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Manfred

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Samstag, 4. März 2017, 14:55

Ballkontrolle des Torwarts

Das Regelwerk lässt sich ja recht eindeutig dazu aus, wann eine Ballkontrolle des Torwarts mit der Hand vorliegt - aber eine Szene meines Spiels heute brachte mich ins grübeln ...

Der Torwart sitzt nach einer Abwehraktion auf dem Boden und der Ball berührt sein Bein, nicht jedoch seine Hand. Ich habe mir damit beholfen, dass ich auf Basis der Angriffsrichtung die Attacke des Angreifers als gefährliches Spiel einstufen konnte, frage mich aber, ob hier eine Ballkontrolle im Sinne der Regeln vorlag oder nicht?
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Samstag, 4. März 2017, 15:05

Nein, sie liegt nicht vor, da keines der in den Regeln definierten Kriterien vorliegt.

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wiltem11 (04.03.2017)

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Sonntag, 5. März 2017, 18:00

Er hat ihn nicht unter seiner Kontrolle, da er keines der unten genannten Kriterien erfüllt.

Der Torhüter kontrolliert den Ball in den Händen, wenn er
• den Ball mit beiden Händen festhält oder ihn mit einer Hand gegen eine
Oberfläche hält (z. B. am Boden, gegen den eigenen Körper) oder mit einem
Teil der Hand oder des Arms berührt, es sei denn, der Ball springt
versehentlich vom Torhüter ab oder der Torhüter hat den Ball abgewehrt,
• den Ball in der ausgestreckten, offenen Hand hält,
• den Ball auf den Boden prellt oder diesen in die Luft wirft.

Manfred

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Montag, 6. März 2017, 16:23

Leute, mir ist schon klar, dass es sich nicht um eine Ballkontrolle mit der Hand gehandelt hat. Meine Frage ging doch gerade in die Richtung, ob nicht dennoch eine Ballkontrolle vorlag, da ein regelkonformes spielen des Balles faktisch unmöglich war?
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Montag, 6. März 2017, 20:10

Irgendwie verstehe ich die Frage nicht :confused: :confused:
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Montag, 6. März 2017, 20:59

Wenn der TW den Ball mit den Beinen einklemmt muss es idF für den Angreifer geben, wenn er dadurch verhindert, dass der Angreifer dadurch den Ball nicht spielen kann. Wenn der Ball spielbar ist fällt mir nichts plausibles ein, warum man da abpfeifen sollte.

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7

Montag, 6. März 2017, 21:32

Berichtigung:


Wenn der TW den Ball mit den Beinen einklemmt muss es idF für den Angreifer geben, wenn er dadurch verhindert, dass der Angreifer dadurch den Ball nicht spielen kann.

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Dienstag, 7. März 2017, 13:56

Wenn der Tormann den Ball nicht mit der Hand kontrolliert gelten die gleichen Regeln wie für Feldspieler.

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Dienstag, 7. März 2017, 14:03

Meine Frage ging doch gerade in die Richtung, ob nicht dennoch eine Ballkontrolle vorlag, da ein regelkonformes spielen des Balles faktisch unmöglich war?


Warum schließt eine Ballkontrolle denn das regelkonforme Spielen des Balles aus?

bzw. wenn jemand den Ball so unter Kontrolle hat, dass niemand anderes ihn spielen kann, dann muss das wie schon erwähnt idF wegen "Ballsperren" geben.
Sonst könnte der TW ja auch einfach den Rest des Spiels so sitzen bleiben.
Ich versteh die Frage irgendwie auch nicht.
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Dienstag, 7. März 2017, 16:27

Ich versteh die Frage irgendwie auch nicht.

Ist das wirklich so schwierig? Wir hatten doch schon oft genug Fälle, in denen die Lehrmeinung bestimmte Dinge in einer Art und Weise ausgelegt haben wollte, die aus dem Regeltext nicht erkennbar waren.

