ändere ich gern meine Meinung.
Das sieht nur bei Wiederholungstätern anders aus, diesen kann man z.B. Hausverbot erteilen.

Nochmal Bestrafung für Versäumnisse eines Vereins müssen sein und sind richtig, aber auch wirklich nur wenn der Verein sowas im vorhinein verhindern kann.
Wenn das Urteil bestand gehabt hätte, dann müsste man jedes WE in der Bundesliga (auch wenn die SR es da vermutlich gar nicht hören) sicherlich tausendfach 400€ Strafe verhängen.

Gleichzeitig würde es Vereine mit sehr wenig Zuschauern eher bestrafen, denn dort sind solche Ausfälle nun auch eher wahrnehmbar. Allerdings genauso wenig verhinderbar.
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Donnerstag, 16. März 2017, 11:42

Ohne Dir hierbei wirklich nahe zu treten... Nimms nicht persönlich-
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Vielleicht solltest Du wirklich mal selber die Pfeiffe in den Mund nehmen.

Auch wenn Du bestimmt reichlich auf einem Fussballplatz erlebt hast
Wer die Erfahrungen selber macht, auf dem Platz zu stehen und Ziel dieser Attacken zu sein, denkt darüber völlig anders.
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Der Pfeifer (16.03.2017)

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Donnerstag, 16. März 2017, 17:30

Ich versuche da halt möglichst neutral ranzugehen.

Mein Hauptkritikpunkt ist, dass ich nirgends gelesen hab was der Verein denn hätte tun sollen.
Wenn mir da jemand was nennt bin ich gerne bereit auch ein entsprechendes Sportgerichtsurteil gegen den Verein zu akzeptieren.

Ich bin im übrigen auch gegen die Strafen für Gastvereine in der Bundesliga wenn deren Fans im Auswärtsblock Pyro zünden z.B.

Strafen für Dinge die man gar nicht selbst in der Verantwortung hat, also die nicht mal fahrlässig sind, finde ich einfach falsch.


Das Beispiel hier wäre in etwa so, als wenn man einem SR nachträglich noch dafür bestraft, dass bei einem rotwürdigen Foul sich der Gegenspieler verletzt hat.
Selbst wenn man vorher als SR alles richtig gepfiffen hat, kann man sowas u.U. nicht verhindern. Man kann nur nachträglich rot geben.
Wäre es nun fair den SR dafür verantwortlich zu machen?* Sicher nicht.
Ich sehe hier halt weiterhin die Sporgerichtsbarkeit für falsch an, solange der besagte Zuschauer nicht zufällig noch Mitglied in einem/dem Verein ist.

Vorallem wie weit soll der Verein verantwortlich sein? Was wenn der Zuschauer den SR erst auf dem (evtl öffentlichen) Parkplatz vor dem Sportplatz das an den Kopf wirft?
Wenn der Zuschauer X nun Fan von Verein Y ist, soll Verein Y dann dafür bestraft werden?
Was wenn die sich erst am nächsten Tag in der Stadt treffen?

Wie schon erwähnt vielleicht fehlen hier noch Details, aber wenn der Verein den Zuschauer entfernt hat hat er meines Erachtens alles in seiner Möglichkeit stehende getan.

Und Ich bin grundsätzlich auf Seiten der SR, sowas hat auf Sportplätzen (und auch sonstwo) nichts zu suchen.

Ich habe selbst schon (als Spieler) pöbelnde Zuschauernach dem Spiel zurecht gewiesen, ich bleibe aber dabei solange der Verein den SR schützt bzw den Zuschauer danach "wegschafft" sehe ich keinen Grund für eine nachträgliche Strafe.