Wenn also ein Ball nicht mehr spielbar ist ohne den Torwart zu gefährden, liegt der Verdacht, dass es sich um eine Ballkontrolle durch den TW handelt, m.E. durchaus nicht so weit entfernt. Sinn und Zweck der Beschränkung der Ballkontrolle mit der Hand ist doch, genau diesen Zustand zeitlich zu begrenzen - ist es also wirklich so abwegig, hier weiter zu denken? Gerade das genannte Beispiel, in dem ein TW im Rahmen einer Abwehraktion den Ball unbeabsichtigt einklemmt - sorry, ich käme da nie auf den Gedanken, gegen den TW zu entscheiden, folgt das doch der Spielsituation (würde ich bei einem Spieler auch nicht tun, solange der sich bemüht, den Ball schnellstmöglich wieder freizugeben).
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Dienstag, 7. März 2017, 16:45

In der Tat...

Man muss nicht immer der Meinung von Manfred sein, aber es lohnt sich dennoch mal einen Moment inne zu halten und über seine Ausführungen nachzudenken, bevor man sie als total abwegig abtut.

Zitat

Wenn also ein Ball nicht mehr spielbar ist ohne den Torwart zu gefährden, liegt der Verdacht, dass es sich um eine Ballkontrolle durch den TW handelt, m.E. durchaus nicht so weit entfernt.
Hierbei versuche ich einmal zu verallgemeindern.

Der Bewegunsablauf eines Torwartes in einer brenzlichen (meist) Strafraum-Situation naturgegeben ein völlig anderer als der eines Verteidigers.
Während der Verteidiger den Ball eher versucht irgendwie wegzuschlagen, versucht der Torwart diesen unter Einsatz seines gesamten Körpers irgendwie (möglichst unter zu Hilfe name der Hände) unter Kontrolle zu bringen.
Das sich ein TW dabei auf oder vor oder irgedwie über den Ball wirft ist also zunächst einmal eine Fussballtypische spielweise des TW und weniger die eines (Spielers) Verteidigers.

Sollte sich also der Ball tatsächlich zwischen den Beinen des TW befinden genügen nur Bruchteile von Sekunden um diesen mit der Hand zu berühren. Womit es sich dann um eine Ballkontrolle handelt.
Diese Chance hat der Verteidiger nicht.

Ich finde daher Manfreds Ausführungen gar nicht so abwegig.
Zumindest sollten wir mal in Ruhe und 40cm vor der Tastatur darüber nachdenken bevor wir in einem unsere nächsten Spiele genau vor genau diese Situation gestellt werden.
Ich pfeiffe das Spiel und nicht die Regeln!

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »SixthSCTF« (7. März 2017, 16:53)


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Manfred (07.03.2017)

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Dienstag, 7. März 2017, 17:28

Ich hab schon verstanden worauf Manfred hinaus wollte, aber ich finde die Situation liegt relativ eindeutig.
Festzustellen ist, es liegt keine Ballkontrolle im Sinne der Regeln vor, weil keines der angegebenen Kriterien erfüllt ist.
Klar ist auch, dass man in der beschriebenen Situation eher nicht gegen den TW pfeifen würde, wenn er den Ball "sicher hätte" eher für ihn.
Klar ist auch, dass ein langes auf den Ball sitzen nicht zulässig wäre.
Und das kann ich alles mit den Regeln begründen, auch ohne Ballkontrolle.

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Mittwoch, 8. März 2017, 11:16

Wenn also ein Ball nicht mehr spielbar ist ohne den Torwart zu gefährden, liegt der Verdacht, dass es sich um eine Ballkontrolle durch den TW handelt, m.E. durchaus nicht so weit entfernt. Sinn und Zweck der Beschränkung der Ballkontrolle mit der Hand ist doch, genau diesen Zustand zeitlich zu begrenzen


Prinzipiell hab ich dich schon verstanden.
Würdest du denn auch soweit gehen und sagen, wenn der Ball zwischen den Beinen ist, dass er diesen dort nur 6 Sekunden halten darf?