*Ich weiß dass das manchmal gerne passiert nach dem Motto "Die SR müssen unsere Spieler schützen", aber das ist halt auch falsch
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18

Donnerstag, 16. März 2017, 19:24

Bericht aus Ostfriesland

Anbei ein Pressebericht aus Ostfriesland. Quelle ist das "Heimatblatt ", Ausgabe 15.03.2017.
Vorhin war in Radio Ostfriesland ein Interview zu diesem Thema zu hören.
Fast alle Vereinsvertreter sind mit der Maßnahme des Schiedsrichterausschusses einverstanden,
bzw. können es nachvollziehen.
Im zweiten Bericht wird geschildert, wie es ohne regulär angesetzten SR-Gespann geregelt wurde, wenn der Platz (hier Kunstrasen) bespielbar war. Quelle ist ebenfalls das "Heimatblatt ".
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  • tmp_27145-20170316_191452-1190462157.jpg
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19

Donnerstag, 16. März 2017, 19:50

Ich kann dem Kommentar zwar durchaus zustimmen, bin ich weiterhin der Meinung dass das Sportgericht hier richtig entschieden hat.

Und da widerspreche ich entschieden, wie übrigens auch Deiner Argumentation.

Ja, streng genommen hat der Verein u.U. wenig Einflussmöglichkeiten - aber wenn ich das zur Basis nehme, könnte ich auch bei einem tätlichen Angriff auf den SR so argumentieren und bei allen anderen verbalen und non-verbalen Attacken auf den SR und sein Eigentum auch. Daher sehe ich das als die Öffnung der Büchse der Pandora, auch wenn es rein nach dem Buchstaben in Ordnung sein mag, spiegelt sich der Sinngehalt der Regelungen nicht wieder.
Fußball ist die schönste Nebensache der Welt.

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Donnerstag, 16. März 2017, 21:21

Daher sehe ich das als die Öffnung der Büchse der Pandora, auch wenn es rein nach dem Buchstaben in Ordnung sein mag, spiegelt sich der Sinngehalt der Regelungen nicht wieder.
Wer öfters (so wie ich alle 2-3 Wochen) einer Sportgerichtsverhandlung beiwohnen darf weis zu differenzieren.

Oftmals ist das, was in der Presse steht oft gar nicht der Verhandluingsgegenstand sondern nur Auslöser.

Nach der Bundesdeutschen Rechtsordnung kann man natürlich für die Tat als solches den Verein nicht in Haftung nehmen. Jedoch ergibt sich aus der Spieleordnung (zumindest im Hamburger FV) eine Mithaftung bzw. eine Gefahrenhaftung.
Der Verein wird also gar nicht für die Tat selbst, sondern für die Vernachlässigung bestimmter anderer Pflichten in Haftung genommen. Die Tat selbst ist hierbei nur der Auslöser für ein weiteres Verfahren gegen den Verein.

Um das mal an einem konkretem Beispiel zu verdeutlichen - nicht vergleichbar mit diem Vorgang in diesem Thread.

Zitat

Mein Sohn ist im Dezember als SRA von einem Zuschauer angespuckt worden. Es kam inzwischen zu drei Verhandlungsrunden zu diesem Vorgang.
Der Spucker selbst ist noch nicht dingfest gemacht (Kripo und Verband arbeiten daran), jedoch wurde der Verein/die Mannschaft für die mangelhafte Unterstützung in der Aufklärung des Falles bestraft.
Das sind zwei verschiedene Vorgänge.
Das Urteil gegen die Mannschaft/den Verein ist offenbar schon rechtskräftig.
Übrigens auch ein offenbar beliebtes Thema von Manfred: Der Mangelde Ordnungsdienst. Oftmals kann man in einem Sonderbericht zu einem Spiel nur den Vorgang/die Tat als solches schildern und auf fehlenden Ordnungsdienst hinweisen. Die Tat selber wird dann beim Sportgericht -mangels Zuständigkeit- überhaupt nicht verhandelt. Jedoch gibt es eine Strafe, weil kein Ordnungsdienst vorhanden war.
Dieser hätte zwar die Tat als solches nicht verhindert, jedoch Maßnahmen im unmittelbarem Anschluss an die Tat ergreifen können.
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