Desweiteren du schreibst der Ball berührt das Bein.
Was ist denn nun wenn der Angreifer (wohl überlegt und in nicht gefährlicher Weise) denn Ball z.B. mit der Sohle von da wegzieht oder den Ball dort weglupft.
Das wäre dann aber auch nicht erlaubt, wenn wir die Aktion gleichstellen zu einer Ballkontrolle mit der Hand.

Die Aktion klingt dann für mich nicht viel anders als wenn z.B. der Verteidiger gegrätscht hat und der Ball danach noch dessen Bein berührt, der Stürmer darf dann diesen Ball doch auch weiterhin spielen.. zumindest so lang er nicht wie wild dahin tritt und es somit gefährliches Spiel wird.
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Mittwoch, 8. März 2017, 12:12

Würdest du denn auch soweit gehen und sagen, wenn der Ball zwischen den Beinen ist, dass er diesen dort nur 6 Sekunden halten darf?
Merkt Ihr eigentlich wie realitätsfremd ihr hier diskutiert?
Desweiteren du schreibst der Ball berührt das Bein.

Was ist denn nun wenn der Angreifer (wohl überlegt und in nicht gefährlicher Weise) denn Ball z.B. mit der Sohle von da wegzieht oder den Ball dort weglupft.
Ihr redet quasi (theoretisch) von einer 6 Sekunden langen Strafraumsituation in der der Angreifer offenbar alle Zeit der welt hat, um mit chirurgischer Präzision einen Ball aus einer wuselnden vernäulenden Körpermasse heraus zu entfernen.
Darüber hinaus werden in der Diskussion hier Bewegungsvorgänge beschrieben, die selbst Zeitlupen nur schwer auflösen können.

Deshalb nochmal die Anregung sich mal zurückzulehnen und sich soetwas in Realgeschwindigkeit aus einer üblichen SR-Perspektive vorstellen.
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Donnerstag, 9. März 2017, 09:43

Ich glaube, jetzt hab' ich ' s verstanden. Ich stelle mir das gerade in der Situation auf dem Platz vor. Hier hast du keine Zeit, lange zu überlegen. Wenn der TW den Ball zwischen den Beinen liegen hat, während er am Boden sitzt und er im nächsten Moment danach greifen will, jetzt aber ein Angreifer nach diesem Ball tritt oder versucht diesen mit dem Fuß zurückzuziehen oder sonst irgendwie den am Boden sitzenden TW attackiert, dann werden doch die allermeisten von uns sofort zurückpfeifen und auf gefährliches Spiel durch den Angreifer entscheiden. Somit idF für den TW geben. Diese Entscheidung trifft man doch intuitiv und ohne groß nachzudenken. Und ich bin sicher, dass sich die Proteste des Angreifers und seiner Kollegen in Grenzen halten werden. Alles andere ist doch praxisfremd und eine rein hypothetische Diskussion.
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Donnerstag, 9. März 2017, 10:47

...


Natürlich ist das eine theoretische Diskussion, denn damit hat der Thread doch auch angefangen.
Gefährliches Spiel zu pfeifen ist vermutlich in den meisten Fällen die richtige Entscheidung keine Frage.
Dazu brauche ich aber auch nicht die "Ballkontrolle" bemühen.
Denn das war die Ursprungsfrage und die liegt hier meines Erachtens halt nicht vor, denn sonst kommen all diese theoretischen Dinge mit ins Spiel wenn man damit argumentieren will.
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Donnerstag, 16. März 2017, 04:54

Bin da eher auf der Seite des Angreifers so lange der Ball nicht in der Hand ist,
ist alles erlaubt was ein Feldspieler darf,
also wenn er nun in den Torwart grätscht und den Ball damit ins Tor befördert ist es Tor.

Aufpassen solltest du das der Torwart nicht den Ball in die Hand nimmt dann wieder los lässt
und Ihn dann wieder aufnimmt, dann muss ein Indirekter Freistoß her!

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